LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Wertvolles Wissen für Ihre Zukunft Fri, 18 Sep 2020 16:01:27 +0200 Fri, 18 Sep 2020 16:01:27 +0200 t3extblog extension for TYPO3 https://www.lvq.de/typo3conf/ext/sg_sitepackage/Resources/Public/Assets/Images/lvq-blog-feed-logo.jpg LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr: Wie gemeinsame Vernetzung eine starke... Thu, 17 Sep 2020 08:14:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/netzwerken/digitale-weiterbildungsmesse-ruhr-vernetzung-netzwerke.html post-271 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/netzwerken/digitale-weiterbildungsmesse-ruhr-vernetzung-netzwerke.html Lars Hahn Wenn klassische Events auf unabsehbare Zeit ausfallen, der Kontakt auf Messen aber ein essenzieller Bestandteil für Weiterbildungsinteressierte und Bildungsträger ist, dann muss eine Alternative her.… Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr: Wie gemeinsame Vernetzung eine starke Idee hervorbringt by Lars Hahn 17-09-20

Categories: Netzwerke(n)

In diesem Jahr startete unsere Messe-Saison im Februar: Wir waren gerade auf dem Karrieretag in Dortmund, der Jobmesse in Bochum und der Weiterbildungsmesse in Hagen und freuten uns bereits auf die Weiterbildungsmessen der Folgemonate in Essen und Oberhausen, die Jobmessen in Düsseldorf und Dortmund und die Karrieretage in Gelsenkirchen und Frankfurt. Wir waren gut vorbereitet, begeistert mit einem brandneuen Messestand, tollen Unterlagen und neuen Vortragsthemen auf die Events zu ziehen und mit vielen Menschen über unsere Weiterbildungsangebote persönlich zu sprechen.

Doch dann wurde das öffentliche Leben schlagartig eingefroren. Alles, was Event ist, wurde gecancelt. Messen und andere Großveranstaltungen konnten von einem Tag auf den anderen nicht mehr stattfinden.

Dabei sind Weiterbildungsmessen nicht nur für uns, sondern gerade für potentielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein durchaus bedeutsamer Treffpunkt, denn das persönliche Kennenlernen und Informationen aus erster Hand stehen bei diesen Events im Mittelpunkt. Weiterbildungsinteressierte können im direkten Gespräch mit uns als Beraterinnen und Beratern herausfinden, welche (Weiterbildungs-) Möglichkeiten und Perspektiven ihnen offenstehen und welcher Kurs oder Lehrgang sie dabei unterstützt sowie zu ihnen und ihren Bedürfnissen passt.

Nun über mehrere Monate oder länger abgesagt, fehlt dieser erste Kennenlern- und Kontaktpunkt für beide Seiten: Ärgerlich für Weiterbildungsinteressierte, teils tragisch für uns Bildungsanbieter. Gemeinsam suchten wir Weiterbildungsträger daher nach einem Plan B, ein alternatives, jetzt digitales Format musste her:

Am Donnerstag, den 29.10.2020 starten über 100 Bildungsunternehmen aus dem Ruhrgebiet die erste Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr. Diese Messe richtet sich in erster Linie an Jobsuchende und Beschäftigte, die eine Weiterbildung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters starten möchten.

In diesem Beitrag erzähle ich über die Entstehungsgeschichte der ersten Digitalen Weiterbildungsmesse Ruhr, denn die kreative, vernetzte Zusammenarbeit zwischen uns Bildungsträgern sagt viel über Spirit, Pioniergeist, Improvisationsvermögen und Zusammenhalt in schwierigen Corona-Zeiten aus.

Digitale Vernetzung statt persönliche Treffen

In der Corona-Phase zahlte sich schnell aus, dass sich viele von uns Weiterbildungsunternehmen längst vernetzt haben. So gibt es allein im Ruhrgebiet die fünf Netzwerke: Weiterbildung im Revier e. V., Dortmunder Weiterbildungsforum e. V., Weiterbildungsforum Oberhausen-Mülheim e. V., Gelsenkirchener Forum, Netzwerk Weiterbildung Duisburg. Gerade planten wir gemeinsam noch ein klassisches Event für den Herbst 2020 – den 1. Weiterbildungskongress Ruhr, der mittlerweile auf 2021 verschoben wurde – schon starteten wir stattdessen mit der Planung eines virtuellen Projektes: einer Digitalen Weiterbildungsmesse.

Da traf es sich gut, dass wir trotz aller widrigen Umstände – quasi mit Beginn der Krise – die Aktivitäten unserer Netzwerke sogar noch intensivierten. Es ging um Fragen der Wiedereröffnung von Unterricht, nach digitalen Alternativen, rechtlichen Fallstricken und Hygieneregeln. Es ging darum schnelle, kurzfristig brauchbare Lösungen zu finden – Improvisationsvermögen allenthalben. In der Not halfen wir uns gegenseitig, wir tauschten uns aus und lernten gemeinsam miteinander, wie wir mit den Herausforderungen von Corona umgehen könnten. Statt als Wettbewerber Wissen zu horten und sich von anderen Mitstreitern abzuschotten, teilten wir unser Wissen und profitierten so von den Erfahrungen eines jeden – Kollaboration statt Konkurrenz.

Wir trafen uns digital über Zoom, Skype, Webex, Teams. Sogar die Mitgliedsversammlungen der Weiterbildungsnetzwerke fanden mittlerweile online und virtuell statt. Und auch der Austausch mit unseren Partnern wie der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern intensivierte sich durch die gemeinsame Ansprache als ein Netzwerk.

Schnell entwickelten wir dabei gemeinsam auch die Idee einer alternativen Lösung zu herkömmlichen Weiterbildungsmessen. Schließlich ist es gerade jetzt wichtig, öffentlich nicht nur über Bildung an Schulen, sondern auch über Weiterbildung zu sprechen, weil das Thema Weiterbildung in Zeiten des Corona-Arbeitsmarktes wichtiger denn je ist: Die Möglichkeit der Qualifizierung in Kurzarbeit oder während einer Arbeitslosigkeit bietet allen Akteuren – Unternehmen wie Berufstätigen – viele Chancen, sich fit zu machen für die zukünftigen Anforderungen unserer Arbeitswelt. Weil aber klassische Events wie Messen auf absehbare Zeit nicht mehr stattfinden werden, war klar: Etwas Digitales muss es sein!

Digitale Weiterbildungsmesse – Quadratur des Kreises

Aber geht das überhaupt: Eine digitale Messe? Zeichnen sich doch klassische Messeveranstaltungen gerade durch persönliche Treffen, direkten Austausch und echten Dialog aus. Genau diese „persönlichen“ Aspekte waren daher auch die Mindestkriterien für unsere Suche und Auswahl einer digitalen Möglichkeit für eine Weiterbildungsmesse. Gemeinsam suchten wir, Kolleginnen und Kollegen von Weiterbildungsunternehmen, nach einer guten Variante: Wir probierten verschiedene Plattformen und diskutierten eigene „selbstgebaute“ Lösungen.

Schließlich landeten wir bei einem Messe-Veranstalter, der genau das umgesetzt hatte, was wir und viele andere Bildungseinrichtungen selbst erlebt hatten, nämlich das eigene Geschäftsmodell schnell in die digitale Variante zu transformieren. Als reiner Anbieter von klassischen Präsenzmessen schuf auch dieser Messe-Veranstalter eine digitale Plattform, die genau das erfüllte, was wir suchten: Einfacher, niederschwelliger Zugang, Ermöglichung von echten, persönlichen (Video-)Gesprächen und außerdem noch datensparsam und datensicher.

Auf der digitalen Plattform der Jobwoche ist unter Mitwirkung der regionalen Weiterbildungsnetzwerke nun das Online-Format der Digitalen Weiterbildungsmesse Ruhr entstanden, die jetzt am 29.10.2020 erstmalig stattfinden wird. Erfreulich ist, dass auch die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter von diesem Messe-Event überzeugt werden konnten und als Kooperationspartner der Digitalen Weiterbildungsmesse Ruhr auftreten.

Digitale Vernetzung – Was habe ich persönlich gelernt?

In den vergangenen sechs Monaten konnte ich persönlich durch diese Aktivitäten viel lernen. Die vielen Gespräche und Vorbereitungen für die Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr – online wie offline – stehen für mich dabei beispielhaft für die spannenden Herausforderungen der Corona-Zeit: In extrem kurzer Zeit musste eine tragfähige Lösung gefunden werden, damit etwas digital, kontaktlos und sicher umgesetzt werden kann, was vorher noch und teils sogar nur offline möglich war. Digitale Disruption im Schnellverfahren gewissermaßen.

Was mir dabei aufgefallen ist: Mit Denkweisen des 20. Jahrhunderts kommt man nicht weit. Wer allein im stillen Kämmerlein vor sich hinwerkelt und ganz auf Sicherheit detailliert plant, bevor er handelt, ist verraten und verkauft. Seit Corona und den damit verbundenen Herausforderungen sind Tugenden und ein Mindset gefragt, die typischerweise in Kontexten von New Work oder Arbeiten 4.0 thematisiert werden. So haben wir uns bei den Vorbereitungen der Digitalen Weiterbildungsmesse in

  • informellen und formellen Netzwerken organisiert, die von
  • Kooperation und Kollaboration statt von Konkurrenz geprägt sind.
  • Wir haben in wechselnden Teams aufgabenbezogen gearbeitet,
  • digitale Plattformen und klassische Wege (Telefon und echte Meetings!) parallel oder gar hybrid genutzt,
  • viel Improvisation gebraucht, um pragmatische, brauchbare Lösungen (minimal viable products) zu schaffen
  • und – für mich einer der wichtigsten Aspekte – in einer Atmosphäre gearbeitet, die von Vertrauenvorschüssen geprägt ist.

Ich hatte in den letzten Wochen und Monaten viel Freude bei der unkonventionellen Zusammenarbeit mit allen Akteuren. Gemeinsam mit den Mitstreitern anderer Weiterbildungsunternehmen, den Ansprechpartnern bei unseren Partnern und dem Projektmanager der Messeplattform trafen wir uns in wechselnden Teams online per Zoom wie offline beim Kaffee. Trotz oder gerade wegen der coronabedingten Widrigkeiten erarbeiteten wir gemeinsam pragmatische Lösungen und lernten jeden Tag neu dazu. Wir rissen Kommunikationshürden nieder, schufen Wege und Möglichkeiten, die vorher undenkbar schienen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Jetzt packen wir gerade unseren virtuellen Messekoffer für die Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr. Der neue Messestand wird endlich ausprobiert und wir sind bereits alle ganz aufgeregt wegen unseres neuen digitalen Messe-Formats! Sie lade ich herzlich ein, bei der ersten Digitalen Weiterbildungsmesse Ruhr dabei zu sein, damit Sie sich selbst einen Eindruck davon machen können, was in dieser kurzen Zeit erreicht werden konnte.

P. S.: Ich freue mich sehr auf die tolle Messe und möchte deshalb allen Akteurinnen und Akteuren, die an der Vorbereitung der 1. Digitalen Weiterbildungsmesse beteiligt sind, ganz herzlich danken! Beispielhaft seien hier genannt: Simone Klug vom W.I.R. e.V., Helga Piepenbrink vom dwf e.V., Frank Bahnsen vom TÜV Nord, Peter Urselmann vom Weiterbildungsinstitut wbi, Wolfgang Hildebrand-Peters von den GSI-SLV, Benjamin Herzog von der Jobwoche, allen Kolleginnen und Kollegen der unterstützenden Weiterbildungsunternehmen, Torsten Withake, von der Regionaldirektion NRW mit seinem Team und seinen vielen unterstützenden Kolleginnen und Kollegen in den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Mein besonderer Dank gilt auch unserem tollen Team in der LVQ!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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XING-Profilfelder „Fähigkeiten & Kenntnisse“ und „Ich suche“ – XING für... Thu, 10 Sep 2020 08:04:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/xing-fuer-die-jobsuche/xing-faehigkeiten-kenntnisse-ich-suche-xing-jobsuche.html post-200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/xing-fuer-die-jobsuche/xing-faehigkeiten-kenntnisse-ich-suche-xing-jobsuche.html Martin Salwiczek UPDATE: (Ursprünglicher Artikel vom 03.04.2014: XING-Profilfelder „Ich biete“ und „Ich suche“) Dieser Artikel ist ein aktualisierter Beitrag aus unserer Serie „XING für die Jobsuche“. Die Rubrik… XING-Profilfelder „Fähigkeiten & Kenntnisse“ und „Ich suche“ – XING für Jobsuchende Teil 5 by Martin Salwiczek 10-09-20

Categories: XING für die Jobsuche (inkl. eBook) Jobsuche Karriere Netzwerke(n)

UPDATE: (Ursprünglicher Artikel vom 03.04.2014: XING-Profilfelder „Ich biete“ und „Ich suche“)

Dieser Artikel ist ein aktualisierter Beitrag aus unserer Serie „XING für die Jobsuche“. Die Rubrik „Fähigkeiten & Kenntnisse“ hieß zuvor „Ich biete“. Entsprechend wurde der Titel geändert. In der Serie finden sie gesammelte Erfahrungswerte aus über zehn Jahren XING-Workshops und Einzelcoachings. Viele Fach- und Führungskräfte sowie Berufseinsteiger haben mit Hilfe dieser Serie ihren nächsten Job über XING gefunden.

In diesem Beitrag finden Sie unsere Empfehlungen zur Bearbeitung der Felder „Fähigkeiten & Kenntnisse“ und „Ich suche“. Sie gehören zu den wichtigsten Bereichen im XING-Profil, da Sie durch die Platzierung der geeigneten Schlagwörter Ihre Auffindbarkeit für Recruiter erhöhen können. Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Lesen dieses Artikels die XING-Privatsphäre-Einstellungen anzuschauen, sofern sie es nicht schon getan haben.

XING-Profilfeld „Fähigkeiten und Kenntnisse" – Wofür es gut ist

Sie finden das Feld „Fähigkeiten und Kenntnisse“ unter dem Werdegang in ihrem XING-Profil. Es hat drei Funktionen, wenn Sie auf Jobsuche sind:

1) Es hilft Ihnen dabei, bei XING besser gefunden zu werden.

2) Das Profilfeld dient als übersichtlicher Katalog ihrer wichtigsten Fähigkeiten und Kenntnisse bei Ansicht Ihres Profils.

3) Den Bereich „Fähigkeiten & Kenntnisse“ nutzt XING, um Ihnen optimale Event-, Job-, Gruppen- und Kontaktvorschläge zu machen.

Um zu wissen was Sie hier am besten eintragen sollten ist es hilfreich zu verstehen, wie Suchmaschinen funktionieren, denn XING ist für Recruiter gewissermaßen eine Suchmaschine, um potenzielle Mitarbeiter zu finden. Recruiter nutzen für die Kandidatensuche auf XING entweder den Talentmanager oder die erweiterte Suchfunktion (im Blog Intercessio wird der Unterschied zwischen den beiden Tools erklärt).

Wie Recruiter suchen – Ein Beispiel

Versetzen wir uns beispielsweise in die Lage eines Recruiters, der für die Logistikbranche in NRW eine Projektmanagerin oder einen Projektmanager sucht, die bzw. der mindestens Kenntnisse in SAP und der DIN ISO 9001 hat:

Über die erweiterte Suchfunktion von XING sehen wir hier, wie er vorgehen könnte. Im Feld „Position (heute)“ sehen wir ein * hinter dem Projektmanager. Das Sternchen gibt der Suchmaschine den Befehl, ähnliche ergänzende Begriffe wie „Projektmanagerin“ oder „Projektmanager (TÜV)“ anzuzeigen.

Im Reiter „Fähigkeiten & Kenntnisse“ ist die Begriffskombination „Logistik AND SAP AND ISO 9001“ eingetragen. Das „AND“ ist ein sogenannter „Boolescher Operator“ (Boolesche Operatoren sind Befehle an Suchmaschinen, Begriffe logisch miteinander zu verknüpfen) und erteilt der Suchmaschine den Befehl Profile von XING-Mitgliedern anzuzeigen, die in diesem Fall sowohl Kenntnisse in Logistik als auch in SAP und ISO 9001 haben. 62 XING-Nutzer werden dem Recruiter nun angezeigt. Hier könnte er noch weiterfiltern, z.B. nach Branche, Berufserfahrung oder Sprache um genauere Ergebnisse für seine Stellenbesetzung zu erhalten. Wie sie die erweiterte Suche für die Jobsuche nutzen können, beschreiben wir im Beitrag „XING-Suche mit der richtigen Technik“.

