LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Wertvolles Wissen für Ihre Zukunft Tue, 02 Mar 2021 14:59:48 +0100 Tue, 02 Mar 2021 14:59:48 +0100 t3extblog extension for TYPO3 https://www.lvq.de/typo3conf/ext/sg_sitepackage/Resources/Public/Assets/Images/lvq-blog-feed-logo.jpg LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Digitale Karrieretage und Online-Messen: Wie und wozu kann ich diese als... Tue, 23 Feb 2021 08:16:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/digitale-karrieretage-online-messen-berufseinsteiger-jobsuche.html post-289 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/digitale-karrieretage-online-messen-berufseinsteiger-jobsuche.html Angela Borin Als Hochschulabsolvent*in auf Jobsuche kann sich ein Blick Richtung virtuelle Karrieretage und Online-Messen lohnen. Insbesondere in Zeiten von Corona bietet dieses Eventformat den charmanten Vorteil… Digitale Karrieretage und Online-Messen: Wie und wozu kann ich diese als Berufseinsteiger bei meiner Jobsuche nutzen? by Angela Borin 23-02-21

Categories: Jobsuche Netzwerke(n)

Besonders in den letzten Zügen des Studiums oder spätestens wenn das Studium tatsächlich erfolgreich abgeschlossen, aber noch kein Job in Sicht ist, kommt die Frage auf: „Wie geht es nun weiter?“ Während die einen sich in Stellenportale stürzen, um mit den richtigen Keywords den zu sich passenden Job zu entdecken, möchten sich andere persönlich informieren, mit Arbeitgebern in Kontakt treten und mit passenden Ansprechpartnern die eigenen beruflichen Perspektiven beleuchten und abstecken.

Speziell Jobmessen und Karrieretage nehmen in dieser Phase der Orientierung einen essenziellen Platz ein. Gerade hier finden sich gebündelt entsprechende Informationen zu Berufseinstieg und Bewerbungsprozess – samt besagter, persönlicher Ansprechpartner. Doch wie verhält es sich, wenn durch Corona diese hilfestellende Präsenz-Eventform entfällt? Wie können Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen trotz fehlender Kontaktmöglichkeiten mit Unternehmen persönlich ins Gespräch kommen?

Die Frage beantworten wir in diesem Artikel über Online-Messen und digitale Karrieretage und erklären, wie Sie sich als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger auch diese virtuelle Form der jobbezogenen Messe zu Nutze machen können. Was es zu beachten gilt, welche Online-Karrieretage und digitale Messen bis Mitte 2021 für welche Zielgruppen „ins Haus stehen“ und welche Tipps wir für einen erfolgreichen Online-Messebesuch in petto haben, klären wir im heutigen Beitrag.

Digitale Karrieretage und Online-Messen für Berufseinsteiger: Welche Formate gibt es?

Während viele Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sich über die Nützlichkeit von privaten Online-Meetings im Klaren sind, vergessen sie in der derzeitigen Situation schnell, dass auch berufliche Unterstützungsangebote – digital besucht aus dem eigenen zu Hause – Mehrwert bringen können. Natürlich kann der Eindruck entstehen, dass es der Online-Messe an persönlichem Charakter fehlt, jedoch holen virtuelle Messen – verstärkt seit März 2020 – auch in diesem Punkt dank verbesserter technischer Zugänge auf. Mittlerweile gibt es verschiedene Formate von Online-Messen:

  • den 1:1 Chat,
  • den Voice-Call und
  • das Videogespräch.

Über die jeweilige digitale Messeform sollten Sie sich als Messebesucherin oder Messebesucher vorab informieren, um sich bestens darauf vorzubereiten und gerade in puncto eigener Technik, aber auch Dresscode nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Ein deutliches Pro für Online-Messen in Corona-Zeiten

Doch welche Vorteile bringen digitale Karrieretage und Online-Messen denn nun tatsächlich mit sich? Der offensichtlichste Punkt ist hier natürlich der kontaktlose und sichere Besuch der Messe zur Informationsgewinnung. Zudem bieten virtuelle Karrieretage und Messen Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern die Chance, sich optimal auf die derzeitigen Anforderungen am Arbeitsmarkt vorzubereiten – sowohl fachlich als auch technisch: Speziell seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich sowohl Kundengespräche als auch interne Meetings schwerpunktmäßig in den virtuellen Bereich verschoben. Die Belegschaft arbeitet vermehrt aus dem Homeoffice.

Vorab einen Eindruck von einer solchen Situation zu gewinnen und diese eigeninitiative, virtuelle Geschäftskommunikation und Arbeitsweise aus dem eigenen zu Hause heraus kennenzulernen, das ist einer der großen Vorteile, die digitale Karrieretage und Online-Messen Ihnen derzeit bieten können. Was zusammengefasst für dieses Format spricht:

  • Üben von Online-Gesprächen: Proaktiv haben Sie als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger die Chance, essenzielle Informationen durch Online-Gespräche zusammenzutragen und sich mit digitaler Kommunikation im beruflichen Kontext vertraut zu machen.
  • Unterstützung für die Jobsuche: In Online-Vorträgen und Workshops wird oftmals eine bunte Palette verschiedener wichtiger Bewerbungsaspekte beleuchtet. Das reicht von Tipps zum Lebenslauf über Profiloptimierung bei XING und LinkedIn bis hin zu Suchstrategien für die Jobsuche. Darüber hinaus können Sie hilfestellende Beratungen in Anspruch nehmen, die mit Ihnen Ihre Perspektiven, möglicherweise fehlende Skills und passende Weiterbildungsprogramme erörtern – insbesondere angeboten auf (Weiter-)Bildungsmessen.
  • Informationen aus erster Hand – das persönliche Gespräch: Trotz Corona haben Sie die Möglichkeit in einem privaten Chat-, Voice- oder Videogespräch mit potenziellen Arbeitgebern – auch dem Wunscharbeitgeber – ins Gespräch zu kommen. In einem solchen Dialog können Sie erfahren, welchen Bedarfen und Herausforderungen sich das Unternehmen gegenübersieht, um so wichtige Informationen für Ihre Bewerbung zu sammeln.
  • Netzwerken: Anknüpfend an den vorhergegangenen Punkt bietet sich während des Gesprächs oder im Nachgang die Möglichkeit zur beruflichen Vernetzung bei XING und/oder LinkedIn. So knüpfen Sie bereits erste beruflich relevante Kontakte und kennen möglicherweise bereits Entscheider im Unternehmen.
  • Keine Ablenkung: Als charmanter Vorteil gegenüber Präsenzmessen, bei denen andere Besuchende sich möglicherweise in Ihr Gespräch einmischen oder diesem lauschen, befinden Sie sich bei Online-Messen und -Karrieretagen zu zweit im abgeschirmten Raum. Hier können Sie sich voll und ganz auf Ihren Gesprächspartner konzentrieren, um die für Sie relevanten Themen zu besprechen. Gemeinsam mit dem nachfolgenden Punkt durchaus auch ein sehr positiver Vorteil für eher Introvertierte.
  • Gewohnte Umgebung: Speziell beim erstmaligen Besuch einer Online-Messe können die vielen Eindrücke und Menschen für den ein oder anderen einschüchternd wirken und letztlich kommt es zu keinem Gespräch. Aus dem eigenen zu Hause und mit der nötigen Sicherheit können Sie sich Online-Messen in Ihrem Tempo erschließen, um das meiste für sich mitnehmen zu können.
  • Fachliche Auffrischung und Vertiefung: Auch Fachmessen und Branchenevents lohnen einen Besuch, da Sie hier durch Fachvorträge und -diskurse erste Einblicke in die Praxis erlangen und sich ein besseres Bild Ihres angestrebten Berufsfelds machen können. Zudem bekommen Sie hier auch gleich einen Eindruck, mit welchen Veranstaltungen und Lerninhalten Sie sich im späteren Berufsalltag up-to-date halten können. Oftmals ist die ein oder andere Fachmesse für Unternehmen typischerweise ein jährlich wieder zu besuchendes Event.

5 Tipps, die Sie vor und während des Online-Messebesuchs beherzigen sollten

Damit Ihr Online-Messebesuch erfolgreich verläuft und Sie eine Menge für sich mitnehmen können, gibt es einige Punkte, auf die Sie achten sollten:

1. Vorbereitung ist das halbe (berufliche) Leben

Sorgen Sie – je nach Eventform – für die passende Technik: Eine stabile Internetverbindung sollte sowohl für Chat als auch für Videogespräch vorliegen. Für letzteres spielen aber natürlich auch die Punkte Kamera, Licht, Hintergrund, Audio sowie Dresscode eine tragende Rolle. Hier haben Simone Klug vom WIR e.v. und unsere Kollegin Meie Jäger einige Tipps parat, die sie im Gespräch mit der Jobwoche genannt haben:

2. Mit Online-Recherche und passenden Keywords zum (Wunsch-)Arbeitgeber

Ob bereits eine vage oder noch keine Vorstellung: Setzen Sie sich vorab oder im Laufe einiger Messebesuche mit Ihren Bedürfnissen, Wünschen und Interessen auseinander, um Ihre Keywords, die anvisierte Zielbranche und möglicherweise ein Wunschunternehmen herauszukristallisieren. Das hilft Ihnen auch bei Ihrer Online-Stellensuche. Ihrem Wunscharbeitgeber könnten Sie sogar in Social Media folgen und herausfinden, bei welchem Online-Event Sie ihn persönlich antreffen können.

3. Abgleich der eigenen Skills mit den Chancen am Arbeitsmarkt

Um das meiste von Online-Messen mitzunehmen, lohnt neben den Vorträgen und Workshops auch ein Einzelgespräch mit den potenziellen Arbeitgebern. Hier lassen sich Ihre Fähigkeiten mit den Anforderungen des Unternehmens oder sogar der Branche und somit des Arbeitsmarktes hervorragend abgleichen. Darüber hinaus können Sie aber auch Ihre Fragen klären, einen positiven bleibenden Eindruck hinterlassen und sich Ihre gesammelten Informationen in Ihrer späteren Bewerbung zu Gute kommen lassen.

4. Knüpfen erster beruflicher Kontakte

Notieren Sie sich bereits während Ihrer Gespräche die Namen und Firmen Ihrer Ansprechpartner, um spätestens im Anschluss an die Online-Messe Kontaktanfragen mit Nachricht via XING oder Linkedin zu versenden und so auch als Berufseinsteiger Ihr Netzwerk zu erweitern. Im XING-Artikel zum Umgang mit Profilbesuchern gibt Martin Salwiczek hilfreiche Tipps, wie Sie diese Nachricht angehen können.

Bonustipp: Wie in den Vorteilen bereits erwähnt lohnt daher auch der Besuch von Fachmessen. Hier finden Sie wohlmöglich keine Stellenausschreibungen, können aber von nicht öffentlich ausgeschriebenen Stellen erfahren. Außerdem können Sie sich in Ihrem angestrebten Berufsumfeld Einblicke verschaffen und Ihr Netzwerk erweitern. Beachten Sie allerdings, dass Fachmessen durchaus mit Kosten verbunden sein können.

5. Informieren Sie sich über Weiterbildungsmöglichkeiten

Bewerbungsmappenchecks sind in dieser Zeit eher schwierig, dennoch helfen beispielsweise auch Blicke Richtung Weiterbildungsanbieter, um die im dritten Punkt herausgefilterten Arbeitsmarktanforderungen in kurzer Zeit zu erwerben. Der Vorteil: Innerhalb der Weiterbildung erhalten Sie bei qualitativ hochwertigen Angeboten immer auch Unterstützung hinsichtlich Bewerbung und Co.

Online-Messen: Eine gute Ergänzung zur Präsenzform

Während einige Vorteile sich erst durch die Technik ergeben, sind andere schon lange integrale Bestandteile von Messen in ihrer ursprünglichen Form: den Präsenzmessen. Sicherlich fehlt bei Online-Messen und -Karrieretagen nach wie vor die absolut persönliche, informelle Komponente des Zwiegesprächs, dennoch helfen sie in diesen Corona-Zeiten am Ball zu bleiben: Als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger können Sie mit potenziellen Arbeitgebern in Dialog treten und sich so mit den aktuellen Anforderungen am Arbeitsmarkt auseinandersetzen.

Auf diese Weise lernen Sie schon vor Berufseintritt einiges über den derzeitigen Berufsalltag und üben sich in wichtigen technischen sowie Soft Skills, um sowohl in Bewerbung als auch im Job mitzuhalten. Zudem bauen Sie dank Online-Messen erste berufliche Kontakte auf und erweitern Ihr Netzwerk.

Online-Messen & -Karrieretage 2021

Einige Messen sind nach wie vor als Präsenzmessen deklariert, ist jedoch eine für Sie spannende Messe dabei, sollten sie die Entwicklung im Auge behalten: Einige Messen werden nach wie vor verschoben, aber andere finden plötzlich virtuell statt. Zudem lohnt auch ein Blick auf die Seite Ihrer eigenen Universität hinsichtlich der virtuellen Angebote zu (Fakultäts-)Karrieretagen.

Im Folgenden haben wir einige virtuelle (Fach-)Messen und Online-Karrieretage zusammengetragen, die Sie für die technische Übung, die fachliche Vertiefung oder das Kennenlernen von und das Vernetzen mit potenziellen Arbeitgebern nutzen können:

Digitale Job- und WeiterbildungsmessenDatumUhrzeitZielgruppe
VDI nachrichten Recruiting Tag24.-25.02.202113-18; 9-14Ingenieure
Jobvector career dayDo, 25.02.20219-17Primär Naturwissenschaftler, auch Ingenieure
Jacobs Career Fair BremenMi, 03.03.202112-18Absolventen aller Fachrichtungen
Bts Fort- und Weiterbildungs-möglichkeiten nach dem StudiumDo, 04.03.202117-19Naturwissenschaftler
ExpectMi, 14.04.202110-16Ingenieure (E-Technik, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik), Informatiker
Karrieremesse Jobs für den SüdenDo, 22.04.202111-19Absolventen aller Fachrichtungen
Online-KarrieretagDi, 27.04.202110-12Interessenten der Digitalbranche (geeignet für z.B. Geisteswissenschaftler)
Jura connect nordDi, 27.04.202111-16Juristen
meet@nrwMi, 28.04.202112-17Absolventen aller Fachrichtungen
Digitale Weiterbildungsmesse RuhrDi, 04.05.20219-15Kunden der Agentur für Arbeit und des Jobcenters
ConPractMi, 05.05.2021 Primär Wirtschaftswissen-schaftler & Informatiker, aber auch andere Fachrichtungen
T5 TalentSpaceDi, 11.05.2021 NaWis, Ing, Techniker, Informatiker, Wirtschaftswiss.
meet@hessenDi, 11.05.202112-17Absolventen aller Fachrichtungen
Fakultätskarrieretag BonnDi, 18.05.202111-16Juristen
Campusmesse Digital 2021Mi, 19.05.202110-17Absolventen aller Fachrichtungen
VDI nachrichten Recruiting Tag19.-20.05.202113-18; 9-14Ingenieure
Jobwunder19.-20.05.202110-16Absolventen aller Fachrichtungen
KarriereWoche 202117.-27.05.2021 Geisteswissenschaftler
Karrieretag Frankfurt    Do, 27.05.202111-16Juristen
meet@nordDo, 27.05.202112-17Absolventen aller Fachrichtungen
Women & workSa, 29.05.202110-16Frauen
StellenwerkDi, 08.06.2021 Absolventen aller Branchen
Treffpunkt08.-09.06.20219.30-16Absolventen aller Fachrichtungen
3. bonding virtual career fairMi, 23.06.202110-16Primär MINT & Wirtschaftswissenschaft, aber auch andere Fachrichtungen
    
