LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Wertvolles Wissen für Ihre Zukunft Fri, 10 Jul 2020 16:01:24 +0200 Fri, 10 Jul 2020 16:01:24 +0200 t3extblog extension for TYPO3 https://www.lvq.de/typo3conf/ext/sg_sitepackage/Resources/Public/Assets/Images/lvq-blog-feed-logo.jpg LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Bewerbung im Sommerloch oder „Dürfen Arbeitslose Urlaub machen?“ Thu, 02 Jul 2020 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/bewerbung-im-sommerloch-oder-duerfen-arbeitslose-urlaub-machen.html post-7 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/bewerbung-im-sommerloch-oder-duerfen-arbeitslose-urlaub-machen.html Lars Hahn Urlaub während der Arbeitslosigkeit - passt das zusammen? In seiner Kolumne gibt Lars Hahn Tipps zum Urlaub während der Jobsuche und wie Sie sich in der Urlaubszeit einen Vorsprung für Ihre Bewerbung… Bewerbung im Sommerloch oder „Dürfen Arbeitslose Urlaub machen?“ by Lars Hahn 02-07-20

Categories: Weiterbildung Jobsuche

Alle Jahre wieder stehen Jobsuchende vor der Frage, mit der sich Lars Hahn bereits 2019 in dieser Kolumne befasste: „Urlaub trotz Arbeitslosigkeit – Darf ich das?" Besonders in diesem Jahr stellt sich die Frage vor dem aktuellen Hintergrund um so dringlicher, scheint eine Bewerbung gerade jetzt im Sommer noch weniger fruchtend als die Jahre zuvor. Wie Sie also mit der Frage nach dem Urlaub umgehen und wie Sie die jetzige Sommerzeit neben einem Urlaub auch als Vorbereitung auf einen sich wieder normalisierenden Arbeitsmarkt und somit für Ihre berufliche Zukunft nutzen können, veranschaulichen die letztjährigen Tipps auch in diesem Jahr sehr deutlich:

 

 

Bewerbung in der Sommerzeit? Wer sich in den Sommermonaten auf Jobsuche befindet, wird schnell merken, dass diese Zeit auch heutzutage immer noch eine „Sauregurkenzeit“ ist, in der wenig läuft. Also erst einmal in den Urlaub! Denn wer sich in der Ferienzeit zwischen zwei Jobs befindet, kann diese Zeit doch perfekt nutzen, um endlich mal Urlaub zu machen und auszuspannen! Oder doch nicht?

Es gibt so manche Vorbehalte, wenn es um das Thema Urlaub für Jobsuchende geht. Das Klischee vom Arbeitslosen, der auf Kosten der Allgemeinheit dem Müßiggang frönt, ist anscheinend nicht wegzubekommen. Nicht zuletzt die Betroffenen selbst kommen oft mit dem Argument: „Urlaub statt Bewerbung? Das geht doch nicht! Ich muss doch jetzt dem Arbeitsmarkt ständig, rund um die Uhr, zur Verfügung stehen – 24/7/365!“.

Das Thema Urlaub während der Jobsuche wird also von vielen Unsicherheiten begleitet und mit manchen Vorurteilen betrachtet. In dieser Kolumne breche ich eine Lanze für den Urlaub während der Arbeitslosigkeit. Wenn nicht jetzt, wann denn dann?

Die Frage „Darf ich überhaupt Urlaub machen?“ hat dabei zwei Dimensionen:

  1. Habe ich überhaupt „moralisch“ das Recht, Urlaub zu machen, obwohl ich doch auf Arbeitssuche bin?
  2. Ist es mir rechtlich überhaupt erlaubt, in die Ferien zu fahren, wenn ich zeitgleich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet bin?

Urlaub während der Jobsuche: Sinnvoll und statthaft

So manche Jobsuchende sind bis zum letzten Tag Ihres Jobs im vollen Einsatz. Bei anderen wiederum hinterlässt die Kündigung Spuren, die zunächst verarbeitet werden müssen. Kaum verwunderlich also, dass beide Typen erst mal urlaubsreif sind und sich auf den erwarteten Urlaub mit der Familie freuen.

So war das auch bei mir. Genau vor 15 Jahren im Juli hatte ich meinen letzten Arbeitstag und begann den neuen Lebensabschnitt der Jobsuche. In meinem allerersten Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit war ich noch relativ unaufgeräumt, steckten mir noch die frischen Erlebnisse der letzten Stelle in den Knochen. Bei der Frage meines Arbeitsvermittlers, ob ich nicht jetzt im Sommer erst mal Urlaub machen wolle, staunte ich nur ungläubig. „Aber ich muss doch nun eine Bewerbung nach der anderen schreiben! Rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Ich darf keine Zeit verlieren. Und im Übrigen kann ich mich doch nicht auf öffentliche Rechnung ‚auf die faule Haut legen‘!“ So dachte ich damals.

5 gute Gründe für einen Urlaub während der Jobsuche

Mein Berater antwortete sehr pragmatisch, seine fünf Gründe gebe ich sinngemäß gerne direkt weiter:

  • „Jetzt im Sommer ist nichts los am Arbeitsmarkt, es wird sich nicht viel tun.“
  • „Machen Sie zuerst Urlaub, dann kriegen Sie Ihren Kopf wenigstens ein Stückchen frei.“
  • „Bevor Sie eine vernünftige, brauchbare Bewerbung schreiben können, brauchen Sie ohnehin erst einmal ein wenig Klarheit und Entspannung.“
  • „Sobald Sie einen neuen Job antreten, werden Sie erstmal viele Monate keinen Urlaub haben, also lieber jetzt!“
  • „Selbst wenn ein Arbeitgeber Sie jetzt schnell haben wollen würde, im Zeitalter von E-Mail und Handy sind Sie doch sogar im Urlaub erreichbar.“

Urlaub in der Arbeitslosigkeit: Rechtliche Hinweise

Gleichzeitig gab mein Arbeitsvermittler auch wichtige rechtliche Hinweise, die während eines „Urlaubs“ innerhalb einer Arbeitslosigkeit zu beachten sind. Denn rechtlich haben Arbeitslose keinen Urlaub, sie können formell nur eine Ortsabwesenheit anmelden.

Für Jobsuchende gibt es Infos und Flyer der Bundesagentur für Arbeit zum Thema, die man unbedingt beachten sollte. Denn einen regelrechten Anspruch auf Urlaub hat man nicht. Bei der Arbeitsagentur heißt es auf der Webseite zum Thema Urlaub:

Urlaub

Haben Arbeitslose einen Urlaubsanspruch? Einen „Urlaubsanspruch“ im eigentlichen Sinne, wie er einer Arbeitnehmerin / einem Arbeitnehmer während ihres / seines  Beschäftigungsverhältnisses  zusteht, haben Sie nicht, denn das Recht der Arbeitslosen-versicherung kennt den Begriff „Urlaub“ nicht. Trotzdem können Sie verreisen, wenn Sie arbeitslos sind. Allerdings können Sie während Ihres Urlaubs nur für längstens drei Wochen im Kalenderjahr Arbeitslosengeld erhalten. Was ist zu beachten? Der Anspruch auf Arbeitslosengeld bleibt für die Dauer der Reise nur bestehen, wenn die Agentur für Arbeit vorher zugestimmt hat. Die Reise muss deshalb zuvor beantragt werden.

Ist die Reise nicht genehmigt, hat das negative Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld. Werden die Leistungen eingestellt, endet auch der damit verbundene Versicherungsschutz. Das trifft auch zu, wenn Sie sich nicht am Tag nach Ihrer Rückkehr persönlich zurückmelden.“

Wer seine Abwesenheit vom Wohnort nicht meldet, kann also sein Arbeitslosengeld verlieren, sogar der Krankenversicherungsschutz kann nach drei Wochen enden! Daher ist eine Absprache und eine schriftliche Bestätigung seitens der Arbeitsagentur unbedingt ratsam. Umgekehrt: Wer auch nur ein paar Werktage wegfährt, ohne eine Absprache getroffen zu haben, riskiert, dass Arbeitslosengeld und Versicherungsschutz gestrichen werden – selbst in Zeiten ständiger Erreichbarkeit.

Unsere Erfahrung zeigt, dass eine begründete, gut geplante Ortsabwesenheit in der Regel durch die Bundesagentur für Arbeit bewilligt wird, sofern nicht gute andere Gründe wie eine bereits gestartete Weiterbildung dagegen stehen. In Smartphone-Zeiten ist man ja schließlich auch per Mail, Messenger und Telefon bei Ortsabwesenheit stets erreichbar, wenn man das so einrichtet.

Bonustipp: Reiserücktrittsgrund Arbeitsaufnahme und Arbeitslosigkeit

Manchmal tritt bei Jobverlust oder Kündigung des Arbeitsplatzes genau das Gegenteil ein: Ein bereits gebuchter Urlaub ist auf einmal völlig unpassend. Spätestens wenn ein attraktives Jobangebot vorliegt, sollte eine geplante Reise gestrichen werden. Gut beraten ist dann, wer eine Reiserücktrittsversicherung hat, die die Themen Arbeitsaufnahme und Arbeitsplatzverlust als Rücktrittsgrund anerkennt. Auch manche unserer Teilnehmer nutzten diese Möglichkeit des versicherten Reiserücktritts, damit sie bei uns an einer mehrmonatigen Weiterbildung teilnehmen konnten.

Statt Urlaub: Tipps für die Bewerbung im Sommerloch

Wer indessen seinen Urlaub bereits genommen hat – häufig schon in der Endphase des letzten Jobs, vielleicht durch Freistellung oder Resturlaub –, brennt häufig darauf, mit den Bewerbungsaktivitäten loszulegen. Trotz Sommerflaute. Wie kann man die Sommerzeit dann für Jobsuche und Bewerbung nutzen, wenn draußen auf dem Arbeitsmarkt wenig los ist? Hier sind dafür meine

7 Tipps für Bewerbung und Jobsuche in der Urlaubszeit

  1. Positionierung und Profilschärfung: Flautezeiten am Arbeitsmarkt eignen sich optimal, die Themen der eigenen Fähigkeiten, der beruflichen Interessen und Ziele noch einmal intensiv zu betrachten und das eigene Profil zu schärfen – offline wie online.
  2. Optimierung von Unterlagen: Gerade jetzt ist die Zeit, die Bewerbungsmappe, den Lebenslauf, das XING-Profil etc. zu optimieren. Vielleicht ist auch noch ein aktuelles Bewerbungsfoto dran?
  3. Weiterbewerben: Gerade jetzt könnte Ihre Bewerbung sichtbarer sein, weil weniger Bewerber unterwegs sind.
  4. Initiativ bewerben: Im Sommerloch erhalten viele Ansprechpartner weniger Mails oder Briefe. Jetzt kann sich also eine gut präparierte Initiativbewerbung auszahlen. Auch für Netzwerkpflege und Systematisch Kaffeetrinken kann jetzt die Zeit günstig sein.
  5. Nachakquise: In der Sauregurkenzeit kann es sich besonders auszahlen, wenn Sie aktiv nachfragen, welchen Stand ein offenes Bewerbungsverfahren hat.
  6. In Geduld üben: Bewerbungsverfahren werden in der Urlaubszeit auch länger dauern. Gerade traditionelle mittelständische Unternehmen werden auch im Personalbereich Personalengpässe haben.
  7. Sommer-Akademie: Die Sauregurkenzeit im Sommer bietet sich für Jobsuchende geradezu an, eine berufliche Weiterbildung zu absolvieren – ganz gleich ob über den Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder selbstinitiiert.

Statt Urlaub: Sommerakademie per Bildungsgutschein

In den Monaten Juli, August und September melden sich bei uns viele Jobsuchende, die diese Zeit mit einer sinnvollen Weiterbildung „überbrücken“ möchten. Die Leerlaufzeit der Bewerbungsphase erscheint ihnen als ideale Chance dafür. Ihre Gründe:

  • Aktuelle und offizielle Zertifikate von TÜV oder IHK „adeln“ die vorhandene Berufserfahrung oder dokumentieren erforderliche fachliche Kenntnisse.
  • Die Weiterbildung bietet die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und bringt neue Themen und Ideen für Bewerbung und Positionierung.
  • Eine berufliche Neuorientierung kann durch eine Weiterbildung vorangetrieben werden.
  • Mit einer Weiterbildung lassen sich Lebenslauf und XING-Profil aufpimpen.

Sobald Sie Ihren Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit erhalten, lässt sich Ihre ganz persönliche Sommer-Akademie schnell umsetzen. Viele Bildungsträger bieten monatliche Modulstarts an, so auch wir. Kurzfristige Einstiege sind bei uns möglich. Mit geschulten Dozenten und gleichgesinnten Teilnehmern im Online-Präsenzunterricht.

Apropos Urlaub. Dass Sie in unseren kompakten zwanzigtägigen Weiterbildungen keinen Urlaub nehmen können, versteht sich von selbst. Der würde ja den Prüfungserfolg verhindern. Ihr Urlaub sollte also vorher genommen sein. Falls Urlaub und Weiterbildung doch zusammenfallen sollten: Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten eines späteren Einstiegs oder eines Rücktritts vom Urlaub.

So können Sie Ihre Zeit nutzen, um in Ihre berufliche Zukunft zu investieren und sich breiter und besser aufzustellen als Ihre Mitbewerber. Das kann Ihnen am Ende der „Sauregurkenzeit“ den entscheidenden Vorteil in der Jobsuche bringen. Und genau das wünschen wir Ihnen!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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New Work reloaded: Wie Sie jetzt eine Neue Arbeit finden Thu, 25 Jun 2020 09:45:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/new-work-reloaded-neue-arbeit-finden.html post-267 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/new-work-reloaded-neue-arbeit-finden.html Lars Hahn Bis vor Kurzem war New Work eines der großen Themen am Arbeitsmarkt. Doch wie sieht es jetzt aus, da Corona viele Lebensbereiche, darunter auch die Arbeitswelt, kalt erwischt hat? Lars Hahn beleuchtet… New Work reloaded: Wie Sie jetzt eine Neue Arbeit finden by Lars Hahn 25-06-20

Categories: Neue Arbeitswelt

Viele Bewerberinnen und Bewerber, ganz gleich ob berufseinsteigend oder langjährig erfahren, sind mit der Sinnfrage von Arbeit konfrontiert und machen sich Gedanken über berufliche Werte. Genau damit beschäftigt sich auch die New-Work-Bewegung, die sich unter anderem mit sinnhafter und wertvoller Arbeit befasst. Das Konzept der New Work als wirklich revolutionärer Ansatz: Sie tun beruflich nur noch, was Sie wirklich, wirklich wollen. Sagen die Optimisten.

Manche Skeptiker hingegen halten New Work für einen Hype, bei dem mit schicken Möbeln, Kicker, Limo, geduzter Kuschelkultur („der Peter ist ein toller Chef“) und tollen Buzzwords im wieder opportunen Großraumbüro das Maximale aus den Mitarbeitern rausgeholt werden kann. Sie werden sich derzeit in ihrer kritischen Haltung zu New Work bestätigt sehen.

Solchen Luxus kann man sich in Zeiten von Corona doch auch gar nicht mehr leisten, oder?! Durch Corona sind Großraumbüros nun wieder out! Schickes kollaboratives Teamarbeiten in stylischen Coworking Spaces war gestern. Der Arbeitsmarkt liegt danieder, die Arbeitslosenzahlen steigen um 30 Prozent oder gar mehr. Statt der Suche nach Sinn und Werten steht für Arbeitsuchende oftmals die Jobsicherheit im Vordergrund – „Hauptsache, ich finde überhaupt einen Job!“

Ist jetzt Schluss mit der Idee von „New Work“?! Oder ist gar Jobsicherheit das neue „New Work“, wie unlängst zu lesen war?

New Work – Sinn und Werte in der Arbeitswelt

Unter dem Label „New Work“ erörtern viele Akteure die Zukunft unserer Arbeitswelt, vor allen Dingen Werte, Haltungen und Menschenbilder. Es geht bei „New Work“ oft um Sinnstiftung, Arbeiten auf Augenhöhe, Demokratisierung von Führung und kulturellen Wandel in der Arbeitswelt. Als Urheber gilt der Philosoph Frithjof Bergmann, dem es darum geht „Menschen zu helfen, dass sie erfahren, was sie wirklich, wirklich wollen.“ Etwas ausführlicher hatte ich vor einiger Zeit über New Work und den Ansatz Arbeiten 4.0 hier im Blog geschrieben.

Viele Strömungen in Recruiting und Personalgewinnung befassten sich nicht zuletzt in den letzten Jahren mit „New Work“, weil man unterstellte, dass es in Zeiten von Fachkräfteknappheit wichtig sei, Bewerbern das zu bieten, was sie (wirklich, wirklich) wollen. Angebote für Jobsuchende reichten dabei von wirklich, wirklich sinnstiftenden, werteorientierten Konzepten bis hin zu inhaltsleeren Kicker-Pizza-Duz-Kultur-Kampagnen. Immerhin wurde sich allenthalben um das Wohlergehen der Bewerber bemüht. Die „Candidate Experience“, also die positive Erfahrung der Bewerber, lag vielen Personalexperten am Herzen.

Neue Arbeit in Corona-Zeiten

Schöne neue New-Work-Welt: Das soll nun alles vorbei sein? Auf den ersten Blick bereitet Corona manchen New-Work-Themen wie zum Beispiel digitalem Arbeiten von zu Hause aus den Weg, allerdings meist mit einer Schattenseite: Kontaktgebote führen allenthalben zu digitalen Lösungen, von denen so manche vor einem Jahr noch geträumt hätten. Allerdings quälen wir uns nun kollektiv von Video-Meeting zu Video-Meeting und wünschen uns die guten alten Zeiten zurück, in denen man echten Kaffee miteinander trank. Arbeiten im Homeoffice ist zwar gefragter denn je, allerdings nicht flexibel und mobil, sondern gezwungenermaßen und gar nicht frei. Mit der ganzen Familie, inklusive Homeschooling, doch nicht ganz new-work-like.