An dieser Stelle ist es entscheidend zu wissen, dass die Suchmaschine dem Recruiter nur die Suchergebnisse anzeigt, die zu seinen Eingaben passen. Trägt ein Bewerber unter Fähigkeiten & Kenntnisse „Projektmanagment“ anstatt „Projektmanagement“ ein, wird er bei der entsprechenden Suche nicht in der Ergebnisliste angezeigt. Achten Sie daher besonders darauf, die Begriffe auch korrekt zu schreiben. Verwenden Sie zudem verwandte Begriffe wie „Projektleitung“ um besser gefunden zu werden. Ein zweiter wichtiger Aspekt: Recruiter werden über XING nicht nach Soft Skills suchen, sondern nach Kompetenzen, die sich aus Erfahrungen, Qualifikationen und erworbenem Wissen zusammensetzen. Verzichten Sie in diesem Feld daher auf Begriffe wie „Teamfähigkeit“, „Motivation“ oder „Verantwortungsbewusstsein“.

XING-Profilfeld „Fähigkeiten und Kenntnisse“: Fachliche und sachliche Schlagwörter nutzen

Konzentrieren Sie sich beim Ausfüllen des Bereichs „Fähigkeiten & Kenntnisse“ auf Schlagwörter, die Ihre fachlichen Kompetenzen beschreiben. Je präziser und klarer die Begriffe, desto eher werden Sie gefunden, desto passender sind die Vorschläge die XING Ihnen macht und desto klarer das Bild, dass Sie nach außen transportieren. Mittlerweile unterstützt XING Sie sogar bei der Auswahl passender Begriffe. Klicken Sie unter Fähigkeiten & Kenntnisse auf „Bearbeiten“ können Sie Fähigkeiten hinzufügen. Premium-Mitglieder bekommen zudem Vorschläge für Begriffe, die zu den bisherigen Angaben im XING-Profil passen. XING zeigt dabei an, wie häufig nach diesen Begriffen in den letzten sieben Tagen gesucht wurde.

Als Premium-Nutzer wird Ihnen zusätzlich mit der „Fähigkeiten-Analyse“ aufgezeigt, wie häufig nach Ihren bestehenden Begriffen gesucht wird. So können Sie überprüfen, ob die bisher eingetragenen Begriffe eine Relevanz haben und zu dem Bereich passen, in dem Sie arbeiten möchten.

Hier drei Beispiele von LVQ-Absolventen, die bei der Jobsuche mit XING erfolgreich waren:

1) Staatlich geprüfter Techniker (Kraftfahrzeugtechnik) mit Weiterbildungen im Qualitätsmanagement und in der Arbeitssicherheit

Kraftfahrzeugtechnik, Automotive, Sonderfahrzeugbau, Maschinenbau, Anlagenbau, Qualitätsmanagement, SPC, Six Sigma, ISO/TS 16949, TQM, QM-Audit, Projektmanagement, Fachkraft für Arbeitssicherheit

2) Diplom-Kaufmann, Schwerpunkt Marketing, mit Weiterbildungen in den Bereichen Social Media und Online Marketing

Marketing, Kommunikation, Markenführung, Strategische Beratung, Konzeptionelle Beratung, Produktmanagement, Neuromarketing, Online Marketing, SEO, SEA, Social Media Marketing

3) Hochschulabsolvent der Sozialwissenschaften, mit Weiterbildungen in den Bereichen agile Methoden (Scrum), Projektmanagement und Online Redakteur

Projektmanagement, agile Methoden, agiles Mindset, Scrum, Kanban, MS-Project, Prozessmanagement, Online-Redaktion, Content Marketing, SEO, Social Media, Wordpress, hohe Bereitschaft auch themenübergreifende Aufgaben zu übernehmen, Fähigkeit mich schnell in neue Themen einzuarbeiten.

„Fähigkeiten & Kenntnisse“ – Was ist erlaubt?

Ein wichtiger Hinweis zu Beispiel 3: Sowohl Berufs- als auch Quereinsteiger haben häufig eine diversere Palette an Schlagwörtern, gerade wenn sie über kein ausgewiesenes Expertenwissen verfügen. Selbst wenn Sie nur über in Weiterbildungen erworbenes Grundwissen in bestimmten Themen verfügen, ist es als Berufseinsteiger legitim, entsprechende Begriffe einzutragen.

Es geht nicht darum, dass Sie sich hier als Experte profilieren. Sie zeigen, für welche fachlichen Themen Sie stehen möchten, um entsprechend gefunden zu werden.

Das gilt übrigens nicht nur für Berufseinsteiger, sondern auch für Menschen, die sich beruflich umorientieren oder verändern möchten. Wie umfangreich Ihre Erfahrungen oder wie tief Ihr Wissen ist, lässt sich aus dem Werdegang entnehmen.

Wir sehen in Beispiel 3 zusätzlich eine Abkehr von der Empfehlung, reine Schlagwörter in das Feld „Fähigkeiten & Kenntnisse“ einzutragen. Das geht vereinzelt in Ordnung, sofern man eine klare Botschaft vermittelt. Formulierungen wie im Beispiel 3 können das Interesse an der Person dann sogar erhöhen. Dies empfehlen wir jedoch nur dann, wenn Sie noch kein XING-Portfolio erstellt haben, oder das Portfolio nicht als erstes für Besucher Ihres Profils sichtbar machen. Andernfalls ist eine klare Verschlagwortung sinnvoller, da speziell Einzelbegriffe statt Halbsätze häufig von Recruitern eingegeben und gesucht werden.

XING-Profilfeld „Ich suche…“ – Das Stellengesuch diskret und konkret formulieren

Das Feld „Ich suche“ eignet sich gut, um auf die Jobsuche hinzuweisen. Doch wie formulieren Sie Ihr „Gesuch“ idealerweise?

Durchgesetzt hat sich die Phrase „Neue Herausforderung“, da sie häufig von Recruitern oder Personaldienstleistern verwendet wird, um Fachkräfte im Jobwechsel ausfindig zu machen. Alternativ passen auch folgende Formulierungen:

  • „Anstellung als..“,
  • „Führungsposition als/im...“,
  • „Traineestelle“,
  • „Beruflicher Einstieg in folgenden Bereichen“,
  • „Praktikum/Projektmitarbeit in..“.

Ergänzen Sie nun die entsprechenden Positionen oder Bereiche:

Bonustipp: Suchen was andere suchen

Wie spannend das Feld „Ich suche“ für Ihre Jobsuche sein kann, zeigen wir Ihnen anhand eines abschließenden Beispiels. Dafür nutzen wir noch mal die erweiterte Suchfunktion bei XING:

Folgenden Suchauftrag haben wir vorgenommen: Die XING-Datenbank soll uns alle XING-Nutzer aus 1) NRW anzeigen die 2) Im Tätigkeitsfeld Personalwesen und HR tätig sind und 3) Projektmanager suchen. 191 Mitglieder werden mir angezeigt. Das könnten Sie nun noch genauer filtern, zum Beispiel nach Branche. Suchen Sie selbst nach einer Anstellung im Projektmanagement, könnten Sie so die passenden Personaler finden.

Personaler wiederum gehen umgekehrt vor und suchen, wie bereits geschildert, nach Mitgliedern die Begriffe wie „Neue Herausforderung“, „Beruflicher Einstieg“ oder „Anstellung“ im Feld „Ich suche“ eingetragen haben.

Fazit

Sowohl die „Fähigkeiten & Kenntnisse“, als auch der „Ich suche“-Bereich sind wichtige Felder für Personaler um geeignete Kandidaten für zu besetzende Stellen zu finden. Behalten Sie beim Ausfüllen beider Felder daher immer im Auge, wonach ein potenzieller Arbeitgeber suchen würde. So kann zum Beispiel der Blick in die für sie relevanten Stellenausschreibungen hilfreich sein, um Ihr Profil um geeignete Begriffe zu ergänzen. Berücksichtigen Sie aber auch, welche Schlüsselbegriffe zu der von Ihnen gewünschten beruflichen Ausrichtung passen. Möchten Sie zum Beispiel nicht mehr im Vertrieb arbeiten, dann lassen Sie den Begriff aus den Fähigkeiten & Kenntnissen raus. Scheuen Sie sich auch nicht davor Grundkenntnisse einzutragen. Diese können einen Personaler in Kombination mit ihren weiteren Qualifikationen für bestimmte Positionen schon reichen. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Optimieren Ihres Profils!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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„Meine Weiterbildung half mir meine Leidenschaft zu zertifizieren.“ –... Thu, 03 Sep 2020 08:15:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/geisteswissenschaftler-berufseinstieg-softwareentwickler-it-unternehmen-weiterbildung.html post-272 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/geisteswissenschaftler-berufseinstieg-softwareentwickler-it-unternehmen-weiterbildung.html Angela Borin Romanistin und Philosophin Lisa Lokotsch verrät im Telefoninterview, wie ihre Bewerbungsphase samt Vorstellungsgespräch in Corona-Zeiten verlaufen ist, wie sie ihren Job gefunden und wie ihr ihre… „Meine Weiterbildung half mir meine Leidenschaft zu zertifizieren.“ – Wie Geisteswissenschaftlerin Lisa Lokotsch in Corona-Zeiten ihren Job fand by Angela Borin 03-09-20

Categories: Erfolgsgeschichten

Kurz bevor COVID-19 Deutschland im März lahm gelegt hat, beendete Lisa Lokotsch ihre Weiterbildung in unserem Haus und startete direkt aus dem Homeoffice in ihr zweimonatiges Praktikum. Leider ist daraus jedoch keine Vollzeit-Festanstellung geworden, sodass die studierte, berufseinsteigende Philosophin und Romanistin ihre Jobsuche inmitten von Corona wieder aufnehmen musste und zeitnah ihren Job bei prodot fand. Wie ihr Weg dorthin und ihr Einstellungsgespräch vor dem aktuellen Hintergrund verlaufen sind, erzählt sie uns heute im Telefoninterview.

Liebe Lisa, schön mit Dir zu telefonieren! Ein Kommunikationskanal, der uns allen vor dem aktuellen Hintergrund mehr als gut bekannt ist. Dennoch stellen die digitalen Umstrukturierungen, Videocalls und das fehlende persönliche Face-to-Face viele im beruflichen Kontext noch immer vor Herausforderungen – insbesondere Jobsuchende. Wie ging es Dir damit?

Mit LinkedIn zum Job

Lisa: Tatsächlich ziemlich gut. In meiner Jobsuche habe ich nach wie vor alles genau so gemacht wie vor Corona auch – digital und online. Das heißt, ich habe weiterhin auf XING, LinkedIn, der Arbeitsagentur-Seite oder auch in den Jobbörsen wie Stepstone nach einem Job gesucht und Begriffe wie Online- oder Social-Media-Marketing eingegeben. Und da man sieht, zu welchem Zeitpunkt die Stellenanzeige eingestellt wurde und man danach filtern kann, konnte ich festmachen, ob sich eine Bewerbung lohnt.

Das, was jetzt aber hinzugekommen und aufgefallen ist: Absolut alles läuft über Videocall. Jeder Arbeitgeber möchte den Bewerber entweder im Telefon- oder im Videointerview kennenlernen. Manchmal sogar beides. So war es beispielsweise auch bei meinem jetzigen Arbeitgeber.

Eine Entwicklung, mit der vor Corona die wenigsten gerechnet hätten. Magst Du uns von Deinem Arbeitgeber und Deinem ersten Kontakt mit dem Unternehmen erzählen?

Lisa: Gern. Mein Arbeitgeber, die prodot GmbH, sitzt in Duisburg am schönen Innenhafen. Wir stellen Individualsoftware her. Das bedeutet, wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Geschäftsprozesse zu digitalisieren, zum Beispiel durch Mobile Apps oder die Cloud.

Im Videocall geht es noch viel deutlicher um die Teamebene

Auf prodot bin ich über eine Stellenausschreibung bei LinkedIn aufmerksam geworden. Ich sollte eine E-Mail mit meinen Bewerbungsunterlagen an die Recruiterin verschicken, was ich auch tat und kurz darauf hat sie sich bei mir gemeldet und mir ein Telefonat angeboten. Dabei habe ich mich schon sehr wohl gefühlt, da es im ersten Schritt weniger fachlich, sondern eher menschlich freundschaftlich war und meine Ansprechpartnerin einen freundlichen und entspannten Eindruck machte. Es ging bei diesem Gespräch in erster Linie um die Beziehungsebene, zu schauen, ob ich überhaupt ins Team passen könnte. Daraus hat sich dann ein sehr schönes Gespräch entwickelt, sodass sich meine direkte Vorgesetzte, die Director of Marketing and Design, mit mir in Verbindung setzte und ein Videointerview ausmachte.

Das klingt so, als hätte alles gleich gepasst. Wie ging es im Bewerbungsprozess dann weiter?

Lisa: Auch der Videocall war – ich würde sagen – familiär und auf das Team bedacht. Natürlich standen fachliche Fragen mehr im Vordergrund, mein Werdegang und meine Motivation für prodot arbeiten zu wollen wurden hinterfragt, aber mir wurde auch gesagt, wie so ein Arbeitsalltag aussehen könnte. Gerade darüber war ich sehr froh, weil das Sicherheit gibt, sich bei der richtigen Firma beworben zu haben.

Strategieaufgabe und Videocall als Ersatz für den Probearbeitstag

Da es wegen Corona schwierig war, einen Probearbeitstag im Büro zu realisieren, habe ich im Anschluss eine schriftliche Aufgabe erhalten, die mir gut gezeigt hat, wie die Arbeit bei prodot tatsächlich sein kann. Die Bearbeitung hat meiner Vorgesetzten so gut gefallen, dass ich diese dann per erneutem Videocall dem ganzen Team vorstellen sollte, darunter sogar einem der beiden Geschäftsführer.

Der Prozess war also sehr umfangreich, hat mir aber einen so guten Eindruck und Überblick von meinem jetzigen Arbeitgeber verschafft, sodass ich nur noch unterschreiben konnte, als die Zusage kam. Zumal prodot auch zu jeder Zeit super flott war, innerhalb von vier Wochen war ich im Job.

Wow. Das ist natürlich eine wahnsinnige positive Ausgangssituation für beide Seiten! Was glaubst Du, wieso hast Du Dich gegen Mitbewerber durchgesetzt?

Kleine Besonderheiten öffnen die Tür zum Job

Lisa: Meine Erfahrungen, Qualifikationen und Weiterbildungen passten zu der ausgeschriebenen Stelle. Zudem habe ich viel Zeit in die Hausaufgabe gesteckt, was sich später als sehr gut herausstellte. Es ist wichtig, zu zeigen, dass man genau diesen Job will und durch Engagement den Unterschied macht. So habe ich zum Beispiel schon vor der Zusage an einer Veranstaltung des Unternehmens teilgenommen und konnte neben meinen zukünftigen Teammitgliedern bereits einen der Geschäftsführer kennenlernen. Und so banal es klingt: Ich habe im Vorstellungsgespräch zugehört und nachgefragt. Das kam scheinbar gut an.

Sich schon vorab im eigenen Tätigkeitsbereich bewegen und Informationen sammeln, definitiv eine gute Idee. Welche Aufgaben übernimmst Du denn nun bei prodot genau?

Lisa: Drei große Tätigkeitsfelder fallen in meinen Bereich. Erstens betreue ich unsere Social-Media-Kanäle, erstelle Grafiken und generiere die Posts. Zweitens werden unsere Schulungen auch aufgezeichnet und als Video zur Verfügung gestellt. Daher übernehme ich hierfür den Schnitt.

Aber in der Stellenausschreibung habe ich bereits gelesen, dass nicht nur jemand für Social-Media-Geschichten und Arbeiten vor dem PC gesucht wird, sondern dass ich auch die Möglichkeit habe, rauszukommen. Da ich für den Eventbereich und das Management zuständig bin, kann und muss ich unweigerlich mit anderen in Kontakt treten. Ich organisiere unsere Sommerfeste, die Weihnachtsfeiern, aber auch unsere Meet-Ups mit unserem Partner Microsoft, mit dem wir eng zusammenarbeiten. Momentan natürlich alles digital. Dennoch möchte ich ja etwas von den Leuten und muss glücklicherweise nichts verkaufen. Im Gegenteil: Ich kaufe für uns ein, treibe Speaker auf, schicke Einladungen raus und frage nach, was wir für gewisse Events einplanen können. Und das gefällt mir gut, nicht nur eintönige Aufgabenfelder zu haben.

Das Onboarding in Corona-Zeiten

Bist Du Corona-bedingt damit direkt aus dem Homeoffice gestartet oder wie sah dein Onboarding in diesen Zeiten aus?

Lisa: Grundsätzlich findet das Onboarding aktuell aus dem Homeoffice statt. Aufgrund einiger meiner Aufgaben wie beispielsweise dem Videoschnitt und den damit verbundenen Hardware-Anforderungen fand in meinem Fall die Einarbeitung im Office statt. Zudem telefoniere ich viel mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern. Daher saß ich die erste Woche gemeinsam mit meiner Vorgesetzten jeden Tag im Großraumbüro, um den Arbeitsablauf kennenzulernen und direkt Fragen stellen zu können.

Nicht beirren lassen und den eigenen Weg gehen!