Virtuelle FachmessenDatumUhrzeitZielgruppe
Sales Marketing Messe24.-26.02.20218:45-14Fachmesse für innovatives Marketing und Vertrieb
Embedded world01.-05.03.2021   9-18Leitmesse für embedded-Technologien
Intec / Z connect 202102.-03.03.20219:30-16Messeverbund für Maschinenbau und Zuliefererindustrie
Internet World Expo08.-12.03.20219-17Fachmesse für E-Commerce (geeignet für z.B. Geisteswissenschaftler)
Deutscher BautechniktagDo, 18.03.2021 Fachmesse für Bautechnik und Bauwirtschaft (Für Studierende kostenfrei, andernfalls bitte Kosten beachten)
ISH digital 202123.-26.03.2021 Weltleitmesse für Wasser, Wärme und Klima (Kostenpunkt: 20 Euro)
METAV digital 202123.-26.03.2021 Fachmesse für Technologien der Metallbearbeitung)
Online Marketing Finance ConferenceDo, 06.05.202110-22Fachkonferenz für Online-Marketing (geeignet für z.B. Geisteswissenschaftler)
Re:publica20.-22.05.2021 Konferenz rund um das Web 2.0
    
Noch als Präsenzmesse geführtDatumUhrzeitZielgruppe
Zukunft Personal Süd20.-21.04.2021 Fachmesse Personalmanagement Recruiting, Service, Learning, Future of Work
ITCS DarmstadtDo, 29.04.2021  ab 10IT-Interessierte
Zukunft Personal Nord18.-19.05.2021 Fachmesse Personalmanagement Recruiting, Service, Learning, Future of Work

 


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie un

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Wie man im Internet den passenden Job findet Teil 2: Die passenden... Thu, 18 Feb 2021 08:05:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/passende-keywords-finden-stellensuche-teil-2.html post-288 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/passende-keywords-finden-stellensuche-teil-2.html Martin Salwiczek Die Jobsuche im Internet kann einfach sein, wenn es darum geht, irgendeinen Job in Stellenbörsen zu finden. Für den passenden Job bedarf es einer Suchstrategie samt geeigneter Keywords. Dieser… Wie man im Internet den passenden Job findet Teil 2: Die passenden Keywords für die Stellensuche finden by Martin Salwiczek 18-02-21

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Die Jobsuche im Internet kann einfach sein, wenn es darum geht, irgendeinen Job in Stellenbörsen zu finden. Will man jedoch einen den eigenen Bedürfnissen entsprechenden Job finden, bedarf es einer passenden Suchstrategie samt geeigneter Keywords.

Im ersten Teil unserer Miniserie zur Jobsuche im Internet haben wir aufgezeigt, warum digitale Grundkenntnisse für die Stellenrecherche essenziell sind. Dieser Beitrag, der zweite Teil unserer Miniserie, vermittelt Ihnen einen strukturierten Ansatz, mit dem sie entsprechende Keywords für die Stellensuche im Internet finden.  

„Was kann ich? Was will ich? Wie komme ich da hin?“ – Voraussetzungen für die Stellenrecherche

„Was möchten Sie beruflich tun?“ Viele Bewerber tun sich schwer mit dieser Frage. Berufseinsteigern fehlt es häufig an Vorbildern oder schlicht an beruflicher Erfahrung, um diese Frage zu beantworten. Berufserfahrene Jobwechsler hingegen können eher beantworten, was sie beruflich nicht mehr tun wollen.

Der erste Schritt vieler Jobsuchender besteht dann meist darin, in Stellenportalen wie Stepstone, Monster oder Indeed zu schauen, was „der“ Arbeitsmarkt fordert. Sie passen sich den vermeintlichen Bedingungen des Marktes an, unabhängig davon, ob es ihren eigenen beruflichen Stärken, Interessen und Bedürfnissen entspricht. Dabei wird gerade mal maximal die Hälfte aller Stellen öffentlich ausgeschrieben.

Ein Verfahren, das die eigene Person und nicht den Arbeitsmarkt ins Zentrum der Bewerbungsaktivitäten stellt, ist der Life-Work-Planning-Ansatz von Richard Nelson Bolles und der daraus entstandene Talentkompass NRW.
Immer wieder nehmen wir in unserem Blog Bezug auf Bolles‘ strategische Herangehensweise für die Jobsuche im verdeckten Arbeitsmarkt und die Beantwortung der Frage, was man beruflich gerne tun möchte. Der Talentkompass NRW bietet zudem ein strukturiertes Verfahren, mit dem man Keywords für die Online-Jobsuche generieren kann.

Keywords für die Jobsuche finden mit dem Talentkompass NRW

Der Talentkompass NRW ist ein praktisches Tool, in dem Sie mit Arbeitsblättern herausarbeiten, welche Eigenschaften, Handlungen und welches Wissen Sie gerne beruflich einsetzen möchten und wo es Sie hinsichtlich des beruflichen Umfeldes, Ihrer Werte und Interessen hinzieht.

Die Bearbeitung des Talentkompass dient dazu, mehr Klarheit für die berufliche Orientierung zu gewinnen, ist somit besonders gut für Berufseinsteiger oder berufliche Quereinsteiger geeignet. Das Tool lässt sich aber auch gut für die Stellenrecherche nutzen, wenn man schon eine konkrete Vorstellung davon hat, was man beruflich tun möchte.

Dafür ist die Bearbeitung der Felder „Tun“, „Wissen“ und „Interessen“ besonders hilfreich. Sie werden überrascht sein, auf welche Ergebnisse Sie kommen. Eine Auflistung des gesammelten Wissens könnte z.B. so aussehen:

Haben Sie Ihr „Tun“ und Ihre „Interessen“ ähnlich detailliert ausgearbeitet, gehen Sie in die Priorisierung, zum Beispiel in Form einer Top-Ten-Liste: „Was davon interessiert mich, tue ich und weiß ich besonders gerne?“

Um Ihr „Tun“, „Wissen“ und Ihre „Interessen“ herauszuarbeiten, brauchen Sie nicht zwangsläufig den Talentkompass. Sie können die Listen natürlich auch selbst erstellen. Der Talentkompass liefert jedoch gute Hilfestellungen. Auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW können Sie das Tool kostenfrei als PDF herunterladen.

Jobtitel, Branchen, Arbeitsorte - weitere Keywords ermitteln

Beziehen sich die Bausteine „Tun“, „Wissen“ und „Interessen“ auf persönliche Aspekte, so lassen sich auch Keywords für „äußere“ Faktoren erarbeiten. Dies könnten zum Beispiel sein:

  • Jobtitel: Welche Stellenbezeichnungen sprechen mich bei meiner Recherche in Stellenbörsen besonders an?
     
  • Berufsfeld: Kundenberatung, Consulting, Projektmanagement, Gesundheit & Soziales – Welche Tätigkeitsfelder reizen mich am meisten?
     
  • Branche: Welches sind die Top-Ten-Branchen, in denen ich arbeiten möchte oder die mich interessieren? Auflistungen der Branchen in Deutschland finden Sie unter anderem auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit, dem Bewertungsportal Kununu oder sehr detailliert auf der Seite Statista.de.
     
  • Arbeitsort: Die meisten Bewerber wissen recht genau, wo sie arbeiten möchten. Hinsichtlich der Stellenrecherche macht es jedoch Sinn, die möglichen Arbeitsorte zu Papier zu bringen und zu priorisieren.

Wie gesagt, gehen Sie genauso vor, wie beim „Tun“, „Wissen“ und den „Interessen“ und priorisieren Sie Ihre Ergebnisse. Fassen Sie diese zum Beispiel in einer Excel-Liste zusammen. Dies erfordert erst mal etwas Arbeit, schafft jedoch Klarheit hinsichtlich Ihrer Wünsche und Bedürfnisse. Zudem haben Sie direkt mehrere Begriffskombinationen, die Sie bei ihrer Online-Recherche verwenden können.

Keywords für die Recherche kombinieren

Sobald Sie Ihre Priorisierung vorgenommen haben, wählen Sie jeweils die Nummer-Eins-Platzierungen eines jeden Feldes und gehen mit diesen in Ihre Online-Jobrecherche. Nehmen wir beispielsweise an Ihre Top-Kombination wäre:

  • Tun: "analysieren"
  • Wissen: "Social Media"
  • Interesse: "Lifestyle"
  • Berufsfeld: "Marketing und Kommunikation"
  • Branche: "Konsumgüter"
  • Arbeitsort: "Düsseldorf"

Anhand Ihrer erarbeiteten Listen können Sie nun die Begriffskombinationen untereinander austauschen und miteinander variieren. Viele Stellenbörsen bieten erweiterte Suchfilter, mit denen Sie Ihre Suche dank Ihrer Keywords für sich präzisieren können, um so auf die zu Ihnen passende Stelle aufmerksam zu werden. Nehmen wir exemplarisch Stepstone:

 

Hier können Sie nach „Berufsfeld“, „Arbeitsort“, „Branche“ und weiteren Faktoren wie „Anstellungsart“, „Arbeitszeit“, „Berufserfahrung“ und „Suchbegriffe“ filtern. In den „Suchbegriffen“ lassen sich dann Keywords aus Ihrer Analyse („Tun“, „Wissen“, „Interesse“) einsetzen. Sollten Sie keine passenden Stellen oder nur sehr wenige angezeigt bekommen, variieren Sie Ihre Keyword-Kombinationen. Zudem können Sie Ihre erarbeiteten Keywords auch für die Job-Recherche außerhalb der Stellenbörsen nutzen.

Die passenden Keywords finden – eine strukturierte Vorgehensweise ist entscheidend

Auch wenn die Herausarbeitung relevanter Keywords etwas Zeit in Anspruch nimmt, lohnt sich dieser strukturierte Ansatz. Somit können Sie zielgerichteter und flexibler Ihre Online-Jobsuche angehen. Der Talentkompass NRW ist eine gute Basis dafür, Sie können jedoch auch frei für sich überlegen was Ihre wichtigen Faktoren für die Jobsuche sind. Vor allem die Priorisierung der Keywords ist ein wichtiger Faktor. So kommen Sie bei der Recherche Ihren passenden Job näher.

Im letzten Beitrag unserer Serie geben wir einige Suchtechniken zum Einsatz dieser Keywords an die Hand und zeigen anhand von konkreten Beispielen, wie eine solche Recherche sowohl für Quereinsteiger als auch für Absolventen auch außerhalb der Stellenbörsen zum Ziel führen kann.


 


 

 

 

 

 

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Wie man im Internet den passenden Job findet Teil 1: Digitale... Thu, 11 Feb 2021 08:12:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/online-jobsuche-digitale-voraussetzungen-skills.html post-287 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/online-jobsuche-digitale-voraussetzungen-skills.html Martin Salwiczek 2.000 Stellenbörsen, 2.200.000 Stellenausschreibungen, 15.000.000 mögliche berufliche Kontakte bei XING und LinkedIn – Die Möglichkeiten der Jobsuche im Internet scheinen unerschöpflich. Damit Sie als… Wie man im Internet den passenden Job findet Teil 1: Digitale Voraussetzungen und Skills by Martin Salwiczek 11-02-21

Categories: Jobsuche

Jobsuche und Bewerbung finden heutzutage zum großen Teil online statt. Über 2.000 Stellenbörsen, knapp 2.200.000 Stellenausschreibungen (laut kimeta.de) und mindestens 15.000.000 mögliche berufliche Kontakte bei XING und LinkedIn – Die Möglichkeiten der Jobsuche im digitalen Raum scheinen unerschöpflich. Die Vielzahl an Bewerbungsmöglichkeiten kann jedoch schnell erschlagen, die Informationsflut wird schnell zur Belastung. Für viele Bewerber wird somit schon der erste Schritt zur Hürde:

  • Wie beginne ich mit der digitalen Jobsuche?
  • Welche Begriffe gebe ich in die jeweiligen Suchfelder ein?
  • Oft damit verbunden: Wofür stehe ich eigentlich bei meiner Jobsuche, was sind meine Keywords?

Vor allem für berufliche Neu-, Wieder- und Quereinsteiger wird die Definition der passenden Begriffe und der richtigen Technik für die Online-Jobsuche zur Herausforderung. In unserer dreiteiligen Serie möchten wir Ihnen daher Impulse, Tipps und praktische Hilfestellungen geben, wie Sie geeignete Keywords für Ihre Online-Stellensuche finden und wie Sie diese einsetzen.

Im ersten Beitrag möchten wir Sie zunächst dafür sensibilisieren, warum Sie diese digitalen Recherche-Kompetenzen für die Jobsuche benötigen.

Jobsuche und Mitarbeitergewinnung in einer sich verändernden Arbeitswelt

Die Jobsuche hat sich in den letzten drei Jahren stärker verändert, als in den dreißig Jahren zuvor“, sagte LVQ-Geschäftsführer Lars Hahn in seinen Vorträgen bei der Bundesagentur für Arbeit, in denen er über die wachsende Bedeutung digitaler Kanäle für die Jobsuche referierte. Das war vor der Corona-Krise. Das letzte Jahr hat die Digitalisierung die Jobsuche noch mal deutlich beschleunigt.

„Früher“ war der Arbeitsmarkt geprägt durch stabile Branchen mit klaren Berufsbildern. Entsprechend einfach lief auch die Mitarbeitergewinnung auf der einen und die Jobsuche auf der anderen Seite: Auf ein Zeitungsinserat oder eine Online-Anzeige mit klarer Tätigkeitsbezeichnung folgten Bewerbungen passender Kandidaten. Zwar funktioniert das Inserieren von Stellenausschreibungen und die Suche in Stellenportalen immer noch, ist jedoch komplizierter geworden. Dazu kommt noch eine Vielzahl an Möglichkeiten, außerhalb der Stellenbörsen, im Internet Mitarbeiter zu gewinnen und Stellen zu finden.

Warum Jobsuche und Mitarbeitergewinnung komplizierter geworden sind

Was macht die Jobsuche und Mitarbeitergewinnung nun so kompliziert? Folgende Faktoren wirken sich sowohl auf Arbeitgeber als auch auf Bewerber aus:

1. Berufsbilder befinden sich im Wandel und Anforderungen an Mitarbeiter steigen

Zunehmend verändern sich Berufe, Tätigkeiten entfallen und neue Aufgaben kommen hinzu: So wurde zuletzt der Ausbildungsberuf der „Groß- und Außenhandelskauffrau“ in „Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement“ geändert. Ein anderes Beispiel ist der Bereich der digitalen Berufe, der in den letzten Jahren explodiert ist. Neben dem „Social Media Manager“ oder dem „Online Marketing Manager“ gibt es heute den „Performance Marketing Manager - SEA & Social Media Ads“ oder den „Teamlead Display & Programmatic Advertising“.

2. Die Internationalisierung von Stellenbezeichnungen

Gerade international agierende Unternehmen verwenden mittlerweile verstärkt englischsprachige Stellenbezeichnungen oder Titel, die mit der eigentlichen Tätigkeit nichts zu tun haben. Die „Mitarbeiterin Qualitätssicherung“ wird zur „Quality Assurance Expert“. Und der „PR-Referent“ trägt weiterhin die Bezeichnung „System Engineer“, weil sein Arbeitgeber den höchsten Ausbildungsabschluss für die Stellenbezeichnungen nutzt.

Sucht ein Unternehmen nun zum Beispiel einen „Junior Specialist for Sales Operations and Processes“, weil die interne Stellenbezeichnung es erfordert, wird es schwierig, diesen Kandidaten in Stellenbörsen zu finden. Der Bewerber hingegen würde wahrscheinlich eher nach Keywords wie „Vertriebsmitarbeiter“ oder „Junior-Verkäufer“ suchen und wird durch hochtrabende Stellenbezeichnungen eher verunsichert: Welche Stellentitel sind die für mich passenden? Welche Begriffe muss ich eingeben?