Und der Arbeitsmarkt? Arbeitsplätze werden zumindest zeitweise wieder Mangelware. Die Zahl der Bewerber hingegen steigt, viele Arbeitslose und noch mehr Bewerber, weil auch die unzufriedenen Beschäftigten sich wegbewerben. Verschiebt sich also die Macht zurück zum Arbeitgebermarkt, in dem die Bewerber zum Bittsteller werden? „Hauptsache, ich finde irgendeine neue Arbeit – egal was und wie“?

In der Tat werden in den nächsten Monaten viele Menschen zuerst einmal eine neue Arbeit benötigen, weil sie die alte verloren haben. New Work also im ganz wortgetreuen Sinn: Neue Arbeit, neue Stelle, neue Perspektive. Viele Jobsuchende werden sich durch unzählige Bewerbungsprozeduren plagen, oft keinerlei Antwort auf mit Herzblut und Aufwand geschriebene Bewerbungen erhalten und die Trägheit des aktuellen Arbeitsmarktes zu spüren bekommen. Eine neue Arbeit zu finden wird für so manche wieder zum Flaschenhals: Erst einmal reinkommen!

Vielleicht mag diese spezielle Situation des Corona-Arbeitsmarktes die eine oder den anderen unter den Recruitern und HR-Experten in den Unternehmen kurzfristig dazu verleiten, Bewerberinnen und Bewerber spüren zu lassen, dass sie aufgrund der hohen Bewerberzahl die Macht haben, um endlich mal wieder so richtig selektieren zu können. Schlau wäre das allerdings nicht. In den meisten Branchen wird sich der Arbeitsmarkt innerhalb von Monaten wieder einigermäßen erholen. Drum wäre es dumm, das langfristig und mühsam generierte positive Arbeitgeberimage zu riskieren. Zwar hat man es zurzeit nicht eilig mit Stellenbesetzungen, aber der nächste Personalbedarf kommt bestimmt.

Neue Arbeit um jeden Preis

Auf der Bewerberseite sieht das naturgemäß anders aus. Wer schon länger arbeitslos ist, ist von der Corona-Krise zumeist kalt erwischt worden und benötigt dringend Perspektiven. „Hören Sie mir auf mit New-Work-Kram und Sinnfragen, Herr Hahn, ich habe noch genau sechs Monate bis mein Arbeitslosengeld ausläuft, bis dahin brauche ich unbedingt eine neue Arbeit!“

Bewerbung in Corona-Zeiten ist Jobsuche mit verschärften Bedingungen. Der Arbeitsmarkt ist zäh, die Zahl der Mit-Bewerber steigt, die Perspektiven sind nebulös. Das Finden einer neuen Arbeit gleicht in den Augen vieler einer Seefahrt auf Sicht. Keiner weiß, was sich hinter der Nebelwand befindet. Man ahnt zwar, dass man irgendwann eine neue Arbeit findet, aber weiß nicht wann und wo. Spätestens wenn bald das Arbeitslosengeld ausläuft, steigen Nervosität und Sorgen sprunghaft an. Es muss eine neue Arbeit her, um jeden Preis!

In einer solchen Situation reduziert sich New Work wirklich auf die nächste neue Arbeitsstelle, die schnell zu erreichen ist. Für die Konstellation der zügigen Jobsuche in Corona-Zeiten schrieben wir kürzlich mehrere Beiträge hier im Blog:

Jobsuche in Zeiten von Corona: Unsere hilfreiche Linkliste

Recruiting während der Corona-Krise: Was bedeutet das für die Jobsuche?

Corona-Arbeitsmarkt und Bewerbung – 7 Impulse für Ihre Jobsuche

New Work in der Corona-Krise – Sinn und Werte

Gerade weil der Arbeitsmarkt zurzeit so zäh ist und sich in diesen Monaten wenig in Sachen Stellensuche ergibt, nutzen manche unserer Teilnehmenden diese Zeit bewusst, um sich beruflich neu zu positionieren. Wenn dann der Arbeitsmarkt wieder anzieht, kann die Bewerbung um so selbstbewusster und präziser erfolgen. Ich finde das gut.

Ganz im Sinne des New Work-Vordenkers ist jetzt eine gute Zeit, grundsätzliche Fragen zur beruflichen Zukunft und Positionierung zu klären – wie zum Beispiel: Was ist mir beruflich wirklich, wirklich wichtig? Was möchte ich beruflich wirklich, wirklich tun? Wo will ich beruflich wirklich, wirklich hin?

Spätestens hier stehen für die eine Werte wie Nachhaltigkeit oder Generationengerechtigkeit an vorderster Stelle, während ein anderer Produkte und Themen am wichtigsten findet und eine dritte erst einmal eine Stelle finden möchte, bei der sie endlich, endlich zeigen kann, was sie drauf hat.

Auch für das Thema berufliche Positionierung und Zufriedenheit haben wir hier einige vertiefende Beiträge im Blog:

Mit 5 Schritten zum beruflichen Ziel: Talentkompass NRW

Probier's mal mit Zufriedenheit! Arbeitszufriedenheit bei der Jobsuche.

Wie man Arbeit besser machen kann und den Job selber craftet. Interview mit Dr. Nico Rose

Nebenbei – vielen unserer Teilnehmenden gelingt ihre berufliche Positionierung übrigens während der beruflichen Weiterbildung zwischen zwei Jobs durch neue berufliche Impulse und den Austausch mit den Akteuren während dieser Zeit. Dass die Bundesagentur für Arbeit in diesem Jahr ohnehin die Förderung der beruflichen Weiterbildung von Jobsuchenden und Beschäftigten auf ihrer Agenda hat, macht diese Option umso attraktiver: Eine neue Arbeit durch Weiterbildung.

New Work – was bleibt? #PostCorona

Ganz gleich ob Neue Arbeit „um jeden Preis“ oder New Work mit Sinn und Werten – durch Corona wird die Arbeitswelt da draußen ohnehin eine „neue Arbeit“ sein.

Interessant finde ich, dass nach einer Befragung auffallend viele Beschäftigte mit der Unternehmenskultur ihres Unternehmens in Corona-Zeiten zufrieden sind. Das Team-Gefühl ist gestiegen, die Sinnfrage und Werte wie Menschlichkeit nehmen an Bedeutung zu. Das sind Ergebnisse, die man im Recruitainment-Blog nachlesen kann. Wer diese Erfahrungen einmal machte, wird sie nicht wieder missen wollen.

Ich glaube, dass auch viele andere Errungenschaften der Corona-Zeit in die neue Normalität Einzug halten werden. Die Vorteile von Homeoffice und mobilem Arbeiten werden Arbeitgeber und Mitarbeitende gleichermaßen nutzen wollen. Unkonventionelle in pfiffigen, wendigen Teams gefundene improvisierte Lösungen, die zur Rettung aus der Corona-Notlage geschaffen wurden, schaffen die Basis für agile, pragmatische Lösungen. Selbst die gerade inflationär durchgeführten Video-Meetings werden so manche unnötige und gar anstrengende Dienstreise ersetzen – was auch noch gut fürs Klima ist.

Für Jobsuchende wird es umso interessanter sich im Vorfeld über Bedingungen und Werte von Arbeitgebern zu informieren, was dem New-Work-Gedanken in jederlei Hinsicht gerecht wird. Die digitalen Businessnetzwerke und Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie Kununu oder Glassdoor werden uns dabei behilflich sein.

Wie sehen Sie das? Teilen Sie gerne Ihre Sicht mit uns in unseren Kommentaren!


 


 

 

 

 

 

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Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Vorstellungsgespräch und Videointerview: Der ultimative Linkguide mit 63... Thu, 18 Jun 2020 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/vorstellungsgespraech-videointerview-linkguide-63-empfehlungen.html post-266 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/vorstellungsgespraech-videointerview-linkguide-63-empfehlungen.html Angela Borin Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist das Ziel jeder Bewerbungsbemühung, doch ist sie erst einmal im Postfach, machen sich bei vielen Bewerbern einige Fragen breit.… Vorstellungsgespräch und Videointerview: Der ultimative Linkguide mit 63 Empfehlungen by Angela Borin 18-06-20

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch weckt bei vielen Bewerbern zuerst einmal Freude und Aufregung – ganz gleich ob nach erfolgreicher Bewerbung oder bei Kontakt durch den Personalberater. So groß die Freude über das Gespräch ist, so schnell machen sich oft aber auch einige Fragen und vielleicht auch Nervosität breit, war das anvisierte Ziel für viele Jobsuchende doch erstmal, überhaupt eine Einladung zu einem Interview zu erhalten:

  • „Was erwartet mich jetzt? Ich habe doch kaum Erfahrung mit solchen Gesprächen!“
  • „Was soll ich am besten anziehen?“
  • „Was sag ich, wenn die mich nach meiner Gehaltsvorstellung fragen?“
  • „Wie begründe ich die kurze Zeit bei meinem letzten Arbeitgeber?“
  • „Welche Fragen kann ich denen stellen?“

Damit Sie souverän und erfolgreich durch Ihr bald anstehendes Jobinterview kommen und von sich überzeugen können, haben wir in diesem Beitrag eine nützliche Linkliste rund um das Thema Vorstellungsgespräch zusammengestellt. Von Dresscode über Ablauf bis hin zu kniffligen Fragen ist sowohl für Berufseinsteigende, Jobsuchende nach langer Betriebszugehörigkeit oder Tipps-in-der-Corona-Zeit-Suchende der ein oder andere spannende Tipp dabei.

Vorbereitung ist das halbe berufliche Leben

Um im Vorstellungsgespräch den gewünschten Effekt zu erzielen, spielen einige Parameter eine Rolle. Eine zielorientierte Vorbereitung auf das bevorstehende Gespräch zählt dabei zu den wichtigsten. Welche Punkte sich bereits vor dem Gespräch gut üben lassen und was es sonst zu beachten gilt:

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: So kommen Sie richtig in Stimmung

Kopfkino und Perspektivwechsel: Karrierecoach Dr. Bernd Slaghuis erklärt, warum Sie nie mit der Haltung „Bewerber“ in ein Vorstellungsgespräch gehen sollten und wie Sie sich stattdessen als neuer Kollege vorstellen.

Der Rat der Weisen: So bewältigen Berufseinsteiger das erste Vorstellungsgespräch

Gerade den Abschluss in der Tasche stehen die ersten Vorstellungsgespräche vor der Tür. Eine aufregende Phase, in der Berufseinsteiger sich vor lauter Nervosität oftmals in die Position eines Bittstellers begeben. Wie Sie das verhindern und sich mental auf Ihre ersten Jobinterviews vorbereiten können, zeigt Diplom-Psychologe Claus Peter Müller-Thurau auf.

Selbstvertrauen im Vorstellungsgespräch: Mehr Mut!

Nervosität beherrscht viele Bewerber, sobald es zu einem Vorstellungsgespräch kommt, können sie Formulierungen nicht – wie bei einem Anschreiben – mehrfach überdenken. Wie Sie durch gute Vorbereitung Selbstvertrauen generieren können, veranschaulicht karrierebibel.

Das Vorstellungsgespräch im Ingenieurwesen

Präzise, authentisch und gelassen im Vorstellungsgespräch zu sein, erfordert eine gewisse Übung und Vorbereitung. Welche Informationen und Antworten helfen, dies zu realisieren, beleuchtet get in. Speziell für Ingenieure gedacht lassen sich viele Punkte jedoch eins-zu-eins auch auf andere Berufszweige übertragen. Mehrwert garantiert.

Das perfekte Vorstellungsgespräch: Vorbereitung, Fragen und Checklisten

Neben der Unternehmensrecherche, den Zielen des Personalers und Ihrem dazu passenden ersten Eindruck, veranschaulicht stepstone anhand von Kniffen und Bewerbungsfragen, wie Sie Ihr Interview nicht nur effektiv vorbereiten, sondern auch währenddessen überzeugen. Besonders spannend ist dabei das kleine Interview mit Recruiterin Bernadette Dollinger.

Vorstellungsgespräch vorbereiten: Richtig überzeugen

Von Recherche über Körpersprache bis hin zur inhaltlichen „Paratlegung“ von Antworten beschreibt die karrierebibel alle wichtigen Parameter, die Sie für Ihr anstehendes Vorstellungsgespräch im Hinterkopf behalten sollten.

Gute Vorbereitung hilft gegen Überraschungen im Vorstellungsgespräch

Neben acht Schritten, die Sie ausgewogen auf Ihr Interview vorbereiten, legt XING hier nochmal ein besonderes Augenmerk auf die Recherche zum Unternehmen und gibt Tipps, welche Fragen im Gespräch nützlich sein könnten.

Das Vorstellungsgespräch

Terminbestätigung, Dresscode, Körpersprache und Veranschaulichung von Stärken-/Schwächen-Antworten: Von A bis Z führen die Bewerbungsschreiber durch die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch und zeigen Ihnen auf, welche Punkte es zu beachten gilt.

Zweites Vorstellungsgespräch: Ablauf und Besonderheiten

Aufbauend auf das erste Jobinterview geht es in einem zweiten Durchgang vertiefend um Ihre Passgenauigkeit gegenüber anderen Mitbewerbern. Wie sich ein zweites Vorstellungsgespräch dadurch vom ersten unterscheidet, bespricht karriereletter und gibt fünf wertvolle Tipps.

Checkliste: Vorbereitung Vorstellungsgespräch

Notizen sind eine hilfreiche Idee für das Bewerbungsgespräch, doch manchmal verliert man den Überblick, was bereits erledigt ist. Dafür hat XING eine kleine Checkliste parat gestellt, die Sie nach Belieben noch individuell – auf Ihr Unternehmen passend – erweitern können.

Kleider machen Leute: Der richtige Dresscode für das Vorstellungsgespräch

Als Teil der Vorbereitung ist die Kleidungswahl ein entscheidendes Kriterium für den ersten Eindruck. Diese Ersteinschätzung lässt sich im Verlauf eines Vorstellungsgesprächs nur schwerlich wieder abändern. Damit das Betreten des Raumes als starker Auftakt in Erinnerung bleibt, gibt es zahlreiche Tipps und Anregungen für Frauen und Männer:

Dresscodes im Bewerbungsgespräch – Unterschiede bei Stil und Branche

Was darf es denn nun im Consulting sein und muss der Direktvertrieb sich an die gleichen Spielregeln halten wie ein Versicherungsmakler? Arbeitsabc schaut sich verschiedene Branchen an und gibt Tipps für das perfekte Bewerbungsoutfit in den verschiedenen Bereichen.

Das perfekte Outfit fürs Vorstellungsgespräch

„Locker-flockig bis erzkonservativ“: Das gewählte Outfit muss zu Ihrer Wunschfirma, der Branche, zur ausgeschriebenen Stelle, aber auch zu Ihnen passen. Welche Kleidungskombinationen jeweils für Frauen und Männer infrage kommen, verrät XING.

Die richtige Kleidung zum Vorstellungsgespräch

Kleide dich für den Job, den du willst, nicht für den, den du bereits hast. campusjäger zeigt auf, wie wichtig es ist, sich mit der Zielbranche zu befassen und sich dem Dresscode dieser anzunähern – sowohl im Vorstellungsgespräch als auch im späteren Arbeitsalltag.

Vorstellungsgespräch Kleidung: Tipps für das perfekte Outfit

Jeansjacke, kurze Hose und Piercing: Eine Kombination, die in den wenigsten Fällen zu einem Bewerbungsgespräch passt. Welche Kleidungsstücke, Farben und Muster einen guten Eindruck hinterlassen und warum Sie trotzdem immer individuelle den Dresscode in Erfahrung bringen sollten, erklärt karrierebibel.

 „Und welches Tier wären Sie?“: Der Fragenkatalog des Personalers

Neben den typischen Standardfragen begegnen Bewerbenden in Vorstellungsgesprächen immer wieder auch Brain Teaser und Tabu-Fragen. Das Ziel ist dabei immer, möglichst viel über den Kandidaten zu erfahren. Ob Sie alle Fragen beantworten müssen, wo flunkern erlaubt ist und welche Fragen Sie in einem Interview erwarten können:

113 Fragen im Vorstellungsgespräch: Alles, was Sie wissen müssen

Personaler können aus einem schier unendlichen Katalog an Fragen schöpfen. Karriereletter hat 113 spannende Fragen, teils samt Anregungen zu Antworten, zusammengetragen und das bunte Sammelsurium dabei nach Themen geclustert.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

„Wieso haben Sie sich gerade diese Stelle ausgesucht?“ und „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“: Zwei von fünf Fragen, die einem in vielen Bewerbungsgesprächen über den Weg laufen. Wie Sie sich auf diese Fragen vorbereiten und die für sich passende Antwort finden, beleuchtet stepstone.

Vorstellungsgespräch: Alle Fragen, Tipps und No-Gos

Gesprächsablauf, Anekdoten, (Rück-)Fragen, aber bitte keine negative Erfahrung: Mit welchen Fragen Sie rechnen müssen, welche Sie selber stellen und wie Sie sich im Gespräch präsentieren sollten, verrät karrieresprung.

Ohne Schleimspur durchs Vorstellungsgespräch – die besten Antworten auf zwei heikle Fragen

Ein idealer Chef und die letzte Kündigung: Zwei Themen, die in Vorstellungsgesprächen oftmals als Frage daherkommen, jedoch mit Vorsicht zu genießen sind. Wie Sie souverän mit ihnen umgehen und so noch etwas für die Kommunikation im späteren Job mitnehmen, veranschaulicht Christoph Burger.

„Der Rat der Weisen": Wie spreche ich im Vorstellungstermin über meine Kündigung?

Im letzten Job gekündigt entsteht oft der Drang sich im nächsten Vorstellungsgespräch rechtfertigen zu müssen oder die Wahrheit etwas abzuwandeln. Warum beides keine gute Idee ist und wann und wie Sie die Kündigung ansprechen sollten, verrät Sophia von Rundstedt beim „Rat der Weisen“.