Da habt Ihr einigen Unternehmen ja durchaus etwas voraus. Wolltest Du eigentlich immer in ein IT-Unternehmen oder wie kam das zustande?

Lisa: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir dazu weniger Gedanken im Studium gemacht habe. Ich dachte immer, dass ich meinen Weg schon gehen werde und habe das immer auf mich zukommen lassen. Während meines Französisch- und Philosophie-Studiums habe ich auch in einer anderen Branche – im Restaurant – gearbeitet, aber auch dort habe ich mitunter den Social-Media-Bereich betreut. Das ist jetzt das erste Mal in der IT-Branche. Ich habe mich zwar immer für Technik interessiert, war da aber nie so tief drin. Dieses Ausmaß an Digitalisierung ist also eher Neuland.

Gedanken, die nicht jeder Geisteswissenschaftler so hat, gerade wenn vielleicht auch immer wieder Nachfragen durch Familie und Freunde aufkommen. Wie bist Du dann letztlich zu Deinem Weg gekommen?

Lisa: Das stimmt. Meine Eltern haben mich auch immer gefragt: „Was bist Du denn nach Deinem Studium? Und wo kannst Du denn dann arbeiten? Mach doch lieber was sicheres.“ Aber davon habe ich mich nie beirren lassen. Gerade Philosophie studierst Du, weil es Dir Spaß macht, nicht weil Du Dir später eine goldene Nase verdienst.

„Als Geisteswissenschaflter muss ich mehr mitbringen.“

Nach meinen ersten Erfahrungen mit der Jobsuche war mir aber schnell klar, dass ich zu meinem Studium noch on top etwas leisten muss. Ich hatte sehr schnell zehn Absagen auf 15 geschriebene Bewerbungen erhalten, von vier Unternehmen hatte ich gar nichts gehört und ein Mal konnte ich mich im Vertrieb vorstellen und einen Probearbeitstag machen. Kaltakquise. Das war gar nichts für mich. Und da war mir klar, die Jobs, mit denen es klappen könnte, die machen mir keinen Spaß. Und das kann es schließlich nicht gewesen sein!

Verständlich, wo Du ja eingangs sagtest, Du möchtest nicht verkaufen, sondern kaufen. Wie ging es dann weiter? Du sprachst vorhin ja schon kurz von Deiner Weiterbildung.

Lisa: In der Zeit habe ich mit einer Freundin gesprochen, die bei der LVQ eine Weiterbildung gemacht hat. Sie hat so viel positives erzählt, dass ich unbedingt auch meine fachlichen Fähigkeiten ausbauen und ein Zertifikat mit anerkanntem Namen erlangen wollte. Eine Weiterbildung bringt schließlich immer etwas: Man arbeitet an sich und stellt sich neuen Herausforderungen. Das wollte ich auch und das an diesem Institut, bei der LVQ.

Also hatte ich ein super nettes Gespräch mit Martin Salwiczek, der mich, im Gegensatz zu allen anderen einmal mal fragte: „Was machst Du denn gerne?“. Es ging nicht darum, was andere wollten, sondern einfach darum, was mir Spaß macht und was ich aus meinem Leben machen möchte. Er hat mir zwei Möglichkeiten aufgezeigt – die kreative und die qualiätsorientierte Schiene – und mich so „an die Hand genommen“. Und da ich durch meine Arbeit in der Gastronomie Spaß am Social-Media-Bereich fand, habe ich meine Weiterbildung in die kreative Richtung fließen lassen.

„Mithilfe meiner Weiterbildung habe ich meinen Weg gefunden!“

Das klingt nach einer guten Hilfestellung. Wie war dann Deine Zeit bei der LVQ?

Lisa: Definitiv. Das Beratungsgespräch hat mir geholfen, herauszufinden, was ich möchte und was zu mir passt. Und so ging es auch weiter. Vom Empfang über die Dozenten bis zum Geschäftsführer: Alle waren super freundlich und hilfsbereit und das motiviert.

Dazu kommt, dass die Dozenten wirklich aus dem Berufsleben und nicht nur lehrende Akademiker sind. Teils haben sie einen Tag zuvor noch für einen Kunden gearbeitet und konnten so wirklich Einblick in den Berufszweig und -alltag geben: Was verdienst Du bei einem Kundenprojekt, wie versicherst Du Dich als Freiberufler, wie gehst Du Aufträge an, was musst Du fachlich und menschlich mitbringen. Zusätzliche Punkte, bei denen die Dozenten ein wenig aus dem Nähkästchen plauderten und wir gute Tipps bekamen.

Und unter Anleitung dieser Experten konnten wir als Teilnehmer dann die im Kurs erlernte Theorie direkt praktisch anwenden. Wir wurden nicht allein gelassen und haben nur Hausaufgaben aufbekommen, sondern gemeinsam Fachwissen erlernt und vertieft und dies dann auch wirklich in eigenen praxisorientieren Projekten umgesetzt.

„Learning by doing“ also. Bemerkst Du denn jetzt im Job auch den ein oder anderen Anknüpfpunkt zur Weiterbildung?

Lisa: Da gibt es durchaus sehr große Schnittpunkte. Dadurch, dass ich den Online Redakteur, den Online-Marketing-Manager und den Social-Media-Manager gemacht habe, gucke ich noch immer in die Bücher und Unterlagen rein, die wir von der LVQ bekommen haben. Gerade auch bei rechtlichen Fragen. Das ist echt eine super Auswahl an Fachliteratur und durch meine Weiterbildung kann ich bei prodot dann auch durch mein neu erworbenes Fachwissen glänzen.

Geholfen hat mir aber auch insbesondere mein Praktikum in der Werbeagentur Kreative KommunikationsKonzepte. Da konnte ich mitnehmen, dass Marketing definitiv etwas für mich ist, da ich in einige Bereiche reinschnuppern durfte und mein Wissen erweitern konnte. Ich musste Fachartikel über Marketing schreiben, Webseiten mit Contentmanagement-Systemen bearbeiten, Texte für Youtube-Videos aufbereiten, aber auch Ideen für das Visuelle erarbeiten. Und genau das hilft mir für meine jetzige Tätigkeit.

Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken: Der Türöffner ins Praktikum

Wie kamst Du denn zu diesem Praktikum und warum bist Du nicht dort geblieben?

Lisa: Durch mein Praktikum ist mir klar geworden, dass ich es spannender finde, das Marketing für ein bestimmtes Unternehmen zu übernehmen. Ich habe von der Werbeagentur zwar ein Jobangebot in Teilzeit erhalten, wollte aber bei einem Unternehmen ankommen und für dieses die Marketing-Maßnahmen aufsetzen. Ich wollte dort mitgestalten, mitentscheiden können und mich mit diesem einem Unternehmen identifizieren. So bin ich dann zu prodot gekommen.

Dennoch war das Praktikum eine sehr lehrreiche Zeit, die mit einer Anfrage bei LinkedIn startete. Ich hatte dem Agenturchef Gerhard Schröder – während meiner Zeit bei der LVQ – über LinkedIn eine Kontaktanfrage geschickt und diese wurde mit den Worten „Viel Spaß bei der LVQ“ beantwortet. Und dann kam er einfach nochmal auf mich zu und fragte, ob ich auch ein Praktikum suchen würde. So sind wir dann, noch vor den Corona-Einschränkungen, zusammen einen Tee trinken und spazieren gegangen und ich bin dann durch Corona direkt mit Homeoffice ins Praktikum gestartet. Das war wirklich spannend und etwas anders als zuvor geplant. Dadurch dass wir aber jeden Tag Telefonkonferenzen hatten, konnte ich mich gut einbringen und angelernt werden.

Durch Netzwerken ins Praktikum: Da erübrigt sich ja fast die Frage, wie Du zu dem Thema stehst.

Lisa: (lacht) Das sehe ich als große Chance, die beruflichen Kontakte auszubauen und zu pflegen. Noch immer bin ich beispielsweise mit dem Agenturchef vernetzt und so sind wir noch immer auf dem Schirm des anderen. Man kann sich durch eine gepflegte Vernetzung gegenseitig unterstützen, kooperieren und ich als Berufseinsteigerin kann auch nachfragen und in meinem Bereich wachsen. Man schaut so auch über den eigenen Tellerrand hinaus und wird auf immer mehr spannende Leute und Themen aufmerksam. So teile ich vieles und folge auch einigen, zum Beispiel unseren Event-Speakern, weil es zum einen interessant ist, zu sehen, was andere machen und weil ich zum anderen daraus auch wieder Content generieren kann. So wäscht dann eine Hand die andere.

Fähigkeiten aufbessern und Mut beweisen

Eigentlich ist das dann ja schon der große Geheimtipp. Dennoch: Gibt es etwas, was Du Jobsuchenden in Corona-Zeiten mit auf den Weg geben kannst – speziell auch Geisteswissenschaftlern?

Lisa: Einfach trauen und sich bewerben. Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich so schnell etwas finde, aber es gibt Branchen, die wirklich kaum bis gar nicht von Corona betroffen sind. Gerade in meiner jetzigen Branche ist das vielfach so, da viele andere Unternehmen nun gemerkt haben, dass sie stark Büro- und Papier-gebunden sind. Und da können speziell IT-Unternehmen helfen, die digitale Schnittstelle umzusetzen.

Für Geisteswissenschaftler ist es wichtig, sich nicht reinreden zu lassen. Als Absolvent ist es ist schwierig auf dem Arbeitsmarkt. Wenn aber die Zeit besteht, spezifischere Weiterbildungen und Praktika zu machen, wird es durch die erworbene Erfahrung einfacher. Als Generalist muss man echt etwas vorweisen können und das kann man super, wenn man die eigenen Fähigkeiten verbessert und sich dies zertifizieren lässt. Ich konnte das bei der LVQ machen und habe gelernt, Content zu generieren, Homepages zu bauen, Strategien zu entwickeln und dadurch zu zeigen, dass ich die theoretischen Inhalte anwenden und umsetzen kann. Und das brachte mich zu meinem Job.

Nicht reinreden lassen, weiterbilden und die Branche im Blick behalten: Drei Tipps, die sich gerade in der jetzigen Zeit als hilfreich erweisen können. Danke, Lisa, für dieses aufschlussreiche Interview und alle Gute für Deine weitere berufliche Zukunft!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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Impulse zur Zukunft und zum Wandel der Arbeit: Verlosung 2er Tickets für... Thu, 27 Aug 2020 08:10:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/wandel-arbeit-new-work-wsxd-verlosung.html post-270 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/wandel-arbeit-new-work-wsxd-verlosung.html Angela Borin Von der Digitalisierung über New Work, moderne Führung und den Kulturwandel bis hin zu digitaler Rechtssicherheit geht es auf dem WorkSmart Experience Day um die Zukunft der Arbeitswelt. Als… Impulse zur Zukunft und zum Wandel der Arbeit: Verlosung 2er Tickets für den #WSXD20 by Angela Borin 27-08-20

Categories: Neue Arbeitswelt

In unserer sich rasant und dynamisch verändernden Arbeitswelt, insbesondere durch die Digitalisierung, sehen wir uns vermehrt mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Ein Austausch über die Zukunft der Arbeit, New Work, Arbeiten 4.0 und ein Ausprobieren smarter Methoden zum Umgang mit dieser neuen Arbeitswelt gewinnt somit zunehmend an Bedeutung. Bereits im vergangenen Jahr hat die migosens GmbH dazu den WorkSmart Experience Day ins Leben gerufen, der live im Impact Hub Ruhr in Essen stattfand. Genauer nachzulesen in unserem Recap des Events.

Auch und ganz besonders in diesem Jahr ist der Wandel der Arbeit als Thema aktueller denn je. Ob technische Herausforderungen durch die Digitalisierung, die damit verbundenen kulturellen Veränderungen oder die aktuell verursachten Umwälzungen in den Unternehmen: Wir sind alle auf die ein oder andere Weise vom Umbruch betroffen. Daher lädt der WorkSmart Experience Day auch dieses Jahr wieder dazu ein, diese Veränderungen in der Arbeitswelt aufzugreifen und unter dem Motto: „Wandel der Arbeit – menschlich, digital, nachhaltig“ zu beleuchten.

Dieses Jahr im Online-Format kommen erneut Experten rund um die neue Arbeitswelt mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft zusammen und gehen sowohl der Arbeitskultur von heute und morgen als auch dem Umgang mit dieser dank smarter Methoden auf den Grund. Wir als LVQ unterstützen den WorkSmart Experience Day20 als offizieller Partner, verlosen am Ende dieses Beitrags zwei Tickets für das Event am 01.10.2020 und freuen uns auf die zweite Runde des von migosens initiierten Austauschs.

Digitalisierung, Kulturwandel, moderne Führung und digitale Rechtssicherheit

Von global voranschreitender Vernetzung durch alle Strukturen über New-Work-Erfahrungen aus aller Welt bis hin zu moderner Führung, selbstorganisierten Teams und digitalem Arbeitsrecht erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen #WSXD interessante Keynotes, Workshops und moderne Methoden zum Ausprobieren. Darüber hinaus erhalten sie mithilfe spannender Best Practices Impulse und Inspirationen, sich selber mit smarter Arbeit und den daraus resultierenden Veränderungen zu befassen und im eigenen Unternehmen als Vordenker zu agieren. Mit im Gepäck haben die Experten der neuen Arbeitswelt – unter anderem Raphael Gielgen, MOWOMIND, Maike Küper und John Lack – verschiedene Fragen, für welche Experten und Teilnehmerinnen sowie Teilnehmer am Ende des Tages Lösungsansätze erarbeiten wollen:

  • Wie kann ein Kulturwandel im Unternehmen gelingen?
  • Wie kann moderne Führung vor dem Hintergrund der aktuellen Situation aussehen?
  • Welche smarten Methoden lassen sich im Unternehmen umsetzen?
  • Wie kann im Sinne von New Work Mehrwert für das Team und das Unternehmen geschaffen werden?
  • Wie kann die Rechtssicherheit im digitalen Raum unter New Work gewährleistet werden?

In den kommenden Wochen bis zum Veranstaltungstag erscheinen im Work Smart Blog stetig Referenteninterviews, in denen die Experten Einblicke in ihre Themenwelt und gute Gründe für eine Wandlung hin zu New Work geben. Wer sich ein Ticket sichern oder nähere Informationen zum WorkSmart Experience Day20 erhalten möchte, findet diese unter wsxd.ruhr.

Sichern Sie sich Ihr kostenloses Ticket für den #WSXD20!

Neben den zu erwerbenden Tickets verlosen wir, als offizieller Partner des WorkSmart Experience Day20, in den kommenden Wochen zwei „Eintrittskarten“ für den #WSXD20. Wie Sie eines der beiden kostenfreien Tickets erhalten können?:

Hinterlassen Sie uns bis zum 18.09.2020 hier unterhalb dieses Artikels einen kreativen Kommentar, in dem Sie uns erzählen, welche Berührungspunkte Sie bisher mit New Work und smarten Methoden hatten und warum Sie sich gerne zum Thema Work Smart und New Work austauschen möchten. Die zwei originellsten Beiträge entscheiden die Verlosung für sich und gewinnen eines der beiden Tickets. Die Auswahl nehmen wir, die LVQ als Partner des #WSXD, vor. Der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare! Also erzählen Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen.


 


 

 

 

 

 

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Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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New Work: Auch für Bewerber und Angestellte geeignet? – Interview mit... Thu, 20 Aug 2020 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/new-work-jobsuche-experteninterview-mowomind.html post-269 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/new-work-jobsuche-experteninterview-mowomind.html Angela Borin Einmal um die Welt haben Anna und Nils Schnell von MOWOMIND sich in vielen unterschiedlichen Unternehmen und Ländern einen Eindruck von der neuen Arbeitswelt verschafft. Im Interview erzählen die… New Work: Auch für Bewerber und Angestellte geeignet? – Interview mit den New-Work-Experten Anna und Nils Schnell von MOWOMIND by Angela Borin 20-08-20

Categories: Bewerbung und Jobsuche Neue Arbeitswelt Experteninterviews

New Work ist das Kernthema von Anna und Nils Schnell. Wir haben die Beiden auf dem letzten WorkSmart Experience Day in Essen persönlich kennengelernt. Eine Veranstaltung, die die beiden New-Work-Experten – auch bekannt als MOWOMIND – im wahrsten Sinne des Wortes grafisch untermalt haben. Kurz danach erschien ihr Buch „New Work Hacks“ auf dem Markt und die Beiden bereisten die Welt, um sich in unterschiedlichen Ländern und Unternehmen über die neue Arbeitswelt auszutauschen und diese voranzubringen. Heute sprechen sie mit uns über ihre Erfahrungen, ihr Buch und geben einige Tipps, wie Bewerber auch jetzt mit dem New-Work-Gedanken in die Jobsuche gehen können.