3. Überangebot an Stellenbörsen

Über 2.000 in Deutschland registrierte Stellenbörsen mit über 2,2 Millionen Jobs klingen nach einer Riesenauswahl für Unternehmen, um ihre Stellen platzieren zu können, und für Bewerber, um geeignete Stellen zu finden. Das Finden des geeigneten Stellenportals wird für beide Seiten aber schnell zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Es erfordert von Arbeitgebern das Wissen, welche Stellenbörsen die für das Unternehmen geeigneten sind und von potenziellen Kandidaten genutzt werden. Bewerber stellen sich dieselbe Frage, nur umgekehrt: Welche Stellenbörsen nutze ich zur Recherche und welche passen eher nicht? Darüber hinaus kommt für beide Seiten die Frage ins Spiel: Nutzt die andere Seite genau diese Plattform?

4. Jobsuche und Mitarbeitergewinnung online geht über die Stellenbörsen hinaus

Wie bereits geschildert, waren digitale Mitarbeitergewinnung und Jobsuche in der Anfangszeit des Internets recht eindimensional. Das Unternehmen schreibt eine Stelle auf der eigenen Webseite, Stepstone oder Monster aus und der Bewerber reagiert durch eine entsprechende Bewerbung. Dies funktioniert zwar zum Großteil immer noch, die Entwicklung von Social Media und des Online Marketings haben aber eine ganz neue Dynamik ins Spiel gebracht. Arbeitgeber wetteifern durch suchmaschinenoptimierte Unternehmenswebseiten, Online-Werbeanzeigen und attraktive Social-Media-Auftritte, um die Aufmerksamkeit der Bewerber auf sich zu lenken und die beste Platzierung bei Google und Co. zu erreichen. Für Unternehmen, die nicht über riesige Marketingbudgets und Online-Kompetenzen verfügen, wird es somit zunehmend schwieriger, von potenziellen Bewerbern gefunden zu werden.

Bewerber gehen nämlich noch vornehmlich „klassisch“ vor, indem sie über Stellenbörsen und (Job-)Suchmaschinen suchen und zwangsläufig zunächst auf Stellenausschreibungen oder Webseiten der Großunternehmen stoßen. Die Anforderungen sind in diesen Stellen jedoch häufig so hochgesteckt, dass sie viele Absagen erhalten oder gleich von einer Bewerbung Abstand nehmen. Dazu kommt das Überangebot aus über 2.000 Stellenportalen, XING, LinkedIn, Kununu und anderen sozialen Netzwerken mit Arbeitgeberpräsenzen – Kein Wunder das dies viele Bewerber überfordert.

Jobsuchende benötigen digitale Grund-Kompetenzen und Recherche-Skills

Sowohl Personaler und Recruiter als auch Jobsuchende und Bewerber benötigen mittlerweile digitale Grundkenntnisse, um alle Möglichkeiten der Mitarbeitergewinnung und Jobsuche im Internet ausschöpfen zu können. HR-Experten wie Barbara Brähmer, Henner Knabenreich oder Henrik Zaborowski zeigen schon seit Jahren diese Notwendigkeit digitaler Kompetenzen bei Recruitern auf und schulen entsprechend.

Leider gibt es auf der anderen Seite noch sehr wenig Hilfestellungen für Bewerber. Geht es um den Lebenslauf, das Anschreiben, das eigene Bewerberprofil finden sich eine Vielzahl von Bewerbertrainings, Büchern und Blogartikeln. Wie jedoch eine systematische Online-Recherche für die Jobsuche funktioniert, wird kaum thematisiert. Dabei beginnt die Herausforderung für viele Bewerber schon beim ersten Schritt: Wo beginne ich zu suchen und was sind meine Keywords, meine Schlüsselbegriffe, mit denen ich im Internet recherchiere?

Das wollen wir ändern: In den nächsten beiden Beiträgen geben wir Ihnen hierzu Impulse, Empfehlungen und Beispiele, die Ihnen helfen werden, die passenden Keywords für Ihre Jobsuche festzulegen und diese richtig zu nutzen.


 

 

 

 


 

 

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Jobsuche Out Loud? Oder lieber doch diskret? #Bewerbung #2021 Thu, 04 Feb 2021 08:12:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/jobsuche-out-loud-bewerbung-undercover.html post-286 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/jobsuche-out-loud-bewerbung-undercover.html Lars Hahn Sollte die Phase der Bewerbung eher diskret verlaufen oder kann eine öffentliche und laute Jobsuche hilfreich sein? Lars Hahn gibt Empfehlungen für die Jobsuche out Loud. Jobsuche Out Loud? Oder lieber doch diskret? #Bewerbung #2021 by Lars Hahn 04-02-21

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Jobsuche und Bewerbung finden derzeit unter verschärften Bedingungen statt. Aktuell sind offiziell knapp 3 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, so viele wie lange nicht mehr. Hinzu kommen etwa ein Drittel aller Beschäftigten, die sich einen Jobwechsel vorstellen können. Es ist also gerade wieder einmal enger auf dem Stellenmarkt. Der Wettbewerb steigt unter den Jobsuchenden, die Zahl der offen ausgeschriebenen Stellen geht momentan stark zurück. Von wegen Fachkräftemangel.

In diesem Artikel befasse ich mich mit zwei unterschiedlichen Strategien der Jobsuche – gerade unter diesen verschärften Bedingungen.

Jobsuche – ein mühsames Unterfangen

Dass so viele suchen, ist übrigens der Grund dafür, dass bei einer halbwegs guten, ausgeschriebenen Stelle nach wie vor einige Dutzende Bewerbungen eintrudeln – allen Fachkräftemangel-Rufen zum Trotz. Es sind ja eben nicht nur die Bewerber*innen zwischen zwei Jobs, also Arbeitslose, sondern die vielen anderen latent jobsuchenden Arbeitnehmer*innen, die sich auf offene Stellen bewerben. Ein mühsames Unterfangen also.

Was bedeutet diese Situation für die Jobsuche und Bewerbung? Sollten Bewerber*innen besser alle wissen lassen, dass sie auf der Jobsuche sind oder ist es doch besser die Bewerbungsphase diskret hinter den Kulissen laufen zu lassen, damit niemand die Arbeitslosigkeit erkennen kann? Also „Jobsuche out Loud“ oder eher „Bewerbung undercover“?

Es liegt nahe, dass es eher hilfreich ist, andere Menschen wissen zu lassen, dass man gerade jobsuchend ist. Hier haben Arbeitssuchende allerdings sehr unterschiedliche Vorgehensweisen. Das möchte ich anhand zweier realer Beispiele erläutern, die aus Beratungsgesprächen mit Jobsuchenden stammen, die ich führte.

„Jobsuche Out Loud“ – Sichtbare Arbeitssuche

Zum einen ist da – nennen wir sie – Martina, die eine eigene Webseite für ihre Jobsuche gebaut hat. Martina berichtet seit einiger Zeit von ihrer Jobsuche, ihren Erfahrungen mit den gelegentlich skurrilen Bewerbungsverfahren sowie ihren Ups und Downs im Bewerbungsprozess – mit viel Professionalität, Mühe und großer Social-Media-Begleitung per Twitter, LinkedIn, XING, Facebook und Co.

Sie lässt ihr Netzwerk teilhaben an ihrer Suche, was wiederum ihr Netzwerk ihre Suchbegehren teilen lässt. So wissen zumindest ganz viele Menschen davon, dass Martina auf Jobsuche ist. Sie erfahren sogar, was sie genau sucht und welche Werte und Themen ihr im Beruf besonders wichtig sind.

Martinas Strategie können wir also gewissermaßen als eine „Jobsuche Out Loud“ bezeichnen, ganz in Anlehnung an „Working Out Loud“. Das ist eine spannende Methode, oft im Kontext von New Work und agilen Arbeitsumgebungen, in der die Sichtbarkeit der eigenen Arbeit und der Aufbau von Beziehungen im Zentrum stehen, weil das „besser für Dich, besser für Dein Unternehmen“ sei. „Jobsuche Out Loud“ – eigentlich müsste es natürlich konsequenterweise „Jobhunting Out Loud“ heißen – steht in meinen Augen also für die öffentliche, sichtbare Jobsuche, bei der alle mitfiebern, aber auch mit unterstützen dürfen. Extreme Jobsuche: Alles ist transparent. Jobsuche Out Loud – alle dürfen es wissen.

Bewerbung undercover

Auf der anderen Seite ist da der Manager mit vielen Jahren Konzernerfahrung, hier heißt er Dieter. Er zeigte mir seine Social-Media-Profile: „Freier Berater und Consultant“. Seit drei Jahren. Selbst im Lebenslauf steht: „Aktuell selbständig.“ Perfekte Legende als Freiberufler. Keine Spur von Jobsuche. Kein Wunder, es weiß auch keiner. Also gut, die Ehefrau. Aber selbst seine ehemaligen Kollegen wissen nichts von seiner dreijährigen Arbeitslosigkeit. Das würde den Marktwert senken und die Chancen schmälern.

Dieter bewirbt sich daher tapfer Woche für Woche weiter auf offene, in Jobbörsen veröffentlichte Stellen. Nur selten passen sie wirklich, schließlich werden C-Level-Stellen selten ausgeschrieben und Quereinstiege per Bewerbung funktionieren ohnehin meist nicht im offenen Stellenmarkt. Extreme Jobsuche: Keiner darf es wissen. Bewerbung undercover.

Laute Jobsuche oder leise Bewerbungen

Die meisten Jobsuchenden werden sich irgendwo zwischen diesen beiden Extremen bewegen. Die einen lauter, die anderen leiser.

Wenn Sie zu den jobsuchenden Arbeitnehmer*innen gehören, tun Sie gut daran, die Bewerbung undercover zu betreiben. Im Businessnetzwerk steht höchstens unter „Ich suche“ die Phrase „Neue Herausforderungen“, aber natürlich ist auch das bereits verdächtig. Sie wollen ja schließlich die alten Kollegen und den Chef nicht über ihre Ambitionen informieren, bevor Sie einen neuen Job haben. Oder doch?!

Drei Tipps für Ihre Jobsuche out Loud

Wer jedoch gerade zwischen zwei Jobs steht, also Fulltime-Bewerber*in, sprich arbeitslos ist, hat den Vorteil, offen und sichtbar schreiben zu können, frei zu sein für neue Aufgaben. Sie tun neben fabelhaften Bewerbungen gut daran, Klarheit auszustrahlen und ihr Netzwerk wissen zu lassen, dass sie offen und ab sofort verfügbar für neue Aufgaben sind. Meine Empfehlungen für Bewerber*innen zwischen zwei Jobs lauten deswegen:

  • Klare und eindeutige Profile in den Businessnetzwerken schaffen: Schreiben Sie deutlich, dass Sie akut suchen und welche Tätigkeiten Sie in welcher Branche ausüben wollen. Vermeiden Sie Freiberufler-Floskeln, wenn Sie definitiv eine Angestelltentätigkeit erreichen möchten.
  • Das Netzwerk aktivieren: Lassen Sie Ihr Netzwerk – online und offline – wissen, dass und unbedingt auch was Sie suchen. Das „Was“ wird nämlich oft vergessen, aber es ist so entscheidend, damit ihre Kontakte einschätzen können, welche Stellen zu Ihnen passen.
  • Die Kür laufen: Hier kommt Ihre persönliche Präferenz ins Spiel. Wenn Sie wie Martina Ihre Jobsuche zum öffentlichen Thema machen möchten, geben Sie alles. Eigene Webseite, öffentlicher CV, Social Media, „Jobsuche Out Loud“ eben. Vielleicht haben Sie es aber gerne eine Nummer leiser: Besuche von (Online-) Fachmessen, Pflege der Kontakte, Recherche in den Online-Netzwerken, also „einfach“ Systematisch Kaffeetrinken. Ihrer Phantasie und Ihrem Engagement sind keine Grenzen gesetzt.

Und jetzt Sie: Wenn Sie gerade jobsuchend sind oder wenn Sie es mal waren: Wie bewegen Sie sich? Lieber „Bewerbung undercover“? Oder doch eher „Jobsuche Out Loud“?


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Kreative Bewerbung: Der kreative Lebenslauf Thu, 28 Jan 2021 08:12:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/kreative-bewerbung/kreativbewerbung-der-kreative-lebenslauf.html post-285 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/kreative-bewerbung/kreativbewerbung-der-kreative-lebenslauf.html Angela Borin Visuell ansprechende Icons, die Einbindung eines QR-Codes, das Pinterest-Board oder die spielerische Umsetzung des eigenen Werdegangs: Neben dem klassischen Layout bieten sich viele ausgefeilte… Kreative Bewerbung: Der kreative Lebenslauf by Angela Borin 28-01-21

Categories: Kreative Bewerbung

Visuell ansprechende Icons, die Einbindung eines QR-Codes, das Pinterest-Board oder die spielerische Umsetzung des eigenen Werdegangs: Neben dem klassischen Layout bieten sich viele ausgefeilte Designmöglichkeiten für einen kreativen Lebenslauf an. Dennoch greifen viele Bewerber immer wieder auf Altbewährtes zurück – nicht immer vom gewünschten Erfolg gekrönt.

Nachdem wir uns in den ersten Artikeln unserer Mini-Serie Kreativbewerbung mit dem Thema Storytelling sowie den gestalterischen Aspekten des Anschreibens beschäftigt haben, wollen wir im heutigen und letzten Teil der Reihe einen genaueren Blick auf die Ausgestaltung des kreativen Lebenslaufs werfen.

Stellenwert Lebenslauf: Der Klassische oder kreative Lebenslauf?

Während Bewerber zumeist stundenlang am perfekten Anschreiben für die eine Stellenausschreibung feilen, wird oftmals der einmal erstellte und bei jeder Bewerbung gleich drapierte, standardisierte Lebenslauf bemüht. Ein möglicherweise nicht zu unterschätzender Fehler, wie sowohl die Studie von Staufenbiel und Kienbaum als auch die Eye Tracking Studie von Stepstone zeigen. Die Personaler beider Studien geben an, dass die Lesegewichtung zugunsten des Lebenslaufs ausfällt, sodass eine passgenaue, inhaltliche Ausarbeitung des Lebenslaufs auf die (ausgeschriebene) Stelle den entscheidenden Vorteil bringen kann.

Um die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch und damit den anvisierten Job zu erhöhen, gehen wir noch einen Schritt weiter: Je nach Branche und Arbeitsfeld lohnt neben der passgenauen inhaltlichen Aufbereitung des Lebenslaufs auch der Gedanke an einen modernen, visuellen Eye-Catcher, der im Idealfall als eine Art Arbeitsprobe oder Einblick in die kreative Denkweise des Bewerbers gewertet werden kann.

Wann lohnt sich also der kreative Lebenslauf?

Der kreative Lebenslauf bietet sich also in solchen Tätigkeitsfeldern an, in denen Sie bei Einstellung ebenfalls kreativ agieren – ob konzeptionieren, ausgestalten oder programmieren – müssen. Von einem modernen Layout über grafische Aspekte bis hin zur Einbeziehung technischer Tools können Sie aus einer Vielzahl designtechnischer Elemente wählen. Mit der erfolgreichen Umsetzung geben Sie sogleich Aufschluss über Ihre Kenntnisse in den verschiedenen Programmen und lassen im Kopf des Personalers mögliche Perspektiven und Einsatzgebiete für Sie in seinem Unternehmen entstehen. Hier haben wir in der LVQ bereits viele positive Beispiele gesehen, durch die sich unsere Weiterbildungsteilnehmer visuell von ihren Mitbewerbern abgehoben haben.