Die Frage „Warum sollten wir Sie einstellen?“ richtig beantworten

Ziel eines Vorstellungsgesprächs ist immer die Erörterung der Frage „Wieso Sie in diesem Unternehmen?“ Welche Eigenschaft Ihnen hilft, den passenden Eindruck zu hinterlassen und wie Sie Ihre Antwort auf die Frage finden, lesen Sie bei kununu.

9 Stressfragen im Vorstellungsgespräch und wie Sie am besten mit ihnen umgehen

„Aus der Reserve locken“ lautet die Devise, sobald Personaler anfangen, Fragen zu stellen, auf die es nicht die eine plausible, richtige Antwort gibt. Wie Sie diese Fragen jedoch clever quittieren können und durch schlagkräftiges Selbstbewusstsein überzeugen, beleuchtet Dr. Bernd Slaghuis.

20 originelle Fragen aus Jobinterviews

Brain Teaser sollen Bewerber in Stress versetzen, damit Personaler eine Idee davon bekommen, wie die Kandidaten unter Stress im Unternehmen reagieren. Damit Bewerber nicht völlig unvorbereitet von ihnen überrumpelt werden, hat humanresourcesmanager über eine Auswertung von Glassdoor 20 dieser außergewöhnlichen Fragen zusammengetragen.

Vorstellungsgespräch: Schwangerschaft erwähnen oder verschweigen?

Auch heutzutage lassen einige Personaler es sich nicht nehmen und stellen Fragen zu Schwangerschaft und Familienplanung, obwohl diese eigentlich in die Kategorie „Tabu-Themen“ gehören. Darauf nicht zu antworten, kann die Chancen auf den Job jedoch erheblich schmälern. Müssen Sie also immer ehrlich sein? Die Antwort hat Mirijam Franke von arbeitsabc parat.

Vorstellungsgespräch – der Umgang mit Fragen zur Krankheitsgeschichte

Ebenso finden auch Fragen zur Krankheitsgeschichte hin und wieder ihren Weg in eine professionelle Bewerberrunde. Wie Sie mit diesen Fragen umgehen und wann die Wahrheit doch erforderlich ist, erklärt arbeitsabc.

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch – Haben Lügen wirklich kurze Beine?

„Wurden Sie schon mal beim Klauen erwischt?“ Und schon steht eine Tabu-Frage im Raum oder etwa doch nicht? Wann eine Frage unzulässig ist, wie Sie mit ihr umgehen und wann Sie doch die Wahrheit sagen müssen, erklärt Lars Kohen, Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Notlügen im Vorstellungsgespräch: Erlaubt?

„Ehrlich währt am längsten“, sagt ein altes Sprichwort. Doch trifft dies auch für Bewerbungsgespräche zu? Wann eine Notlüge Sinn macht, um sich nicht die Jobchancen zu vermiesen, erörtert karrierebibel.

Doch was bezwecken Personaler mit Ihren Fragen?: Ein Perspektivwechsel

Regelmäßig fragen Bewerber sich, was genau die ein oder andere Frage nun mit ihnen zu tun hat und was ein Recruiter daraus für die angebotene Position ablesen möchte. Die folgenden Artikel geben daher einen Einblick, wie es auf der gegenüberliegenden Seite ausschaut:

Vorstellungsgespräch/Personalauswahl 4.0: Wie Sie die Denk- und Handlungslogik Ihrer Bewerber entlarven

„Sprache spiegelt Denken – und keiner merkt es“, meint Karriereberaterin Svenja Hofert. In ihrem Artikel beschreibt sie, welche Attribute Personaler anhand von Formulierungen und Beispielen in den Bewerbern erkennen können, um den geeigneten Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle zu besetzen.

42 kluge Arbeitgeber-Fragen für Bewerbungsgespräche

Von erfahrenen Recruitern lernen: impulse hat ein offenes Gespräch mit Personalern geführt und erfahren, welche klugen Fragen sie im Gespräch stellen, um die Bewerbenden als Person samt ihrer Beweggründe besser einschätzen zu können. Darüber hinaus gibt es Anregungen, welche Aspekte eine vielversprechende Antwort beinhalten sollte.

Die 39 aufschlussreichsten Fragen an Bewerber

Damit Personaler für ihr Unternehmen den geeigneten Kandidaten finden, müssen sie sich im Vorstellungsgespräch ein umfassendes Bild vom Bewerber machen. Worauf Sie dabei achten und welche Intention hinter ihren Fragen steckt, erfahren Sie bei campusjäger.

Für Standardfragen gewappnet sein

Einige Fragen kehren in vielen Bewerbungsgesprächen immer wieder und werden alte Bekannte. Was hinter diesen Fragen steckt und was Personaler mit Ihnen bezwecken, verrät ntv.

Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch und warum sie gestellt werden

Biographie, Motivation, Perspektive: Viele Fragen dieser Kategorien werden allen Bewerbern gestellt. Worum es Personalern dabei geht und woran Sie erkennen, ob Engagement ein fester Bestandteil der Firma und des Recruitings ist, beleuchtet kununu.

Vorstellungsgespräch: Leitfaden für Arbeitgeber

So wie Bewerber sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten, tun auch Unternehmen gut daran, sich einer gewissen (Frage-)Struktur zu bedienen, um dem Bewerber ein Interesse am gegenseitigen Kennenlernen zu vermitteln, weiß karrierebibel. Eine gewisse Kenntnis über diese arbeitgeberseitigen Abläufe, Fragen und Bemühungen kann Bewerbern helfen, sich besser vorzubereiten und Unsicherheiten zu eliminieren.

Remote Recruiting & Onboarding: Virtuell neue Mitarbeiter einstellen

Im Interview mit Nico Sonnenberg, dem Head of Customer Success Management, spricht personalmarketing2null über virtuelles Recruiting. Herr Sonnenberg zeigt dabei auf, wie Bewerbungsgespräche, Probetage und sogar das Onboarding für Bewerber in seinem Unternehmen verlaufen. Ableitungen für Ihr Vorstellungsgespräch in Corona-Zeiten sicherlich möglich.

„Haben Sie noch Fragen?“: Oh ja, unbedingt!

Bewerbungsgespräch und Jobinterview: Anhand dieser Worte könnte man meinen, dass nur Personaler die Berechtigung haben, Fragen zu stellen. Weit gefehlt, denn ein Vorstellungsgespräch ist darauf ausgelegt, sich gegenseitig kennenzulernen und nicht als bewerbender Bittsteller aufzutreten. Wie Sie das gekonnt bewerkstelligen und welche Fragen Sie (nicht) stellen sollten, zeigen Ihnen die folgenden Tipps:

Das Vorstellungsgespräch gekonnt meistern

Neben vielen typischen Fragen, die Recruiter einem Bewerber im Laufe eines Vorstellungsgesprächs stellen, haben auch Jobsuchende die Möglichkeit eigene Frage zu formulieren. Warum Sie diese Chance nutzen sollten und welche Fragen das sein könnten, erklärt monster.

Bewerber, Ihre Fragen bitte? 45 wichtige Fragen fürs Bewerbungsgespräch

Wenn uns etwas interessiert, dann fragen wir nach. Warum dann nicht auch im Vorstellungsgespräch? Damit auch Sie Ihren Arbeitgeber genauer unter die Lupe nehmen können, bevor Sie sich für ihn entscheiden, hat Dr. Bernd Slaghuis 45 hilfreiche Anregungen zu Fragen aufgelistet und erklärt, worauf es bei der Fragestellung ihrerseits wirklich ankommt.

Sieben clevere Gegenfragen im Vorstellungsgespräch

„Und warum arbeiten Sie in diesem Unternehmen?“ Eigene, gut durchdachte Fragen zu stellen und damit nochmal das Interesse an einer Position zu untermalen, ist eine Chance, die Sie im Vorstellungsgespräch unbedingt nutzen sollten. XING hat sieben spannende Fragen zusammengetragen, die zeigen, dass Sie sich Gedanken gemacht haben.

Fragen an den Arbeitgeber: Welche du stellen solltest und welche nicht

Do’s and Dont’s im Vorstellungsgespräch gibt es viele, so auch im Bezug auf die eigens erdachten Fragen. Welche Fragen gern gesehen sind und welche Sie lieber nicht stellen, beschreibt kununu.

7 Fragen, die Bewerber im Vorstellungsgespräch niemals stellen sollten

Kein einseitiges Interview, sondern ein gegenseitiges Kennenlernen: Welche Fragen Sie deshalb lieber nicht stellen sollten, um Ihr Interesse an der Position und nicht beispielsweise am Gehalt hervorzuheben, erklärt arbeitsabc.

Diese 10 Fragen dürfen Sie im Vorstellungsgespräch nie stellen

Warum sind Fragen im Jobinterview wichtig und welche kommen bei Personalern gut an? Robert Half hat zehn Fragen zusammengestellt, die Sie mit in Ihr nächstes Vorstellungsgespräch nehmen können, und zehn, die sie lieber „zuhause lassen“. Inklusive Ausflug zur Gehaltsfrage und Gehaltsübersicht.

Really? Diese Sätze will im Bewerbungsgespräch keiner von dir hören

„Ich bin dynamisch, belastbar und ein Teamplayer.“ Warum es wichtig ist, dass der potenzielle Arbeitgeber dieses Bild von Ihnen erhält, aber Sie es so nicht formulieren sollten und wie Sie stattdessen vorgehen können, erklärt kununu.

„Hab ich mit 50+ wirklich eine Chance?“

Ältere Bewerber tendieren sowohl in Bewerbungen als auch in Gesprächen dazu, sich für ihr Alter zu rechtfertigen. Dabei bringen sie viele Stärken mit, die jüngeren Bewerbern bisher noch fehlen. Anregungen zu diesen Stärken und zu der Frage, wie Sie im Vorstellungsgespräch mit über 50 punkten können:

So überzeugen Bewerber über 50 im Vorstellungsgespräch

Nicht auf dem aktuellen Technikstand, zu teuer und inkompatibel mit jungen Kollegen: Bewerber ab 50 haben mit einigen Vorurteilen während ihrer Jobsuche zu kämpfen. Wie Sie diese entkräften und den Fokus auf Ihre Vorteile lenken, beschreibt von Rundstedt.

50 plus - Die Stärken älterer Bewerber

Was den jüngeren Bewerbern fehlt, kann ein 50+-Bewerber bieten: Berufserfahrung. Wie Sie diese Stärke für sich nutzen und dem Arbeitgeber transportieren können, erklärt monster.

Wie ältere Bewerber im Vorstellungsgespräch überzeugen

Selbstbewusst, aber nicht selbstkritisch im Bewerbungsgespräch von sich reden machen und Vorurteile der eigenen Generation ausräumen: T-Online gibt Tipps, wie Sie im Vorstellungsgespräch überzeugen.

Souverän und selbstbewusst – So punkten ältere Bewerber

Einen ähnlichen Gedankengang verfolgt arbeitsabc, schlägt jedoch vor, offensiv in das Vorstellungsgespräch zu starten und Vorurteile des Alters wegen schlagfertig zu quittieren. Sie wurden schließlich zum Jobinterview eingeladen und dafür gibt es einen Grund.

„Und wie spreche ich das Gehalt an?“

Oftmals ist eine erste Gehaltsvorstellung bereits in den Bewerbungsunterlagen gefordert und da Sie zum Jobinterview eingeladen wurden, liegen Ihre Vorstellungen nicht gänzlich im Bereich des Unmöglichen. Welcher Gehaltspunkt allerdings genau für die Stelle eingeplant ist, wird meist nicht gleich ersichtlich. Wie und ob Sie diesen Punkt ansprechen sollten, zeigt sich in den Tipps der folgenden Beiträge:

Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

Vorbereitung, Strategie und Timing entscheiden, wie erfolgreich Ihre Gehaltsverhandlung verläuft. Wie Sie selber das Thema in die gewünschte Richtung lenken können, erklärt Personaldienstleister Robert Half.

Gehalt verhandeln im Vorstellungsgespräch: geschickt zum Wunschgehalt

Branche, Ausbildung und Standort: Wonach bemisst sich eigentlich das Gehalt und wie viel können Sie verlangen? Monster zeigt Ihnen auf, wie Sie das ermitteln und gibt wichtige Tipps für Ihre Gehaltsverhandlung samt Zusatzvergütung.

Populäre Verhandlungstaktiken und Verhandlungstechniken – von Ankereffekt bis Tit for Tat – welche taugen für Annas Gehaltsverhandlung?

Sowohl im Vorstellungsgespräch als auch in späteren Gehaltsverhandlungen ist es hilfreich, sich einiger Verhandlungstaktiken bewusst zu sein, um für sich selbst ein besseres Endergebnis zu erzielen. Gehaltssprung beleuchtet verschiedene Methoden und erklärt, welche sich für ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis anbieten und warum Frauen eine Verhandlung prinzipiell schwerer im Magen liegt als Männern.

10 Tipps für deine Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

Sich selbst als Produkt ansehen und anhand der eigenen Leistung das passende Gehalt für sich erzielen, eine Sichtweise, die Bewerbern schwerfällt. Warum sie aber zum Erfolg führen kann und welche weiteren neun Tipps XING für Sie bereithält, erfahren Sie im Artikel.

Vorstellungsgespräch: Gehalt verhandeln (7 Tipps)

Brutto-, Netto- und Zusatzvergütung: Welches Gehalt verhandelt wird, steht im engen Zusammenhang mit Ihrer Argumentation. Wie ein solches Verhandlungsgespräch tatsächlich ablaufen könnte, verrät campusjäger nach sieben hilfreichen Tipps für Ihre Gehaltsgespräch.

Virtuell und doch persönlich: Das Telefon- oder Videointerview

Spätestens seit Corona setzen Unternehmen vermehrt auf Online-Vorstellungsgespräche, um sowohl Bewerber als auch eigene Mitarbeitende zu schützen. Das jedoch führt für viele Kandidaten zu der verunsichernden Frage, wie solch ein Gespräch ohne persönlichen Kontakt abläuft und was es zu beachten gilt. Einige Tipps und Unterstützung bieten dabei die folgenden Links:

Vorstellungsgespräch per Video: 10 Tipps für Ihren starken Auftritt

Mit Blick in die Kamera, einem Glas Wasser und einer sorgfältig geprüften Software und Internetverbindung legt Dr. Bernd Slaghuis in den letzten fünf seiner zehn Tipps das Augenmerk auf einen fokussierten und dennoch empathischen Videochat. „Bringen Sie Leben ins Gespräch!“

Die zehn goldenen Benimmregeln für Videokonferenzen

Auch in einer Videokonferenz kann es wirken, „als säßen wir mit unserem Gesprächspartner direkt an einem Tisch.“ Wie Sie das in Ihrem Vorstellungsgespräch schaffen, verrät Yvonne de Bark, Referentin zum Thema Körpersprache, in zehn Tipps.

Was Bewerber während der Corona-Krise unbedingt wissen sollten

Auf die richtige Rufnummer und ein Lächeln kommt es an, damit sowohl ein klassisches Vorstellungsgespräch als auch ein kleines Assessment sowie das Kennenlernen des Teams zu Ihren Gunsten abläuft, meint recruitingzirkus. Zusatztipps aus Recruiter-Sicht gibt es noch vorweg inklusive.

Bühne frei für Ihr überzeugendes Video-Vorstellungsgespräch

Auch der Personaldienstleister Robert Half hat für die Einladung zum Videointerview wertvolle Tipps zusammengestellt. Während die ersten neun, die Zeit vor dem Gespräch betreffen, beleuchten die letzten vier Ihr Auftreten während des Gesprächs.

Online-Vorstellungsgespräch

Von technischen Details über Ihr Erscheinungsbild und Auftreten bis hin zur Herrichtung Ihres Hintergrunds verraten die Bewerbungsschreiber, wie Sie sich gekonnt auf Ihr Videointerview vorbereiten. Zusätzlich gibt es Antworten zu Ablauf, Inhalt und dem Umgang mit Technikproblemen.

Darauf kommt es im Online-Vorstellungsgespräch an

Lernen für das Bewerben von Morgen. Da die Digitalisierung gerade durch Corona stark vorangetrieben wurde, müssen sich Bewerber stärker für die Arbeitswelt der Zukunft rüsten. Wie Sie die technischen Anforderungen professionell umsetzen, zeigt die WirtschaftsWoche.

Corona-Spezial - Berufswechsel in der Krise: „Jetzt darf man auch mal eine Lücke im Lebenslauf haben“ (ab Minute 3:25)

Ergänzend zur üblichen Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch rät Dr. Bernd Slaghuis im XING Talk dazu, sich gerade jetzt über die aktuelle Lage Ihres Wunschunternehmens zu informieren. Nur so können Sie abschätzen, ob dies der richtige Arbeitgeber für Sie ist und letztlich im Gespräch überzeugen.

Vorstellungsgespräch: Tipps für Telefon & Video

Die Karrierebibel hält mit ihrem Beitrag einige Tipps für sowohl das Telefon- als auch das Videointerview bereit: Von Kleidungswahl über Akustik und Stimme bis hin zur Technik. Gerade in dieser Zeit eine praktische Vorbereitungslektüre.

Bewerber aufgepasst: Das sind die häufigsten Fehler im Telefoninterview

Ein knappes „hey“, gestresst auf dem Heimweg vom Einkauf und zum Abschluss ist der Name des Gesprächspartners entfallen: Was mit einer erfolgreichen Bewerbung begann, scheitert an einer missglückten Terminabsprache und endet in einer Jobabsage. XING zeigt Ihnen auf, wie Sie Fehler im Voraus gekonnt umgehen und Ihre Chancen auf den Job erhöhen.

Wegen Coronavirus: SAP führt Vorstellungsgespräche nur noch per Videocall – diese 2 Dinge solltet ihr laut dem Personalchef für Deutschland dabei beachten

Warum es bei Video-Vorstellungsgesprächen auf Vorbereitung und Empathie ankommt, erfahren Sie im Gespräch des Business Insider mit SAP-Personalchef Cawa Younosi.