Hands-on mit New-Work-Hacks

Liebe Anna, lieber Nils, vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für ein Interview mit uns nehmt. Noch bevor Corona die Arbeitswelt ganz schön auf den Kopf gestellt hat, kam Euer erstes Buch auf den Markt. Wie kam es zu der Idee von „New Work Hacks“?

Anna und Nils: Wir haben immer wieder gemerkt, dass viele Führungskräfte, Mitarbeiter und Unternehmen die Methoden, Formate und Modelle, die für uns selbstverständlich sind, gar nicht kennen. Aber immer wenn wir diese vorgestellt haben, hat das für Begeisterung gesorgt.

Und da wollten wir dann „Hands-on“-Methoden zusammenstellen, um den Menschen Umsetzungsmöglichkeiten an die Hand zu geben. Kein Theoriebuch, sondern so konkret wie möglich Tipps und Tricks beschreiben, damit die Leute das wirklich anwenden können.

Nun kann sich nicht jeder etwas unter dem Begriff „New Work Hack“ vorstellen. Könnt Ihr erklären, was einen solchen Hack ausmacht und worauf es dabei ankommt?

Anna und Nils:New Work Hacks“ sind Kniffe und Tricks, die helfen das gemeinsame Kommunizieren, das gemeinsame Arbeiten weiterzuentwickeln. Sie gehen über das reine Miteinander-Reden hinaus und zielen so darauf ab, zu verschiedenen Situationen und Herausforderungen kleine und größere Rahmung zu bieten, innerhalb derer etwas Konstruktives geschehen kann.

Uns war es wichtig, die Hacks so konkret wie möglich darzustellen, so dass sie einen tatsächlichen Mehrwert für den späteren Anwender bringen können. So haben wir beispielsweise bei jedem Hack – der eine Methode, ein Format oder ein Gedankenspiel sein kann – beschrieben, was die typischen Stolperfallen sind und welche Punkte es zu beachten gilt. Am Ende geht es ja darum, dass das Buch eine Veränderung begleiten kann.

Neues Handlungspotenzial auf allen Ebenen

Veränderung ist das Stichwort der Stunde. Corona hat Dinge in Gang gebracht, die vorher für einige undenkbar waren: konsequentes Homeoffice, virtuelle Meetings und eigeninitiative Arbeit. Doch macht das schon New Work aus oder welcher Schritt muss aus Eurer Sicht folgen, um die Wandlung zu meistern?

Anna und Nils: Zwei Dinge sind in dieser Zeit sehr deutlich geworden. Mitarbeiter mussten viel eigenverantwortlicher arbeiten, weil sie nicht im gewohnten Arbeitsumfeld waren und Dinge, die grundsätzlich nie gingen, haben plötzlich doch funktioniert.

Daraus sind neue Herausforderungen, aber auch Chancen erwachsen und sie können weiter entstehen. Das Selbstverständnis ist auf einmal aufgebrochen, Eigenverantwortung musste neu entwickelt werden, um weiterhin angemessen zu arbeiten. Die Möglichkeit zur Veränderung war plötzlich da und hat neues Handlungspotenzial auf allen Ebenen mitgebracht. Gerade in Deutschland ist das eine spannende Entwicklung, weil man sich vorher gegen den Wandel gestellt hat.

Bedürfnisorientierte Kommunikation: Von dem Task zum Mitarbeiter

Daher wird es wichtig sein, gemeinsam im Team noch konsequenter zu schauen, was wir alles in dieser Zeit gelernt haben und was wir (sinnstiftend) verändern wollen. Soviel ist gerade bewegt worden, so viel Arbeit musste, aber konnte eben auch plötzlich anders durchgeführt werden. Voller Fokus auf die Learnings und Einblicke während und nach Covid-19, haben wir die Chance dieses Momentum zu nutzen.

Wir glauben, dass es jetzt als Unternehmen wirklich wichtig ist, Mitarbeitern Rahmen zum Reflektieren und Weiterentwickeln zu stellen. Also bedürfnisorientiert zu fragen, was der Mitarbeiter gerade braucht, um gut arbeiten zu können. Das bekommt nun mehr Raum als voher, weil Führungskräfte sich anders um ihre Mitarbeiter kümmern mussten. Dadurch hat sich die Kommunikationsebene und die Herangehensweise geändert. Es werden nicht mehr nur Tasks abgearbeitet.

Welche Eurer Hacks aus dem Buch kommen denn nun vor dem Corona-Hintergrund gerade noch zum Tragen?

Anna und Nils: Grundsätzlich tatsächlich immer noch alle. Die Frage ist eher, ob es welche gibt, die jetzt besonders spannend sind, um in dieser Situation zu unterstützen. Und natürlich auch, welche Hacks man gut remote, also ortsunabhängig, durchführen kann.

New-Work-Hacks in Corona-Zeiten

Dazu zählt in jedem Fall der Golden Circle von Simon Sinek, weil dieser nicht nur dazu dient, festzustellen, „was“ sondern auch „wie“ und „warum“ man arbeitet. Das ist gerade jetzt wichtig, wo eine kleine Zäsur stattgefunden hat und die Menschen in den Unternehmen sich genau mit diesem „Wie“ beschäftigen mussten. „Ist die Arbeit, wie wir sie machen wirklich sinnvoll oder machen wir das, weil es immer so war?“ Dadurch entfällt natürlich vieles oder wird ersetzt.

Auch die Week of Learning – als digitale oder Hybridlösung – hilft, gemeinsam zu schauen, welches Wissen jetzt unternehmensweit entscheidend ist und unter den Mitarbeitern geteilt werden sollte. Also was haben wir jetzt in der Krise gelernt, welches Wissen brauchen wir jetzt alle gemeinsam und wie stellen wir dieses zur Verfügung, damit es keine weiteren Fragezeichen bei keinem Mitarbeiter mehr gibt und alle dieselbe Ausrichtung kennen. Natürlich ist das Gesamtstundenvolumen des Unternehmens, was investiert werden muss, recht groß, geht aber mit einem ebenso großen Wissenstransfer Hand in Hand, sodass das Unternehmen am Ende Zeit sparen wird.

Und natürlich ist auch der Hack Selbstführung spannend, der Hilfestellung für die Frage „Wie kann ich mir in unsicheren Zeiten selbst Sicherheit schaffen?“ verspricht.

Sind durch Corona auch weitere spezielle „Corona-Hacks“ entstanden?

Anna und Nils: Ein neuer Corona New Work Hack ist auf jeden Fall das Status Quo and Go Reflexionsmeeting. Mehrwert und Ziel ist es, das gemeinsam Gelernte für die Zukunft ganz konkret nutzbar zu machen und das Potenzial sinnstiftend zu entfalten. Damit die Krise tatsächlich eine Chance werden kann. In einem zweiten Buch würde das daher mit reinkommen.

Abgesehen davon werden einzelne Hacks jetzt aber auch umso wichtiger. Ein gutes Beispiel ist die Start-Stop-Continue-Methode. Hier schaut man gemeinsam, was gut läuft und weitergeführt oder beendet oder auch mit welchen Dingen begonnen werden soll.

Das neue „Normal“: Flexibel aus Erfahrung lernen

Manche sprechen ja gerade davon, dass Veränderung, Sinn und Werte – und damit auch Eure Hacks – derzeit in den Hintergrund treten, weil Jobsicherheit oberste Priorität hat. Dem Gedanken folgend: Glaubt Ihr, dass viele Unternehmen den Rückschritt antreten werden, sobald es ihnen möglich ist oder ist der Wandel unumgänglich?

Anna und Nils: Wir denken, dass manche Unternehmen es versuchen werden: zurück zu alten Mustern. Gleichzeitig glauben wir jedoch, dass jetzt etablierte, neue Vorgehensweisen in der gemeinsamen Arbeit auch neue Erwartungen an den Arbeitgeber geweckt haben. Es wird herausfordernd werden, einfach nur wieder zu einem alten „Normal“ zu gehen. Gerade mit Blick auf neue junge Mitarbeiter wäre es für Unternehmen fatal, sich nicht moderner aufzustellen.

Mitarbeiter sollten daher die Möglichkeit haben, die größere Freiheit, die sie erhalten haben, grundsätzlich auch behalten zu können. Nicht, dass Unternehmen diese wieder zurücknehmen, nur weil es gesellschaftlich wieder machbar wäre: beispielsweise fünf Tage komplett im Büro statt auch im Homeoffice. Das neue „Normal“ sollte sich angewöhnen, aus den Erfahrungen zu lernen, um die jetzige Flexibilität beizubehalten und kein erneutes Festfahren in bestimmte Muster zu ermöglichen.

Mehr Gestaltungsspielraum für Bewerber und Arbeitnehmer

Welche Erwartungshaltung hinsichtlich New Work können und dürfen Bewerber und Arbeitnehmer aus Eurer Sicht dann zukünftig an den Tag legen?

Anna und Nils: Freiheitsgebende Flexibilität, ganz klar. Das bedeutet, dass Mitarbeiter mehr Gestaltungsspielraum erwarten dürfen, in dem sie aber trotzdem nicht alleine gelassen werden. Das ist eine fordernde Aufgabe für Unternehmen, gerade für Führungskräfte. Wir coachen in diesem Prozess häufig und stellen immer wieder fest, dass die passende Balance zwischen „mehr Freiheit zulassen“ und „den Personen dennoch gezielt den Rahmen zur Weiterentwicklung im Prozess zu ermöglichen“ für Führungskräfte die größte Herausforderung darstellt.

Nun lebt New Work davon, dass Unternehmen und Führungskräfte auch an diesem Strang ziehen wollen. Corona hat das Ganze unweigerlich beschleunigt. Aber eignet sich New Work auch für Bewerber? Welche Eurer Hacks lassen sich explizit für Jobsuchende anwenden?

Anna und Nils: Für Bewerber lohnen sich tatsächlich einige Dinge zum Anwenden und Austesten. Zum Beispiel können sie im Vorhinein ein eigenes Mission Statement entwickeln, sich über Delegations Level informieren oder noch mehr über Selbstführung lernen.

Selbstreflektiert und mit einem durchdachten Ziel ins Vorstellungsgespräch

Ganz konkret heißt das für die Selbstführung, dass ein Bewerber sich schon vor dem Bewerbungsprozess proaktiv überlegt, worin er sich selber begleiten und pushen kann und worin er Stärken aufweist. Fragen wie „Wo kann ich schnell und gut lernen?“ und „Wo muss ich mich mehr triezen?“ helfen, reflektiert und erhobenen Hauptes in ein Vorstellungsgespräch zu gehen. So kann ein Bewerber sein Wachstumspotenzial herausarbeiten und zeigen, dass er weiß, was er benötigt, um gute Arbeit zu leisten und in ein Team hineinzuwachsen. Das ist für Unternehmen spannend zu wissen, was der neue Mitarbeiter braucht, um auf das Teamlevel zu kommen und sich weiterzuentwickeln

Das Mission Statement ist dafür da, sich selber auf die Fahne zu schreiben, was die eigene Mission auf der Arbeit ist. „Wofür bin ich eigentlich hier?“ Das sollte man als Mitarbeiter sowieso machen, aber als Bewerber hat man da die Riesenchance zu zeigen, was man in dieses Unternehmen mitbringt und wie man konkret mitwirken kann. Es geht nicht um ein einzelnes „To-Do“, sondern darum, was der Bewerber insgesamt wie erreichen will und kann. Es zeigt durchdacht, was man wirklich, wirklich will und warum man sich genau bei diesem Unternehmen bewirbt. 

Impulse für Berufseinsteiger und Berufserfahrene

Gibt es da Unterschiede zwischen Berufseinsteigern und Berufserfahrenen? Was können diese beiden Gruppen aus Euren Hacks lernen und aktuell in eine (neue) Anstellung mitnehmen?

Anna und Nils: Was alle vereint, ist die Chance, die eigene Arbeit bewusster und sinnstiftender gestalten zu können. Dabei haben alte Hasen die Herausforderung das Gewohnte einmal neu zu betrachten, während Einsteiger ihren Handlungsraum im Ganzen erst finden müssen. Beiden Gruppen können kleine Anleitungen und Tipps wie die Hacks dabei tatsächlich ganz konkret helfen. Bei einer neuen Anstellung können beide mit dem Wissen um unsere „New Work Hacks“ besser reflektieren, nachfragen und sich proaktiv in das neue Team, das neue Unternehmen einbringen. Das bringt sofort Mehrwert und steigert gleichzeitig die eigene Involviertheit.

Mit welcher Einstellung könnten Bewerber Euer Buch also lesen? Was können interessante Erkenntnisse sein?

Anna und Nils: Vor allem zu schauen, welche Fragestellungen sie sich selbst vielleicht noch nicht gestellt haben. Gleichzeitig, wie eben schon gesagt, Impulse für die neue Arbeitswelt aufzuschnappen, um (ihre) Arbeit direkt proaktiv zu gestalten. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es bedeutend ist, Gestaltungsraum in der eigenen Arbeit zu haben. Denn je mehr ich selber gestalten kann, desto mehr Raum zum Gestalten werde ich wahrscheinlich auch erhalten.

In 15 Monaten um die Welt: New Work in anderen Ländern

Viel Gestaltungsraum habt auch Ihr Euch stetig selbst geschaffen. Vor Corona hat man viele Bilder aus aller Welt auf Euren Social Media Kanälen gesehen. Ihr wart auf Eurer modern work tour. Was genau hat es damit auf sich?

Anna und Nils: Wir sind insgesamt für 15 Monate in 34 Ländern gewesen – vom Balkan über Asien, Australien und den Nahen Osten bis hin nach Afrika – und haben mit über 120 Unternehmen Sessions zu modernem Arbeiten und New Work durchgeführt. Dabei haben wir unser Wissen miteinander vernetzt, Trainings abgehalten und hinsichtlich Coaching beraten. Wir wollten damit weltweit Expertise in Bezug auf modernes Arbeiten aufbauen und direkt vor Ort sehen, wie gearbeitet wird, um dieses Wissen in Deutschland zu verbreiten.

Und dann kam Corona. Hand aufs Herz: Wie war es, von Eurer spannenden Tour den Weg nach Hause zu finden? Und wie empfindet Ihr die „Zwangs“-Reisepause?

Anna und Nils: Wir sind tatsächlich mit einer Rückholaktion der Bundesregierung zurückgekommen. Das hat gut geklappt, auch wenn wir gerne noch länger in Afrika geblieben wären. Die Zwangsreisepause gefällt uns nicht. Wir entscheiden gerne selbst, wie wir unser Leben gestalten. Gerade wurde dies für uns entschieden. Dennoch sehen wir eine große Chance darin, gerade hier zu sein und den vollen Fokus auf Unternehmen zu legen, die Begleitung in Bezug auf New Work, Homeoffice und Leadership brauchen. 

Feedback, Feedback, Feedback: Ein letzter Tipp für Bewerber

Da Ihr viele sehr unterschiedliche Unternehmen von innen kennenlernen durftet, bringt Ihr für jedes Unternehmen mit Sicherheit spannende Einblicke mit. Gibt es denn einen Hack, der doch in relativ vielen Unternehmen in abgewandelter Form Anklang findet und daher im Hinterkopf eines Bewerbers stehen sollte?

Anna und Nils: Die meisten Unternehmen haben die eigene Vision klar im Blick und ein Mission Statement entwickelt. Die Rahmung der eigenen Unternehmensmission – auch auf Teamebene – ist also ein wichtiger Hack für viele Unternehmen. Je mehr Klarheit hierüber besteht, desto besser können Unternehmen sich inhaltlich fokussieren und ausrichten.

Für Bewerber ist es also spannend, diese im Blick zu halten und Ideen anzubringen. Was inzwischen nämlich alle Unternehmen verfolgen, ist eine gute Feedbackkultur. Das ist prinzipiell nichts Neues, das aber wirklich leben zu dürfen schon. Bewerber können sich also alles anhören, dürfen und sollten aber trotzdem auch aufzeigen, dass sie eine eigene Meinung und Idee dazu haben, die sie auch adäquat widergeben können. Dabei ist die Balance zwischen „nicht zu devot“ und „übergriffig“ entscheidend. Viele sind zu zurückhaltend und nutzen das Rückmelden nicht, was fatal ist, weil dies in Unternehmen durchaus zur Optimierung gewollt ist.

Damit einher gehen auch die Role Definitions. Bewerber können hier klug und viel konkreter nachhaken und herausfinden, worum es bei der Arbeit geht. Zumeist bewirbt man sich schließlich auf Titel, nicht auf Rollen. Dort anzusetzen und nachzufragen, was zur Rolle gehört, was dort getan werden muss, das zeigt Unternehmen, dass Bewerber das passende Mindset mitbringen und auf dieser Ebene mitwirken möchte. Und das tun zu dürfen, das wünschen sich Unternehmen und Bewerber.

Nachfragen und sich selber einbringen dürfen als Wunsch vieler Unternehmen. Eine spannende und erleichternde Aussicht für viele Bewerber und ein tolles Schlusswort. Anna und Nils, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview und Eure Zeit!