Wichtig ist also, dass Sie Ihren kreativen Lebenslauf sowie andere kreative Bewerbungsformen ehrlich und stimmig mit den Tools und Ideen gestalten, mit denen Sie sich identifizieren können. Nur so können Sie bei einer möglichen Einstellung halten, was Sie in Ihrem kreativen Lebenslauf versprechen. Auch eignet sich der kreative Lebenslauf nicht für jede (kreativ ausgelegte) Position. Entscheidend sind letztlich immer die Ausrichtung und die Wahrnehmung Ihres ins Auge gefassten Unternehmens. Wie Sie am besten abschätzen können, ob der kreative Lebenslauf in einem bestimmten Unternehmen gut platziert ist, haben wir bereits im ersten Teil unserer Mini-Serie Kreative Bewerbung: Alternative Ideen für die Jobsuche erörtert.

Von Infografiken, Chatbots und Pinterest: Der kreative Lebenslauf

Doch wie kann der kreative Lebenslauf denn nun tatsächlich aussehen? Und welche Tools bieten sich für die Umsetzung an? Fragen, die wir im Folgenden anhand einiger Beispiele beantworten möchten:

Der Moderne

Wer sich nur bedingt kreativ vorwagen möchte oder aufgrund der Branche kann, hat die Möglichkeit sich mithilfe verschiedener Vorlagen – zumindest fernab der traditionell klassischen Variante – moderner zu positionieren. Das Netz strotzt geradezu vor hilfreicher Muster – wie hier bei der Karrierebibel. Diese Vorlagen sollten bei Auswahl aber individualisiert auf die eigene Person zugeschnitten werden. Hier können auch Word, InDesign oder aber beispielsweise Canva helfen, die ausgewählten Vorlagen anzupassen oder gar selber zu bauen und so durch pfiffige und kreative Akzente auf sich aufmerksam zu machen.

Die Infografik, der QR-Code und der Eye-Catcher

Etwas wagemutiger kommen die drei Beispiele um Matthew Grow, Lina Hartwig und Michelle Magoffin daher. Von keiner Vorlage inspiriert, sondern selber auf eine bestimmte Zielsetzung zugeschnitten, nehmen die drei unterschiedliche Punkte in den Fokus. Während Matt auf die Infografik und ein Ganzkörperfoto als Akzent setzt, hat Lina sich für eine horizontale Timeline und Icons entschieden, die ihren beruflichen Werdegang und die angeeigneten Skills skizzieren. Michelle hingegen hat einen bunten Frage-Antwort-Weg gewählt, um ihrem Leser schnellstmöglich den Mehrwert zu bieten, den er sucht, verlässt sich dabei aber nicht nur auf den kreativen Lebenslauf, sondern bietet konservativeren Personalern über einen QR-Code zusätzlich den klassischen CV.

 

Das Pinterest-Board

Doch warum weiterhin ausschließlich auf das klassische Papier setzen, wenn Personaler sich ohnehin im Netz und auf Social-Media-Plattformen über Kandidaten informieren?

Das dachte sich auch Jeanne Hwang Lam, die ihren Werdegang, Ihre Skills und ihre Motivation als kreativen Lebenslauf innerhalb verschiedener Pinterest-Boards platzierte und für eine Bewerbung bei eben jenem Unternehmen – Pinterest – nutzte. Insbesondere an diesem Beispiel zeigt sich, wie sehr die Art der Bewerbung und des kreativen Lebenslaufs auf die anvisierte Firma gemünzt gewesen ist. Eine gute Anleitung, wie Pinterest als kreativer Lebenslauf in die eigenen Bewerbungsbemühungen eingebaut werden kann, finden Sie bei t3n.

Der Chatbot

Ebenfalls fernab vom klassischen Papier überlegte sich Esther Crawford 2016, dass es Zeit wäre, sich mit der näherrückenden Technologie der Chatbots zu beschäftigen, um Personalern über ein Profil in den Businessnetzwerken hinaus essenzielle Fragen zu beantworten. Auf Medium beschreibt sie ihren Weg von der Idee bis zur Umsetzung.

Der interaktive kreative Lebenslauf

Sobald es in eine Sparte geht, die von technischem Know-How geprägt ist und der kreative Lebenslauf einer Position gilt, in der später viele Aufgabenbereiche mit kreativer Programmierung zu tun haben, lohnt auch der Blick über den Tellerrand hin zu Robby Leonardi.

Ähnlich einem Jump-and-Run-Spiel führt der multidisziplinäre Designer durch seine beruflichen Qualifikationen und Stationen sowie seine Auszeichnungen und Veröffentlichungen. Definitiv ein spannender, kreativer Lebenslauf, der aber in den Bereich „Advanced“ fällt.

Die Webseite

Immer wieder erleben auch wir, dass unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich Gedanken machen, wie Sie aus der Masse hervorstechen und bereits durch ihren Lebenslauf besser im Gedächtnis haften bleiben können. Kaum verwunderlich also, dass insbesondere unsere Teilnehmenden des Online Redakteurs immer wieder auch eine eigene Webseite konzeptionieren und diese als zusätzliche Anlage ihren Bewerbungen beilegen. Von der tatsächlichen Vita über Arbeitsproben bis hin zu einem kleinen Blog, der ehrenamtliche Projekte oder jobbezogene Themen und Interessen behandelt, lässt sich diese Form ganz individuell auf ein bestimmtes Unternehmen zuschneiden oder aber aktiv in die eigene Jobsuche als Darstellung der eigenen Qualifikation miteinbinden. Eine schöne Überlegung, die die eigenen Skills sehr deutlich veranschaulicht.

Der kreative Lebenslauf: Pfiffig, ausgefallen und doch auf den Punkt

Da speziell der Lebenslauf die Aufmerksamkeit eines Personalers bindet, lohnen sich bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen unbedingt auch Gedanken zur Überarbeitung des derzeitigen CVs. Natürlich entscheidet letztendlich der Inhalt, doch verhilft das Design im ersten Moment, das Interesse des Lesers zu wecken. Zudem unterstützt es bei inhaltlich und designtechnisch perfekt abgestimmter Umsetzung im Nachgang im Gedächtnis zu bleiben. Ein großer Pluspunkt, um sich gegenüber anderen Mitbewerbern abzusetzen.

Ganz besonders spannend kann der kreative Lebenslauf dann sein, wenn er vielmehr als Arbeitsprobe denn als klassisch erklärender Werdegang verstanden wird und für die eher konservativeren Personaler einen eingebundenen QR-Code enthält, der zu den klassisch anmutenden Unterlagen führt. Dies gilt umso mehr, je kreativer die Ausgestaltung des Lebenslaufs ausfällt.

Ob nun im kleinen Rahmen oder grafisch groß aufgesetzt: Wichtig ist, dass Ihre Gestaltung zur angestrebten Stelle, zum anvisierten Unternehmen und zu Ihnen passt. Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Erstellung Ihres kreativen Lebenslaufs und sind gespannt, von Ihren Erfahrung zu lesen!


 

 

 

 

Zur kompletten Serie Kreative Bewerbung:
  1. Kreative Bewerbung. Teil 1: Alternative Ideen für die Jobsuche
  2. Kreative Bewerbung. Teil 2: Storytelling. Mit einer guten Geschichte den Arbeitgeber fesseln.
  3. Kreative Bewerbung. Teil 3: Das Anschreiben im Zeitungsformat
  4. Kreative Bewerbung. Teil 4: Das Anschreiben im Magazinstil
  5. Kreative Bewerbung. Teil 5: Die Social-Media-Bewerbung
  6. Kreative Bewerbung. Teil 6: Von Selbstmarketing, Pitch und Guerilla Bewerbung
  7. Kreative Bewerbung. Teil 7: Der kreative Lebenslauf
 

 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

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Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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XING und LinkedIn in 2021: Neue Erkenntnisse für die Jobsuche Thu, 21 Jan 2021 10:53:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/xing-linkedin-2021-neue-erkenntnisse-fuer-die-jobsuche.html post-284 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/xing-linkedin-2021-neue-erkenntnisse-fuer-die-jobsuche.html Martin Salwiczek XING oder LinkedIn: Welches Businessnetzwerk lohnt sich 2021 für Ihre Jobsuche? In unserem neuen Vergleich der beiden Plattformen nehmen wir einige neue Features unter die Lupe und geben anhand… XING und LinkedIn in 2021: Neue Erkenntnisse für die Jobsuche by Martin Salwiczek 21-01-21

Categories: Bewerbung und Jobsuche

 „Nicht XING oder LinkedIn, sondern XING und LinkedIn für die Jobsuche“ war der Tenor unseres letztjährigen Vergleiches der beiden Businessnetzwerke XING und LinkedIn. Diese Einschätzung hat sich nicht zuletzt durch die Corona-Krise verstärkt. Ob fehlende Jobmessen, Karrieretage, Fach- und Branchenevents oder weniger persönliche und informelle Gespräche – direkte berufliche Vernetzungsmöglichkeiten wurden pandemiebedingt auf ein Mindestmaß reduziert. Digitales Networking hingegen, gerade auf den Plattformen der Businessnetzwerke, ist weiterhin möglich und gewinnt sogar an Bedeutung.

Mit der Jobsuche im Fokus betrachten wir auch in diesem Jahr XING und LinkedIn und schauen uns an, welche neuen Features für Jobsuchende dazu gekommen sind. Neben Impulsen zur Nutzung der beiden Businessnetzwerke für Ihre Jobsuche und Bewerbung teilen wir auch unsere neu gewonnenen Erkenntnisse, die wir in diesen digitalen Zeiten aus den Erfahrungswerten unserer Weiterbildungsteilnehmer ableiten.

XING und LinkedIn – eine Bestandaufnahme in Zahlen

Schon seit einigen Jahren sagen Marketing-, Kommunikations- und Personalexperten eine baldige Ablösung von XING durch LinkedIn als Deutschlands Businessnetzwerk Nummer 1 voraus. Ein aktueller Blogbeitrag des Personal-Experten Robindro Ullah mit dem Titel „XING am Ende? – LinkedIn im Feature Rausch“ legt nahe, dass der Turnaround bevorsteht. Wie die Überschrift es jedoch erahnen lässt, liegt der Fokus dabei auf den technischen Innovationen, in denen LinkedIn XING in vielen Feldern schon seit einiger Zeit um einiges voraus ist.
Anders sieht es jedoch mit Blick auf die Nutzerzahlen aus: Da hat XING in Deutschland sowohl aus Unternehmens- als auch aus Bewerberperspektive nach wie vor leicht die Nase vorne.

Für Jobsuchende sind letztendlich nicht technische Aspekte für die Nutzung eines Businessnetzwerkes ausschlaggebend sondern der Nutzen für das berufliche Vorankommen sowie die daraus resultierenden Jobchancen. Und da liegt XING, gemessen an der Präsenz deutscher Unternehmen, immer noch vor LinkedIn. Hierzu einige Zahlen und Fakten:

  • Die allgemeine Mitgliederanzahl in Deutschland berücksichtigend, wachsen beide Netzwerke mittlerweile gleich stark.
  • XING liegt aktuell bei 16 Millionen, LinkedIn bei 12 Millionen Mitgliedern.
  • In unserem ersten Vergleichsbeitrag zu XING und LinkedIn von 2014 lagen die Nutzerzahlen noch bei 7 bzw. 5 Millionen (!) Nutzern.

Die Universität Bamberg überprüft regelmäßig, wie Businessnetzwerke aus Arbeitgeber- und Bewerbersicht genutzt werden. Folgende Ergebnisse lassen sich anhand der aktuellen Studie Recruiting Trends 2020 ausmachen:

Unternehmensperspektive:

  • 35,7 % der Top-1000-Unternehmen schreiben Ihre Stellen bei XING oder LinkedIn aus. Im Vorjahr waren es noch 32,7%. Tendenz weiter steigend.
  • Jede siebte Neueinstellung der Top-1000-Unternehmen erfolgt durch Active Sourcing, also die direkte Ansprache von XING- oder LinkedIn-Nutzern durch Recruiter über die jeweilige Plattform.
  • Immer mehr Unternehmen investieren in Programme wie „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“. Aktuell sind das 42,6 % der befragten Unternehmen. Insbesondere geteilte Stellenausschreibungen auf dem jeweiligen XING- oder LinkedIn-Unternehmensprofile werden schnell geteilt.

Bewerbersicht:

  • 32,3 % der befragten Bewerber nutzen Businessnetzwerke, um sich über offene Stellen oder potenzielle Arbeitgeber zu informieren.
  • Über 80 % der befragten Bewerber geben an, Businessnetzwerke in Zukunft genauso stark oder stärker für die Jobsuche zu nutzen.
  • 2 von 10 Bewerbern haben ihren Job gewechselt, weil sie ein Unternehmen direkt angesprochen hat, obwohl sie gar nicht aktiv auf Stellensuche waren.
  • 3 von 10 Bewerbern sind bereit, für eine bessere Sichtbarkeit in Businessnetzwerken zu bezahlen.

Zum Vergleich von XING und LinkedIn:

  • Für 40,1 % der befragten Bewerber ist XING im Rahmen der Jobsuche wichtiger geworden. Für LinkedIn sind es 33,9 % der Befragten.

Grundsätzlich nimmt die Bedeutung der beiden Netzwerke stark wachsend zu, wobei XING nach wie vor einen Hauch vor LinkedIn liegt, wenn es um Jobchancen geht. Für Bewerber und Jobsuchende sind die beiden Netzwerke somit mehr denn je wichtige Plattformen, um von Arbeitgebern gefunden zu werden, diese selbst zu finden und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. 

Neue Impulse und Features für die Jobsuche auf XING und LinkedIn

Wir haben die Nutzungsmöglichkeiten von XING und LinkedIn für die Jobsuche in unserem Blog bereits sehr detailliert besprochen. An dieser Stelle empfehle ich noch mal die Beiträge XING oder LinkedIn für die Jobsuche Update 2020 und unsere Beiträge zum Thema XING für die Jobsuche. Konzentrieren wir uns daher in diesem Beitrag auf neue Features und Möglichkeiten.

XING-Features für die Jobsuche

Nicht alle folgenden Features sind neu auf XING, gewinnen jedoch durch die Corona-Krise einen neuen Rahmen (XING-Events) oder sind uns durch die Nutzung unserer Weiterbildungsteilnehmer stärker ins Bewusstsein gekommen (Für das eigene Profil werben). Neu, bzw. wieder reaktiviert ist jedoch:

1) Die Statuszeile

Sofern man als XING-Nutzer gerade nicht in Anstellung oder Beschäftigung ist, wird das Ausfüllen der XING-Visitenkarte, dem Kopfbereich des Profils, zur Herausforderung. Mit der Reaktivierung der Statuszeile hat XING eine erste Verbesserung vorgenommen. Sie erscheint direkt unter dem eigenen Namen und gibt Nutzern die Möglichkeit, ihren aktuellen beruflichen Status zu benennen.

 

Als Jobsuchende können Sie, wie im Beispiel angeben, zeigen, dass sie offen für neue Herausforderungen sind oder dass Sie sich gerade in Weiterbildung befinden. Basis-Mitglieder können aus einer Auswahl vorgegebener Informationen über „Visitenkarte bearbeiten“ > „Status bearbeiten“ wählen. Premium-Nutzer können das Feld frei definieren.

2) Das eigene Profil bewerben

Die Funktion „Profil bewerben“ gibt es schon etwas länger. Sie können hiermit als Bewerber/in eine zielgruppenorientierte Anzeige schalten und Ihr Profil ausgewählten XING-Nutzern, zum Beispiel Personalern oder Führungskräften, anzeigen lassen. Allerdings müssen Sie hierfür unabhängig von der XING-Premium-Mitgliedschaft Geld für eine Anzeigenschaltung investieren. Dies kann aber durchaus lohnen: Erst kürzlich haben wir Rückmeldungen von Weiterbildungsteilnehmern bekommen, die auf diese Anzeige Resonanz erhalten haben.