Systematisch Kaffeetrinken – Gespräche abseits der Jobinterviews

Manchmal will es mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch auf eine offen ausgeschriebene Stelle für viele Bewerber aber einfach nicht klappen. Das wissen auch wir in der LVQ und raten daher immer auch zum stetigen Netzwerken, um vom verdeckten Stellenmarkt profitieren zu können. Was es damit auf sich hat und welche Wege Sie beschreiten können, um trotzdem erfolgreich in Ihren nächsten Job zu starten, zeigen folgende Beiträge:

Netzwerken für Einsteiger: Kontakte für die Jobsuche aufbauen und pflegen

Jeder hat ein Netzwerk und kann sich dadurch im verdeckten Stellenmarkt ungeahnte Türen öffnen. Wie netzwerken funktioniert und zum nächsten Job führen kann, erkläre ich für die LVQ unter anderem anhand des Beispiels meines Kollegen Martin Salwiczek.

Hören Sie auf, sich zu bewerben! Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt

Nur knapp 30 Prozent der Stellen werden im offenen Stellenmarkt ausgeschrieben, doch wo finden Sie die anderen zu besetzenden Positionen? Kollege Lars Hahn hat Antworten und gibt Tipps, wie Sie sich bewusst und gezielt des verdeckten Stellenmarktes bedienen können, um Ihre Chancen auf einen neuen Job zu erhöhen.

Tipps zum verdeckten Stellenmarkt

Selbstanalyse, Sichtbarkeit und Netzwerken: Der Wirtschaftsladen Bonn hat 8 Tipps in petto, wie man sprichwörtlich den Fuß in die Tür bekommt, sich auf den verdeckten Arbeitsmarkt einlassen kann und von Empfehlungen sowie informellen Gesprächen profitieren kann.

Verdeckter Stellenmarkt: Tipps zur Jobsuche

Was ist der verdeckte Stellenmarkt und wie setzen Sie diesen gekonnt für sich ein? Karrierebibel zeigt auf, warum nicht alle Stellen öffentlich ausgeschrieben werden, welche Vorteile die Bemühungen im verdeckten Stellenmarkt mit sich bringen und wie Sie die Resonanz auf diese erhöhen können.

Mit Vorbereitung zum Erfolg

Wie in vielen anderen Lebenslagen gehört auch im Vorstellungsgespräch ein bisschen Glück dazu. Manchmal stellt man erst während des Interviews fest, dass das gemeinsame Lieblingshobby die Stimmung lockert und so die Chemie mit dem Personaler gleich passt, manchmal hat der empfehlende Mitarbeiter durch seinen Tipp schon die halbe Arbeit geleistet. Verlassen können Sie sich auf diese Parameter vorab nicht und auch solch eine positive Gesprächswendung lässt sich vorab nur schwerlich üben oder gar vorbereiten.

Dafür gibt es jedoch andere Punkte, die durchaus in Ihrer Macht stehen und sich hervorragend proben lassen, um letztlich den passenden, wirkungsvollen Auftritt im Vorstellungsgespräch „hinzulegen“. Der ein oder andere Artikel bietet Ihnen dazu nützliche Unterstützung und kann Ihnen im Interview mehr Sicherheit verschaffen. Dafür drücken wir Ihnen die Daumen! Teilen Sie auch gerne Ihre Erfahrungen aus Vorstellungsgesprächen mit uns in den Kommentaren! Wir sind gespannt!


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Lohnt sich XING-Premium? – Update 2020 Tue, 09 Jun 2020 08:40:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/xing-fuer-die-jobsuche/lohnt-sich-die-xing-premium-mitgliedschaft-serie-xing-fuer-jobsuchende-teil-11.html post-184 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/xing-fuer-die-jobsuche/lohnt-sich-die-xing-premium-mitgliedschaft-serie-xing-fuer-jobsuchende-teil-11.html Martin Salwiczek In Teil 11 unserer XING-Serie beschäftigen wir uns mit der Frage, wann und inwieweit sich eine XING-Premium-Mitgliedschaft lohnt. Lohnt sich XING-Premium? – Update 2020 by Martin Salwiczek 09-06-20

Categories: XING für die Jobsuche (inkl. eBook) Netzwerke(n)

Gerade in Zeiten des Umbruchs machen sich viele Gedanken darüber, wie sie ihre weitere berufliche Zukunft gestalten und welche Tools ihnen dabei helfen können. In diesem Zuge tritt oftmals die Frage nach der effektiven Nutzung des Businessnetzwerks XING in den Vordergrund: „Kann ich mehr für meine Jobsuche erreichen, wenn ich in XING Premium investiere?“

Um diese Frage zu beantworten, werfen wir einen Blick auf die aktuellen Features, die in der XING-Premium-Mitgliedschaft enthalten sind, und verraten Ihnen, wann und inwieweit sich eine Investition lohnt.

Von Martin Salwiczek und Angela Borin

Basis oder Premium: Wo liegt der Unterschied?

Basierend auf dem sogenannten Freemium-Geschäftsmodell bietet XING – wie viele andere Internetdienste – Basisfunktionen kostenlos an. So können Sie zum Beispiel unter anderem kostenfrei ein Profil anlegen, neue Kontakte hinzufügen sowie die Rubriken Gruppen, Jobs oder Events nutzen.

Wollen Sie XING jedoch intensiver und vollumfänglich wahrnehmen, ist eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft notwendig. Diese bietet Ihnen für Ihre Jobsuche einige hilfreiche Zusatzfunktionen wie beispielsweise die erweiterte Suchfunktion, Statistiken sowie Lerninhalte. Dafür zahlen Sie einen monatlichen Beitrag, der bei richtiger Nutzung in der heißen Phase der Jobsuche jedoch gut angelegt ist und kaum mehr als die klassische Bewerbungsmappe kostet.

Welchen Nutzen bringt XING-Premium?

XING-Premium bietet viele spannende zusätzliche Leistungen gegenüber der Basis-Mitgliedschaft. Im Folgenden konzentrieren wir uns jedoch auf die für die Jobsuche wichtigsten Funktionen (eine vollständige Übersicht aller Premium-Vorteile finden Sie bei XING selbst):

1) Wer hat mein Profil gesehen?

Neben Namen, Position und Unternehmen Ihrer Profilbesucher zeigt XING Ihnen auch an, aus welchem Grund diese Ihr Profil aufgerufen haben, was Sie miteinander verbindet und welche Ihrer gesuchten Fähigkeiten die Profilbesucher bieten. So können Sie nicht nur interessante Personen entdecken, sondern auch verfolgen, ob Recruiter sich für Ihr Profil interessieren.

2) Eigene Sichtbarkeit erhöhen

Mithilfe der Premium-Mitgliedschaft können Sie den Fokus besser auf Ihre Person und Ihre Fähigkeiten lenken. Sie erhalten konkrete Optimierungsvorschläge für Ihre Profileinträge, erscheinen prominenter in Suchen und erfahren in Ihrer Statistiken, wie oft Sie wo erschienen sind.

3) Erweiterte Suche

Die vielleicht wichtigste Funktion für die Jobsuche ist die erweiterte Suche, mit der Sie sehr gezielt nach potenziellen Arbeitgebern, Gesprächspartnern oder Branchen filtern können. So können Sie sich wie in der linken Abbildung zu sehen XING-Mitglieder der „Position: Personalleiter“ – sortiert nach Kontaktgrad – in der „Branche: Beratung und Consulting“ aus dem „Bundesland: NRW“, die unter „Ich suche: Mitarbeiter“ angegeben haben, anzeigen lassen. Zudem können Sie dafür sogar einen Suchauftrag anlegen.

4) Nachrichten an Nicht-Kontakte schreiben

Als Basis-Mitglied können Sie nur direkten Kontakten Nachrichten über XING schreiben. Gerade wenn Sie aber die aktive Jobsuche mithilfe der erweiterten Suche angehen, kann es von Vorteil sein, wenn Sie auch Nicht-Kontakte anschreiben können, um die Absicht Ihrer Kontaktaufnahme zu verbalisieren. Allerdings hat XING diese Funktion mittlerweile auf 5 Nachrichten pro Monat limitiert.

5) Entwicklungsfelder

Seit April 2020 haben Sie durch die neue Stärkenanalyse die Möglichkeit Ihre Fähigkeiten noch besser zu beleuchten und im Zuge dessen Ihre Entwicklungsfelder mithilfe einiger XING-Premium-Partner anzugehen – zumeist im ersten Monat kostenfrei. Darunter fallen sowohl Sprachkenntnisse als auch Soft Skills, Methodenkenntnisse und Digitalisierungsherausforderungen.

6) Reputationsfaktor

Nicht zu unterschätzen: Für bestimmte Berufsbereiche ist eine Premium-Mitgliedschaft ein Qualitätsmerkmal, zum Beispiel bei Vertriebsjobs oder in der Kommunikation. Besucher Ihres Profils können zudem aus Ihrer Premium-Mitgliedschaft entnehmen, dass Sie XING regelmäßig nutzen und offen für den Austausch sind.

7) Dokumente

Premium ermöglicht es Ihnen mehr Bilder und Dateien zu Ihrem Portfolio hinzuzufügen, als in der Basisversion. Zudem lassen sich größere Dateien als Nachrichten versenden.

8) Vorteilsprogramm

Überdies bietet XING einige spezielle Angebote für Premium-Kunden. Auch hierbei sind – wie bei den Entwicklungsfeldern – die offerierten kostenlosen Online-Seminare von Interesse.

Zusatztipp für alle, die derzeit ein neues Profil- bzw. Bewerbungsbild benötigen: Der Premium-Partner PicturePeople bietet allen Premium-Mitgliedern derzeit einen kostenlosen Shooting-Termin inklusive einer digitalen Datei des Bildes Ihrer Wahl.

Wie teuer ist die XING-Premium-Mitgliedschaft?

Zu Beginn starten Sie ganz normal als Basismitglied, können aber auf die XING-Premium-Variante upgraden. Da bieten sich Ihnen zwei Premium-Varianten:

  • 11,95 € mtl. bei 3 Monaten Laufzeit
  • 9,95 € mtl. bei 12 Monaten Laufzeit

Es gibt jedoch permanent Vergünstigungangebote von bis zu 50 % seitens XING, sodass die Preise oftmals zwischen knapp 5 und 9,50 Euro liegen.

Hinweis: Der Vertrag verlängert sich nach Ablauf automatisch um den gewählten Zeitraum und erhöht sich dann um den regulären Preis. Möchten Sie die Mitgliedschaft kündigen, müssen Sie das mit einer Frist von 3 Wochen bis zum Ende der Laufzeit machen.

XING-Premium-Mitgliedschaft: Ja oder Nein?

Um Ihr Profil zu erstellen, benötigen Sie keine Premium-Mitgliedschaft. Die XING-Premium-Mitgliedschaft wird erst bei der aktiven Nutzung von XING wichtig, wenn das Businessnetzwerk für die Jobsuche und zur Vernetzung genutzt wird. Dies ist in den folgenden Teilen unserer Serie genauer nachzulesen.

Unsere Empfehlung lautet daher:

  • Ausprobieren nach Profilerstellung: Testen Sie die Premium-Version aus, sobald Sie mit XING vertraut sind und Ihr Profil vollständig ausgefüllt haben. Sie werden merken, dass Ihre Möglichkeiten für Ihre aktive Jobsuche mit der Premium-Variante wachsen werden.
  • Planen Sie genug Zeit ein: Recherche und Netzwerkpflege erfordern Zeit, doch der Aufwand lohnt sich. Kein anderes Tool unterstützt Sie so gut in der Sammlung von Informationen während Ihrer Jobsuche.
  • Fangen Sie klein an: Wenn Sie zweifeln, ob sich Premium für Sie lohnt, probieren Sie es erst mal mit der 3-Monats-Mitgliedschaft aus. In der Zeit können Sie gut einschätzen, ob sich XING als Werkzeug für Sie eignet. Auch lassen sich bereits erste Erfolge erzielen. Denken Sie jedoch im Zweifel daran, die Mitgliedschaft frühzeitig zu kündigen.

Nutzen Sie bereits XING-Premium? Haben Sie es gar wieder gekündigt oder jetzt erneut reaktiviert? Oder haben Sie umgekehrt allein mit der Basis-Mitgliedschaft Erfolge erzielen können?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen zu XING-Premium mit uns. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!


 


 

Zur kompletten Serie "XING für Jobsuchende":

I. Das XING-Profil

  1. XING für Jobsuchende. Teil 1: Neue Serie - XING für Jobsuchende
  2. XING für Jobsuchende: Teil 2: Was ist XING eigentlich?
  3. XING für Jobsuchende. Teil 3: Was trage ich als aktuelle Position ein?
  4. XING für Jobsuchende. Teil 4: XING-Privatsphäre richtig einstellen
  5. XING für Jobsuchende. Teil 5: Profilfelder "Ich suche" und "Ich biete"
  6. XING für Jobsuchende. Teil 6: Berufserfahrung optimiert darstellen
  7. XING für Jobsuchende. Teil 7: Kategorie Ausbildung optimiert eintragen
  8. XING für Jobsuchende. Teil 8: Kategorie Qualifikationen, Sprachen und Co.
  9. XING für Jobsuchende. Teil 9: Warum Interessen bei XING so wichtig sind
  10. XING für Jobsuchende. Teil 10: Das XING-Portfolio für die Jobsuche
II. Jobsuche mit XING
  1. XING für Jobsuchende. Teil 11: Lohnt sich die XING-Premiummitgliedschaft?
  2. XING für Jobsuchende. Teil 12: Erweiterte XING-Suchfunktion nutzen
  3. XING für Jobsuchende. Teil 13: Suchtechnik für XING
  4. XING für Jobsuchende. Teil 14: Suchtipps - Wie finde ich die richtigen Kontakte?
  5. XING für Jobsuchende. Teil 15: XING-Kontakte 2. Grades für die Jobsuche nutzen
  6. XING für Jobsuchende. Teil 16: XING-Unternehmensprofil - Türöffner für die Jobsuche
III. Netzwerken mit XING
  1. XING für Jobsuchende. Teil 17: Netzwerken für die Jobsuche mit XING
  2. XING für Jobsuchende. Teil 18: XING Netzwerk aufbauen - Erste Kontakte mit dem eigenen Bekanntenkreis gewinnen
  3. XING für Jobsuchende. Teil 19: XING-Netzwerk erweitern mit Kontakten zweiten Grades
  4. XING für Jobsuchende. Teil 20: Kontakteaufnahme bei XING - Tipps zum Umgang mit Profilbesuchern
  5. XING für Jobsuchende. Teil 21: Wie spreche ich Nicht-Kontakte bei XING an?
  6. XING für Jobsuchende. Teil 22: Wie Sie mit XING-Events Ihr Netzwerk erweitern
  7. XING für Jobsuchende. Teil 23: XING-Gruppen. Warum sie wertvoll für Karriere und Jobsuche sind
  8. XING für Jobsuchende. Teil 24: Wie Sie sich auf XING aktiv mit Arbeitgebern vernetzen
IV. XING Stellenmarkt
  1. XING für Jobsuchende. Teil 25: Wie sich der XING-Stellenmarkt von anderen Jobbörsen wesentlich unterscheidet
  2. XING für Jobsuchende. Teil 26: XING-Stellenmarkt: 5 Tipps für eine bessere Jobsuche
  3. XING für Jobsuchende. Teil 27: 27 XING-Tipps für die Jobsuche
 

 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 04.06.2020 Thu, 04 Jun 2020 09:00:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html post-259 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html Author unavailable In diesem Beitrag halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden. Es zeigt sich, dass Corona den Arbeitsmarkt voll erreicht hat. Die Arbeitslosenzahlen sind auf über 2,8… Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 04.06.2020 by Author unavailable 04-06-20

Categories: LVQuerbeet

In diesem Beitrag halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden.

Es zeigt sich, dass Corona den Arbeitsmarkt voll erreicht hat. Die Arbeitslosenzahlen sind auf über 2,8 Millionen gestiegen, viele Menschen sind in Kurzarbeit. Der Arbeitsmarkt ist zäh. Wir in der LVQ befassen uns in diesem Blog intensiv mit dem Thema „Corona und Jobsuche“, da wir auch davon ausgehen, dass uns Corona noch mindestens einige Monate beschäftigen wird.

Das gilt auch für unseren Seminar- und Unterrichtsbetrieb. Seit dem 21.04.2020 bieten wir unsere Vollzeitweiterbildungen als Online-Präsenzunterricht für über 150 Teilnehmer an – mit so viel LVQ-Feeling wie möglich. Nur kleine Seminare unserer Business-Akademie können zurzeit überhaupt als klassischer Präsenzunterricht stattfinden.

Für den Online-Präsenzunterricht haben wir ein System für virtuelles Lernen erarbeitet – kombiniert aus der Konferenzsoftware Zoom und dem Lernmanagementsystem Moodle und dies erfolgreich etabliert. Erste Erfahrungen zu unserem Online-Präsenzunterricht lesen Sie hier.

Zurzeit gehen wir davon aus, dass wir, wie viele unser Mitstreiter, aufgrund der landesrechtlichen Corona-Bestimmungen noch längere Zeit Online-Präsenzunterricht durchführen werden.

Da die LVQ grundsätzlich auf klassischen Präsenzunterricht vor Ort setzt, werden wir wieder Unterricht vor Ort in unserem Bildungszentrum anbieten, sobald es die Situation wieder gefahrlos und sicher zulässt. Bis auf Weiteres laufen unsere Module bedingt durch die Corona-Krise aber nun online.

Weitere Informationen können Sie unserem Blogbeitrag von Geschäftsführer Lars Hahn entnehmen.