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„Du bist mehr als Dein Lebenslauf“ – unser Motto für die Zukunft der... Thu, 13 Aug 2020 08:30:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/karriere/du-bist-mehr-als-dein-lebenslauf.html post-268 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/karriere/du-bist-mehr-als-dein-lebenslauf.html Martin Salwiczek In einer sich rasant verändernden Arbeitswelt ändern sich auch die beruflichen Bedürfnisse der Menschen. Mehr und mehr wollen weg von „höher, schneller, weiter“, hin zum passenden Job für die eigene… „Du bist mehr als Dein Lebenslauf“ – unser Motto für die Zukunft der Jobsuche und Personalauswahl by Martin Salwiczek 13-08-20

Categories: Karriere

In einer sich rasant verändernden Arbeitswelt ändern sich auch die beruflichen Bedürfnisse der Menschen. Mehr und mehr wollen weg von „höher, schneller, weiter“, hin zum passenden Job für die eigene Lebenssituation. Der Lebenslauf als Datenblatt der beruflichen Vergangenheit wirkt da wie ein veraltetes Instrument. Dennoch ist er sowohl bei der Jobsuche, als auch im Recruiting immer noch zentrales Element. Sowohl die mitarbeitersuchenden Unternehmen, als auch die Bewerber bleiben in gewohnten Mustern hängen.

„Du bist mehr als Dein Lebenslauf“ ist unser Motto das wir für die Zukunft der Jobsuche und Personalauswahl entgegnen möchten. Es ist zudem ein Leitsatz den wir selbst täglich leben. Es ist Sinnbild für unsere Haltung und Wertschätzung gegenüber unseren Teilnehmern und hat daher für uns eine große Bedeutung. Wie wir auf dieses Motto gekommen sind und wie Bewerber und Personaler es für sich nutzen können, erzähle ich in diesem Blogbeitrag.

New Work: Arbeit die man wirklich, wirklich will

Es ist der 20.02.2020 und der erste Tag unseres neuen Kurses „Agile Methoden und Scrum“. 24 Teilnehmer sitzen in Seminarraum 3 unseres Bildungszentrums und warten erwartungsvoll auf den Start. Einer dieser 24 Teilnehmer bin ich. Eigentlich berate ich Interessenten zu unseren Weiterbildungen und unterrichte selbst. Wie wird es wohl sein, auf der anderen Seite der „Schulbank“ zu sitzen? Selbst Teilnehmer zu sein?

Gespannt lauschen wir Dozentin Britta Gohl, die zum Einstieg über die Bedeutung von agilen Arbeiten im Kontext der Veränderung der Arbeitswelt, „Arbeit 4.0“ und „New Work“ referiert. Besonders eine Aussage von New-Work-Begründer Frithjof Bergmann lässt aufhorchen und führt zu ersten Diskussionen unter den Teilnehmern: Ein zentraler Wert der „neuen Arbeit“ sei eine Arbeit, „die man wirklich, wirklich will“.

Um 9:30 Uhr ist die erste Pause. Die Diskussion zu New Work geht mit einigen Teilnehmern weiter. Wie kann eine Arbeit aussehen, die man „wirklich, wirklich will“? Darf man sich überhaupt erlauben, darüber nachzudenken? Ist das nicht nur eine Utopie?
Noch ahnen wir nicht, dass ein Virus unser Leben in den nächsten Monaten bestimmen und uns das Thema „New Work“ vielleicht schneller, wenn auch anders, erreichen wird als gedacht.

Hochqualifiziert, aber ohne Job

Es ist spannend zu sehen, aus welchen Bereichen die anderen Teilnehmer kommen. Da ist der ehemalige IT-Direktor eines Kabelnetzbetreibers, die ehemalige Marketing-Managerin eines Biotechnologie-Konzerns, der ehemalige Logistikleiter oder die promovierte Chemikerin. Alle hochqualifiziert und alle ohne Job.

Mich erstaunt es mal wieder, wie viele Menschen trotz ihrer Qualifikation Schwierigkeiten haben einen Job zu finden. Woran liegt das?

Mario erzählt, dass er zuletzt in leitender Funktion bei einem Logistikunternehmen tätig war. Der Job hat ihn nicht glücklich gemacht. Im Logistikbereich würde er aufgrund seines Lebenslaufs wahrscheinlich wieder schnell eine Stelle bekommen, mit der Branche ist er jedoch auch nicht glücklich. „Irgendwie bin ich da so reingerutscht. Eigentlich wollte ich auch nie Führungsaufgaben übernehmen“. Und würde sich Mario noch mal entscheiden können, würde er auch die Ausbildung zum Speditionskaufmann nicht mehr machen. Also hat Mario versucht, sich als Quereinsteiger auf andere Positionen in anderen Branchen zu bewerben. Das hat nicht funktioniert, also versucht Mario durch die Weiterbildungen bei der LVQ den Quereinstieg zu schaffen.

Weg von höher, schneller, weiter

So wie Mario geht es vielen Menschen im Beruf. Sie sind unzufrieden mit ihrem Job, haben vielleicht das Falsche studiert oder gelernt und möchten etwas Anderes machen. Im Laufe der letzten Jahre beobachten wir das immer mehr. Das Karriereverständnis ändert sich: Weg von höher, schneller, weiter – hin zu einem Job der zum eigenen Leben, den eigenen Bedürfnissen, den eigenen Werten passt.

Andere wiederum verlieren aus unterschiedlichsten Gründen ihren Job und müssen sich Gedanken über einen Berufs- oder Branchenwechsel machen, der nicht aus einem inneren Antrieb kommt.
Das Dilemma: Für Quereinsteiger und Berufswechsler ist es schwierig auf dem offenen Stellenmarkt. Denn viele der deutschen Großunternehmen verfolgen immer noch die Idee von linearen Karrierepfaden:

  • Welche Branchenerfahrung haben die Kandidat/Innen?
  • Welche passenden Berufs- oder Studienabschlüsse bringen Bewerber/Innen mit?
  • Bei welchen einschlägigen Unternehmen waren sie tätig?
  • Welche IT-Programme beherrschen sie?
  • Wie alt sind sie („zu jung“/ „zu alt“)?
  • Wie viele Stellenwechsel haben sie?
  • Ist da etwa eine Lücke im Lebenslauf?

Nicht die tatsächlichen Fähigkeiten, die Motivation oder kulturelle Passung zwischen Unternehmen und Kandidat stehen hier im Vordergrund, sondern ausschließlich harte Fakten. Auch wenn nicht alle Unternehmen so verfahren, so sind es doch viele der großen Arbeitgeber, und die diktieren unsere Wahrnehmung des Arbeitsmarktes. Bei den Bewerbern entstehen somit einschränkende Glaubenssätze: „Ich bin zu alt“, „Ich war zu lange arbeitslos“, „Ich habe nicht genug Berufserfahrung“, „Ich bin  überqualifiziert“ und so weiter.

Dies führt dazu, dass Bewerberinnen und Bewerber sich bei der Stellensuche doch wieder nach ihrem Lebenslauf und dem was sie bisher gemacht haben orientieren oder schlimmer noch, irgendwann resignieren.

Übertragen wir das mal auf das Leben außerhalb der Berufswelt. Stellen Sie sich vor, Sie würden von anderen Menschen in erster Linie nach ihrer Vergangenheit beurteilt werden. Ihr „Jetzt“, Ihre Bedürfnisse, Ihre Eigenschaften, Ihre Werte würden nur am Rande interessieren. Es würde Ihnen den Raum nehmen, sich Gedanken darüber zu machen wie Sie leben möchten.

So ist es auch mit der Jobsuche. Der Lebenslauf bedeutet den Blick in den Rückspiegel, der permanent ins Auge gefasst wird. Die eigenen Bedürfnisse und der Blick in das berufliche Morgen, so wie man es sich wünscht, bleiben somit ungesehen.  

Wie man die Arbeit findet, die man wirklich, wirklich will

Dass es anders geht erleben wir hier bei der LVQ immer wieder.
 

Ich erzähle Mario und den anderen von ehemaligen Teilnehmern, die in derselben Situation steckten und den Job gefunden haben, den sie gerne machen: Eva-Daniela, die von der Werbekauffrau zur Beraterin für Datenschutz und Qualitätsmanagement wurde. Von Axel, der sich lange bei Call-Centern durchschlug, bis er eine Stelle als Fachkraft für Arbeitssicherheit beim TÜV erhielt. Oder von Stefanie, die als promovierte Biologin ihre Berufung bei einer Kommunikationsagentur gefunden hat.

Stefanie machte bei der LVQ zunächst eine Weiterbildung im Qualitätsmanagement, da dies in vielen Stellenausschreibungen gefordert wurde. Sie merkte dann jedoch, dass ihr das Thema überhaupt nicht liegt und war darüber unglücklich. Also sprachen wir darüber, worin ihre Stärken liegen und woran sie Spaß hat: Kommunizieren, schreiben, Texte verfassen. Während des Studiums freute sie sich sogar mehr auf schriftliche Arbeiten, als auf das Labor. Also überlegten wir, wo diese Stärken gefragt sind. Sie machte zusätzlich die Weiterbildung zur Online-Redakteurin und bekam so ihren Job bei der Kommunikationsagentur.

Stefanie löste sich also von der Vorstellung, was der Arbeitsmarkt vermeintlich fordert. Sie lenkte den Fokus von ihrem Lebenslauf und stellte ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund.

Ähnliche Erfahrungen machte meine Kollegin Angela Borin, die in einen Blogbeitrag beschreibt, mit welcher inneren Haltung sie ihren Wunschjob bekommen hat. Als Berufseinsteigerin hatte sie in ihrem Lebenslauf noch nicht viel vorzuweisen, also war der Fokus auf andere Aspekte zwangsläufig nötig. Sie stellt sich entscheidende Fragen wie „Was kann ich?“, „Was will ich?“ und „Wie komme ich dahin?“ und hörte nicht auf nach entsprechenden Lösungen zu suchen. Sie suchte Gespräche mit Menschen aus ihrem Umfeld und redete offen über ihre Jobsuche, sie nahm eine Berufsberatung in Anspruch, setzte sich mit ihren inneren Hürden auseinander und stellte ihre eigenen Bedürfnisse bei ihrer Jobsuche in den Vordergrund. Das Ergebnis war dasselbe wie bei Stefanie.

Im Seminarraum ist jeder mehr als sein Lebenslauf

„Du bist mehr als Dein Lebenslauf“ – ist der Satz, der mir durch den Kopf schwirrt, als ich mit Mario und den anderen über diese Beispiele rede. Er verfestigt sich im Laufe des Kurses bei mir. Es ist spannend zu beobachten, wie die Teilnehmer aus unterschiedlichsten Fachbereichen mit dem Thema agile Methoden und Scrum umgehen, welche Fähigkeiten sie in Gruppenarbeiten einbringen. Der fachliche Hintergrund, der berufliche Werdegang, der Lebenslauf spielt im Seminarraum keine große Rolle, sondern die persönlichen Eigenschaften der Teilnehmer und das Miteinander. Wäre dies hier ein Assessment-Center, bei dem die beobachtenden Personaler keine Infos über den fachlichen Hintergrund der Teilnehmer hätten, es würde zu einigen Überraschungen kommen.

Du bist mehr als Dein Lebenslauf – Ein Motto für mehrere Zwecke

„Du bist mehr als Dein Lebenslauf“ – passt als Motto in vielerlei Hinsicht…

1) …als Botschaft an jeden Menschen der sich Gedanken über seine berufliche Zukunft macht, sei es aus der Arbeitslosigkeit heraus oder aus dem Wunsch des Jobwechsels.

Lösen Sie sich ein Stück weit von den Anforderungen der öffentlichen Stellenausschreibungen und davon was ihr Lebenslauf vermeintlich hergibt. Stellen Sie sich die Fragen Was kann ich? Was und wohin will ich? Wie komme ich dahin?

Beantworten Sie systematisch diese Fragen. Ein Tool was wir hierbei empfehlen können ist der Talentkompass NRW vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW.

2) …als Appell an Personaler und Personalentscheider.

Für die Besetzung mancher Positionen ist es absolut nachvollziehbar, dass bestimmte Kenntnisse und Erfahrungen notwendig sind, die sich nun mal aus dem Lebenslauf erschließen lassen. Doch dem Lebenslauf wird beim Recruiting leider viel zu viel Bedeutung beigemessen. Der angesehene Personalexperte Henrik Zaborowski bezeichnet den Lebenslauf im Interview mit uns gar als „menschliches Produktdatenblatt“ und „krankes Instrument“, das dem Recruiter eine gewisse Sicherheit vorgaukle:

„Wir lernen gerade, dass sich durch die Digitalisierung alles verändert, schneller wird. Fachwissen bleibt nicht lange aktuell. Also müssen wir doch nach den grundlegenden Fähigkeiten fragen, die ein Mensch hat: Kann jemand gut mit anderen Menschen, ist er kommunikativ? Oder kann er eher gut mit Zahlen? Dem muss ich dann den Rest, den er noch braucht, beibringen.

Das machen wir aber nicht, sondern wir suchen nach den fertigen Kandidaten mit den genau passenden fachlichen Skills und hoffen dann, dass die Persönlichkeit einigermaßen passt.“

Am Ende des Interviews äußert Zaborowski einen Wunsch an Personaler, den wir so nur unterschreiben können:

„Ich würde mir wünschen, dass die Recruiter endlich mal Zeit haben, sich um die Bewerber als Menschen zu kümmern.(…) Wir müssen wegkommen von formellen Abschlüssen und Qualifikationen und eher fragen:
Was kannst du grundsätzlich und was willst du eigentlich? Wofür schlägt dein Herz und wo können wir dich weiterentwickeln?“

3) ...als Leitspruch für unsere Arbeit mit Jobsuchenden in der LVQ

Dies beginnt bei der Erstberatung. Der Lebenslauf spielt zur fachlichen Einordnung eine Rolle, mehr nicht. Daher scanne ich nur kurz drüber, manchmal bekommen wir auch gar keinen Lebenslauf im Vorfeld zugeschickt, egal. Für uns ist wichtig zu wissen, welcher Mensch vor uns sitzt. Unsere Teilnehmer befinden sich meistens in der schwierigen Phase der Arbeitslosigkeit. Fragen die uns bewegen sind:

  • Was haben sie erlebt?
  • Welche beruflichen Ziele haben sie? Wie können wir ansonsten dabei helfen, Ziele zu finden?
  • Mit welchen Herausforderungen müssen sie umgehen?
  • Welche Weiterbildung kann dabei helfen und wie können wir darüber hinaus unterstützen?

Dies setzt sich dann in der individuellen Arbeit mit unseren Teilnehmern während der Weiterbildung fort. Vor allem bei der Frage „Wie komme ich dahin, wo ich hin will?“ unterstützen wir unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Eigenschaften, Bedürfnisse und Ziele unserer Teilnehmer.
Zwar helfen wir unseren Teilnehmern auch, wenn nötig, ihren schriftlichen Lebenslauf zu pimpen, allerdings nur als ein Element eines umfassenden Prozesses der beruflichen Positionierung und der Jobsuche.
Doch primär kommen unsere Kunden zu uns um sich weiterzubilden. Bei uns positionieren sie sich neu, schaffen neue Netzwerke, lernen Soft Skills, die über die hier erworbenen Zertifikatstitel für die Aktualisierung des Lebenslaufs hinausgehen. Über ihren Lebenslauf hinaus, stellen sie bei uns die Weichen für ihre berufliche Zukunft.

Du bist mehr als Dein Lebenslauf – was hinter diesem Beitrag steckt

Nach 20 Tagen endet meine Weiterbildung und meine Zeit als „Teilnehmer“. Neben neuen Kenntnissen und dem Zertifikat als „Professional Scrum Master“ nehme ich vor allen die Erfahrungen aus den Gesprächen mit den Teilnehmern mit.
„Du bist mehr als Dein Lebenslauf“ ist der Satz, der seitdem bei mir hängen bleibt. Zu diesem Zeitpunkt suchen wir für das Marketing der LVQ nach Sprüchen für Motivkarten. Ich erzähle meinen Kolleginnen und Kollegen von dem Satz und er sitzt direkt. Jeder von ihnen versteht sofort, was damit gemeint ist.

Er bringt unsere Haltung und Wertschätzung unseren Teilnehmern gegenüber auf den Punkt. In Gesprächen über den Spruch kommen die unterschiedlichen Kontexte auf, in denen dieser Satz seine Bedeutung findet. Für uns war klar, dass wir daraus nicht nur diesen Blogbeitrag machen. Wir haben ihn verewigt als Motivkarte, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen, je nachdem welche Verwendung Sie dafür haben.  

Sie können die Karte hier herunterladen und sie mit den Menschen teilen, die sie daran erinnern möchten, dass sie mehr sind als ihr Lebenslauf.