 

 

 

 

 

 

Möchten Sie die Funktion nutzen, klicken Sie in Ihrem Profil im Kopfbereich neben „Visitenkarte bearbeiten“ auf die drei Punkte und wählen Sie „Mein Profil bearbeiten“. Im nächsten Schritt wird Ihnen der Anzeigen-Manager von XING angezeigt, in dem Sie eine Eingrenzung der Personen vornehmen können, denen Ihr XING-Profil als gesponserte Anzeige im News-Feed angezeigt werden soll.

 

 

In der Grundeinstellung umfasst die potenzielle Reichweite alle XING-Nutzer. Hier ist darauf zu achten, dass Sie die Zielgruppe so genau wie möglich eingrenzen. Gehen wir zum Beispiel davon aus, dass Sie nach einem Job in der Branche „Konsumgüter und Handel“ in Nordrhein-Westfalen in eher kleinen oder mittelgroßen Unternehmen (KMU) suchen, setzen Sie folgende Filter:

  • Branche: „Nordrhein-Westfalen“
  • Karrierestufe der Zielgruppe: „Direktor“, „Geschäftsführer“, „Manager“, „Mit Berufserfahrung“
  • Tätigkeitsfeld der Zielgruppe: „Management und Planung“ und „Personalwesen und HR“
  • Anzahl der Mitarbeiter: „1-50“, „51-200“, „201-1000“

Nun haben wir die potenzielle Reichweite auf 5000 XING-Mitglieder reduziert, für die die gewählten Kriterien passen. Im nächsten Schritt fragt XING nach den Gebotskriterien, also wie viel Budget Sie für die Anzeige investieren möchten, wie die Bezahlung erfolgen soll (pro Klick auf die Anzeige oder pro Einblendung) und wie lange die Anzeige geschaltet werden soll. An der Stelle können wir keine Handlungsempfehlung aussprechen, da uns die Erfahrungswerte fehlen. XING selbst gibt jedoch Gebotsempfehlungen. Abschließend zeigt XING Ihnen, in einer Zusammenfassung auch wie die Anzeige aussehen würde.

Die XING-Anzeige für Jobsuchende ist noch mal ein anderer Ansatz, der Ihnen helfen kann auf Ihr XING-Profil aufmerksam zu machen. Wer aber den kostengünstigeren Weg nutzen möchte, der setzt sich gezielter mit den erweiterten Sucheinstellungen von XING und den damit verbundenen Recherchemöglichkeiten auseinander.  

3) XING-Events (online) nutzen

Der XING-Eventmarkt bietet während der Jobsuche eine hervorragende Recherchequelle für Jobmessen, Karrieretage, Fachveranstaltungen und Branchenevents. Zwar finden Präsenz-Veranstaltungen aufgrund der Corona-Krise derzeit nicht statt, dafür finden sich umso mehr Online-Events. Diese umfassen sowohl Job- und Fachmessen als auch Networking-Events und Weiterbildungsangebote:

Gegenüber Präsenzveranstaltungen zeichnen sich hier zwei Vorteile ab: Der Reisestress entfällt und die digitalen Events sind häufig günstiger als ihre vor-Ort-stattfindenden Gegenstücke. Für eher introvertierte Personen ist die „Bühnenangst“ bei Online-Events aus unserer Erfahrung zudem weniger stark ausgeprägt als bei Präsenzveranstaltungen. Daher bieten Online-Events für jeden die Möglichkeit sich ein Stück weit auszuprobieren.

4) XING zur Persönlichkeits- und Berufsentwicklung nutzen

Eine weitere Neuerung für Premium-Nutzer ist die persönliche Stärkenanalyse, die in Kooperation mit der LINC GmbH durchgeführt wird. Der Test beinhaltet das anerkannte psychologische Big-Five-Modell und hilft die eigenen Stärken und Entwicklungsfelder herauszuarbeiten. Wir bei der LVQ haben den Test ausprobiert und für nützlich befunden, da der Test ziemlich genau unsere Charaktereigenschaften wiedergespiegelt hat.

Nach Abschluss des Tests erhalten Sie eine detaillierte Auswertung der eigenen Stärken und Entwicklungsfelder sowie Impulse und Denkanstöße für die Nutzung der Ergebnisse. Im XING-Premium-Bereich „Lernen und Entwickeln“ bietet XING entsprechende kostenfreie Online-Kurse an, die man für die berufliche Entwicklung nutzen kann.

XING trägt somit der wachsenden Bedeutung von Weiterbildung Rechnung und zieht gegenüber LinkedIn nach. Mit der Learning-Plattform war LinkedIn bei der Integration von Weiterbildung in ein soziales Netzwerk bisher Vorreiter.

LinkedIn-Features für die Jobsuche

Grundsätzliche Impulse für die Jobsuche mit LinkedIn finden Sie im Beitrag „11 Tipps für die Jobsuche mit LinkedIn“. Folgende Funktionen sind neu bzw. konnten wir neu entdecken, auch durch Erfahrungswerte unserer Weiterbildungsteilnehmer.

1) Der „#OpenToWork“-Badge

Was bei XING die neue Statuszeile ist, findet sich bei LinkedIn hervorgehoben im eigenen Profilbild. Der Unterschied: Der „#OpenToWork“-Badge dient rein der Information, dass man aktuell arbeitssuchend ist.

Um den Badge in Ihr Bild einzubinden, klicken Sie in der Kopfzeile Ihres Profils im Kästchen „Zeigen Sie, dass Sie an Jobangeboten interessiert sind“ auf „Jetzt starten“. Im nächsten Schritt können Sie erweiterte Jobeinstellungen hinzufügen. Unter „Wer darf sehen, dass Sie offen für Jobangebote sind?“ klicken Sie „Alle Mitglieder an“ und der Badge wird dem Fotorahmen hinzugefügt. Anschließend können Sie eine individuelle Nachricht verfassen, mit der Sie Ihr Netzwerk über Ihre Verfügbarkeit informieren.

2) Der LinkedIn-Stellenmarkt für Premium-Nutzer

Wie XING wartet auch LinkedIn mit einigen nützlichen Funktionen für zahlende Mitglieder auf. In letzter Zeit besonders positiv ins Auge gefallen sind uns die Premium-Funktionen im LinkedIn-Stellenmarkt. So bekommen LinkedIn-Premium-Nutzer auf den ersten Blick Jobs angezeigt, bei denen sie zu den Top-Bewerbern gehören.

Mit Blick auf die entsprechende Stellenanzeige bekommen Sie detaillierte Infos, die Ihre Passung genauer erläutern:

  • Anzahl bisheriger Bewerbungen auf diese Stelle
  • Auskunft über zur Stelle passende Kenntnisse im Vergleich zu den Mitbewerbern und zu solchen Kenntnissen, die fehlen oder ggfs. noch nicht im Profil stehen
  • Information zum Ausbildungshintergrund und der Karrierestufe der Bewerber
  • Detaillierte Informationen über das Unternehmen

Zusätzlich weisen einige Stellen für Premium-Nutzer die sogenannte „InMail“-Funktion auf. Damit kann man dem zuständigen Personalverantwortlichen seine Bewerbung per Direktmail zusenden und umgeht somit den aufwändigen Bewerbungsprozess über die Webseite.

Für Premium-Nutzer bietet LinkedIn im Stellenmarkt einen echten Mehrwert. Durch die benannten Funktionen haben Sie einen Wissensvorsprung gegenüber den Mitbewerbern, können die eigenen Bewerbungschancen einschätzen und das Profil optimieren. Basis-Nutzer können LinkedIn-Premium für einen Monat kostenfrei ausprobieren.

3) Zeigen, was Sie können

Schon seit jeher zeichnet sich LinkedIn gegenüber XING durch eine größere Interaktion seiner Nutzer aus. Es wird mehr gelikt, kommentiert und geteilt. Entsprechend lohnt es sich, dem eigenen Netzwerk vorgenommene Änderungen mitzuteilen. Das ist zwar nicht neu bei LinkedIn, dennoch haben sich im letzten Jahr die Rückmeldungen unserer Teilnehmer gehäuft, die von Ihren Kontakten positives Feedback oder gar Bewerbungsaufforderungen nach einem Statusupdate erhalten haben.

 

In diesem Beispiel hat eine Teilnehmerin ihr neu erworbenes Zertifikat mit ihrem Netzwerk geteilt und insgesamt 54 (!) Reaktionen darauf erhalten. Das wäre bei XING nicht ansatzweise möglich. Es lohnt sich also, Neuigkeiten mit seinem Netzwerk zu teilen.

4) Den Wert des eigenen LinkedIn-Profils ermitteln

Das Profil, das Netzwerk, die Interaktionen mit anderen Nutzern und die Nutzung der LinkedIn-Tools – Das sind die vier Elemente, nach denen LinkedIn den Wert Ihres Profils bestimmt. Mit dem „Social Selling Index“ (SSI) können Sie sogar selbst ermitteln, welchen Wert LinkedIn Ihrem Profil beimisst.

Eigentlich für den Verkaufsbereich gedacht, ist der SSI ein guter Indikator, um die eigene Relevanz innerhalb Ihrer Branche und Ihres Netzwerkes zu überprüfen. Interessant für alle Jobsuchenden, die sich als berufliche Marke, als „Personal Brand“, etablieren möchten.

XING und LinkedIn in 2021 – ein kurzer Ausblick

Der Arbeitsmarkt und die Berufswelt wurden 2020 von der Corona-Pandemie dominiert. Stand heute wird es in diesem Jahr ähnlich weitergehen. Sowohl XING als auch LinkedIn haben diesem Umstand Rechnung getragen und das Angebot für ihre Nutzer entsprechend angepasst und erweitert. Der Besuch von Online-Events, remote Lernen, das eigene Netzwerk digital pflegen und erweitern – All dies sind spannende Handlungsmöglichkeiten und Aktionen, die auch in diesem Jahr weiter an Bedeutung gewinnen und Ihrer Jobsuche zuträglich sein können.

Doch was wird noch kommen? LinkedIn hat zuletzt die Story-Funktion anderer sozialer Netzwerke übernommen und bietet somit noch mehr Möglichkeiten zur Interaktion der Nutzer. Es bleibt abzuwarten, wie XING in diesem Jahr auf den Feature-Rausch der anderen Social Networks reagieren wird. Wir freuen uns schon jetzt auf die Veränderung und Neuerung, die sich auf den Businessnetzwerken abzeichnen, speziell dann, wenn sich dadurch neue Möglichkeiten für Jobsuchende ergeben.


 

 

 

 


 

 

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2021 – Das Jahr, in dem das Internet wirklich nicht mehr wegging. 5... Tue, 12 Jan 2021 08:12:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/2021-karrieretrends-digitalisierung-arbeitswelt.html post-283 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/2021-karrieretrends-digitalisierung-arbeitswelt.html Lars Hahn Lars Hahn schreibt in seiner aktuellen Kolumne über die digitale Transformation der Arbeitswelt und die Bedeutung für Karriere und Jobsuche. 2021 – Das Jahr, in dem das Internet wirklich nicht mehr wegging. 5 Gedanken zur digitalen Transformation der Arbeitswelt. #Karrieretrends2021 by Lars Hahn 12-01-21

Categories: Neue Arbeitswelt

Es ist Tradition, dass ich mich zu Jahresbeginn in unserem Blog mit den aktuellen Karrieretrends befasse: Welche wichtigen Tendenzen und Strömungen gibt es hinsichtlich der Arbeitswelt, der Jobsuche und des Arbeitsmarktes?

Ehrlich gesagt tue ich mich zu Beginn des Jahres 2021 so schwer wie noch nie mit dieser Aufgabe. Zum einen ist eigentlich alles gesagt: Digitale Transformation, demografischer Wandel, Klimakrise, Fachkräftemangel, New Work, Industrie 4.0, usw. Alles schon vielfach gesagt und beschrieben, längst auch hier bei uns im Blog. Auch die aktuellen Corona-Herausforderungen für die Arbeitswelt und die Karriere sind von vielen Seiten beleuchtet worden.

Dennoch gibt es einen Aspekt in unserer Arbeitswelt, den ich im vergangenen Jahr beobachtet habe und der sich in diesem Jahr fortsetzen wird: Das Internet geht nun wirklich nicht mehr weg. Jetzt endlich. Unumkehrbar. Klar, das haben Sie vielleicht auch schon vor Jahren gesagt und geahnt. In vielen Bereichen unserer Arbeitswelt ist das Internet aber erst in letzter Zeit wirklich angekommen. Unwiderruflich und digital disruptiv sind neue digitale Kommunikationswege und Geschäftsmodelle gewissermaßen aus der Not geboren – das Internet ist jetzt endlich auch in Deutschland wirklich angekommen. Dabei steht das Internet hier synonym für online, digital, virtuell – das Netz.

Digitale Transformation allenthalben

Viele Unternehmen und Institutionen, sogar Internetskeptiker, entdecken jetzt die Notwendigkeit, aber auch die Vorzüge digitaler Geschäftsmodelle und „onliniger“ Unternehmensprozesse. Wirtschaft und Arbeitswelt erfahren aktuell einen enormen Schub bei der Nutzung „des Internets“: Videokonferenzen allenthalben, Lieferdienste von stationären Buchhandlungen, Online-Seminare in der sonst „präsenzigen“ Weiterbildung, sogar der thüringsche Bekleidungsproduzent verkauft auf einmal direkt online. Man munkelt, dass demnächst sogar die Coronazahlen per virtueller Plattform gesammelt werden.

„Das Internet geht nicht mehr weg“ hat auch Auswirkungen für Job und Arbeitswelt (deshalb Karrieretrend), die ich in meinem diesjährigen Auftaktbeitrag in fünf Punkten beleuchten möchte.

1. Digitale Geschäftsmodelle

Die sich aktuell vollziehende digitale Transformation zieht sich quer durch alle Branchen. Beschäftigte dürfen „on the job“ diese neuen Entwicklungen miterleben und oft improvisiert am digitalen Wandel ihres Arbeitgebers live teilhaben.

Wer gerade in der Bewerbungsphase zwischen zwei Jobs steckt, bekommt hiervon bisweilen höchstens indirekt etwas mit. Für Jobsuchende lohnt es sich deshalb am Ball zu bleiben und sich zu fragen, welche digitalen Geschäftsmodelle in meiner Zielbranche gerade angesagt sind und realisiert werden: Welche Online-Plattformen und -wege entstehen zum Beispiel gerade in der Tourismusbranche? Wie funktioniert der Online-Versandhandel in der Möbelbranche? Wie geht die digitale Fernwartung von Produktionsanlagen? Es lohnt sich schon, digital am Ball zu bleiben und dies zu recherchieren, damit das Jobinterview und der künftige (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben gut vorbereitet klappen.

2. Digitale Kommunikationswege bleiben

Zwei Dinge werden definitiv in der Post-Corona-Welt Bestand haben und das sind virtuelle Meetings und digitale Jobinterviews. Unternehmen wie Beschäftigte entdecken die Vorteile von Online-Besprechungen, die oftmals pointierter, kürzer und effizienter sind. Spätestens die ständigen Dienstreisen zu Besprechungen quer durch Deutschland, Europa und die Welt werden auch Post-Corona in Frage gestellt sein. Zoom, Skype, Teams und Co. gehören ab jetzt für die Zukunft zum Standardrepertoire der betrieblichen Kommunikation. Es ist wahrscheinlich, dass auch Jobinterviews – zumindest Erstgespräche – auf Dauer als virtuelle Gespräche stattfinden werden. Das Internet geht auch hier nicht mehr weg.

Für Bewerber*innen lohnt es sich daher, professionelle virtuelle Gespräche zu trainieren oder an Online-Konferenzen teilzunehmen. Ein Jobinterview ist auch hier eben etwas anderes als das familiäre Weihnachtstreffen bei Zoom.