Wie Sie uns erreichen

Unser Büro ist durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVQ auch in diesen Zeiten montags bis freitags von 08:00 - 16:00 Uhr besetzt, sodass Sie uns telefonisch oder per Mail weiterhin erreichen können:

Aktuelle Teilnehmer: 0208-993880

Künftig startende Teilnehmer und Weiterbildungsinteressenten: 0208-9938833

Firmenkunden und Interessenten für berufsbegleitende Weiterbildungen: 0208-9938832

Für alle Teilnehmer und Interessenten: office@lvq.de

Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir Ihnen aufgrund der aktuellen Lage nicht alle Fragen beantworten können. Zu Themen rund um Ihr Arbeitslosengeld und Ihre Förderung wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Agentur für Arbeit oder Ihr Jobcenter. Allgemeine Informationen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie über den folgenden Link:

https://www.arbeitsagentur.de/corona-virus-aktuelle-informationen

Wir wünschen uns allen, dass wir diese außerordentliche Situation gesund überstehen. Passen Sie auf sich auf und bis bald!

Ihr LVQ-Team

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Online-Präsenzunterricht bei der LVQ: Erste Erfahrungen Fri, 29 May 2020 10:42:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/online-praesenzunterricht-lvq-erfahrungen.html post-265 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/online-praesenzunterricht-lvq-erfahrungen.html Martin Salwiczek Ein Monat Online-Präsenzunterricht bei der LVQ: Wie ist es gelaufen? Was sagen die Teilnehmer, Dozenten und beteiligten Mitarbeiter? In diesem Beitrag ziehen wir eine erste Zwischenbilanz. Wie… Online-Präsenzunterricht bei der LVQ: Erste Erfahrungen by Martin Salwiczek 29-05-20

Categories: LVQuerbeet

Ein Monat Online-Präsenzunterricht bei der LVQ: Wie ist es gelaufen? Was sagen die Teilnehmer, Dozenten und beteiligten Mitarbeiter? In diesem Beitrag ziehen wir eine erste Zwischenbilanz.

Wie erfindet sich ein Unternehmen in einem Monat neu?

Haben Sie schon mal von der „Kill-Your-Company“-Methode gehört? Dahinter verbirgt sich die Idee, die eigene Firma in einem Experiment vom Markt zu verdrängen, um so Risiken des eigenen Geschäftsmodells aufzudecken und Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Diese Methode erfreut sich wachsender Beliebtheit und wird vor allem gerne von Unternehmensberatungen genutzt, um Firmen bei der Digitalisierung zu unterstützen. Was eigentlich als Planspiel gedacht ist, wurde für uns, wie auch für viele andere Unternehmen, nun zur Realität – mit dem Unterschied, dass nicht die Digitalisierung, sondern ein Virus uns dazu gezwungen hat, das eigene Geschäftsmodell schnellstens umzukrempeln.

Über ein Jahr lang arbeiteten wir zuvor an unserem neuen Markenauftritt, mit der Fokussierung auf dem Alleinstellungsmerkmal „Präsenzunterricht“. Nicht mehr als knapp über vier Wochen dauerte es, um unser Erfolgsmodell auf neue Beine zu stellen: Aus Präsenzunterricht wurde Online-Präsenzunterricht. Welch ein Unterschied ein Präfix ausmachen kann.

Zoom und Moodle als Plattformen der Wahl

Bereits vor den Corona-Einschränkungen bereiteten wir uns auf einen improvisierten Online-Unterricht vor. Allerdings kamen die Schnelligkeit der verordneten Schließung und die formalen Restriktionen dazwischen. Für Online-Unterricht hatten wir anfangs noch nicht die Genehmigung, also meldeten wir zunächst Kurzarbeit an. Wir wussten nicht, wie es für uns weitergehen soll, doch es dauerte keine Woche und die Bundesagentur für Arbeit erteilte pragmatisch die Sondergenehmigung für Präsenz-Bildungsträger, Unterricht auch online anbieten zu dürfen. Also direkt wieder raus aus der Kurzarbeit und los ging es mit Planung und Projektmanagement. Zu Beginn stand die Frage, über welche Plattform der Online-Unterricht stattfinden soll. Wir probierten unterschiedliche Systeme aus und berieten uns mit erfahrenen Online-Trainern. Die Wahl fiel schließlich auf die Plattform Zoom, da sie der einzige Anbieter ist, der über 20 Teilnehmer mit Video und Audio in vernünftiger Qualität übertragen kann. Für Verunsicherung sorgte kurzzeitig die aufkommende öffentliche Kritik an Zoom hinsichtlich Datenschutz, dennoch entschieden wir uns dazu, auf Zoom zu setzen. Marvin Müller, Datenschützer und IT-Leiter der LVQ dazu:

 

„Die aktuelle Kritik ist zwar schrill und stark auf Zoom fokussiert, die Kritikpunkte lassen sich aber eins-zu-eins auf alle anderen Konferenzsoftware-Anbieter übertragen. Zudem ist Zoom nach Privacy Shield zertifiziert und damit nach europäischem Recht datenschutzkonform. Auch Datenschützer nutzen Zoom.“

Ergänzend dazu entschieden wir uns, das Lernmanagementsystem Moodle zu nutzen. Darüber ist es möglich Unterlagen zu teilen, Prüfungen abzuwickeln und den Austausch der Teilnehmer über den Unterricht hinaus zu fördern.

Schnelle Umsetzung dank vieler Helfer

Besondere Unterstützung erhielten wir dabei neben vielen anderen engagierten Helfern besonders von Susanne Plaumann, die unsere Dozenten in der Nutzung von Zoom schulte und Stephan Rinke von der VHS Essen, der uns in die Nutzung von Moodle einführte und viele Tipps gab. Dafür vielen Dank!

„Die LVQ hat als einer der wenigen Anbieter schnell auf die Situation reagiert, auf virtuelles Lernen umgestellt und uns im Vorfeld sehr intensiv auf den Unterricht vorbereitet. Sowohl die technische Ausstattung als auch die Vorbereitung führten dazu, dass ich sofort beginnen konnte“, bemerkt Dozent Torsten Pyzalski, der für mehrere Bildungsinstitute tätig ist.

Auch von Teilnehmerseite wurde die Umstellung positiv aufgenommen. Eliana Salber war bereits Teilnehmerin vor dem Corona-Ausbruch und erlebte die Umstellung auf online mit:

„Von der schnellen und guten Organisation der LVQ war ich überrascht. Dazu gehörte ein Online-Meeting zur Vorbereitung, mit mehreren Erläuterungen zum Thema technische und didaktische Hürden. Die Bereitschaft war sofort da, Teilnehmern mit noch nicht vorhandener Ausstattung (Mikro, Kamera etc.) zu helfen. Dann kam der Ordner mit dem Lern-Material und detaillierten Erläuterungen, wie Moodle und Zoom korrekt genutzt werden.“

Die LVQ bleibt persönlich, auch online

Als die Infrastruktur soweit stand, war die nächste Frage, in welcher Form wir den Unterricht durchführen, denn auch hier gibt es verschiedene Varianten. Für uns war von vornherein klar, dass wir das typische „LVQ-Feeling“ so gut wie möglich online transportieren wollen: Keine Videoaufzeichnungen, keine virtuellen Klassenräume mit Avataren, kein reines E-Learning, sondern echter Präsenzunterricht mit Dozenten und Teilnehmern live in einem Raum – nur halt online. Entsprechend bereiteten wir den Online-Präsenzunterricht vor. Vor allem die Dozenten waren hier gefordert: in kürzester Zeit strickten sie ihre Lehrmaterialien um, arbeiteten sich in die Materie des Online-Trainings ein und leisteten somit in kürzester Zeit enormes.

Mitte April war schließlich der Startschuss für unsere ersten sieben Online-Weiterbildungen mit knapp über 150 Teilnehmern. Nach einigen zu erwartenden technischen Stolpersteinen zu Beginn, läuft der Online-Präsenzunterricht seitdem ohne große technische Zwischenfälle. Die Prüfungen, sowohl schriftlich als auch mündlich, konnten Mitte Mai erfolgreich durchgeführt werden. 

Auch das Coaching mit den Teilnehmern findet über Zoom statt: „Das klappt prima über Zoom. Es ist zwar nicht dasselbe, wie sich vor Ort zu sehen, aber trotzdem persönlich. Manche Teilnehmer sind in ihrer privaten Umgebung sogar etwas entspannter. Lebensläufe lassen sich gut teilen und besprechen ebenso XING-Profile. Hier ist der Vorteil online sogar, dass jeder am Rechner sitzt und die Teilnehmer besprochenes direkt umsetzen können“, so Beraterin Helene Thiessen.

Präsenzunterricht in Zoom – Möglichkeiten und Erfahrungen

Wie empfanden die Teilnehmer und Dozenten den Online-Unterricht? Dozentin Beate Koch unterrichtet Kommunikation, eine besondere Herausforderung, da Kommunikation bekanntlich zu 90% non-verbal abläuft. Denn online ist es nun mal schwierig mit Körpersprache zu arbeiten:

„Das war schon eine Umstellung, gerade da die Teilnehmer ihre Kameras und Mikros zwischendurch ausgeschaltet haben. Da ist das Kommunikationstraining schon eine Herausforderung.“

So empfand es auch Teilnehmer Benjamin Kratz: „Videoaufnahme und Analyse ging ja leider nicht, Mimik und Gestik zu behandeln ist auch schwer über die Webcam. Ein Vortrag in einer gewohnten Umgebung ohne tatsächliche Zuschauer vor einer Webcam zu halten, das ist kein Vergleich zu Realität.“

Doch Beate Koch bediente sich der vorhandenen Medien um den Fokus auf den Kommunikationsunterricht anders zu setzen:

„Das Zoom-Format bietet tolle interaktive Möglichkeiten. Gruppenarbeiten lassen sich über die Breakoutrooms sehr gut machen. Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsame Präsentationen, z. B. zum Thema Umgang mit Lampenfieber. Kreativitätstechniken lassen sich üben, Fallaufgaben lösen. Ebenso Partnerübungen. Auch das Üben von virtuellen Vorstellungsgesprächen klappt prima, was ja aktuell ein wichtiges Thema ist.“

Dies registrierten auch die Teilnehmer. Eliana Salber, die selbst über mehrjährige Erfahrung als Trainerin verfügt, meint:

„Die Dozenten konnten alle sehr gut mit den Kanälen umgehen. Es war interessant, wenn der eine oder andere unterschiedliche „Tricks“ zur aktiven Mitarbeit in Zoom zu nutzen wusste.“

Entsprechend konnten anfängliche Bedenken der Teilnehmer gegenüber dem Online-Unterricht ausgeräumt werden:

„Vor dem ersten Unterricht hatte ich die Befürchtung, dass es eher träge und einschläfernd wird... Pustekuchen! Bis dato hat es jeder Dozent geschafft meine Aufmerksamkeit den Tag über aufrecht zu erhalten. Der Unterricht ist interaktiv, es gibt Gruppenarbeiten und zwischendurch die Freiheit Mal die Kinder abzuholen, ein Paket anzunehmen oder sonstiges, was beim Präsenzunterricht nicht möglich wäre“, so Benjamin Kratz.

Präsenz vs. Online: Vor- und Nachteile

Auch Eliana Salber sieht als zweifache Mutter die Vorzüge des Online-Unterrichts von zu Hause aus:

„Nicht zu unterschätzen ist die Entlastung beim Erledigen der anstehenden Aufgaben im Haushalt und mit den Kindern. Und ein eindeutiger Vorteil sind die doch deutlichen Zeit- und Kostenersparnisse.“

Dies schildert auch Benjamin Kratz sehr eingängig:

„Mein erstes Modul fand bekanntlich noch im Präsenzunterricht statt. Das hieß für mich, früh aufzustehen, mich fertigzumachen und 45 Minuten Auto zu fahren. Am Vortag musste noch das Lunchpaket für den Tag vorbereitet werden. Heute sieht mein Tag im Onlineunterricht etwas anders aus. 7:45 Uhr aufstehen, Taste für Kaffee drücken, in eine Hose schlüpfen die grad zur Hand liegt und obenrum etwas Passenderes für die Onlineerscheinung. Zwischen 7:55 und 7:58 betrete ich den virtuellen Klassenraum per Zoom. In den kurzen Pausen, gibt es Mal ein Brötchen, Mal Müsli. Was gerade der Haushalt hergibt. 16:00 Uhr Feierabend 16:01 Uhr Zeit für die Familie. In den Punkten schlägt der Onlineunterricht den Präsenzunterricht um Längen.“

Schlägt der Online-Unterricht nun den Präsenzunterricht?

Immerhin lebt die LVQ von dem direkten Miteinander der Dozenten, Teilnehmer und Mitarbeiter.

„Mir fehlt die Nähe, der direkte Austausch, die Gespräche zwischendurch“, sagt Beate Koch und Torsten Pyzalski fügt hinzu, dass der „individuelle persönliche Bezug zu den Teilnehmern“ fehlt.

Teilnehmer Benjamin Kratz zieht einen Vergleich:

„Was den Komfort angeht, ist der Präsenzunterricht um Längen hinterher. Was den Lerneffekt betrifft gibt es Themen, die ich persönlich lieber im Präsenzunterricht bearbeitet hätte, die Wirkung wäre eine ganz andere gewesen. Bei Themen, wo keine körperliche Präsenz nötig ist, kann man auch zum Onlineunterricht greifen.

Für mich aber entscheidend ist der soziale Aspekt. Bei meinem ersten Modul habe ich neben dem fachlichen Wissen ein nützliches Netzwerk in den Pausengesprächen geschaffen. Dies habe ich online so nicht. Der Kontakt zu den Kollegen vom ersten Kurs ist ein ganz anderer als der zu den Online-Kollegen. Von daher würde ich mich immer wieder für den Präsenzunterricht entscheiden, da der Nutzen den Komfort übertrifft.“

Präsenz- oder Online-Unterricht – wie geht’s weiter?

Mit seinem Statement bringt Benjamin Kratz auf den Punkt, was viele Teilnehmer empfinden. In einer ersten Umfrage gaben mehr als ¾ der Teilnehmer an, dass sie sich den Präsenzunterricht zurückwünschen, auch wenn Sie mit der Organisation und Umsetzung des Unterrichts durchweg zufrieden waren. Auch uns fehlt die soziale Komponente, die Menschen vor Ort. Auch wenn wir sehr zufrieden damit sind, wie der Online-Unterricht läuft, möchten wir auch wieder auf klassischen Präsenzunterricht umsteigen, sobald es wieder möglich ist. Lars Hahn, Geschäftsführer der LVQ schrieb kürzlich dazu in seiner Kolumne:

"Auch zukünftig setzt die LVQ sicherlich wieder auf echten Präsenzunterricht. Jedoch werden wir das erst wieder anbieten, wenn es für alle Beteiligten, Mitarbeitende und Teilnehmende nicht nur erlaubt, risikolos und gefahrlos möglich ist, sondern sich auch wieder gut anfühlen wird. Das bis dahin Gelernte aus dieser aufregenden Zeit der Corona-Krise werden wir sicherlich mitnehmen.“


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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„Und dafür brauchte meine Firma jemanden, der das macht.“ – Ingenieur... Tue, 19 May 2020 08:10:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/ingenieur-berufseinstieg-ingenieurbuero-sonderanlagenbau-weiterbildung.html post-264 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/ingenieur-berufseinstieg-ingenieurbuero-sonderanlagenbau-weiterbildung.html Angela Borin Ingenieur Philipp Kramer spricht mit uns im Interview über seinen Berufseinstieg in Corona-Zeiten und verrät, welche Rolle XING, aber auch seine Weiterbildung samt Praktikum, dabei gespielt haben. „Und dafür brauchte meine Firma jemanden, der das macht.“ – Ingenieur Philipp Kramer über seinen Berufseinstieg in Corona-Zeiten by Angela Borin 19-05-20

Categories: Erfolgsgeschichten

Der studierte Verfahrensingenieur Philipp Kramer hatte gehofft, zeitnah nach seinem Masterabschluss einen Job zu finden, doch die Vorstellungsgespräche blieben aus. Wie ihm der Einstieg jetzt in Zeiten von Corona dann doch gelungen ist und was seine Weiterbildung samt Praktikum damit zu tun haben, erzählt er uns im Interview.


Hallo Herr Kramer. Vielen Dank, dass Sie sich für unser Gespräch Zeit genommen haben. Mögen Sie uns von Ihrem beruflichen Werdegang erzählen?

 

Gerne. Ich habe allgemeine Verfahrenstechnik im Bachelor und darauf aufbauend im Master computergestützte Verfahrenstechnik studiert und Ende 2018 mein Studium beendet.

Seit Mai 2020 bin ich für ein Ingenieurbüro im Sonderanlagenbau von Wärmetauschern und Erhitzern tätig. Wir betreuen Anlagen von der Konzeptfindung über die Auslegung und das Engineering bis hin zum tatsächlichen Bau und die Inbetriebnahme. Die Fertigung unserer Anlagen wird bei langjährigen Partnern durchgeführt.

Eingestellt als Projektingenieur bin ich eher am Anfang unserer Servicekette, sprich in der Konzeptfindung und der verfahrenstechnischen Auslegung, und bin nebenbei für das Qualitätsmanagement verantwortlich. Der Plan ist, dass ich in Zukunft alle Schritte dieser Kette kennenlerne und sie irgendwann als Projektleiter von Anfang bis Ende betreue.

Per XING zum Praktikum

Das klingt nach einem absoluten Glücksgriff, den Sie in diesem Unternehmen gelandet haben. Wie kam es dazu?

Das war es auch, alles ziemlich viel Glück und Zufall. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich direkt nach meinem Master in den Arbeitsmarkt einsteigen kann: Das war aber leider nicht der Fall. Also habe ich glücklicherweise eine Weiterbildung mit anschließendem Praktikum beginnen können.

Im Bewerbungscoaching zeigte mir meine Praktikumsbetreuerin Frau Thiessen, wie die erweiterte Suche bei XING funktioniert. Wir haben dafür meine Stadt „Willich“ und meinen Themenschwerpunkt „Verfahrenstechnik“ eingegeben und da tauchten dann zwei Firmen auf: Bei der einen war ich bereits im Vorpraktikum zum Studium und die andere passte genau zu dem, was ich in meiner Masterarbeit gemacht habe und klar, die ist es für mich dann gewesen.