Kartenmotiv "Du bist mehr als Dein Lebenslauf" als download

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Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 11.08.2020 Tue, 11 Aug 2020 10:00:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html post-259 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html Author unavailable In diesem Beitrag halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden. Update vom August 2020: In Corona-Zeiten tritt keine Routine ein. Das merken wir gerade alle anhand der… Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 11.08.2020 by Author unavailable 11-08-20

Categories: LVQuerbeet

In diesem Beitrag halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden.

Update vom August 2020:

In Corona-Zeiten tritt keine Routine ein. Das merken wir gerade alle anhand der Diskussionen über erneute Einschränkungen, die durch die aktuelle Entwicklung drohen. Wir in der LVQ haben daher keine Eile, den mittlerweile etablierten Online-Präsenzunterricht wieder in den klassischen physischen Unterricht zurückzuführen. Denn bereits seit dem 21.04.2020 bieten wir unsere Vollzeitweiterbildungen als Online-Präsenzunterricht für über 150 Teilnehmer an – mit so viel LVQ-Feeling wie möglich. Nur kleine Seminare unserer Business-Akademie können zurzeit überhaupt als klassischer Präsenzunterricht stattfinden.

Für den Online-Präsenzunterricht haben wir ein System für virtuelles Lernen erarbeitet – kombiniert aus der Konferenzsoftware Zoom und dem Lernmanagementsystem Moodle und dies erfolgreich etabliert. Nach vier Monaten konnten wir viele Erfahrungen mit unserem Online-Präsenzunterricht sammeln und die Prozesse und Abläufe stetig verbessern. Damit sind wir auch noch lange nicht fertig. Denn natürlich lernen wir gerade in unserer eigenen Turbo-Digitalisierung ständig dazu. So versuchen wir unseren Unterricht so "präsenzig" wie möglich zu gestalten.

Zwischenzeitlich liefen mehr als 25 Kurse inklusive aller internen und externen Prüfungen digital und die Rückmeldungen sind für uns ermutigend. Erste Erfahrungen mit unserem Online-Präsenzunterricht lesen Sie hier. Übrigens äußerten auch viele unserer Teilnehmenden, dass sie aktuell nicht wirklich gerne physisch den ganzen Tag mit anderen Teilnehmern in einem Raum verbringen wollten.

Daher werden wir unseren Online-Präsenzunterricht auch weiterhin betreiben, solange sich die coronabedingte Situation nicht wirklich entspannt. Wir rechnen diesbezüglich daher frühestens zum Jahresende mit Neuigkeiten. Da die LVQ grundsätzlich auf klassischen Präsenzunterricht vor Ort setzt, werden wir wieder Unterricht vor Ort in unserem Bildungszentrum anbieten, sobald es die Situation wieder gefahrlos und sicher zulässt.

Weitere Informationen können Sie unserem Blogbeitrag von Geschäftsführer Lars Hahn entnehmen.

Wie Sie uns erreichen

Unser Büro ist durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVQ auch in diesen Zeiten montags bis freitags von 08:00 - 16:00 Uhr besetzt, sodass Sie uns telefonisch oder per Mail weiterhin erreichen können:

Aktuelle Teilnehmer: 0208-993880

Künftig startende Teilnehmer und Weiterbildungsinteressenten: 0208-9938833

Firmenkunden und Interessenten für berufsbegleitende Weiterbildungen: 0208-9938832

Für alle Teilnehmer und Interessenten: office@lvq.de

Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir Ihnen aufgrund der aktuellen Lage nicht alle Fragen beantworten können. Zu Themen rund um Ihr Arbeitslosengeld und Ihre Förderung wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Agentur für Arbeit oder Ihr Jobcenter. Allgemeine Informationen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie über den folgenden Link:

https://www.arbeitsagentur.de/corona-virus-aktuelle-informationen

Wir wünschen uns allen, dass wir diese außerordentliche Situation gesund überstehen. Passen Sie auf sich auf und bis bald!

Ihr LVQ-Team

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Bewerbung im Sommerloch oder „Dürfen Arbeitslose Urlaub machen?“ Thu, 02 Jul 2020 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/bewerbung-im-sommerloch-oder-duerfen-arbeitslose-urlaub-machen.html post-7 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/bewerbung-im-sommerloch-oder-duerfen-arbeitslose-urlaub-machen.html Lars Hahn Urlaub während der Arbeitslosigkeit - passt das zusammen? In seiner Kolumne gibt Lars Hahn Tipps zum Urlaub während der Jobsuche und wie Sie sich in der Urlaubszeit einen Vorsprung für Ihre Bewerbung… Bewerbung im Sommerloch oder „Dürfen Arbeitslose Urlaub machen?“ by Lars Hahn 02-07-20

Categories: Weiterbildung Jobsuche

Alle Jahre wieder stehen Jobsuchende vor der Frage, mit der sich Lars Hahn bereits 2019 in dieser Kolumne befasste: „Urlaub trotz Arbeitslosigkeit – Darf ich das?" Besonders in diesem Jahr stellt sich die Frage vor dem aktuellen Hintergrund um so dringlicher, scheint eine Bewerbung gerade jetzt im Sommer noch weniger fruchtend als die Jahre zuvor. Wie Sie also mit der Frage nach dem Urlaub umgehen und wie Sie die jetzige Sommerzeit neben einem Urlaub auch als Vorbereitung auf einen sich wieder normalisierenden Arbeitsmarkt und somit für Ihre berufliche Zukunft nutzen können, veranschaulichen die letztjährigen Tipps auch in diesem Jahr sehr deutlich:

 

 

Bewerbung in der Sommerzeit? Wer sich in den Sommermonaten auf Jobsuche befindet, wird schnell merken, dass diese Zeit auch heutzutage immer noch eine „Sauregurkenzeit“ ist, in der wenig läuft. Also erst einmal in den Urlaub! Denn wer sich in der Ferienzeit zwischen zwei Jobs befindet, kann diese Zeit doch perfekt nutzen, um endlich mal Urlaub zu machen und auszuspannen! Oder doch nicht?

Es gibt so manche Vorbehalte, wenn es um das Thema Urlaub für Jobsuchende geht. Das Klischee vom Arbeitslosen, der auf Kosten der Allgemeinheit dem Müßiggang frönt, ist anscheinend nicht wegzubekommen. Nicht zuletzt die Betroffenen selbst kommen oft mit dem Argument: „Urlaub statt Bewerbung? Das geht doch nicht! Ich muss doch jetzt dem Arbeitsmarkt ständig, rund um die Uhr, zur Verfügung stehen – 24/7/365!“.

Das Thema Urlaub während der Jobsuche wird also von vielen Unsicherheiten begleitet und mit manchen Vorurteilen betrachtet. In dieser Kolumne breche ich eine Lanze für den Urlaub während der Arbeitslosigkeit. Wenn nicht jetzt, wann denn dann?

Die Frage „Darf ich überhaupt Urlaub machen?“ hat dabei zwei Dimensionen:

  1. Habe ich überhaupt „moralisch“ das Recht, Urlaub zu machen, obwohl ich doch auf Arbeitssuche bin?
  2. Ist es mir rechtlich überhaupt erlaubt, in die Ferien zu fahren, wenn ich zeitgleich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet bin?

Urlaub während der Jobsuche: Sinnvoll und statthaft

So manche Jobsuchende sind bis zum letzten Tag Ihres Jobs im vollen Einsatz. Bei anderen wiederum hinterlässt die Kündigung Spuren, die zunächst verarbeitet werden müssen. Kaum verwunderlich also, dass beide Typen erst mal urlaubsreif sind und sich auf den erwarteten Urlaub mit der Familie freuen.

So war das auch bei mir. Genau vor 15 Jahren im Juli hatte ich meinen letzten Arbeitstag und begann den neuen Lebensabschnitt der Jobsuche. In meinem allerersten Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit war ich noch relativ unaufgeräumt, steckten mir noch die frischen Erlebnisse der letzten Stelle in den Knochen. Bei der Frage meines Arbeitsvermittlers, ob ich nicht jetzt im Sommer erst mal Urlaub machen wolle, staunte ich nur ungläubig. „Aber ich muss doch nun eine Bewerbung nach der anderen schreiben! Rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Ich darf keine Zeit verlieren. Und im Übrigen kann ich mich doch nicht auf öffentliche Rechnung ‚auf die faule Haut legen‘!“ So dachte ich damals.

5 gute Gründe für einen Urlaub während der Jobsuche

Mein Berater antwortete sehr pragmatisch, seine fünf Gründe gebe ich sinngemäß gerne direkt weiter:

  • „Jetzt im Sommer ist nichts los am Arbeitsmarkt, es wird sich nicht viel tun.“
  • „Machen Sie zuerst Urlaub, dann kriegen Sie Ihren Kopf wenigstens ein Stückchen frei.“
  • „Bevor Sie eine vernünftige, brauchbare Bewerbung schreiben können, brauchen Sie ohnehin erst einmal ein wenig Klarheit und Entspannung.“
  • „Sobald Sie einen neuen Job antreten, werden Sie erstmal viele Monate keinen Urlaub haben, also lieber jetzt!“
  • „Selbst wenn ein Arbeitgeber Sie jetzt schnell haben wollen würde, im Zeitalter von E-Mail und Handy sind Sie doch sogar im Urlaub erreichbar.“

Urlaub in der Arbeitslosigkeit: Rechtliche Hinweise

Gleichzeitig gab mein Arbeitsvermittler auch wichtige rechtliche Hinweise, die während eines „Urlaubs“ innerhalb einer Arbeitslosigkeit zu beachten sind. Denn rechtlich haben Arbeitslose keinen Urlaub, sie können formell nur eine Ortsabwesenheit anmelden.

Für Jobsuchende gibt es Infos und Flyer der Bundesagentur für Arbeit zum Thema, die man unbedingt beachten sollte. Denn einen regelrechten Anspruch auf Urlaub hat man nicht. Bei der Arbeitsagentur heißt es auf der Webseite zum Thema Urlaub:

Urlaub

Haben Arbeitslose einen Urlaubsanspruch? Einen „Urlaubsanspruch“ im eigentlichen Sinne, wie er einer Arbeitnehmerin / einem Arbeitnehmer während ihres / seines  Beschäftigungsverhältnisses  zusteht, haben Sie nicht, denn das Recht der Arbeitslosen-versicherung kennt den Begriff „Urlaub“ nicht. Trotzdem können Sie verreisen, wenn Sie arbeitslos sind. Allerdings können Sie während Ihres Urlaubs nur für längstens drei Wochen im Kalenderjahr Arbeitslosengeld erhalten. Was ist zu beachten? Der Anspruch auf Arbeitslosengeld bleibt für die Dauer der Reise nur bestehen, wenn die Agentur für Arbeit vorher zugestimmt hat. Die Reise muss deshalb zuvor beantragt werden.

Ist die Reise nicht genehmigt, hat das negative Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld. Werden die Leistungen eingestellt, endet auch der damit verbundene Versicherungsschutz. Das trifft auch zu, wenn Sie sich nicht am Tag nach Ihrer Rückkehr persönlich zurückmelden.“

Wer seine Abwesenheit vom Wohnort nicht meldet, kann also sein Arbeitslosengeld verlieren, sogar der Krankenversicherungsschutz kann nach drei Wochen enden! Daher ist eine Absprache und eine schriftliche Bestätigung seitens der Arbeitsagentur unbedingt ratsam. Umgekehrt: Wer auch nur ein paar Werktage wegfährt, ohne eine Absprache getroffen zu haben, riskiert, dass Arbeitslosengeld und Versicherungsschutz gestrichen werden – selbst in Zeiten ständiger Erreichbarkeit.

Unsere Erfahrung zeigt, dass eine begründete, gut geplante Ortsabwesenheit in der Regel durch die Bundesagentur für Arbeit bewilligt wird, sofern nicht gute andere Gründe wie eine bereits gestartete Weiterbildung dagegen stehen. In Smartphone-Zeiten ist man ja schließlich auch per Mail, Messenger und Telefon bei Ortsabwesenheit stets erreichbar, wenn man das so einrichtet.

Bonustipp: Reiserücktrittsgrund Arbeitsaufnahme und Arbeitslosigkeit

Manchmal tritt bei Jobverlust oder Kündigung des Arbeitsplatzes genau das Gegenteil ein: Ein bereits gebuchter Urlaub ist auf einmal völlig unpassend. Spätestens wenn ein attraktives Jobangebot vorliegt, sollte eine geplante Reise gestrichen werden. Gut beraten ist dann, wer eine Reiserücktrittsversicherung hat, die die Themen Arbeitsaufnahme und Arbeitsplatzverlust als Rücktrittsgrund anerkennt. Auch manche unserer Teilnehmer nutzten diese Möglichkeit des versicherten Reiserücktritts, damit sie bei uns an einer mehrmonatigen Weiterbildung teilnehmen konnten.

Statt Urlaub: Tipps für die Bewerbung im Sommerloch

Wer indessen seinen Urlaub bereits genommen hat – häufig schon in der Endphase des letzten Jobs, vielleicht durch Freistellung oder Resturlaub –, brennt häufig darauf, mit den Bewerbungsaktivitäten loszulegen. Trotz Sommerflaute. Wie kann man die Sommerzeit dann für Jobsuche und Bewerbung nutzen, wenn draußen auf dem Arbeitsmarkt wenig los ist? Hier sind dafür meine

7 Tipps für Bewerbung und Jobsuche in der Urlaubszeit

  1. Positionierung und Profilschärfung: Flautezeiten am Arbeitsmarkt eignen sich optimal, die Themen der eigenen Fähigkeiten, der beruflichen Interessen und Ziele noch einmal intensiv zu betrachten und das eigene Profil zu schärfen – offline wie online.
  2. Optimierung von Unterlagen: Gerade jetzt ist die Zeit, die Bewerbungsmappe, den Lebenslauf, das XING-Profil etc. zu optimieren. Vielleicht ist auch noch ein aktuelles Bewerbungsfoto dran?
  3. Weiterbewerben: Gerade jetzt könnte Ihre Bewerbung sichtbarer sein, weil weniger Bewerber unterwegs sind.
  4. Initiativ bewerben: Im Sommerloch erhalten viele Ansprechpartner weniger Mails oder Briefe. Jetzt kann sich also eine gut präparierte Initiativbewerbung auszahlen. Auch für Netzwerkpflege und Systematisch Kaffeetrinken kann jetzt die Zeit günstig sein.
  5. Nachakquise: In der Sauregurkenzeit kann es sich besonders auszahlen, wenn Sie aktiv nachfragen, welchen Stand ein offenes Bewerbungsverfahren hat.
  6. In Geduld üben: Bewerbungsverfahren werden in der Urlaubszeit auch länger dauern. Gerade traditionelle mittelständische Unternehmen werden auch im Personalbereich Personalengpässe haben.
  7. Sommer-Akademie: Die Sauregurkenzeit im Sommer bietet sich für Jobsuchende geradezu an, eine berufliche Weiterbildung zu absolvieren – ganz gleich ob über den Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder selbstinitiiert.

Statt Urlaub: Sommerakademie per Bildungsgutschein

In den Monaten Juli, August und September melden sich bei uns viele Jobsuchende, die diese Zeit mit einer sinnvollen Weiterbildung „überbrücken“ möchten. Die Leerlaufzeit der Bewerbungsphase erscheint ihnen als ideale Chance dafür. Ihre Gründe:

  • Aktuelle und offizielle Zertifikate von TÜV oder IHK „adeln“ die vorhandene Berufserfahrung oder dokumentieren erforderliche fachliche Kenntnisse.
  • Die Weiterbildung bietet die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und bringt neue Themen und Ideen für Bewerbung und Positionierung.
  • Eine berufliche Neuorientierung kann durch eine Weiterbildung vorangetrieben werden.
  • Mit einer Weiterbildung lassen sich Lebenslauf und XING-Profil aufpimpen.

Sobald Sie Ihren Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit erhalten, lässt sich Ihre ganz persönliche Sommer-Akademie schnell umsetzen. Viele Bildungsträger bieten monatliche Modulstarts an, so auch wir. Kurzfristige Einstiege sind bei uns möglich. Mit geschulten Dozenten und gleichgesinnten Teilnehmern im Online-Präsenzunterricht.

Apropos Urlaub. Dass Sie in unseren kompakten zwanzigtägigen Weiterbildungen keinen Urlaub nehmen können, versteht sich von selbst. Der würde ja den Prüfungserfolg verhindern. Ihr Urlaub sollte also vorher genommen sein. Falls Urlaub und Weiterbildung doch zusammenfallen sollten: Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten eines späteren Einstiegs oder eines Rücktritts vom Urlaub.