3. Digitale Lernwelten

Gerade durch die dynamischen Veränderungen unserer Arbeitswelt wird ständig und überall gelernt. Der Anspruch von lebenslangem Lernen erfüllt sich somit fast von selbst. Wer die digitale Transformation im Unternehmen miterlebt, lernt oft „on the job“ durch den Austausch im Team, die Recherche im Web oder über agile Prozesse gar per Versuch und Irrtum. Learning by Doing. E-Learning-Plattformen und digitale Lernwelten stehen – nicht nur – am Arbeitsplatz zur Verfügung. Die Google-Zukunftswerkstatt, die von Microsoft unterstütze IT-Fitness-Online-Akademie und die XING-Premium-Online-Kurse bieten oft kostenlos virtuelle Seminare und Kurse zu diversen beruflichen Themen.

Besonders Arbeitssuchende möchten oft eine klassische Weiterbildung mit einem anerkannten Zertifikat absolvieren, um damit die Bewerbungsunterlagen attraktiver zu gestalten. Auch der in diesem Bereich bisher vorherrschende Präsenzunterricht wird mehr und mehr über digitale Plattformen durchgeführt. Unser Online-Präsenzunterricht zum Beispiel ist so zwischenmenschlich und „präsenzig“ wie möglich, findet aber auf der virtuellen Plattform Zoom statt. Netter Nebeneffekt einer solchen Onlinepräsenz-Weiterbildung für Bewerber*innen ist der Beweis von umfangreichen Erfahrungen in digitalen Meetings.

4. Virtuelle Arbeitswelten zwischen Office und Homeoffice

Homeoffice und mobiles Arbeiten scheinen just der neue Heilsbringer für die Arbeitswelt zu sein. Mitten in der Pandemie mag das bisweilen improvisierte Homeoffice für viele Betriebe alternativlos sein. Für #PostCorona sieht der Sozialwissenschaftler Nick Kratzer gar die Utopie des Wunscharbeitsplatzes in greifbarer Nähe: „Der Arbeitsplatz der Zukunft ist ein Arrangement verschiedener Arbeitsplätze an unterschiedlichen Orten, das sich an die individuellen Bedürfnisse anpassen lässt“. Mit anderen Worten heißt das betriebliches Büro, Homeoffice, Coworking Space, Arbeiten unterwegs. Virtuelle Teams sitzen an verschiedenen Standorten in verschiedenen Office-Typen und kommunizieren miteinander online, virtuell, digital.

Für Bewerberinnen und Bewerber stellen sich zukünftig die Fragen: „Welcher Office-Typ bin ich? Wo und wie möchte ich arbeiten?“ Gut wäre es daher, vorab zu prüfen und zu wissen, welche Officekultur der zukünftige Arbeitgeber hat. Wer dies in einem der Vorgespräche fragt oder sich gar mit den potenziellen Kolleg*innen unterhält und den Arbeitsplatz zeigen lässt, ist klar im Vorteil. Vor einiger Zeit hatte ich dazu eine „Checkliste für den nächsten Arbeitsplatz“ formuliert, die auch jetzt in Zeiten von und nach Corona nützlich ist.

5. Virtuelle Events und digitale Konferenzen

Ich gehöre auch zu den Menschen, die auf beruflichen Konferenzen, Messen und Events besonders die Pausen schätzen. Das Pläuschchen beim Kaffee, das nette Gespräch im Innenhof, Visitenkartentauschen beim Ausklang, all das ist virtuell schwierig umzusetzen.

Dennoch: Mehr und mehr finden berufliche Veranstaltungen wie fachliche Konferenzen oder Netzwerktreffen online statt. Bei aller Sehnsucht nach persönlichen Treffen werden sich diese Formate auch in der #PostCorona-Zeit weiter etablieren. Schon alleine, weil man online die Menschen viel einfacher zusammenbekommt und erheblichen Reiseaufwand spart (ist ja auch klimaschonender). Auch hier: Das Internet geht nicht mehr weg!

Der Clou an den zurzeit stattfindenden beruflichen Online-Events ist, dass viele von ihnen öffentlich und kostenlos zugänglich sind. Für Jobsuchende bieten sich hier gleich mehrere Chancen: Man kann heutzutage aus dem Homeoffice an Events teilnehmen, Trends und Entwicklungen der Zielbranche erfahren, interessante Akteure seines Arbeitsfeldes erleben oder gar kennen lernen und das eigene berufliches Netzwerk erweitern. Probieren Sie beispielsweise mal den XING-Eventmarkt aus und suchen Sie nach Veranstaltungen Ihrer Branche, unter dem Filter „Online-Events“ finden sich viele kostenlose, aber hochwertige Angebote.

Fazit: Das Internet bleibt

In den vergangenen Jahren hatte Deutschland zumindest im eigenen Land oft den Ruf, die digitale Transformation ein wenig zu verschlafen und hierin hinterherzuhängen, nicht nur wegen oft unzureichender Internetverbindungen. Spätestens durch die Corona-Pandemie ist die digitale Transformation im Eiltempo nun überall in Wirtschaft und Arbeitswelt zu erleben. Ganz gleich ob Geschäftsmodelle, Arbeitsumgebungen, Weiterbildungs- und Lernmöglichkeiten oder Kommunikationswege: Kein Unternehmen wird aktuell und zukünftig von der digitalen Transformation verschont sein. Was läge daher näher, als sich mit den Entwicklungen und Tendenzen der eigenen Branche und Arbeitswelt zu befassen? Denn – das Internet geht nicht mehr weg, oder?!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Was war 2020 gut? Ein Rückblick und Ausblick mit Dankbarkeit und... Tue, 15 Dec 2020 08:01:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/ausblick-vertrauen-dankbarkeit.html post-282 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/ausblick-vertrauen-dankbarkeit.html Lars Hahn In seinem Jahresrückblick schaut Lars Hahn mit Dankbarkeit auf dieses verrückte Jahr und mit Vertrauen auf 2021. Was war 2020 gut? Ein Rückblick und Ausblick mit Dankbarkeit und Vertrauen. by Lars Hahn 15-12-20

Categories: LVQuerbeet

Während ich diese Zeilen schreibe, geht gerade ganz Deutschland in die Stille. Damit geht ein verrücktes Jahr zu Ende, und ich frage mich, ob man in diesen Zeiten überhaupt einen Jahresrückblick und -ausblick schreiben kann. Ich wage es, denn während 2020 gut begann und grottig endete, ahnt man für 2021 wenigstens vorab, dass es grottig beginnen und dann besser werden wird.

„Was war denn positiv?“ fragte mich eine Arbeitskollegin, als ich mich mal wieder in die üblichen negativen Nachrichten schraubte: Corona-Alltag, Arbeitsmarkt, Klima und Amerika. Vermengt man die eigenen Sorgen mit aktuellen Meldungen und News könnte bisweilen der Verstand ins Stolpern geraten und im Herzen eine bleierende Schwere entstehen.

Das kennen Sie auch?

Das Spannende dabei ist: Die negative Perspektive geht ganz einfach, gewissermaßen automatisch. Man schaut Nachrichten, schimpft über die Unzulänglichkeiten von Wissenschaftler*innen, Politiker*innen, wahlweise Maskengegner*innen oder Maskenbefürworter*innen je nach Präferenz. Dann noch ein, zwei, drei Talkshows und fertig ist die „dunkle Brille“, durch welche man die Welt sieht.

Dabei wünschen wir uns eigentlich gute Nachrichten, schöne Aussichten und positive Meldungen, etwas fürs Herz. Doch den eigenen Fokus darauf zu lenken, das scheint schwieriger zu sein. „Was war denn positiv? Was war 2020 gut?“ sollen daher die beiden Leitfragen für meinen Rückblick auf 2020 und den kleinen Versuch eines Ausblicks auf 2021 sein. Zudem möchte ich vor dieser Prämisse zeigen, was mich und uns in der LVQ dieses Jahr bewegt hat.

Positive Psychologie nützt

Hierfür möchte ich mich zweier Begriffe bedienen, die im Geschäftsleben eher unterrepräsentiert sind: Dankbarkeit und Vertrauen. Inspiriert hat mich dazu unter anderem Nico Rose, der als Vorreiter in Sachen Positiver Psychologie in Deutschland bekannt ist und auch schon mal im Bloginterview bei uns zu Gast war. Positive Psychologie – in meinen Worten – schaut auf die Möglichkeiten und Ressourcen von Menschen und weniger auf Fehler, Mängel, Krankheiten. Mir gefällt das. Und als mich die Kollegin fragte, was denn gerade positiv sei, schaute ich in den Beiträgen von Nico Rose vorbei, die er als XING-Insider geschrieben hat (bitte Nico Rose bei XING-News folgen). Zwei Wörter sprangen mich bei der Frage: „Was war denn positiv?“ an und zwar Dankbarkeit und Vertrauen.

Dankbarkeit und Vertrauen sind für mich Kategorien, die oft zu kurz kommen im beruflichen Alltag, ohnehin vielleicht unterschätzte Skills in dieser Leistungsgesellschaft. Dabei sind Dankbarkeit und Vertrauen gerade in schwierigen Lagen, auch in Arbeitswelt und Wirtschaft, so wichtig. Deshalb schreibe ich meinen persönlichen, gleichwohl LVQ-betreffenden Jahresrückblick in diesen beiden Kategorien: Dankbarkeit und Vertrauen. Here we go!

Dankbarkeit: Rückblick auf 2020

Ein verrücktes Jahr war 2020. Wir starteten mit unserem frischen Markenrelaunch als toller Anbieter für klassischen Präsenzunterricht. Und dann kam Corona. Blöd. Eigentlich. Denn unser Team hat rasant umgestellt auf das mittlerweile bewährte Konzept Online-Präsenzunterricht. Und es läuft.

Wofür bin ich also dankbar?

  • Wir sind so ein tolles Team mit so unterschiedlichen Persönlichkeiten, Charakteren und Fähigkeiten sind, welches in so kurzer Zeit so Gigantisches leisten konnte, dafür bin ich sehr dankbar. Großer Dank gebührt auch unseren Angehörigen, Familien und Liebsten, die so geduldig mit uns und der LVQ waren.
  • Dankbar bin ich auch, dass unsere Botschafter, die Dozentinnen und Dozenten der LVQ, uns unterstützen und den Online-Präsenzunterricht mit solcher Bravour umsetzen. Danke auch an unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die anfangs im angewandten Feldversuch bereit waren, in wenigen Wochen unsere Digitale Disruption zum Online-Unterricht mitzuerfahren und zu tragen. Mittlerweile wissen und merken viele unserer neuen Teilnehmer*innen gar nichts von unserem Vorleben als Präsenzunterrichtsanbieter.
  • Ich bin dankbar, für all die flexiblen Lösungen, die Politiker*innen, Regierende, Verwaltungen und Partnerorganisationen wie Arbeitsagenturen und Jobcenter bei so mancher Holprigkeit schnell in die Wege geleitet haben: Dankbar für CoronaSchVO, Hygienekonzepte, AHA-Regeln, fachliche Weisungen und Äquivalenzbescheinigungen. Sie alle gaben uns in der LVQ erst den Rahmen, in dieser Zeit sicher und problemlos weiterarbeiten zu können und zu dürfen. Gerade auch unsere LVQ Business Akademie konnte unter den Hygiene-Regeln gut arbeiten, sogar zwischenzeitlich mit kleinen Vor-Ort-Seminaren.
  • All die inspirativen Gespräche, Ideen und digitalen Ansätze, die wir dieses Jahr mit vielen Akteur*innen aus anderen Weiterbildungsunternehmen, mit so vielen kreativen Partner*innen, umsetzen konnten, die machen mich auch sehr dankbar.  Ganz vorne dabei ist für uns natürlich die erste Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr, über die hier und anderswo zwischenzeitlich viel zu lesen war.
  • Und ich bin wirklich dankbar, dass wir in 2020 zahlreiche virtuelle Möglichkeiten gehabt haben, an vielen Stellen – trotz Pandemie – weiterzuarbeiten. Man stelle sich Corona im Jahr 2000 ohne Skype, Zoom, Teams und Co. vor. Oder lieber nicht. Bei allen #Fails in diesem Jahr: Es wurde so viel Digitales umgesetzt in Handel, Industrie, Verwaltung und sogar in der Bildung. Lassen Sie uns die positiven Beispiele feiern und die Baustellen tapfer weiter bearbeiten.

Neben der Digitalisierung haben wir in der LVQ dieses Jahr zudem etwas Verwegenes gewagt: Unter dem Motto „O Du fröhliche Weiterbildung“ hatten wir 2020 unsere erste Digitale Weihnachtsfeier mit Dozentinnen und Dozenten, Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem gesamten LVQ-Team. Insgesamt 89 Menschen, die mit uns in weihnachtlicher Stimmung den Jahresausklang begangen haben. Und es war echt schön! Danke auch hier an alle Beteiligten und Besucher*innen für die Planung, die Umsetzung und den vernetzenden Austausch. Einige Impressionen unserer Digitalen Weihnachtsfeier haben wir – insbesondere für alle Teilnehmenden – zusammengestellt:

Vertrauen: Ausblick auf 2021

So wie das Jahr 2020 still endet, wird das Jahr 2021 sehr still beginnen. Man könnte auch sagen: „2020 wurden wir alle kalt erwischt, 2021 ahnt man wenigstens, dass es im Verlauf des Jahres besser werden wird.“ Nach dem aktuellen Deutschlandtrend der ARD blicken tatsächlich 67 Prozent der Befragten mit Zuversicht auf das Jahr 2021. Auch ich habe Vertrauen.

  • Ich habe Vertrauen darin, dass diese Pandemie ein vorübergehendes Ereignis ist, dass sich im Verlauf des Jahres 2021 die Lage entspannen wird und wir alle wieder persönlicher und direkter miteinander umgehen können.
  • Zuversichtlich bin ich auch, dass wir in der LVQ, die meisten Menschen da draußen in der Arbeitswelt und darüber hinaus in Deutschland und der Welt das jeweils Mögliche tun und ihren Beitrag leisten werden, damit sich diese Situation 2021 entspannen und verbessern wird.
  • Ich habe übrigens – bei allen notwendigen Diskussionen und unterschiedlichen Meinungen – auch ein tiefes, grundsätzliches Vertrauen in das Engagement von Politiker*innen und Wissenschaftler*innen, weil ich glaube, dass unsere Gesellschaft nur mit gegenseitigem Vertrauen funktioniert.

Vielleicht tun sich manche deshalb schwer, in der Kategorie Vertrauen zu denken. Vielleicht gehört gar Mut dazu, anderen einen Vertrauensvorschuss zu geben. Schließlich ist Vertrauen kein Geschäft, sondern ein Geschenk. Und wer schenkt – ob in Geschäftsleben oder Politik – dem anderen schon etwas ohne dies an Bedingungen zu knüpfen?

Wobei wir mit Geschenken wieder bei Weihnachten angekommen sind. Dieses Jahr wird die Weihnachtsnacht vielleicht wirklich eine ganz Stille Nacht. Ganz gleich, ob Sie christlich geprägt sind oder nicht: Vielleicht waren wir dem Wunder der Nacht von Bethlehem lange nicht mehr so nahe, oder?!

Ich wünsche Ihnen und allen, die Sie liebhaben, im Namen des gesamten LVQ-Teams besinnliche Weihnachten 2020 und einen guten Start in das neue Jahr 2021!


 


 

 

 

 

 

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Mit der Initiativbewerbung zum passenden Job Thu, 10 Dec 2020 08:06:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/initiativbewerbung-jobsuche.html post-281 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/initiativbewerbung-jobsuche.html Martin Salwiczek Die Initiativbewerbung bei einem Unternehmen ist eine der ersten Alternativen, die bei der Jobsuche ins Spiel kommt, wenn es mit der Bewerbung auf Stellenausschreibungen nicht funktioniert. Daher… Mit der Initiativbewerbung zum passenden Job by Martin Salwiczek 10-12-20

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Die Initiativbewerbung bei einem Unternehmen ist eine der ersten Alternativen, die bei der Jobsuche ins Spiel kommt, wenn es mit der Bewerbung auf Stellenausschreibungen nicht funktioniert. Viele Bewerber allerdings belassen es bei einigen Versuchen, denn der Aufwand bei der Erstellung der Initiativbewerbung sowie der Ertrag – die positive Rückmeldung der Arbeitgeberseite – stehen meist im Ungleichgewicht. Stellt man es jedoch richtig an, kann eine Initiativbewerbung von Erfolg gekrönt sein und zum passenden Job führen.