Natürlich habe ich auch vorher schon mal per Google Maps in meiner Umgebung gesucht, welche Firmen dort auftauchen, aber auf diese Firma habe ich tatsächlich nicht geklickt. Durch den Tipp von Frau Thiessen und XING habe ich dann jedoch meine Firma kontaktiert und erfahren, dass das Unternehmen vor einer Erstzertifizierung stand und Unterstützung im Qualitätsmanagement brauchte.

Und da haben Sie die Gelegenheit gleich genutzt und sich dort vorgestellt?

Genau. Es war klar, dass ich das Zertifizierungaudit selbst mitmachen könnte, wenn das mit dem Praktikum klappt. Die Vorbereitungen sowie das Audit mitzuerleben und dort zu unterstützen, nachdem ich vorher ein halbes Jahr Weiterbildung unter anderem in diesem Bereich absolviert hatte und dass die Firma genau auf das passte, was ich in der Masterarbeit gemacht habe, das war natürlich ausschlaggebend. Wir haben uns dann zeitnah getroffen und da wir uns gleich sympathisch waren, hat mein Chef ziemlich schnell gesagt, dass sie mich gerne fürs Praktikum nehmen würden.

Sie sagten gerade auch, dass Sie durch XING auf die Stelle aufmerksam wurden. Haben Sie denn noch weitere Erfahrungen mit XING gemacht?

Definitiv. Ich kann die Anfragen gar nicht mehr zählen, die ich dort plötzlich gekriegt habe. Auf einmal ging es richtig los und das nur weil ich die XING-Tipps in meinem Profil umgesetzt habe. Die waren schon gut.

Selber hatte ich auch noch nach anderen Firmen im Umkreis von Willich recherchiert, falls das mit meinem jetzigen Arbeitgeber nicht geklappt hätte. Aber das ging so schnell mit dem Gespräch und der Zusage, dass ich andere Antworten gar nicht mehr abgewartet habe. Innerhalb von einer Woche war das klar mit dem Praktikum.

Trotz Corona: Direkte Übernahme nach dem Praktikum

War eigentlich von vornherein klar, dass Ihr Praktikum in eine Anstellung übergehen kann?

Ich habe das am Anfang gar nicht angesprochen. Ich war einfach froh, dass ich das Praktikum bekommen hatte. Es wurde dann aber sehr schnell von Firmenseite aus gesagt, dass diese Möglichkeit besteht. Wichtig war, dass es nicht nur fachlich passt, sondern die haben auch geguckt, ob ich zu den anderen Mitarbeitern passe und mit denen klarkomme.

Und dann kam Corona. Hat das etwas an der Möglichkeit geändert?

Tatsächlich nicht. Die Zertifizierung ist bereits gelaufen und wir haben mittlerweile auch das Zertifikat, aber nun müssen noch viele Dinge umgesetzt werden. Und dafür braucht meine Firma auch jemanden, der das macht. Ich habe schon in der Phase vor dem Audit wirklich viel mitarbeiten und Unterlagen vorlegen können, die gefehlt haben. Da ich das begleitet habe und so viel einbringen konnte, war ich interessant.

Alleine für eine Qualitätsstelle wollten sie zudem niemanden einstellen. Jemand, der das Ingenieurwesen kennt, nebenbei Wissen im Bereich Qualität mitbringt und die Zertifizierung mitgemacht hat, da sah es dann aber anders aus. Meine Firma kannte mich schon, sie kannte meine Arbeit und so kam ich dann zu meiner Stelle.

Nun ist Ihr Praktikum jedoch von Corona in zwei Abschnitte geteilt worden, wie lief das dann ab?

Homeoffice ist als Praktikum natürlich ein bisschen blöd, weil man nicht direkt mit den Leuten zusammenarbeitet und die Prozesse der Firma nicht direkt mitverfolgen kann. Da ich aber bereits in der Firma das Qualitätsmanagement mitgestalten konnte und meine ausgearbeiteten Unterlagen auch übernommen wurden, also, tatsächlich umgesetzt und nicht nur nebenbei zur Kenntnis genommen, habe ich gerne im Homeoffice weitergearbeitet.

Da auch eine mögliche Übernahme, kurz vor den Corona-Einschränkungen, konkreter wurde, hatte ich schon angefangen mich mit in die Verfahrenstechnik des Hauptgeschäfts einzuarbeiten. Dadurch dass dies viele Berechnungen und viel Nachlesen umfasst, konnte ich so auch von zuhause aus über das Telefon weiterhin viel mitarbeiten.

Qualitätsmanagement als Schlüssel zum Job

Immer wieder fällt das Wort Qualitätsmanagement. Das war in Ihrem Fall scheinbar der Schlüssel zu Ihrem Job. Haben Sie vorher schon Berührungspunkte gehabt oder kam das durch die Weiterbildung?

Sagen wir, es ist mir durch die Weiterbildung bewusst geworden. Mir war vorher nicht klar, wie wichtig Qualitätsmanagement für die Verfahrenstechnik ist und so konnte ich damit nicht sofort etwas anfangen. Als ich dann aber die Qualitätskurse gemacht habe, merkte ich, dass ich viele Dinge schon in den Jobs während meines Bachelor- und Masterstudiums kennengelernt habe.

Wirklich klasse war es dann für mich, durch die LVQ nochmal so an das Thema herangeführt zu werden und die Verknüpfung zu erkennen. Besonders hilfreich waren da die vielen praktischen Umsetzungen und dass ich immer irgendwas als Ausgangspunkt hatte. Genau das hat mir dann auch im Praktikum weitergeholfen, weil ich direkt Vorschläge einbringen konnte, wenn etwas fehlte. Ich hatte das bei der LVQ schon mal gesehen und gemacht und konnte das dann auf die Firma übertragen. Und das war dann auch mein Vorteil für den Job: Meine Firma hat jemanden gesucht, der beide Punkte verbindet und ich hatte eine Idee, wie sowas auszusehen hat.

Das Praktikum hat also wahrlich Türen geöffnet. Wie kam es denn generell zur Weiterbildung?

Nachdem meine Bewerbungen im Sommer 2019 nicht erfolgreich verliefen, bin ich mit meiner Arbeitsvermittlerin übereingekommen, dass es eventuell an meinen Bewerbungsunterlagen liegen könnte. Wegen meiner Qualifikationen hat sie mich dann auf eine Weiterbildung mit möglichem Praktikum aufmerksam gemacht, in welcher auch Unterstützung für Bewerbungsunterlagen geboten wird. Da war mir dann auch schnell klar, dass ich das machen möchte, weil mir Berufserfahrung fehlt und ich wieder etwas Neues sehen und aufbauen wollte. In den Vorstellungsgesprächen waren meine Praktika nämlich immer Eckpunkte, an denen ich meine Entwicklungsschritte zeigen und mich besser positionieren konnte. Das habe ich schließlich schon mal gemacht.

Also hatte ich ein Erstgespräch mit Herrn Hahn und wir haben über meine Möglichkeiten gesprochen. Neben Qualitätsmanagement und Praktikum war für mich auch das Projektmanagement wahnsinnig interessant, da ich wusste, dass ich das als Ingenieur im Berufsleben nochmal brauchen werde. Mit dem Thema Umwelt hatte ich im Studium schon zu tun, deswegen habe ich diesen Kurs noch ergänzend belegt.  

Durch Weiterbildung aus dem Sommerloch

Einen ganzen Sommer Jobsuche. Haben Sie während Ihres Studiums bereits gewusst, dass es länger dauern könnte?

Im Studium wurde uns schon gesagt, dass man nach dem Master mit einem halben Jahr Wartezeit rechnen kann, bis man tatsächlich etwas findet. Deswegen hatte ich mich schon während meiner Abschlussarbeit Ende 2018 beworben, bin auf Messen gegangen – den VDI-NachrichtenRecruiting Tag, die Jobvector-Messe und den Karrieretag Düsseldorf – und hatte auch einige Bewerbungsgespräche. Daraus ist aber leider nichts geworden, sprich bis Ende März lief das Studentendasein erstmal weiter.

Natürlich habe ich mich dann mal an der Universität nach Angeboten umgeschaut, aber da geht ja keiner mit einem die eigenen Unterlagen komplett durch. Es sagt keiner, „hier könnte man das so oder so machen“, es ist eher allgemein. Da hat mir die LVQ sehr gut gefallen, denn Frau Thiessen hat das individuell, auf meine eigenen Unterlagen, mit mir gemacht.

Das klingt, als hätten Sie auch bei uns eine motivierende Zeit erlebt. Was hat Ihnen denn besonders weitergeholfen?

Es war auf jeden Fall motivierend. Für mich war es wichtig, dass ich jeden Morgen wieder rausgehe und etwas für meinen zukünftigen beruflichen Lebensweg tue. Durch den Präsenzunterricht hatte ich einen Tagesablauf und habe somit quasi Arbeit simuliert. Das hat wirklich gutgetan, denn im vorigen Sommer war ich in einem Loch und wusste nicht, was ich jetzt machen soll.

Außerdem wusste ich nie, wie ich den Leuten in Bewerbungsunterlagen nahebringen soll, was ich gelernt hab und dass ich diese Dinge gut kann, also dass ich der Richtige für den Job bin. Ich wusste, dass ich gute Fähigkeiten mitbringe, aber vor allem mit Anschreiben habe ich mich unheimlich schwergetan. Das war mein größtes Problem, aber auch das habe ich nun im Bewerbungstraining gelernt.

Mit neuem Selbstvertrauen in die Jobsuche

Am meisten hat mir aber geholfen, dass ich mich mit Leuten unterhalten konnte, die in einer ähnlichen Situation waren: Was machen die anders, wo suchen sie und wie gehen sie damit um. Da habe ich das Gefühl bekommen, das ich irgendwie nicht allein bin und das ist motivierend. Man baut sich dann nämlich gegenseitig auf und geht dann auch mit anderem Selbstvertrauen in die Jobsuche.

Das ist eine ziemlich schöne Zusammenfassung Ihrer Zeit bei der LVQ. Haben Sie denn auch noch einige Tipps für Jobsuchende, die in Zeiten von Corona im Bewerbungsprozess stecken?

Jede Situation ist unterschiedlich und es gehört auch ein bisschen Glück dazu, aber man sollte für verschiedenste Wege offen sein und seine Kontakte ausbauen: Ich habe zum Beispiel gute Erfahrungen mit Messen, XING und Praktika gemacht und kann das nur weiterempfehlen. Es hilft, wenn man mit den Leuten spricht – ob persönlich auf einer Messe oder digital per XING. So kam ich immer um ein Anschreiben herum und konnte persönlich überzeugen. Man kann im Gespräch sofort Fragen zu den Jobs stellen, auf Rückfragen reagieren und bekommt auch Feedback. Das gibt ein gutes Gefühl, weil man merkt, dass die Leute Interesse haben. Und durch ein Praktikum hat man vor allem etwas, worüber man sprechen kann. Das hilft, ein Gespräch aufzubauen und sich interessant zu machen, weil man eine Verbindung zur neuen Firma herstellen und von den bisherigen Erfahrungen ableiten kann.
 

Netzwerken, Messen und ein Praktikum können also tatsächlich der Türöffner für den neuen Job sein, wie wir an Ihrem Beispiel sehr schön sehen konnten. Vielen Dank für dieses spannende Gespräch über Ihren Berufseinstieg und alles Gute für Ihre berufliche Zukunft, Herr Kramer.


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Recruiting während der Corona-Krise: Was bedeutet das für die Jobsuche? Thu, 14 May 2020 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/recruiting-corona-krise-jobsuche.html post-263 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/recruiting-corona-krise-jobsuche.html Martin Salwiczek Auf Jobsuche während Corona: Wie Personaler darüber denken und welche Empfehlungen sie für Bewerber parat haben. Recruiting während der Corona-Krise: Was bedeutet das für die Jobsuche? by Martin Salwiczek 14-05-20

Categories: Jobsuche

„Der aktuelle Arbeitsmarkt gleicht eher einer stürmischen See, denn einem ruhigen Tag am Mittelmeer. Das Ziel kann zwar erreicht werden, aber die Bedingungen sind rau und anstrengend. Sinnvoll wäre es also, wenn sie nicht in einer kleinen Nussschale reisen, sondern mit nautischen Kenntnissen in einem robusten Schiff“.

So beschrieb mein Kollege Lars Hahn in seiner letzten Kolumne zur Situation des Arbeitsmarktes die aktuelle Lage für Arbeitsuchende und gibt dort direkt einige wertvolle Impulse zur Erweiterung der nautischen Kenntnisse. Ergänzend dazu sammelte meine Kollegin Angela Borin im Beitrag Jobsuche in Zeiten von Corona viele hilfreiche Links aus anderen prominenten Blogs und Webseiten.

Bleibt man in der Metapher der stürmischen See, so ist der potenzielle neue Arbeitgeber der zu erreichende Hafen und die Personaler sowas wie die Leuchtturmwärter. Doch was passiert an den Häfen? Dürfen Schiffe andocken? Scheinen die Lichter aus den Leuchtturmscheinwerfern?

Im heutigen Beitrag möchten wir uns gezielt mit der Personaler- und HR-Sicht und deren Empfehlungen für Bewerber befassen und haben dazu einige Experten aus dem Personalbereich befragt.

Was passiert in den Personalabteilungen?

Die aktuelle Arbeitsmarktsituation, und dass, was einige Medien daraus machen, klingt teilweise beängstigend. Vom „Horror aus Nürnberg“ und vom „Arbeitsmarkt-Tsunami“ ist die Rede. Bis zu 10 Millionen Menschen sind aktuell in Kurzarbeit. Was deren Arbeitgeber planen, wissen sie häufig nicht, noch weniger wissen dies Bewerber, die aktuell auf Jobsuche sind.

Macht es aktuell überhaupt Sinn, sich zu bewerben? Suchen die Firmen zurzeit überhaupt? Sind die ausgeschriebenen Stellen gar Fake, um zu suggerieren, dass man nicht von der Krise betroffen sei?

Durchaus suchen Unternehmen weiterhin nach Mitarbeitern und führen (virtuelle) Vorstellungsgespräche – auch wenn es um Stellen geht, die final erst nach Beendigung der Krise besetzt werden:

„Wir haben vor der Krise hauptsächlich im MINT-Bereich gesourced und machen das derzeit immer noch. Die Stellen bleiben ja trotz Corona vakant“, so Jan Hawliczek, der seit Jahren im Recruiting, vor allem in der Automotive-Branche, tätig ist.

Zugegebenermaßen gehört der MINT-Bereich grundsätzlich zu einem der begehrtesten auf Arbeitgeberseite. Doch wir bei der LVQ sehen auch, dass Fach- und Führungskräfte aus anderen Bereichen Vorstellungsgespräche führen und sogar eingestellt werden. 

Recruiting während Corona: Ein Blick auf die Webseiten

Doch viele Menschen scheuen sich gerade davor, sich bei Unternehmen zu bewerben, da sie nicht einschätzen können, ob diese einstellen. Dabei führen viele Unternehmen auch Gespräche und suchen:

„Das Problem ist, dass nur wenige darüber informieren. So finden sich derzeit in den meisten Stellenanzeigen oder auf Karriereseiten weder Hinweise darüber, dass trotz Corona eingestellt wird, noch darüber, wie das Bewerbungsverfahren in Zeiten von Corona abläuft. Dabei gibt es derzeit eine große Verunsicherung bei Bewerbern“, so Personalmarketingexperte Henner Knabenreich.

Er empfiehlt Arbeitgebern daher, auf ihrer Webseite mit der derzeitigen Situation transparent umzugehen:

„Unternehmen, die Transparenz zeigen und diese Verunsicherung nehmen, etwa indem sie darüber informieren, wie Bewerbungsprozesse aktuell funktionieren, worauf bei Video-Interviews zu achten ist oder wie möglicherweise ein virtuelles Onboarding abläuft, können bei Bewerbern punkten.“

Wie dies vorbildlich aussehen kann, zeigt die Telekom auf ihrer Karriereseite. Sie gehen dort sehr offen auf die zu besetzenden Stellen und den Bewerbungsprozess während Corona ein. Bewerbern bleibt dadurch keine Frage offen.

Recruiting und Jobsuche während Corona: Alles online!

Es wird wenig verwundern, dass Vorstellungsgespräche allgemein bei den Arbeitgebern ausschließlich digital stattfinden (sollten).
So auch bei der Hyundai Capital Bank Europe, wie deren Director of Human Resources Marcus Reif berichtet:

„Wir haben das Recruiting nahezu kontaktlos aufgesetzt. Alle Interviews führen wir für alle Vakanzen und über alle internen Hierarchien hinweg per Video durch.“

Henner Knabenreich sieht es sogar als Pflicht der Arbeitgeber, Job-Interviews online zu führen:

„Mir wäre es als Bewerber wichtig, dass das Unternehmen eine kontaktlose Bewerbung ermöglicht. Sollte man dort darauf bestehen, dass man anreist, würde ich auf ein Gespräch verzichten. Meines Erachtens ist das nicht sonderlich vertrauenerweckend und zeigt, welchen Stellenwert der Mitarbeiter dort hat.“

Unternehmen sollten zudem darauf hinweisen, mit welchen Tools sie im virtuellen Gespräch arbeiten und wie man damit umgeht. Für Bewerber heißt dies umgekehrt, sich mit den Voraussetzungen für digitales Arbeiten und Kommunizieren auseinander zu setzen. „Gerade jetzt ist die Gelegenheit, sich Video- und Online-Skills anzueignen“, so Jan Hawliczek.

„Zudem ist es mit Sicherheit sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sich im Rahmen eines Videointerviews verhält und was man währenddessen sieht. Ein Interview im Pyjama, mit ungewaschenen Haaren oder im unordentlichen Schlafzimmer wäre wohl wenig zielführend“, ergänzt Henner Knabenreich.