So können Sie Ihre Zeit nutzen, um in Ihre berufliche Zukunft zu investieren und sich breiter und besser aufzustellen als Ihre Mitbewerber. Das kann Ihnen am Ende der „Sauregurkenzeit“ den entscheidenden Vorteil in der Jobsuche bringen. Und genau das wünschen wir Ihnen!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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New Work reloaded: Wie Sie jetzt eine Neue Arbeit finden Thu, 25 Jun 2020 09:45:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/new-work-reloaded-neue-arbeit-finden.html post-267 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/new-work-reloaded-neue-arbeit-finden.html Lars Hahn Bis vor Kurzem war New Work eines der großen Themen am Arbeitsmarkt. Doch wie sieht es jetzt aus, da Corona viele Lebensbereiche, darunter auch die Arbeitswelt, kalt erwischt hat? Lars Hahn beleuchtet… New Work reloaded: Wie Sie jetzt eine Neue Arbeit finden by Lars Hahn 25-06-20

Categories: Neue Arbeitswelt

Viele Bewerberinnen und Bewerber, ganz gleich ob berufseinsteigend oder langjährig erfahren, sind mit der Sinnfrage von Arbeit konfrontiert und machen sich Gedanken über berufliche Werte. Genau damit beschäftigt sich auch die New-Work-Bewegung, die sich unter anderem mit sinnhafter und wertvoller Arbeit befasst. Das Konzept der New Work als wirklich revolutionärer Ansatz: Sie tun beruflich nur noch, was Sie wirklich, wirklich wollen. Sagen die Optimisten.

Manche Skeptiker hingegen halten New Work für einen Hype, bei dem mit schicken Möbeln, Kicker, Limo, geduzter Kuschelkultur („der Peter ist ein toller Chef“) und tollen Buzzwords im wieder opportunen Großraumbüro das Maximale aus den Mitarbeitern rausgeholt werden kann. Sie werden sich derzeit in ihrer kritischen Haltung zu New Work bestätigt sehen.

Solchen Luxus kann man sich in Zeiten von Corona doch auch gar nicht mehr leisten, oder?! Durch Corona sind Großraumbüros nun wieder out! Schickes kollaboratives Teamarbeiten in stylischen Coworking Spaces war gestern. Der Arbeitsmarkt liegt danieder, die Arbeitslosenzahlen steigen um 30 Prozent oder gar mehr. Statt der Suche nach Sinn und Werten steht für Arbeitsuchende oftmals die Jobsicherheit im Vordergrund – „Hauptsache, ich finde überhaupt einen Job!“

Ist jetzt Schluss mit der Idee von „New Work“?! Oder ist gar Jobsicherheit das neue „New Work“, wie unlängst zu lesen war?

New Work – Sinn und Werte in der Arbeitswelt

Unter dem Label „New Work“ erörtern viele Akteure die Zukunft unserer Arbeitswelt, vor allen Dingen Werte, Haltungen und Menschenbilder. Es geht bei „New Work“ oft um Sinnstiftung, Arbeiten auf Augenhöhe, Demokratisierung von Führung und kulturellen Wandel in der Arbeitswelt. Als Urheber gilt der Philosoph Frithjof Bergmann, dem es darum geht „Menschen zu helfen, dass sie erfahren, was sie wirklich, wirklich wollen.“ Etwas ausführlicher hatte ich vor einiger Zeit über New Work und den Ansatz Arbeiten 4.0 hier im Blog geschrieben.

Viele Strömungen in Recruiting und Personalgewinnung befassten sich nicht zuletzt in den letzten Jahren mit „New Work“, weil man unterstellte, dass es in Zeiten von Fachkräfteknappheit wichtig sei, Bewerbern das zu bieten, was sie (wirklich, wirklich) wollen. Angebote für Jobsuchende reichten dabei von wirklich, wirklich sinnstiftenden, werteorientierten Konzepten bis hin zu inhaltsleeren Kicker-Pizza-Duz-Kultur-Kampagnen. Immerhin wurde sich allenthalben um das Wohlergehen der Bewerber bemüht. Die „Candidate Experience“, also die positive Erfahrung der Bewerber, lag vielen Personalexperten am Herzen.

Neue Arbeit in Corona-Zeiten

Schöne neue New-Work-Welt: Das soll nun alles vorbei sein? Auf den ersten Blick bereitet Corona manchen New-Work-Themen wie zum Beispiel digitalem Arbeiten von zu Hause aus den Weg, allerdings meist mit einer Schattenseite: Kontaktgebote führen allenthalben zu digitalen Lösungen, von denen so manche vor einem Jahr noch geträumt hätten. Allerdings quälen wir uns nun kollektiv von Video-Meeting zu Video-Meeting und wünschen uns die guten alten Zeiten zurück, in denen man echten Kaffee miteinander trank. Arbeiten im Homeoffice ist zwar gefragter denn je, allerdings nicht flexibel und mobil, sondern gezwungenermaßen und gar nicht frei. Mit der ganzen Familie, inklusive Homeschooling, doch nicht ganz new-work-like.

Und der Arbeitsmarkt? Arbeitsplätze werden zumindest zeitweise wieder Mangelware. Die Zahl der Bewerber hingegen steigt, viele Arbeitslose und noch mehr Bewerber, weil auch die unzufriedenen Beschäftigten sich wegbewerben. Verschiebt sich also die Macht zurück zum Arbeitgebermarkt, in dem die Bewerber zum Bittsteller werden? „Hauptsache, ich finde irgendeine neue Arbeit – egal was und wie“?

In der Tat werden in den nächsten Monaten viele Menschen zuerst einmal eine neue Arbeit benötigen, weil sie die alte verloren haben. New Work also im ganz wortgetreuen Sinn: Neue Arbeit, neue Stelle, neue Perspektive. Viele Jobsuchende werden sich durch unzählige Bewerbungsprozeduren plagen, oft keinerlei Antwort auf mit Herzblut und Aufwand geschriebene Bewerbungen erhalten und die Trägheit des aktuellen Arbeitsmarktes zu spüren bekommen. Eine neue Arbeit zu finden wird für so manche wieder zum Flaschenhals: Erst einmal reinkommen!

Vielleicht mag diese spezielle Situation des Corona-Arbeitsmarktes die eine oder den anderen unter den Recruitern und HR-Experten in den Unternehmen kurzfristig dazu verleiten, Bewerberinnen und Bewerber spüren zu lassen, dass sie aufgrund der hohen Bewerberzahl die Macht haben, um endlich mal wieder so richtig selektieren zu können. Schlau wäre das allerdings nicht. In den meisten Branchen wird sich der Arbeitsmarkt innerhalb von Monaten wieder einigermäßen erholen. Drum wäre es dumm, das langfristig und mühsam generierte positive Arbeitgeberimage zu riskieren. Zwar hat man es zurzeit nicht eilig mit Stellenbesetzungen, aber der nächste Personalbedarf kommt bestimmt.

Neue Arbeit um jeden Preis

Auf der Bewerberseite sieht das naturgemäß anders aus. Wer schon länger arbeitslos ist, ist von der Corona-Krise zumeist kalt erwischt worden und benötigt dringend Perspektiven. „Hören Sie mir auf mit New-Work-Kram und Sinnfragen, Herr Hahn, ich habe noch genau sechs Monate bis mein Arbeitslosengeld ausläuft, bis dahin brauche ich unbedingt eine neue Arbeit!“

Bewerbung in Corona-Zeiten ist Jobsuche mit verschärften Bedingungen. Der Arbeitsmarkt ist zäh, die Zahl der Mit-Bewerber steigt, die Perspektiven sind nebulös. Das Finden einer neuen Arbeit gleicht in den Augen vieler einer Seefahrt auf Sicht. Keiner weiß, was sich hinter der Nebelwand befindet. Man ahnt zwar, dass man irgendwann eine neue Arbeit findet, aber weiß nicht wann und wo. Spätestens wenn bald das Arbeitslosengeld ausläuft, steigen Nervosität und Sorgen sprunghaft an. Es muss eine neue Arbeit her, um jeden Preis!

In einer solchen Situation reduziert sich New Work wirklich auf die nächste neue Arbeitsstelle, die schnell zu erreichen ist. Für die Konstellation der zügigen Jobsuche in Corona-Zeiten schrieben wir kürzlich mehrere Beiträge hier im Blog:

Jobsuche in Zeiten von Corona: Unsere hilfreiche Linkliste

Recruiting während der Corona-Krise: Was bedeutet das für die Jobsuche?

Corona-Arbeitsmarkt und Bewerbung – 7 Impulse für Ihre Jobsuche

New Work in der Corona-Krise – Sinn und Werte

Gerade weil der Arbeitsmarkt zurzeit so zäh ist und sich in diesen Monaten wenig in Sachen Stellensuche ergibt, nutzen manche unserer Teilnehmenden diese Zeit bewusst, um sich beruflich neu zu positionieren. Wenn dann der Arbeitsmarkt wieder anzieht, kann die Bewerbung um so selbstbewusster und präziser erfolgen. Ich finde das gut.

Ganz im Sinne des New Work-Vordenkers ist jetzt eine gute Zeit, grundsätzliche Fragen zur beruflichen Zukunft und Positionierung zu klären – wie zum Beispiel: Was ist mir beruflich wirklich, wirklich wichtig? Was möchte ich beruflich wirklich, wirklich tun? Wo will ich beruflich wirklich, wirklich hin?

Spätestens hier stehen für die eine Werte wie Nachhaltigkeit oder Generationengerechtigkeit an vorderster Stelle, während ein anderer Produkte und Themen am wichtigsten findet und eine dritte erst einmal eine Stelle finden möchte, bei der sie endlich, endlich zeigen kann, was sie drauf hat.

Auch für das Thema berufliche Positionierung und Zufriedenheit haben wir hier einige vertiefende Beiträge im Blog:

Mit 5 Schritten zum beruflichen Ziel: Talentkompass NRW

Probier's mal mit Zufriedenheit! Arbeitszufriedenheit bei der Jobsuche.

Wie man Arbeit besser machen kann und den Job selber craftet. Interview mit Dr. Nico Rose

Nebenbei – vielen unserer Teilnehmenden gelingt ihre berufliche Positionierung übrigens während der beruflichen Weiterbildung zwischen zwei Jobs durch neue berufliche Impulse und den Austausch mit den Akteuren während dieser Zeit. Dass die Bundesagentur für Arbeit in diesem Jahr ohnehin die Förderung der beruflichen Weiterbildung von Jobsuchenden und Beschäftigten auf ihrer Agenda hat, macht diese Option umso attraktiver: Eine neue Arbeit durch Weiterbildung.

New Work – was bleibt? #PostCorona

Ganz gleich ob Neue Arbeit „um jeden Preis“ oder New Work mit Sinn und Werten – durch Corona wird die Arbeitswelt da draußen ohnehin eine „neue Arbeit“ sein.

Interessant finde ich, dass nach einer Befragung auffallend viele Beschäftigte mit der Unternehmenskultur ihres Unternehmens in Corona-Zeiten zufrieden sind. Das Team-Gefühl ist gestiegen, die Sinnfrage und Werte wie Menschlichkeit nehmen an Bedeutung zu. Das sind Ergebnisse, die man im Recruitainment-Blog nachlesen kann. Wer diese Erfahrungen einmal machte, wird sie nicht wieder missen wollen.

Ich glaube, dass auch viele andere Errungenschaften der Corona-Zeit in die neue Normalität Einzug halten werden. Die Vorteile von Homeoffice und mobilem Arbeiten werden Arbeitgeber und Mitarbeitende gleichermaßen nutzen wollen. Unkonventionelle in pfiffigen, wendigen Teams gefundene improvisierte Lösungen, die zur Rettung aus der Corona-Notlage geschaffen wurden, schaffen die Basis für agile, pragmatische Lösungen. Selbst die gerade inflationär durchgeführten Video-Meetings werden so manche unnötige und gar anstrengende Dienstreise ersetzen – was auch noch gut fürs Klima ist.

Für Jobsuchende wird es umso interessanter sich im Vorfeld über Bedingungen und Werte von Arbeitgebern zu informieren, was dem New-Work-Gedanken in jederlei Hinsicht gerecht wird. Die digitalen Businessnetzwerke und Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie Kununu oder Glassdoor werden uns dabei behilflich sein.

Wie sehen Sie das? Teilen Sie gerne Ihre Sicht mit uns in unseren Kommentaren!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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Vorstellungsgespräch und Videointerview: Der ultimative Linkguide mit 63... Thu, 18 Jun 2020 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/vorstellungsgespraech-videointerview-linkguide-63-empfehlungen.html post-266 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/vorstellungsgespraech-videointerview-linkguide-63-empfehlungen.html Angela Borin Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist das Ziel jeder Bewerbungsbemühung, doch ist sie erst einmal im Postfach, machen sich bei vielen Bewerbern einige Fragen breit.… Vorstellungsgespräch und Videointerview: Der ultimative Linkguide mit 63 Empfehlungen by Angela Borin 18-06-20

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch weckt bei vielen Bewerbern zuerst einmal Freude und Aufregung – ganz gleich ob nach erfolgreicher Bewerbung oder bei Kontakt durch den Personalberater. So groß die Freude über das Gespräch ist, so schnell machen sich oft aber auch einige Fragen und vielleicht auch Nervosität breit, war das anvisierte Ziel für viele Jobsuchende doch erstmal, überhaupt eine Einladung zu einem Interview zu erhalten:

  • „Was erwartet mich jetzt? Ich habe doch kaum Erfahrung mit solchen Gesprächen!“
  • „Was soll ich am besten anziehen?“
  • „Was sag ich, wenn die mich nach meiner Gehaltsvorstellung fragen?“
  • „Wie begründe ich die kurze Zeit bei meinem letzten Arbeitgeber?“
  • „Welche Fragen kann ich denen stellen?“

Damit Sie souverän und erfolgreich durch Ihr bald anstehendes Jobinterview kommen und von sich überzeugen können, haben wir in diesem Beitrag eine nützliche Linkliste rund um das Thema Vorstellungsgespräch zusammengestellt. Von Dresscode über Ablauf bis hin zu kniffligen Fragen ist sowohl für Berufseinsteigende, Jobsuchende nach langer Betriebszugehörigkeit oder Tipps-in-der-Corona-Zeit-Suchende der ein oder andere spannende Tipp dabei.

Vorbereitung ist das halbe berufliche Leben

Um im Vorstellungsgespräch den gewünschten Effekt zu erzielen, spielen einige Parameter eine Rolle. Eine zielorientierte Vorbereitung auf das bevorstehende Gespräch zählt dabei zu den wichtigsten. Welche Punkte sich bereits vor dem Gespräch gut üben lassen und was es sonst zu beachten gilt:

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: So kommen Sie richtig in Stimmung

Kopfkino und Perspektivwechsel: Karrierecoach Dr. Bernd Slaghuis erklärt, warum Sie nie mit der Haltung „Bewerber“ in ein Vorstellungsgespräch gehen sollten und wie Sie sich stattdessen als neuer Kollege vorstellen.

Der Rat der Weisen: So bewältigen Berufseinsteiger das erste Vorstellungsgespräch

Gerade den Abschluss in der Tasche stehen die ersten Vorstellungsgespräche vor der Tür. Eine aufregende Phase, in der Berufseinsteiger sich vor lauter Nervosität oftmals in die Position eines Bittstellers begeben. Wie Sie das verhindern und sich mental auf Ihre ersten Jobinterviews vorbereiten können, zeigt Diplom-Psychologe Claus Peter Müller-Thurau auf.

Selbstvertrauen im Vorstellungsgespräch: Mehr Mut!

Nervosität beherrscht viele Bewerber, sobald es zu einem Vorstellungsgespräch kommt, können sie Formulierungen nicht – wie bei einem Anschreiben – mehrfach überdenken. Wie Sie durch gute Vorbereitung Selbstvertrauen generieren können, veranschaulicht karrierebibel.

Das Vorstellungsgespräch im Ingenieurwesen

Präzise, authentisch und gelassen im Vorstellungsgespräch zu sein, erfordert eine gewisse Übung und Vorbereitung. Welche Informationen und Antworten helfen, dies zu realisieren, beleuchtet get in. Speziell für Ingenieure gedacht lassen sich viele Punkte jedoch eins-zu-eins auch auf andere Berufszweige übertragen. Mehrwert garantiert.

Das perfekte Vorstellungsgespräch: Vorbereitung, Fragen und Checklisten

Neben der Unternehmensrecherche, den Zielen des Personalers und Ihrem dazu passenden ersten Eindruck, veranschaulicht stepstone anhand von Kniffen und Bewerbungsfragen, wie Sie Ihr Interview nicht nur effektiv vorbereiten, sondern auch währenddessen überzeugen. Besonders spannend ist dabei das kleine Interview mit Recruiterin Bernadette Dollinger.

Vorstellungsgespräch vorbereiten: Richtig überzeugen

Von Recherche über Körpersprache bis hin zur inhaltlichen „Paratlegung“ von Antworten beschreibt die karrierebibel alle wichtigen Parameter, die Sie für Ihr anstehendes Vorstellungsgespräch im Hinterkopf behalten sollten.