In diesem Beitrag geben wir Impulse, wie Sie Ihre Initiativbewerbung erfolgreich angehen können und verweisen auf ergänzende hilfreiche Beiträge aus dem Web.

Fokus Initiativbewerbung: Weg von den Großunternehmen, hin zu KMU

Von Martin Salwiczek und Angela Borin

Für viele Bewerber, vor allem Hochschulabsolventen, sind bekannte Unternehmensmarken wie BMW, Henkel, Deutsche Bahn oder Bertelsmann die erste Anlaufstelle bei der Bewerbung. Ist keine passende Stellenausschreibung vorhanden, lockt die Karriereseite mit der Einladung zur Initiativbewerbung. Gerade in Krisenzeiten nutzen viele Bewerber diese Option, begeben sich jedoch damit in eine ähnliche Wettbewerbssituation wie bei der Bewerbung auf eine Stellenausschreibung. Zählt man die Bewerbungen auf Stellenausschreibungen und Initiativbewerbungen zusammen, gehen bei den Top-100-Unternehmen Bewerbungen in fünf- bis sechsstelliger Zahl ein. So versuchen die ersten Großunternehmen mittlerweile die Anzahl an Initiativbewerbungen zu reduzieren, wie zum Beispiel BMW. Die Erfolgschance einer Initiativbewerbung bei einem Großunternehmen tendiert für die meisten Bewerber somit leider gegen Null.

Unsere Erfahrung bestätigt, dass Initiativbewerbungen umso erfolgreicher sind, je kleiner ein Unternehmen ist. Das dürfte nicht verwundern, beschäftigen die kleinen und mittelgroßen Unternehmen (kurz: KMU) immerhin 2/3 der Beschäftigten in Deutschland. Laut Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schreibt ein Großteil dieser Unternehmen ihre Stellen nicht aus. Bis zu 70% davon rekrutieren ihre Mitarbeiter über Kontakte und Netzwerke. Initiativbewerbungen können hier entscheidend sein, um einen passenden Job zu finden. Da viele der KMU ihre Stellen nicht öffentlich ausschreiben, empfiehlt sich aus Bewerberperspektive zunächst eine branchenbezogene Suche.

Erfolgskriterien für die Initiativbewerbung: persönlich vor telefonisch vor schriftlich

Wie der Name schon andeutet, erfolgt die Initiativbewerbung eines Bewerbers nicht als Reaktion auf eine Stellenausschreibung, sondern aus eigenem Antrieb.  Dabei lassen sich zwei Formen unterscheiden:

1) Die aktive Initiativbewerbung:

Nach umfangreicher Recherche wird eine Bewerbung nach vorheriger Kontaktaufnahme mit dem infrage kommenden Unternehmen verschickt. Schon die telefonische oder über XING oder LinkedIn initiierte Kontaktaufnahme zu einem Unternehmen oder einer Organisation mit der Intention einer Stellensuche kann bereits als Initiativbewerbung gewertet werden.

2) Die passive Initiativbewerbung, oder „Blindbewerbung“:

Diese wird ohne vorherige Kontaktaufnahme versendet, ist meist kurz und allgemein gehalten, ohne Bezug auf das Zielunternehmen. Sie zielt auf die Versendung von Masse ab.

Die Erfolgsquote aktiver Initiativbewerbungen ist in der Regel weitaus höher als die der passiven Initiativbewerbungen. Selbst wenn eine schriftliche Initiativbewerbung auf ein Unternehmen angepasst und direkt an Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer oder an Personalverantwortliche versandt wird, sie werden ohne vorherige Kontaktaufnahme in der Regel eher keinen Erfolg haben. Für eine erfolgreiche Initiativbewerbung gilt somit die Faustregel: persönlich vor telefonisch vor schriftlich.

Je direkter also der Erstkontakt mit dem potenziellen Arbeitgeber, desto höher die Chance, dass die Initiativbewerbung zum Ziel führt. Jobmessen, Karrieretage, Fachkongresse und Netzwerktreffen bietet in der Regel die beste Möglichkeit mit Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Dies ist jedoch aus unterschiedlichen Gründen, wie zum Beispiel im Rahmen der Corona-Pandemie, nicht immer möglich. Daher bietet es sich an, telefonischen Kontakt mit der Personalabteilung oder, wenn diese nicht vorhanden ist, mit fachverantwortlichen Personen des Unternehmens aufzunehmen.

Initiativbewerbung: Ideen für die telefonische Kontaktaufnahme

Viele Bewerber scheuen sich jedoch davor zum Hörer zu greifen, aus Sorge abgewiesen zu werden oder die falschen Fragen zu stellen. Dabei kann mit der richtigen Vorbereitung schon der Telefonanruf eine wichtige Weichenstellung sein. In etwa so könnten Sie beginnen:

„Guten Tag Frau/ Herr xxx, mein Name ist..., ich bin (Abschluss)…. und mache aktuell eine Weiterbildung in…. bei der LVQ aus Mülheim an der Ruhr. Ich suche nun nach einer Einstiegsmöglichkeit im Bereich Qualitätsmanagement und will mich grundsätzlich darüber informieren, welche beruflichen Möglichkeiten es in diesem Bereich gibt. Dazu möchte ich mit Fachleuten aus diesem Bereich sprechen und bin bei meiner Recherche auf Ihr Unternehmen gestoßen. Mich interessiert vor allem wie das Qualitätsmanagement in Ihrem Unternehmen funktioniert und welche beruflichen Möglichkeiten Sie haben. Dazu hätte ich einige Fragen, es soll auch nicht mehr als zehn Minuten dauern. Wäre es möglich dafür bei Ihnen oder jemand anderen einen Termin zu bekommen?“

Auf diese Weise stellen Sie nicht Ihre Jobsuche in den Vordergrund, sondern Ihr Interesse am Thema und am Unternehmen. So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Sie abgeblockt werden. Selbst wenn man Sie abwimmelt, lassen Sie sich nicht entmutigen. Versuchen Sie es bei einem anderen Unternehmen erneut. Ihr Mut wird irgendwann belohnt.

Ist der Empfänger Ihres Anrufs jedoch gesprächsbereit oder leitet Sie weiter, kalkulieren Sie wie im Beispiel genannt nur die zehn Minuten ein und kommunizieren Sie dies auch direkt. Folgende Fragen könnten Sie im Gespräch stellen. Am besten eignen sich Fragen zur Person als Einstieg, um anschließend die beruflichen Perspektiven abzuklopfen:

  • „Was genau ist Ihre Aufgabe im Bereich xxx?“
  • „Wie ist es in Ihrem Unternehmen zu arbeiten?“
  • „Wie ist die Struktur des Bereichs / bzw. welche Bedeutung hat der Bereich xxx  in Ihrem Unternehmen?“
  • „Welche fachlichen und persönlichen Fähigkeiten muss man in Ihr Unternehmen mitbringen?“
  • „Beabsichtigen Sie aktuell oder in absehbarer Zeit  im Bereich xxx Stellen zu besetzen, die bisher noch nicht ausgeschrieben sind?“
  • „Gibt es andere Bereiche, in denen Sie in nächster Zeit neue Mitarbeiter benötigen?“
  • Wenn ja: „An wen kann ich meine Bewerbung schicken?“
  • Wenn nein: „Kennen Sie andere Unternehmen in der Branche oder in dem Bereich XY, die Mitarbeiter suchen?“

Dies ist nur ein Beispiel, welche Fragen Sie im Telefonat anbringen können. Es macht Sinn, sich zusätzliche Fragen zu überlegen, die Sie je nach Gesprächsverlauf stellen können. Behalten Sie jedoch die Zeit im Auge. Je nachdem wie hoch der Redeanteil Ihres Gegenübers ist, können die zehn Minuten schon nach zwei oder drei Fragen um sein. Fragen Sie zwischendurch sicherheitshalber noch mal nach, ob Ihr Gesprächspartner etwas mehr Zeit erübrigen könnte. Die letzte Frage sollte auf jeden Fall sein, ob eine Stellenbesetzung in absehbarer Zeit vorgesehen ist.

Die richtigen Fragen zu stellen, das ist der eine Erfolgsfaktor, der andere ist die richtige Recherche im Vorfeld. Informieren Sie sich daher eingehend über das Unternehmen. So bleiben Sie flexibel, gerade wenn Ihr Gesprächspartner Gegenfragen stellt oder prüfen will, wie sich vorbereitet haben.

Initiativbewerbung via XING oder LinkedIn

Sollte jedoch keine Telefonnummer zu ermitteln sein oder sollten Sie den Anruf dennoch scheuen, bietet sich alternativ die Kontaktaufnahme über XING oder Linkedin an, vorausgesetzt die entsprechenden Personen nutzen diese Netzwerke auch sichtbar zur Kommunikation.

Vor allem XING hat sich in unserer Praxis als Werkzeug etabliert, dass man für die Initiativbewerbung gut nutzen kann. In unserem XING E-Book finden Sie im Artikel „Wie schreibe ich Nicht-Kontakte bei XING an?“ einige Formulierungsvorschläge, wie man ein Gespräch initiieren kann. Gibt ein XING-Nutzer im Feld „Ich Suche“ an, dass er Mitarbeiter sucht, hilft manchmal auch eine direkte Anfrage:

„Sehr geehrter Herr Jäger,

mein Name ist Hans Müller und ich bin promovierter Chemiker. Bei meiner XING-Recherche bin ich auf Ihr interessantes Profil aufmerksam geworden. Ich nutze XING seit kurzer Zeit zur beruflichen Vernetzung und habe gesehen, dass Sie Chemiker mit Ausrichtung X,y suchen. Nun habe ich mich auf Ihrer Webseite über die JMPG GmbH informiert und bin neugierig geworden, in welchen Zusammenhang Ihr Gesuch steht.

Gerne würde ich mich bei Interesse an meinem fachlichen Profil mit Ihnen persönlich austauschen und freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichem Gruß

Hans Müller“  

Premium-Nutzer bei XING können sehen, wer ihr Profil besucht hat und haben Einblick in die entsprechenden Profile. Somit kann schon Ihr Besuch des XING-Profils eines potenziellen Arbeitgebers eine Anbahnung zur Initiativbewerbung sein.

Die schriftliche Initiativbewerbung: Links, Tipps und Beispiele

Persönlich vor telefonisch vor schriftlich – so lautet die Faustformel für die Initiativbewerbung. Wie auch immer Sie mit dem Zielunternehmen erstmalig in Kontakt gekommen sind – über einen persönlichen Kontakt, ein Telefonat oder ein Business-Netzwerk wie XING oder Linkedin – in den meisten Fällen wird anschließend nach einer Bewerbung gefragt. Liegt keine Stellenausschreibung vor an der man sich orientieren kann, stehen andere Faktoren im Vordergrund. Die folgende Linksammlung gibt Ihnen dafür sowohl aus Karriereexperten- als auch Personaler-Sicht wichtige Impulse.

Die Sicht der Karriereexperten

Mit der Initiativbewerbung bestimmen Sie den Kurs

Sich selbst proaktiv ins Gespräch bringen und nicht auf eine ausgeschriebene Stelle warten: Stepstone gibt in einem allumfassenden Artikel Einblick in die Initiativbewerbung, erklärt, was genau eine Initiativbewerbung ausmacht, für wen sie sich eignet und warum sie langfristig für Jobsuchende wirken kann. Inklusive Tipps zu Recherche, Aufbau und passender Gedanken und Fragen zu Ihrer Person und zum anvisierten Wunschunternehmen.

Initiativbewerbung: Fokussieren Sie!

Jochen Mai von der Karrierebibel erzählt im Video, auf was es bei der Initiativbewerbung ankommt und warum Sie sich nur auf eine Position initiativ bewerben sollten, um Authentizität auszustrahlen und so ein ernsthaftes Interesse für Ihre Person und Kompetenz beim Personaler zu wecken.

Initiativbewerbung: Tipps zu Form und Aufbau + Muster

Bewusstmachung, Motivation, Eigeninitiative und eine gute Branchenkenntnis kennzeichnen eine Initiativbewerbung. Welche Punkte daher vorher geklärt werden sollten, welche Vorteile eine Initiativbewerbung birgt und wie eine solche aussehen kann, stellt das arbeits-abc vor.

Die Initiativbewerbung – eine echte Chance für dich!

Proaktiv in die eigene berufliche Zukunft starten und sich eigeninitiativ weiterentwickeln: Zwei Eigenschaften, die gern bei Unternehmen gesehen und durch die Initiativbewerbung hervorgehoben werden. Monster erklärt Ihnen dabei anhand der Personaler-Sicht, welche Fallstricke und Formulierungen Sie besser meiden und welche positiv hervorstechen. Viele Tipps, Formulierungshilfen und ein Musteranschreiben inklusive.

Tipps für die Initiativbewerbung

Eigeninitiativ handelnd gegen wenig Konkurrenz in den Bewerbungsprozess einziehen und sich durch die eigenen Stärken als optimaler Kandidat für ein Unternehmen präsentieren: XING hebt die Vorteile einer Initiativbewerbung hervor und gibt Tipps, wie Sie am besten vorgehen, mahnt aber auch, kurzfristig mit Absagen und erst im späteren Verlauf mit einer Einladung zu rechnen.

Initiativbewerbung: Vorteile, Muster und die besten Tipps

Ob Definition, Betreff, Aufbau oder Musteranschreiben und Vorlagen: Der Karrieresprung arbeitet die Vorteile einer Initiativbewerbung heraus und zeigt anhand von Fragen, wie Sie sich auf Ihre Initiativbewerbung optimal vorbereiten und wie Sie diese letztlich erfolgreich umsetzen.

Initiativbewerbung aus dem HR-Blickwinkel

Die Initiativbewerbung – Fluch oder Segen für Arbeitgeber?

Wenngleich eher an Personaler und Unternehmen adressiert, lässt sich der Prozess hinter einer Initiativbewerbung dank HR4Good für Bewerber besser nachvollziehen. Der Artikel zeigt, woran Jobsuchende denken sollten, bevor sie eine Initiativbewerbung bei einem Unternehmen in Betracht ziehen: „Aus welchem Szenario heraus – völlig eigeninitiativ oder aus Empfehlung – bewerbe ich mich und wie stehen die Chancen für die jeweiligen Situationen?“ Das hilft bei der Einordnung der eigenen Erwartungen.

Vier Tipps zum Umgang mit Guerilla-Bewerbungen

Auch XING beschäftigt sich mit der Frage, wie Personaler mit nicht-standardisierten Bewerbungen umgehen. Bei genauer Betrachtung lassen sich daraus Tipps ableiten, die helfen herauszufinden, worauf Sie bei Ihrer kreativen Initiativbewerbung achten sollten, um sich alle Chancen offen zu halten – auch für später auszuschreibende Jobangebote.

Sie haben online keine relevante Stelle in dem Bereich, darf ich Ihnen meine Initiativbewerbung zusenden?

Online keine Vakanz entdeckt, das heißt im idealen Regelfall, dass keine Stellen offen oder in Planung sind und eine Initiativbewerbung somit nicht zum Ziel führen wird. Doch so einfach ist es dann doch nicht, sagt Marcus Reif und gibt Tipps, wie Sie durch Kandidatenbindungsprogramme langfristig doch im Wunschunternehmen Fuß fassen können.