Schon jetzt lässt sich erahnen, dass digitales Arbeiten für viele Menschen auch nach Corona eine weitaus größere Rolle spielen wird.

Auf Jobsuche während Corona: Was würden die Personaler tun?

Darüber hinaus gibt es weitere Dinge, die Bewerber jetzt tun können. Lars Hahn hat dazu in der eingangs erwähnten Kolumne sinnvolle Tipps gegeben.

Und wie würden die Personaler aktiv werden, wären sie jetzt in der Rolle des Jobsuchenden?

Jan Hawliczek würde die Zeit für den Netzwerkaufbau im Internet investieren:

„Ich würde Zeit in Recherche stecken und schauen, wo ich mir strategisch ein Netzwerk aufbauen kann, das mir langfristig und nachhaltig hilft. Ob das dann auf Business- oder Social Networks ist hängt von meinem Ziel ab.“

Gerade die Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn bieten sich hierfür zum Beispiel mit ihren Gruppen an. Auch digitale Veranstaltungen kann man darüber finden, über die man sein fachliches Netzwerk erweitern kann.

Marcus Reif würde mit vielen Beispielen aus dem aktuellen Krisenmanagement seine Story schärfen: „Themen wie Business-Continuity, Krisenmanagement, Kommunikation, Arbeitsfähigkeit herstellen, Virtualisierung und Digitalisierung lassen sich gerade jetzt prima abbilden.“ Gerade digital affine Jobsuchende können hier punkten.

Ein praktischer Tipp, der allen Bewerbern viel Zeit spart, kommt von Henner Knabenreich: „Ich würde zunächst nachfragen, ob die Ausschreibung wirklich aktuell ist und ob derzeit eingestellt wird.“

Sein abschließender Tipp: Jetzt bewerben!

„Grundsätzlich denke ich, dass es sich aktuell doppelt lohnt, sich zu bewerben. Schließlich sind derzeit viele Menschen verunsichert und werden sich nicht bewerben. Insofern steigen meine Chancen an.“

Die Krise als Chance nutzen

Gerade der letzte Tipp von Henner Knabenreich zeigt, dass es in Krisenphasen Sinn macht querzudenken und mutig zu bleiben. Natürlich lassen sich die aktuellen Arbeitsmarktzahlen nicht wegwischen, aber es besteht kein Grund zur Panik. Viele Unternehmen haben weiterhin offene Vakanzen, warten nur mit der Stellenbesetzung.  „Es sind keine normalen Zeiten“, sagt Marcus Reif. Und da muss man halt jetzt gemeinsam durch, sowohl Personaler als auch Bewerber.

Abschließend empfiehlt Lars Hahn, wie Sie Ihre „nautischen Kenntnisse“ für die Jobsuche auf rauer See verbessern können:

„Endlich ist mal Zeit, sich wirklich an die berufliche Positionierung zu wagen, die Bewerbungsunterlagen zu generalüberholen und das persönliche Netzwerk aktiv zu pflegen. Wenn schon der Arbeitsmarkt flau ist, sind die nächsten Monate überdies eine ideale Zeit für Qualifizierung und Weiterbildung.“

So dürften Sie Ihre Chancen deutlich erhöhen, spätestens am Ende der Krise an Ihrem beruflichen Hafen anzulegen.


 


 

 

Weitere Beiträge von Personalern zur aktuellen Corona-Krise finden Sie hier:

Marcus Reif: HR im Krisenmodus: wie Covid 19 die Arbeitswelt verändern wird

Henner Knabenreich: Stellenanzeigen und Corona: Klarheit für Bewerber schaffen

Barbara Brehmer: Menschen verstehen: Wir wir auf Krisensituationen reagieren und mit ihnen umgehen #HRvsCoronaKrise

Stefan Scheller: Recruiting in der Corona-Krise: Studie zu Auswirkungen auf Studierende und Hochschulen

Helge Weinberg: Covid-19-Krise: Top-10 der Jobsuchen auf Indeed

Henrik Zaborowski: Wir helfen Freelancern in der Corona-Krise!

HR-Rookies: HR im Wandel – Wie Covid-19 die Weichen für die Zukunft stellt

Stefan Döring: Nach der Coronakrise: Der Public Sector als Gewinner im Fachkräftemangel

Christoph Athanas: Coronakrise: Der Re-Start nach dem Shutdown, die Riesenchance für HR


 


 

 

 

 

 

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Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Corona-Arbeitsmarkt und Bewerbung – 7 Impulse für Ihre Jobsuche Thu, 07 May 2020 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/arbeitsmarkt-verdeckter/corona-arbeitsmarkt-bewerbung-jobsuche-7-impulse.html post-262 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/arbeitsmarkt-verdeckter/corona-arbeitsmarkt-bewerbung-jobsuche-7-impulse.html Lars Hahn Der Arbeitsmarkt während der Corona-Krise ist stürmisch. In diesem Beitrag analysiert Lars Hahn die Entwicklungen und gibt Impulse für Ihre Jobsuche und Bewerbung. Corona-Arbeitsmarkt und Bewerbung – 7 Impulse für Ihre Jobsuche by Lars Hahn 07-05-20

Categories: Arbeitsmarkt, (verdeckter) Jobsuche

Jobsuche und Bewerbung in der Corona-Krise? Die nächsten Wochen und Monate kann ich doch vergessen!

So oder ähnlich lauten die Befürchtungen und Sorgen von Menschen, mit denen wir im Moment sprechen. Die Corona-Pandemie hat den Arbeitsmarkt nahezu lahmgelegt. Millionen Menschen sind in Kurzarbeit, viele arbeiten im Homeoffice. Betriebe kämpfen mit wirtschaftlichen Sorgen, manchmal mit existentiellen Nöten. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Stellenmarkt.

Die Fragen, die uns Bewerberinnen und Bewerber stellen, lauten zum Beispiel: „Was kann ich tun, wenn ich gerade arbeitslos bin und meine Jobsuche nun nicht aufschieben kann? Wie kann ich auf die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt reagieren? Wie kann ich die Zeit der Corona-Pandemie nutzen oder gar überbrücken? Welche Arten der Bewerbung funktionieren in Zeiten der Corona-Krise?“

In diesem Beitrag schreibe ich von meinen Beobachtungen und Erkenntnissen über den aktuellen Arbeitsmarkt. Daraus und aus vielen Gesprächen der letzten Wochen sowie vielen Jahren der Beratung in krisenhaften Situationen der Jobsuche ergeben sich sieben Impulse, die ich Ihnen für Ihre Jobsuche und Bewerbung in Corona-Zeiten mit auf den Weg geben möchte.

Keine Panik in der Krise!

Jobsuche ist ohnehin häufig eine Phase des Umbruchs. Zur individuellen Neuorientierung kommt nun auch noch die gesellschaftliche Krise mit Wucht hinzu. Mit den Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten vieler Jobsuchender sind wir in der LVQ ebenfalls in unserem Beratungsalltag konfrontiert. Auch wir können natürlich nicht alle Auswirkungen der Corona-Krise auf den Stellenmarkt und die Jobsuche überschauen. Wie es in einem halben Jahr aussieht? Wer weiß das?!

Umso wichtiger ist es, keine Panik in der Krise zu haben. Der Arbeitsmarkt mag turbulent sein, die Perspektiven ungewiss – und doch: Entgegen dem Trend werden auch jetzt in bestimmten Branchen und Situationen neue Mitarbeiter eingestellt. Zudem wird sie später kaum jemand zu der Corona-Lücke in Ihrem Lebenslauf ausquetschen. Die Zeit der Krise bietet daher Chancen für berufliche (Neu-)Orientierung und Positionierung.

Der Arbeitsmarkt in Corona-Zeiten

Die ersten Arbeitsmarktzahlen von April 2020, die die Corona-Krise berücksichtigen, sind gerade veröffentlicht worden, da schreiben einige Medien erwartungsgemäß von Horror (Der Spiegel) und Tsunami (Bild). Aber schauen wir uns die Daten mal an:

Die Arbeitslosenquote in Deutschland steigt um 0,7 Prozent auf 5,8 Prozent, die absolute Zahl um 308.000 auf über 2,6 Millionen. Gleichzeitig sind bis zu 10 Millionen Menschen in Kurzarbeit (davon arbeiten manche gar nicht, manche zum Teil und manche voll, das weiß man erst nachher).

Zum Vergleich: In den USA, wo es keine Kurzarbeit gibt, sind 30 Millionen Menschen arbeitslos, was dort weit über 15 Prozent der Erwerbstätigen betrifft. Die vielen Clickworker, die als „Selbständige“ für Uber oder Airbnb arbeiten, sind hier nicht mal drin. Zudem heißt Arbeitslosigkeit in den USA schnell Armut und Verlust der Krankenversicherung.

Also alles gut im deutschen Arbeitsmarkt trotz Corona? Natürlich nicht. Zum einen werden aufgrund der sozialeren Bedingungen in Deutschland manche Kündigungen erst später sichtbar (Kündigungsfristen) und manche werden erst erfolgen, wenn auch die Kurzarbeitergeld-Hilfen nicht mehr ausreichen. Man munkelt von zeitweise bis zu drei Millionen Arbeitslosen, die erwartet werden.

Stellennachfrage bricht ein

Was aber für die Jobsuche und Bewerbung in Corona-Zeiten entscheidend ist: „Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist regelrecht eingebrochen.“ So äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele just bei der Vorstellung des Arbeitsmarktberichts. So gingen Zugänge neuer Vakanzen, also neu gemeldeter Stellen bei der BA, um sage und schreibe fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück – zu finden im lesenswerten Monatsbericht der BA-Statistik-Experten.

Weniger freie Stellen und weniger Einstellungsbereitschaft sind das, was Bewerberinnen und Bewerbern das Leben zurzeit schwer macht. Wir erfahren von Bewerbern, dass schon verabredete Einstellungstermine verzögert werden, dass Verträge platzen und dass man in der „Verhandlungsphase“ einfach nichts mehr von Arbeitgebern hört. Darüber hinaus fragt sich jeder: „Wird die ausgeschriebene Stelle überhaupt aktuell besetzt oder steht sie in der Jobbörse, weil die Anzeige vor Corona geschaltet wurde?“.

Was jeder ahnt, bestätigt sich: Der aktuelle Arbeitsmarkt ist schwierig für Jobsuchende. Immer mehr Bewerbende tummeln sich um immer weniger offene Stellen. Aktuell ist es schon zäh, es könnte aber noch schlimmer kommen und keiner weiß, wie lange diese Durststrecke dauern wird. Meine ganz persönliche, intuitive These ist, dass sich der Arbeitsmarkt frühestens ab Oktober oder gar erst im neuen Jahr berappeln wird.

Und dennoch: Es nützt ja alles nix! Wer zurzeit arbeitslos ist, muss sich auf das schwierige Abenteuer der Jobsuche in Corona-Zeiten einlassen. Der aktuelle Arbeitsmarkt gleicht dabei einer stürmischen See, denn einem ruhigen Tag am Mittelmeer. Das Ziel kann zwar erreicht werden, aber die Bedingungen sind rau und anstrengend. Sinnvoll wäre es also, wenn sie nicht in einer kleinen Nussschale reisen, sondern mit nautischen Kenntnissen in einem robusten Schiff (Sie ahnen, wie Sie dieses Bild auf den aktuellen Arbeitsmarkt übertragen können). Und genau für die raue Corona-Zeit habe ich meine sieben Impulse aufgeschrieben, die helfen sollen, die Herausforderung der Jobsuche in dieser Phase zu meistern.

7 Impulse für die Jobsuche und Bewerbung in Corona-Zeiten

Impuls 1: Das Thema #Corona in Jobbörsen

Wer aktuell gerade einen Job sucht, wäre schlecht beraten, den offenen Stellenmarkt angesichts der schwierigen Lage komplett zu ignorieren. Zum einen gibt es in den Stellenbörsen nach wie vor Neuzugänge:  Nicht nur in systemrelevanten Feldern wie Landwirtschaft, Lebensmittelhandel oder Gesundheitsämtern, sondern auch im E-Commerce, in der Energieversorgung und in der Telekommunikation werden Stellen besetzt. Zum anderen planen viele Unternehmen auch jetzt schon für die Post-Corona-Zeit. Aber wie identifizieren Sie, ob eine Stelle einfach nur ausgeschrieben ist, weil die Anzeige schon vor Corona bezahlt wurde oder weil das Unternehmen genau für jetzt oder Post-Corona besetzen wollen? Und welche Faktoren gibt es im Bewerbungsprozess zu beachten?

Die meisten Stellenanzeigen lassen sich darüber bisher leider gar nicht aus. Wie es allerdings gehen könnte, beschreibt Henner Knabenreich in seinem Personalmarketing-Blog. Vorbildhafte Unternehmen beschreiben den Recruiting-Prozess in Zeiten von Corona in ihrer Anzeige: „Video- statt Vor-Ort-Gespräch“, sogar „Trotz-Corona…“-Anzeigen gibt es in Stellenbörsen. Man kann also sogar nach dem Schlagwort #Corona in den Jobbörsen suchen, sinnvollerweise in Verbindung mit den für Sie passenden Suchwörtern.

Mein genereller Tipp: Filtern Sie Stellen nach Veröffentlichungsdatum, jetzt noch sorgfältiger als sonst. Bei XING heißt das „neueste zuerst“, bei der BA-Jobbörse „veröffentlicht seit 2 Wochen“, bei Stepstone „Veröffentlichungszeitraum: seit 7 Tagen“. Zumindest die akut veröffentlichten Stellen sollten auch in Corona-Zeiten ernst gemeint sein.

Impuls 2: Querdenken

Gerade wenn Sie es besonders eilig haben mit Ihrer Jobsuche, zum Beispiel weil das Arbeitslosengeld bald ausläuft, kann es notwendig sein, einen Plan B gegenüber dem ursprünglichen Jobziel zu haben. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihren Jobwunsch aktuell nicht realisieren zu können, hilft es, völlig über die bisherigen Grenzen hinaus zu denken: In welchen Branchen und Aufgabenfeldern könnten meine Fähigkeiten zurzeit dringend gebraucht werden? Nicht jeder muss Erntehelfer werden. Ich las von einem Hotel-Portier, der jetzt Containment-Scout ist. Das sind die Telefonkräfte der Gesundheitsämter, die zum Beispiel die Kontaktketten von Infizierten recherchieren. Oder machen Sie es wie manche Unternehmen. Viele aktuelle Beispiele sind bereits legendär: Textilhersteller produzieren Mund-Nase-Masken und sogar Auto-Fabriken stellen Beatmungsmaschinen her. Wie sieht Ihr Plan B aus? In welchen Branchen und Aufgabenfeldern könnten Ihre Fähigkeiten zurzeit dringend gebraucht werden?

Impuls 3: Diese Zeit für die Jobsuche nutzen

Es könnte aber auch sein, dass die Jobsuche einige Zeit dauern wird. Dann macht es Sinn, diese Zeit konstruktiv und kreativ für die Jobsuche zu nutzen. Zeit für eine Rundumerneuerung! Wenn es da draußen am Arbeitsmarkt so zäh ist, könnten Sie sich zum Beispiel umso intensiver mit Ihrer präzisen beruflichen Positionierung befassen, statt sich diffus auf Stellen zu bewerben, die irgendwie nur zu 65 Prozent zu Ihnen passen. Wie wäre es, jetzt endlich mal den Lebenslauf komplett neu zu schreiben und aktuellen Anforderungen anzupassen, statt die 15 Jahre alte Flickschusterei nur lieblos upzudaten? Bei XING und LinkedIn haben Sie auch lange nicht mehr ins eigene Profil geschaut? Wie wäre denn Ihr optimales Job-Profil? Möglicherweise lohnt sich die Corona-Pause gar für eine komplette berufliche Neuorientierung, wie Karrierecoach Bernd Slaghuis gerade konstatiert?

Impuls 4: Persönliche Arbeitsmarktrecherche

„80 Prozent der Jobsuche ist Recherche und nur 20 Prozent ist Bewerbung und Kaffeetrinken!“ Dieser Satz rüttelt die Zuhörenden meiner Vorträge bisweilen hellwach. Provozierend zugespitzt meine ich damit: Arbeitsmarkt-Recherche ist viel mehr, als nur stupide durch die immer gleichen Stellenbörsen zu surfen. Leitfrage ist: „Wie gestaltet sich mein persönlicher, ganz individueller Arbeitsmarkt?“.

Auch in Corona-Zeiten kann zu Ihrer persönlichen Arbeitsmarktrecherche folgendes gehören:

  • Das Durchforsten von XING-Profilen Ihrer Zieljobs: Finden Sie heraus, welche Qualifikationen Ihre Mitstreiter haben und welche Keywords diese unter „Ich suche“/“Ich biete“ vermerken.
  • Das Lesen von lokalen News und Infos: Welche Firmen tun sich in der Krise hervor und brauchen vielleicht Ihre Fähigkeiten?
  • Das Erforschen per Linkedin/XINGng: Was tun gerade Ihre Mitstreiter aus der Meisterfortbildung oder Ihrer Abiklasse beruflich? Wichtige Recherchemethode ist auch das Sprechen mit Menschen, die da sind, wo Sie beruflich hinmöchten. Systematisch Kaffeetrinken, in Zeiten von Corona per Telefon oder Video-Call.

Impuls 5: Vernetzung – digitaler denn je

Viele Jobs werden im sogenannten verdeckten Stellenmarkt besetzt, je nach Einschätzung zwischen 50 und 70 Prozent. Darüber haben wir hier schon viel geschrieben. Meine steile These: In Corona-Zeiten dürfte der Anteil der Stellenbesetzungen über den verdeckten Arbeitsmarkt eher noch steigen, weil eine Stellenbesetzung jetzt noch mehr über Empfehlungen und Kontakte läuft. Umso wichtiger für Bewerberinnen und Bewerber, die eigene Vernetzung selbst aktiv und systematisch voranzutreiben. Natürlich läuft die Vernetzung aktuell mehr denn je über soziale Netzwerke wie XING und Linkedin, aber vielleicht momentan sogar per Facebook, Instagram, Whatsapp-Gruppen – was eben für Sie gerade so passt.

Impuls 6: Prepare for Videocalls – Persönliche Digitalisierung

Auch Vorstellungsgespräche laufen akut oft digital und online. Wenn es akut bei einer Bewerbung oder gar einer Empfehlung zu einem Gespräch kommen würde, wäre dies höchstwahrscheinlich kontaktlos und sicher. Videointerviews laufen bei Handwerkern rustikal per Whatsapp-Call, bei großen Unternehmen vornehm mit Microsoft-Teams. Da ist es hilfreich, wenn ich das als Bewerber vorab schon mal trainiert habe:

  • Die Software bereits aufgespielt und getestet und nicht erst fünf Minuten vorher hektisch installiert.
  • Whatsapp-Call geübt und Video-Interview vorab simuliert. Im Zweifel Video-Calls mit Familie oder Freunden führen.
  • Professioneller Bildschirmhintergrund plus Bewerbungskleidung inklusive. Detaillierte Tipps dazu finden Sie einschlägig im Netz oder in unserer Corona-Jobsuche-Linkliste.

Impuls 7: Die Zeit ist reif für berufliche Weiterbildung

Spannend – ich schrieb einen Beitrag hier im Blog zu Jahresbeginn mit dem Titel „Die Zeit ist reif für Weiterbildung“. Dieser Ausspruch hat mit der Corona-Krise noch einmal an Aktualität gewonnen. Wenn Sie ohnehin etwas länger für die Jobsuche benötigen könnten, was läge da näher, als diese Zeit für Weiterbildung zu nutzen. Vielleicht agiles Projektmanagement oder digitales Marketing? Zumal die Arbeitsagentur bei Arbeitslosen eine notwendige Weiterbildung mit dem Bildungsgutschein zu 100 Prozent unterstützt. Wir zum Beispiel haben uns für kontaktlose und sichere Weiterbildung gerüstet: Präsenzunterricht im Online-Format.

Mitten in der Krise zum Job

Keiner weiß zurzeit wirklich, wie lange die Corona-Krise dauern wird und welche Auswirkungen sie auf den Arbeitsmarkt haben wird. Wer sich jetzt bewerben muss, hat nicht die beste Zeit erwischt. Und dennoch gibt es sie, die positiven Erlebnisse von Bewerbern und die Mut machenden Beispiele, bei denen die Bewerbung mitten in der Krise klappt. Möglicherweise gehören auch Sie dazu oder kennen jemanden, der gerade jetzt den Volltreffer gelandet hat? Dann teilen Sie diese positive Erfahrung gerne mit uns und unseren Lesern in den Kommentaren.


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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Weiterbildung: Wie bekomme ich den Bildungsgutschein von der... Wed, 29 Apr 2020 09:55:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/weiterbildung-wie-bekomme-ich-den-bildungsgutschein-von-der-agentur-fuer-arbeit-teil-4-der-serie-berufliche-weiterbildung.html post-173 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/weiterbildung-wie-bekomme-ich-den-bildungsgutschein-von-der-agentur-fuer-arbeit-teil-4-der-serie-berufliche-weiterbildung.html Angela Borin Weiterbildung kann über die Arbeitsagentur zu 100 Prozent gefördert werden. Dieser Beitrag erklärt, wie man den Bildungsgutschein erhält. Weiterbildung: Wie bekomme ich den Bildungsgutschein von der Bundesagentur für Arbeit? by Angela Borin 29-04-20

Categories: Weiterbildung Jobsuche

Lebenslanges Lernen hat für viele Lebensbereiche eine hohe Bedeutung. Richtig an Rasanz hat das Thema aber nochmal in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung gewonnen. Die Bundesagentur für Arbeit investiert so viel wie selten zuvor in die Förderung der beruflichen Weiterbildung, um Arbeitssuchenden und vom Verlust des Arbeitsplatzes Bedrohten langfristig neue Chancen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt oder beim aktuellen Arbeitgeber zu eröffnen. Wurden lange Zeit vor allem geringqualifizierte und ältere Arbeitssuchende stärker gefördert, erhalten nun vermehrt auch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie Hochschulabsolventen 100 prozentige Förderungen durch den Bildungsgutschein.

Was genau das Förderinstrument „Bildungsgutschein“ ist und wie Sie diesen erhalten, erklären wir Ihnen in unserem Beitrag.

Bildungsgutschein: Was ist das?

Bei (drohender) Arbeitslosigkeit kann eine berufliche Weiterbildung mithilfe eines Bildungsgutscheins zu 100 Prozent gefördert werden. Der Bildungsgutschein ist ein Dokument, welches Ihnen die Kostenübernahme Ihrer Qualifizierung durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter bestätigt, sodass für Sie als Weiterbildungsinteressiertem oder Weiterbildungsinteressierter keine Eigenkosten entstehen. Neben der eigentlichen Weiterbildung gilt das auch für Ihren Anfahrtsweg sowie eine gegebenenfalls für Sie notwendige auswertige Unterbringung. Die entsprechenden Anträge erhalten Sie bei Aushändigung Ihres Bildungsgutscheins. Sofern Sie Arbeitslosengeld beziehen, wird auch dieses in der Regel fortgezahlt.

Bildungsgutschein: Wie erhalte ich ihn?

Welche Voraussetzungen gibt es für den Bildungsgutschein?

Wenn Sie bei der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter:

  • arbeitslos, also ohne Beschäftigung (ob mit oder ohne Leistungsbezug) oder
  • arbeitssuchend, also von Arbeitslosigkeit bedroht, gemeldet sind (zum Beispiel in der Freistellungsphase oder durch befristete Arbeitsverträge ohne Aussicht auf Weiterbeschäftigung),
  • gemeldet sind, weil Sie nach längerer Pause wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren (beispielsweise nach Elternzeit oder längerer Krankheit),
  • gemeldet sind, weil Sie als Berufseinsteiger auf Jobsuche sind (zum Beispiel als Hochschulabsolvent nach dem Studium),
  • das Qualifizierungschancengesetz zur Weiterbildung Ihrer Beschäftigten in Anspruch nehmen dürfen (beispielsweise in Zeiten des Kurzarbeitergeldes),

können Sie bei Ihrem zuständigen Arbeitsvermittler persönlich einen Bildungsgutschein beantragen.

Da die Förderung der beruflichen Weiterbildung eine gesetzlich geregelte Ermessensleistung ist, prüft Ihr Ansprechpartner auf Grundlage des III. Sozialgesetzbuches, ob eine Qualifizierung bewilligt wird. Entscheidend dabei ist, ob eine Notwendigkeit für die Förderung der beruflichen Weiterbildung vorliegt und ob sich Ihre beruflichen Perspektiven und Chancen durch eine Qualifizierung wesentlich und dauerhaft erhöhen (näher ausgeführt im Merkblatt Nr. 6 der Bundesagentur für Arbeit).

Wie begründe ich die Notwendigkeit einer Weiterbildung bei der Bundesagentur für Arbeit?

Daher ist es ratsam, selber aktiv zu werden. Das beinhaltet zum einen, sich Gedanken über die eigene berufliche Richtung zu machen und sich über die dazu benötigten Qualifikationen bewusst zu werden. Zum anderen bedeutet es, geeignete Weiterbildungsmaßnahmen zur Schließung von fachlichen Lücken zu recherchieren. Sind zum Beispiel bestimmte Zertifikate oder spezielle Kompetenzen in einer Stellenausschreibung gefordert, die Ihnen bisher fehlen? Können Sie diese durch eine entsprechende berufliche Weiterbildung erwerben?

Zur Beantwortung dieser Fragen lohnt es sich zu recherchieren. Dafür eignen sich Stellenausschreibungen und Weiterbildungsdatenbanken wie die der Bundesagentur für Arbeit, Kursnet, gleichermaßen. Auch das Portal Berufenet der Bundesagentur für Arbeit sowie das Businessnetzwerk XING lassen sich für die Recherche gut heranziehen, um herauszufinden, welche Qualifizierungen in Ihrer Branche und Position zielführend sind. Sowohl ein Defizit an speziellen fachlichen Kompetenzen, wie zum Beispiel Online-Marketing bei Marketingkräften oder GMP im Life-Science-Bereich, als auch ein Fehlen bestimmter Managementskills, wie agiles oder klassisches Projektmanagement, dienen dabei Ihrer Begründung einer Notwendigkeit. Hierdurch können Sie also aufzeigen, warum eine bestimmte berufliche Weiterbildung in Ihrem Fall sinnvoll, relevant und zielführend ist.

Achten Sie in jedem Fall auch auf anerkannte Abschlüsse – zum Beispiel auf IHK und TÜV. Diese helfen nicht nur, Ihren Ansprechpartner von einer Weiterbildung zu überzeugen, sondern auch ein potenzieller Arbeitgeber kann Ihr Know How vor diesem Hintergrund besser abschätzen.

Welche Dokumente können mich unterstützen?

Haben Sie passende Weiterbildungsmöglichkeiten ausfindig machen können, nehmen Sie Kontakt mit einem passenden Bildungsanbieter auf und lassen Sie sich unverbindlich beraten. In diesem persönlichen oder telefonischen Erstgespräch ergeben sich weitere gute Begründungen für eine Qualifizierung, die Sie gegenüber Ihrem Arbeitsvermittler für die Förderung Ihrer beruflichen Weiterbildung anbringen können. Darüber hinaus empfiehlt es sich einige Nachweise mit in Ihr Gespräch bei der Bundesagentur für Arbeit oder beim Jobcenter zu nehmen. Welche das in Ihrem Fall sein können, besprechen Sie bestenfalls mit Ihrem Erstberater:

  • ein unverbindliches Angebot eines Weiterbildungsträgers mit Inhalten, Kosten, Dauer und sogenannter Maßnahmenummer des Angebots,
  • eine genaue Beschreibung der Weiterbildungsinhalte,
  • Stellenausschreibungen, die eine entsprechende Weiterbildung voraussetzen,
  • Absagen von Arbeitgebern, aus denen das fachliche Defizit hervorgeht (ggf. Protokolle aus Gesprächen),
  • eine Bestätigung seitens eines Arbeitgebers, dass eine Einstellung nach erfolgreicher Weiterbildung erfolgen wird,
  • Argumente oder Belege, die zeigen, dass bereits in der letzten Stelle eine Weiterbildung hätte erfolgen sollen.

Das geeignete Weiterbildungsangebot: Worauf achten?

Haben Sie sich zu einer Weiterbildung entschlossen, steht die Frage im Raum, bei welchem Bildungsträger Sie diese machen möchten. Nicht immer sind hierbei die bekannten Anbieter mit dem größten Angebot die beste Wahl für jeden Weiterbildungsinteressierten. Je nachdem wo Sie Ihren Schwerpunkt setzen, gibt es einige Kriterien, die Sie in Ihre Überlegung miteinbeziehen sollten:

  • Bietet der Träger ein national anerkanntes Zertifikat, wie zum Beispiel ein IHK- oder TÜV-Zertifikat?
  • Findet der Unterricht vorlesungsartig oder interaktiv statt?
  • Lernen Sie vor Ort beim Bildungsträger im Klassenverband und Präsenzunterricht oder sitzen neben Ihnen Teilnehmer anderer Bildungsziele und Sie lernen alleine am PC?
  • Kommen die unterrichtenden Dozenten aus der Praxis oder dozieren sie ausschließlich?
  • Bietet der Träger zusätzliche Angebote wie Bewerbungstraining und Coaching?
  • Hat der Bildungsanbieter Kontakte zu Arbeitgebern und bietet Hilfestellung bei der Jobsuche?
  • Was sagen Absolventen des Bildungsträgers?

Mittlerweile finden sich im Internet zu fast jedem Bildungsträger Bewertungen, Erfolgsstories und Kritiken der Teilnehmenden. Während Sie einige Punkte mithilfe der Webseite, des Blogs oder über die Social-Media-Kanäle des Bildungsanbieters herausfinden, lohnt sich bei anderen eine genauere Nachfrage. Informieren Sie sich also vorab über genannte Portale und machen Sie im Anschluss daran eine persönliche Beratung bei einem Weiterbildungsträger vor Ort aus, um sich Ihr eigenes Bild zu verschaffen.

Die Erstberatung beim Bildungsträger: Worauf achten?

Kompetenz, Sympathie und Zeit sind wichtige Faktoren, die Ihnen helfen können, sich für oder gegen eine Weiterbildung und einen Anbieter zu entscheiden. Im persönlichen Erstberatungsgespräch vor Ort oder per Telefon können Sie mithilfe einiger Fragen bereits feststellen, ob diese Weiterbildung bei diesem Anbieter zu Ihnen passt:

  • Nimmt sich Ihr Berater Zeit und erklärt Ihnen alles ausführlich?
  • Werden Sie individuell auf Ihre persönlichen und beruflichen Bedürfnisse beraten?
  • Kennt Ihr Berater den Arbeitsmarkt? Passen die Weiterbildungsangebote für Ihre Branche und Position?
  • Lässt Ihr Berater Ihnen die Möglichkeit, das Angebot einige Tage zu überdenken?
  • Erhalten Sie ein unverbindliches Angebot, das erst nach der Beratung durch Ihren Arbeitsvermittler wirksam wird?
  • Unterstützt der Bildungsanbieter Sie dabei, den Bildungsgutschein zu bekommen?

Weiterbildung mit Bildungsgutschein bei der LVQ

Auch wir unterstützen als nach AZAV zugelassener Bildungsträger bereits seit fast 40 Jahren sowohl Hochschulabsolventen sowie hochqualifizierte Berufserfahrene bei der Jobsuche. Mit unseren Weiterbildungen, die durch einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit förderbar sind, bieten wir insbesondere Akademikern sowie Fach- und Führungskräften praxisorientierte Qualifikationen mit relevanten Abschlüssen und Zertifikaten, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Zusätzlich bieten wir unseren Teilnehmenden individuelle Beratungen und persönliche Coachings für Ihre berufliche Zukunft.

Gerne nehmen wir uns auch für Ihr Erstgespräch die Zeit, die wir brauchen, um mit Ihnen ein passendes, unverbindliches Weiterbildungsprogramm – abgestimmt auf Ihre berufliche Zielsetzung – zusammenzustellen. Dabei besprechen wir auf Wunsch mit Ihnen auch Aspekte der beruflichen Orientierung. Rufen Sie uns doch gerne an und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch mit uns. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!


 


 

 

FAQs zum Bildungsgutschein

Welchen Zweck hat der Bildungsgutschein?

Vor dem Hintergrund Ihres beruflichen Werdegangs wird Ihnen durch den Bildungsgutschein eine Weiterbildung finanziert, durch die Sie eine bestimmte Qualifikation erwerben, die Sie auf dem Arbeitsmarkt besser positioniert. Daher ist auf Ihrem Bildungsgutschein ein auf Ihren beruflichen Werdegang angepasstes Bildungsziel angegeben. Waren Sie zum Beispiel jahrelang im Print-Marketing tätig, aber die Online-Kompetenzen fehlen, könnte ein passendes Bildungsziel „Online Marketing Manager“ sein. Der Bildungsgutschein finanziert also nur das vorgegebene Bildungsziel.

Kann der Bildungsgutschein überall eingelöst werden?

Damit Ihre Weiterbildung per Bildungsgutschein gefördert werden kann, muss Ihr gewählter Bildungsträger sowie die Weiterbildung jeweils nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung, kurz AZAV, zertifiziert sein. Zwischen den Trägern, die diese spezielle Anerkennung für diese Art der Weiterbildungsförderung haben, können Sie frei wählen. Jedoch gilt der Bildungsgutschein oftmals nur regional. Sind Sie auf eine Weiterbildung aufmerksam geworden, die nicht in Ihrem Umkreis angeboten wird, können Sie vor Ausstellung des Bildungsgutscheins mit Ihrem Ansprechpartner über eine überregionale Gültigkeit sprechen, um das entsprechende Angebot wahrnehmen zu können. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Bildungsträger in Ihrem Umkreis keine passenden Themen, keine anerkannten Abschlüsse oder keine passende Unterrichtsform anbieten.

Wie lange ist der Bildungsgutschein gültig?

Die Gültigkeit Ihres Bildungsgutscheins besteht längstens drei Monate und ist ebenfalls auf Ihrem Bildungsgutschein notiert. Innerhalb dieses Gültigkeitszeitraumes muss sowohl der Starttermin Ihrer Weiterbildung liegen, als auch der fertig bearbeitete Bildungsgutschein wieder bei Ihrem Kostenträger eingehen. Ist eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt, verfällt der Bildungsgutschein und die Kosten Ihrer Weiterbildung werden nicht übernommen. Informieren Sie sich daher am besten frühzeitig über die für Sie passenden Weiterbildungsangebote.

Wie sieht der Bildungsgutschein aus?

Als einseitiges oder zweiseitiges Dokument gibt der Bildungsgutschein im ersten Abschnitt Auskunft darüber, unter welchen Bedingungen Ihre Weiterbildung übernommen wird. Sie finden dort beispielsweise Angaben zur genehmigten Weiterbildungsdauer, zum Weiterbildungsort und über das Bildungsziel, welches Ihre Weiterbildung bedienen muss.

Der zweite Abschnitt Ihres Bildungsgutscheins fordert Angaben zur besuchten Maßnahme. Diese noch auszufüllenden Angaben notiert der von Ihnen auserwählte Bildungsträger, nachdem Sie Ihren Bildungsgutschein per Post, E-Mail oder persönlich bei einem erneuten Termin vorlegen. Füllen Sie diesen daher nicht selber aus!


 

 

 

Dies ist eine Überarbeitung des ursprünglichen Artikels vom 09.10.2014.


 


 

 

 

 

 

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Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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