Wie BMW Initiativbewerbungen erfolgreich REDUZIERT

Statt Gefahr zu laufen, dass Initiativbewerber eine schlechte Candidate Journey durchlaufen, hat BMW das Thema Initiativbewerbung trotz einer ersten Hürde nutzerorientiert für sich erschlossen. Recrutainment berichtet, was Bewerber aus dieser Erfahrung über sich selbst mitnehmen können.

Mit Initiativbewerbungen zum passenden Job

Zwar ist eine Initiativbewerbung mit höherem Aufwand verbunden als die Bewerbung auf eine Stellenausschreibung, doch der Aufwand lohnt sich, da alleine der Weg (der Messebesuch, das Telefonat, die XING-Anfrage) schon zum Ziel führen kann. Initiativbewerbungen sind zudem darauf angelegt, die eigene Person anstelle der Stellenausschreibung in den Fokus zu stellen. Hier geht es weniger darum zu zeigen, dass Sie zur Stelle passen, sondern zum Unternehmen. Mit der richtigen Vorbereitung, dem passenden Timing und etwas Glück können Sie so einen Job finden, der zu Ihnen passt und in dem Sie noch lange gerne verbleiben.


 


 

 

 

 

 

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Wie der Berufseinstieg nach Studium in Krisen-Zeiten gelingt Thu, 03 Dec 2020 08:06:00 +0100 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/berufseinstieg-nach-studium-krisen-zeiten-corona.html post-280 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/berufseinstieg-nach-studium-krisen-zeiten-corona.html Martin Salwiczek Der Übergang vom Studium in den Beruf ist für viele Hochschulabsolventen eine kniffelige Angelegenheit. Krisen-Zeiten wie die Corona-Pandemie machen den Berufseinstieg noch mal zur besonderen… Wie der Berufseinstieg nach Studium in Krisen-Zeiten gelingt by Martin Salwiczek 03-12-20

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Der Übergang vom Studium in den Beruf ist für viele Hochschulabsolventen eine kniffelige Angelegenheit. Krisen-Zeiten wie die Corona-Pandemie machen den Berufseinstieg noch mal zur besonderen Herausforderung. Verfolgt man als Berufseinsteiger jedoch einige klare Wege, lässt sich nicht zu sehr von äußeren Umständen beeinflussen und geht mit einer passenden Haltung in die Jobsuche, klappt es auch mit dem Berufseinstieg, wie wir in diesem Blogbeitragzeigen möchten, auch aus persönlicher Erfahrung.

Berufseinstieg in Krisen-Zeiten: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos

 „Generation Corona: Die schwierige Stellensuche in der Krise“ (FAZ vom 06.07.2020)

„Schlechte Zeiten für einen Anfang“ (Die Zeit vom 04.05.2020)

"Keine Ahnung, wie es weitergeht: Wie die Corona-Krise den Berufseinstieg erschwert“ (Stern vom 11.11.2020)

„Hilfe, ich finde keinen Job“ (Zeit-Campus vom 15.07.2020 über die Herausforderungen von Hochschulabsolventen)

Blicke ich auf die aktuellen Medien, fühle ich mich an die Zeit meines Berufseinstiegs erinnert. 2008 erwischte uns die Banken- und Finanzkrise und der Arbeitsmarkt befand sich in einer ähnlich kritischen Situation wie heute. Die Schlagzeilen waren fast identisch und wirkten alles andere als motivierend. Stellenausschreibungen in den Online-Jobbörsen waren eher rar gesät. Meine ersten studienbegleitenden Erfahrungen als Werkstudent im Personalwesen halfen mir auch nicht weiter: „Die Firmen entlassen ihre Leute gerade, da brauchen die keinen Berufseinsteiger einstellen, der das übernimmt“, war sinngemäß die Aussage eines Personaldienstleisters, als ich nach meinen beruflichen Chancen im Personalbereich fragte. Auch das erste Gespräch beim Jobcenter war nicht besonders ermutigend: „Als Soziologe, bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation, wird es sehr schwer für sie“, wurde mir gesagt.

Entsprechend groß war der Frust zu Beginn: Habe ich das Falsche studiert? Sollte ich eine Umschulung machen? Oder steht mir ein Leben im Niedriglohnsektor bevor?

Vielen Berufseinsteigern wird es heute ähnlich gehen. Haben es Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler traditionell schwer beim Berufseinstieg, trifft es heute sogar BWL’er, Ingenieure oder gar Juristen. Dies ist nicht erst seit Corona so, sondern die Krise am Arbeitsmarkt zeichnete sich bereits vorher ab, vor allem stark beeinflusst durch die Digitalisierungsentwicklungen in der Arbeitswelt.

Um heutzutage den ersten Job nach dem Studium zu finden, reicht der Blick auf die Stellenanzeigen und die Versendung von Bewerbungen nicht mehr aus. Dennoch finden viele Berufseinsteiger auch in der Corona-Krise einen passenden Job. Was ist also zu tun?

Berufsorientierung in Krisen-Zeiten: Was will ich tun? Wo will ich arbeiten? Wie komme ich da hin?

Zum Glück finden sich für Berufseinsteiger aktuell nicht nur demotivierende Beiträge im Web. Bei der Recherche für diesen Artikel fiel mir vor allem der Gastbeitrag „Wie schaffe ich den Berufseinstieg trotz Corona-Krise?“ von Jobcoach Ragnhild Struss im Stern positiv auf. Sie schreibt:

„Ganz wichtig ist zunächst die Erkenntnis, welcher Job überhaupt der richtige für Sie ist. Lassen Sie sich auf keinen Fall von der aktuellen Lage dazu verlocken, einfach irgendeinen Job anzunehmen – nach dem Motto ‚Hauptsache, ich habe überhaupt etwas‘. Gerade als Berufseinsteiger legen Sie jetzt den Grundstein für Ihre weitere Karriere und sollten dabei nicht ‚wahllos‘ vorgehen, sondern die Richtung einschlagen, in die Sie sich auch entwickeln möchten.“

Die Aussage erinnert mich an meine Jobsuche nach dem Studium. Auch wenn ich zunächst demotiviert war, hatte mein erster Besuch bei der Arbeitsagentur doch was Gutes: Im Berufsinformationszentrum lag der Flyer für einen Workshop mit dem Titel „Bewirb Dich ohne Lebenslauf – Wie Du den passenden Job für Dich findest“ aus. Die Inhalte sprachen mich an, vor allem die Vorstellung, dass es möglich ist, einen Job zu finden, ohne einen Lebenslauf zu verschicken.

Im Kern des Workshops stand die Beantwortung drei elementarer Fragen:

  • Was will ich beruflich gerne tun?
  • Wo will das machen?
  • Wie komme ich da hin?

Drei einfache Fragen, in denen jedoch viel drinsteckt, da ihre Beantwortung eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten, Kenntnissen, Erfahrungen und (!) Wünschen erfordert.

Anmerkung: Der Workshop beruhte auf der Methodik des Life Work Planning. Diese ist Grundlage für das Berufsorientierungstool „Talentkompass NRW“, welches vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales herausgegeben wird.

Berufseinstieg: Jobsuche im verdeckten Arbeitsmarkt

Der Workshop gab mir genau die Orientierung und Motivation, die ich für die Jobsuche benötigte: Sich nicht durch äußere Einflüsse und negative Glaubenssätze lenken lassen, sondern das „eigene Ding“ machen – mit dem Wissen, dass es mit dem entsprechenden Durchhaltevermögen möglich ist. Dabei war mir klar, dass die Suche nach dem passenden Job etwas mehr Aufwand erfordern würde, als lediglich die Stellenmärkte zu durchforsten, denn eine wichtige Erkenntnis, die ich aus dem Workshop mitnahm, war, dass es einen verdeckten Stellenmarkt gibt, in dem die Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben werden. Dieser Stellenmarkt umfasst laut verschiedener Studien bis zu 70 % (!) der in Deutschland zu besetzenden Stellen. Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt bietet somit viel Potenzial den „passenden“ Job zu finden. Es erfordert jedoch Ausdauer und Geduld, da es hier auf den Mix verschiedener Bewerbungsaktivitäten ankommt.

7 Impulse für den Berufseinstieg in Krisenzeiten

Grundsätzlich gehen die wenigsten Bewerber bei der Jobsuche systematisch vor, daher haben folgende Empfehlungen auch außerhalb von Krisenzeiten bestand.

1) Die Ausrichtung bestimmen

Den ersten Tipp habe ich ja bereits vorweggenommen: Bestimmen Sie zunächst die Richtung, in die Sie möchten. Berufsorientierungsseminare der Unis oder der Arbeitsagentur können dabei helfen. Da in der Phase der Corona-Pandemie viele Seminare entfallen, lohnt es sich alternativ mit Tools wie dem Talentkompass NRW zu arbeiten. Auch ein Coaching kann in dem Kontext Sinn machen. In Nordrhein-Westfalen gibt es z. B. das Förderprogramm „Beratung zur beruflichen Entwicklung“, in dem bis zu 150 Coaches zur Verfügung stehen, deren Hilfe Sie kostenfrei in Anspruch nehmen können. Gerade in Krisenphasen, in denen das Stellenangebot geringer ausfällt lohnt es, sich intensiv mit Berufsorientierung auseinanderzusetzen.

2) Das eigene Profil schärfen

Besteht Klarheit hinsichtlich der beruflichen Ausrichtung, empfiehlt es sich als Nächstes, das eigene Profil sowohl in den Bewerbungsunterlagen als auch in XING und Linkedin anzupassen. Im Web gibt es mittlerweile viele gute Quellen für die Erstellung der Bewerbungsunterlagen, so zum Beispiel das Kompendium der Karrierebibel zum Anschreiben oder die gut recherchierte Linksammlung zum Lebenslauf meiner Kollegin Angela Borin. Sollten Sie noch kein Profil in den Businessnetzwerken haben, so empfehlen wir Ihnen dringend eines anzulegen, da Sie sich so von Arbeitgebern finden lassen können.: Vor allem XING bietet für die Jobsuche über das Profil hinaus viele Möglichkeiten, wie Sie in unserer XING-Serie nachlesen können.   

3) XING und Linkedin aktiv nutzen

XING und Linkedin möchte ich daher auch extra hervorheben. Ich lernte XING erstmals während meiner Werkstudententätigkeit im Personalbereich kennen. Wirklich aktiv genutzt habe ich es dann in meiner Jobsuche als Ausgangsplattform für Recherche- und Netzwerkaktivitäten. So koordinierte ich darüber meine Eventbesuche, recherchierte nach potenziellen Unternehmen und Arbeitgebern und schloss mich fachbezogenen Gruppen an. Meinen jetzigen Job bekam ich schließlich durch den Besuch einer Jobmesse, auf die ich durch XING aufmerksam wurde. Auch wenn bedingt durch Corona Präsenzmessen aktuell nicht stattfinden, bietet sich alternativ der Besuch von Online-Messen an.

4) Branchen- und fachbezogen suchen

Den Fach- und Branchenbezug sollten Sie grundsätzlich während Ihrer Jobsuche nicht vergessen. Im Internet finden Sie Webseiten entsprechender Verbände oder Vereine, in den sozialen Netzwerken gibt es Gruppen und Vereinigungen. Behalten Sie auch Branchen- und Fachmagazine im Auge. LVQ-Absolvent Felix Schnieders bekam seinen Job durch eine Initiativbewerbung bei einem Unternehmen, über das er in einem Fachmagazin aufmerksam wurde. Zwar ist er kein Berufseinsteiger, hatte aber auch mit erschwerten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen. Ein Blick in Fachzeitschriften ist also eine Überlegung wert.

5) Gespräche führen

Es mag banal klingen, aber Gespräche sind der Schlüssel zum Erfolg bei der Jobsuche. Und damit meine ich nicht die Bewerbungsgespräche. Während des Berufseinstiegs ist das gar nicht so einfach, denn es fällt nicht jedem leicht über seine Arbeitslosigkeit oder Jobsuche zu sprechen. Mir ging es ebenso. Doch ein Stück weit muss man hier über seinen Schatten springen. Ich habe mit Bekannten über meine damaligen Ergebnisse aus der Orientierungsphase gesprochen und so wertvolle Ideen bekommen, wo ich mich bewerben oder mit wem ich noch sprechen kann. Ich habe Jobmessen, Fachvorträge, Netzwerktreffen besucht und bin ins Gespräch mit Menschen gekommen die das beruflich taten, was ich machen wollte. Entscheidend war dabei die Haltung: Nicht als jobsuchender Bittsteller auftreten, sondern Interesse an den anderen Menschen zeigen mit der Zielstellung, Informationen und Klarheit für mich zu gewinnen. So kam ich an Vorstellungsgespräche.

6) Praktika, freiberufliche oder ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben

Ulrich Walwei ist Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und kennt den Arbeitsmarkt für Berufseinsteiger seit vielen Jahren. Im Gespräch mit der Zeit empfiehlt er Hochschulabsolventen bei der Jobsuche aktiv zu bleiben, um die Lücke im Lebenslauf nicht zu groß werden zu lassen. Dies könnte durch ehrenamtliche Tätigkeiten, soziales Engagement oder freiberufliche Tätigkeiten erfolgen. Eine Empfehlung, die ich nur unterstreichen kann. Zwischen Studienabschluss und Festanstellung lagen bei mir zwei Jahre. In dieser Phase machte ich zwei Aushilfsjobs, ein redaktionelles Praktikum und arbeitete über ein Jahr freiberuflich bei zwei Bildungsinstituten. Dies sind Erfahrungen, die nicht einfach waren, die ich jedoch nicht missen möchte.

7) Weiterbilden

Auch wenn eine Weiterbildung nach dem Studium für viele Hochschulabsolventen nicht die erste Wahl ist, kann Sie ein ganz wichtiger Baustein für die Jobsuche sein. Sei es, da es für die in der Orientierungsphase herausgearbeitete berufliche Zielrichtung an Kenntnissen fehlt oder weil das Studium einen theoretischen oder industrie-/wirtschaftsfremden Fokus hatte. Von Arbeitgeberseite wird dies zudem gut angenommen: Nila Gosh, Personalerin bei Vodafone, empfiehlt Berufseinsteigern im Gespräch mit dem Handelsblatt, sich während Krisenzeiten in berufsrelevanten Themen weiterzubilden, um die Lücke so begründen zu können und sich fachlich vorzubereiten.

Spätestens wenn Hochschulabsolventen bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter davon erfahren, dass Sie mit einem Bildungsgutschein eine Weiterbildung komplett bezahlt bekommen, wird diese Option interessant.

Dass die Weiterbildung dann auch direkt zum Job führen kann, sehen wir an den Beispielen des Ingenieurs Philipp Kramer und der Geisteswissenschaftlerin Lisa Lokotsch, die wir in unserem Blog zeigen.

Berufseinstieg und Jobsuche: Eine Frage der Einstellung

Wie heißt es so schön: Viele Wege führen nach Rom. So ist es auch beim Berufseinstieg. Philipp Kramer fand seinen späteren Arbeitgeber durch die initiative Suche bei XING. Lisa Lokotsch konnte in Ihrer Bewerbung durch ihre Qualifikationen und Weiterbildungen punkten. Entscheidend war bei beiden, dass sie nicht aufgesteckt haben und sich auf ihre eigenen Bedürfnisse konzentriert haben. Lisa Lokotsch berichtet im Interview:

„In der Erstberatung bei der LVQ stellte man mir die Frage: ‚Was machst Du denn gerne?‘ Es ging nicht darum, was andere wollten, sondern einfach darum, was mir Spaß macht und was ich aus meinem Leben machen möchte. Mir wurden zwei Möglichkeiten aufgezeigt – die kreative und die qualitätsorientierte Schiene – und hat mich so „an die Hand genommen“. Und da ich durch meine Arbeit in der Gastronomie Spaß am Social-Media-Bereich fand, habe ich meine Weiterbildung in die kreative Richtung fließen lassen.“  In dem Bereich bekam sie dann auch ihren Job.

 


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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