Gute Vorbereitung hilft gegen Überraschungen im Vorstellungsgespräch

Neben acht Schritten, die Sie ausgewogen auf Ihr Interview vorbereiten, legt XING hier nochmal ein besonderes Augenmerk auf die Recherche zum Unternehmen und gibt Tipps, welche Fragen im Gespräch nützlich sein könnten.

Das Vorstellungsgespräch

Terminbestätigung, Dresscode, Körpersprache und Veranschaulichung von Stärken-/Schwächen-Antworten: Von A bis Z führen die Bewerbungsschreiber durch die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch und zeigen Ihnen auf, welche Punkte es zu beachten gilt.

Zweites Vorstellungsgespräch: Ablauf und Besonderheiten

Aufbauend auf das erste Jobinterview geht es in einem zweiten Durchgang vertiefend um Ihre Passgenauigkeit gegenüber anderen Mitbewerbern. Wie sich ein zweites Vorstellungsgespräch dadurch vom ersten unterscheidet, bespricht karriereletter und gibt fünf wertvolle Tipps.

Checkliste: Vorbereitung Vorstellungsgespräch

Notizen sind eine hilfreiche Idee für das Bewerbungsgespräch, doch manchmal verliert man den Überblick, was bereits erledigt ist. Dafür hat XING eine kleine Checkliste parat gestellt, die Sie nach Belieben noch individuell – auf Ihr Unternehmen passend – erweitern können.

Kleider machen Leute: Der richtige Dresscode für das Vorstellungsgespräch

Als Teil der Vorbereitung ist die Kleidungswahl ein entscheidendes Kriterium für den ersten Eindruck. Diese Ersteinschätzung lässt sich im Verlauf eines Vorstellungsgesprächs nur schwerlich wieder abändern. Damit das Betreten des Raumes als starker Auftakt in Erinnerung bleibt, gibt es zahlreiche Tipps und Anregungen für Frauen und Männer:

Dresscodes im Bewerbungsgespräch – Unterschiede bei Stil und Branche

Was darf es denn nun im Consulting sein und muss der Direktvertrieb sich an die gleichen Spielregeln halten wie ein Versicherungsmakler? Arbeitsabc schaut sich verschiedene Branchen an und gibt Tipps für das perfekte Bewerbungsoutfit in den verschiedenen Bereichen.

Das perfekte Outfit fürs Vorstellungsgespräch

„Locker-flockig bis erzkonservativ“: Das gewählte Outfit muss zu Ihrer Wunschfirma, der Branche, zur ausgeschriebenen Stelle, aber auch zu Ihnen passen. Welche Kleidungskombinationen jeweils für Frauen und Männer infrage kommen, verrät XING.

Die richtige Kleidung zum Vorstellungsgespräch

Kleide dich für den Job, den du willst, nicht für den, den du bereits hast. campusjäger zeigt auf, wie wichtig es ist, sich mit der Zielbranche zu befassen und sich dem Dresscode dieser anzunähern – sowohl im Vorstellungsgespräch als auch im späteren Arbeitsalltag.

Vorstellungsgespräch Kleidung: Tipps für das perfekte Outfit

Jeansjacke, kurze Hose und Piercing: Eine Kombination, die in den wenigsten Fällen zu einem Bewerbungsgespräch passt. Welche Kleidungsstücke, Farben und Muster einen guten Eindruck hinterlassen und warum Sie trotzdem immer individuelle den Dresscode in Erfahrung bringen sollten, erklärt karrierebibel.

 „Und welches Tier wären Sie?“: Der Fragenkatalog des Personalers

Neben den typischen Standardfragen begegnen Bewerbenden in Vorstellungsgesprächen immer wieder auch Brain Teaser und Tabu-Fragen. Das Ziel ist dabei immer, möglichst viel über den Kandidaten zu erfahren. Ob Sie alle Fragen beantworten müssen, wo flunkern erlaubt ist und welche Fragen Sie in einem Interview erwarten können:

113 Fragen im Vorstellungsgespräch: Alles, was Sie wissen müssen

Personaler können aus einem schier unendlichen Katalog an Fragen schöpfen. Karriereletter hat 113 spannende Fragen, teils samt Anregungen zu Antworten, zusammengetragen und das bunte Sammelsurium dabei nach Themen geclustert.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

„Wieso haben Sie sich gerade diese Stelle ausgesucht?“ und „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“: Zwei von fünf Fragen, die einem in vielen Bewerbungsgesprächen über den Weg laufen. Wie Sie sich auf diese Fragen vorbereiten und die für sich passende Antwort finden, beleuchtet stepstone.

Vorstellungsgespräch: Alle Fragen, Tipps und No-Gos

Gesprächsablauf, Anekdoten, (Rück-)Fragen, aber bitte keine negative Erfahrung: Mit welchen Fragen Sie rechnen müssen, welche Sie selber stellen und wie Sie sich im Gespräch präsentieren sollten, verrät karrieresprung.

Ohne Schleimspur durchs Vorstellungsgespräch – die besten Antworten auf zwei heikle Fragen

Ein idealer Chef und die letzte Kündigung: Zwei Themen, die in Vorstellungsgesprächen oftmals als Frage daherkommen, jedoch mit Vorsicht zu genießen sind. Wie Sie souverän mit ihnen umgehen und so noch etwas für die Kommunikation im späteren Job mitnehmen, veranschaulicht Christoph Burger.

„Der Rat der Weisen": Wie spreche ich im Vorstellungstermin über meine Kündigung?

Im letzten Job gekündigt entsteht oft der Drang sich im nächsten Vorstellungsgespräch rechtfertigen zu müssen oder die Wahrheit etwas abzuwandeln. Warum beides keine gute Idee ist und wann und wie Sie die Kündigung ansprechen sollten, verrät Sophia von Rundstedt beim „Rat der Weisen“.

Die Frage „Warum sollten wir Sie einstellen?“ richtig beantworten

Ziel eines Vorstellungsgesprächs ist immer die Erörterung der Frage „Wieso Sie in diesem Unternehmen?“ Welche Eigenschaft Ihnen hilft, den passenden Eindruck zu hinterlassen und wie Sie Ihre Antwort auf die Frage finden, lesen Sie bei kununu.

9 Stressfragen im Vorstellungsgespräch und wie Sie am besten mit ihnen umgehen

„Aus der Reserve locken“ lautet die Devise, sobald Personaler anfangen, Fragen zu stellen, auf die es nicht die eine plausible, richtige Antwort gibt. Wie Sie diese Fragen jedoch clever quittieren können und durch schlagkräftiges Selbstbewusstsein überzeugen, beleuchtet Dr. Bernd Slaghuis.

20 originelle Fragen aus Jobinterviews

Brain Teaser sollen Bewerber in Stress versetzen, damit Personaler eine Idee davon bekommen, wie die Kandidaten unter Stress im Unternehmen reagieren. Damit Bewerber nicht völlig unvorbereitet von ihnen überrumpelt werden, hat humanresourcesmanager über eine Auswertung von Glassdoor 20 dieser außergewöhnlichen Fragen zusammengetragen.

Vorstellungsgespräch: Schwangerschaft erwähnen oder verschweigen?

Auch heutzutage lassen einige Personaler es sich nicht nehmen und stellen Fragen zu Schwangerschaft und Familienplanung, obwohl diese eigentlich in die Kategorie „Tabu-Themen“ gehören. Darauf nicht zu antworten, kann die Chancen auf den Job jedoch erheblich schmälern. Müssen Sie also immer ehrlich sein? Die Antwort hat Mirijam Franke von arbeitsabc parat.

Vorstellungsgespräch – der Umgang mit Fragen zur Krankheitsgeschichte

Ebenso finden auch Fragen zur Krankheitsgeschichte hin und wieder ihren Weg in eine professionelle Bewerberrunde. Wie Sie mit diesen Fragen umgehen und wann die Wahrheit doch erforderlich ist, erklärt arbeitsabc.

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch – Haben Lügen wirklich kurze Beine?

„Wurden Sie schon mal beim Klauen erwischt?“ Und schon steht eine Tabu-Frage im Raum oder etwa doch nicht? Wann eine Frage unzulässig ist, wie Sie mit ihr umgehen und wann Sie doch die Wahrheit sagen müssen, erklärt Lars Kohen, Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Notlügen im Vorstellungsgespräch: Erlaubt?

„Ehrlich währt am längsten“, sagt ein altes Sprichwort. Doch trifft dies auch für Bewerbungsgespräche zu? Wann eine Notlüge Sinn macht, um sich nicht die Jobchancen zu vermiesen, erörtert karrierebibel.

Doch was bezwecken Personaler mit Ihren Fragen?: Ein Perspektivwechsel

Regelmäßig fragen Bewerber sich, was genau die ein oder andere Frage nun mit ihnen zu tun hat und was ein Recruiter daraus für die angebotene Position ablesen möchte. Die folgenden Artikel geben daher einen Einblick, wie es auf der gegenüberliegenden Seite ausschaut:

Vorstellungsgespräch/Personalauswahl 4.0: Wie Sie die Denk- und Handlungslogik Ihrer Bewerber entlarven

„Sprache spiegelt Denken – und keiner merkt es“, meint Karriereberaterin Svenja Hofert. In ihrem Artikel beschreibt sie, welche Attribute Personaler anhand von Formulierungen und Beispielen in den Bewerbern erkennen können, um den geeigneten Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle zu besetzen.

42 kluge Arbeitgeber-Fragen für Bewerbungsgespräche

Von erfahrenen Recruitern lernen: impulse hat ein offenes Gespräch mit Personalern geführt und erfahren, welche klugen Fragen sie im Gespräch stellen, um die Bewerbenden als Person samt ihrer Beweggründe besser einschätzen zu können. Darüber hinaus gibt es Anregungen, welche Aspekte eine vielversprechende Antwort beinhalten sollte.

Die 39 aufschlussreichsten Fragen an Bewerber

Damit Personaler für ihr Unternehmen den geeigneten Kandidaten finden, müssen sie sich im Vorstellungsgespräch ein umfassendes Bild vom Bewerber machen. Worauf Sie dabei achten und welche Intention hinter ihren Fragen steckt, erfahren Sie bei campusjäger.

Für Standardfragen gewappnet sein

Einige Fragen kehren in vielen Bewerbungsgesprächen immer wieder und werden alte Bekannte. Was hinter diesen Fragen steckt und was Personaler mit Ihnen bezwecken, verrät ntv.

Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch und warum sie gestellt werden

Biographie, Motivation, Perspektive: Viele Fragen dieser Kategorien werden allen Bewerbern gestellt. Worum es Personalern dabei geht und woran Sie erkennen, ob Engagement ein fester Bestandteil der Firma und des Recruitings ist, beleuchtet kununu.

Vorstellungsgespräch: Leitfaden für Arbeitgeber

So wie Bewerber sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten, tun auch Unternehmen gut daran, sich einer gewissen (Frage-)Struktur zu bedienen, um dem Bewerber ein Interesse am gegenseitigen Kennenlernen zu vermitteln, weiß karrierebibel. Eine gewisse Kenntnis über diese arbeitgeberseitigen Abläufe, Fragen und Bemühungen kann Bewerbern helfen, sich besser vorzubereiten und Unsicherheiten zu eliminieren.

Remote Recruiting & Onboarding: Virtuell neue Mitarbeiter einstellen

Im Interview mit Nico Sonnenberg, dem Head of Customer Success Management, spricht personalmarketing2null über virtuelles Recruiting. Herr Sonnenberg zeigt dabei auf, wie Bewerbungsgespräche, Probetage und sogar das Onboarding für Bewerber in seinem Unternehmen verlaufen. Ableitungen für Ihr Vorstellungsgespräch in Corona-Zeiten sicherlich möglich.

„Haben Sie noch Fragen?“: Oh ja, unbedingt!

Bewerbungsgespräch und Jobinterview: Anhand dieser Worte könnte man meinen, dass nur Personaler die Berechtigung haben, Fragen zu stellen. Weit gefehlt, denn ein Vorstellungsgespräch ist darauf ausgelegt, sich gegenseitig kennenzulernen und nicht als bewerbender Bittsteller aufzutreten. Wie Sie das gekonnt bewerkstelligen und welche Fragen Sie (nicht) stellen sollten, zeigen Ihnen die folgenden Tipps:

Das Vorstellungsgespräch gekonnt meistern

Neben vielen typischen Fragen, die Recruiter einem Bewerber im Laufe eines Vorstellungsgesprächs stellen, haben auch Jobsuchende die Möglichkeit eigene Frage zu formulieren. Warum Sie diese Chance nutzen sollten und welche Fragen das sein könnten, erklärt monster.

Bewerber, Ihre Fragen bitte? 45 wichtige Fragen fürs Bewerbungsgespräch

Wenn uns etwas interessiert, dann fragen wir nach. Warum dann nicht auch im Vorstellungsgespräch? Damit auch Sie Ihren Arbeitgeber genauer unter die Lupe nehmen können, bevor Sie sich für ihn entscheiden, hat Dr. Bernd Slaghuis 45 hilfreiche Anregungen zu Fragen aufgelistet und erklärt, worauf es bei der Fragestellung ihrerseits wirklich ankommt.

Sieben clevere Gegenfragen im Vorstellungsgespräch

„Und warum arbeiten Sie in diesem Unternehmen?“ Eigene, gut durchdachte Fragen zu stellen und damit nochmal das Interesse an einer Position zu untermalen, ist eine Chance, die Sie im Vorstellungsgespräch unbedingt nutzen sollten. XING hat sieben spannende Fragen zusammengetragen, die zeigen, dass Sie sich Gedanken gemacht haben.

Fragen an den Arbeitgeber: Welche du stellen solltest und welche nicht

Do’s and Dont’s im Vorstellungsgespräch gibt es viele, so auch im Bezug auf die eigens erdachten Fragen. Welche Fragen gern gesehen sind und welche Sie lieber nicht stellen, beschreibt kununu.

7 Fragen, die Bewerber im Vorstellungsgespräch niemals stellen sollten

Kein einseitiges Interview, sondern ein gegenseitiges Kennenlernen: Welche Fragen Sie deshalb lieber nicht stellen sollten, um Ihr Interesse an der Position und nicht beispielsweise am Gehalt hervorzuheben, erklärt arbeitsabc.

Diese 10 Fragen dürfen Sie im Vorstellungsgespräch nie stellen

Warum sind Fragen im Jobinterview wichtig und welche kommen bei Personalern gut an? Robert Half hat zehn Fragen zusammengestellt, die Sie mit in Ihr nächstes Vorstellungsgespräch nehmen können, und zehn, die sie lieber „zuhause lassen“. Inklusive Ausflug zur Gehaltsfrage und Gehaltsübersicht.

Really? Diese Sätze will im Bewerbungsgespräch keiner von dir hören

„Ich bin dynamisch, belastbar und ein Teamplayer.“ Warum es wichtig ist, dass der potenzielle Arbeitgeber dieses Bild von Ihnen erhält, aber Sie es so nicht formulieren sollten und wie Sie stattdessen vorgehen können, erklärt kununu.

„Hab ich mit 50+ wirklich eine Chance?“

Ältere Bewerber tendieren sowohl in Bewerbungen als auch in Gesprächen dazu, sich für ihr Alter zu rechtfertigen. Dabei bringen sie viele Stärken mit, die jüngeren Bewerbern bisher noch fehlen. Anregungen zu diesen Stärken und zu der Frage, wie Sie im Vorstellungsgespräch mit über 50 punkten können:

So überzeugen Bewerber über 50 im Vorstellungsgespräch

Nicht auf dem aktuellen Technikstand, zu teuer und inkompatibel mit jungen Kollegen: Bewerber ab 50 haben mit einigen Vorurteilen während ihrer Jobsuche zu kämpfen. Wie Sie diese entkräften und den Fokus auf Ihre Vorteile lenken, beschreibt von Rundstedt.

50 plus - Die Stärken älterer Bewerber

Was den jüngeren Bewerbern fehlt, kann ein 50+-Bewerber bieten: Berufserfahrung. Wie Sie diese Stärke für sich nutzen und dem Arbeitgeber transportieren können, erklärt monster.

Wie ältere Bewerber im Vorstellungsgespräch überzeugen

Selbstbewusst, aber nicht selbstkritisch im Bewerbungsgespräch von sich reden machen und Vorurteile der eigenen Generation ausräumen: T-Online gibt Tipps, wie Sie im Vorstellungsgespräch überzeugen.

Souverän und selbstbewusst – So punkten ältere Bewerber

Einen ähnlichen Gedankengang verfolgt arbeitsabc, schlägt jedoch vor, offensiv in das Vorstellungsgespräch zu starten und Vorurteile des Alters wegen schlagfertig zu quittieren. Sie wurden schließlich zum Jobinterview eingeladen und dafür gibt es einen Grund.

„Und wie spreche ich das Gehalt an?“

Oftmals ist eine erste Gehaltsvorstellung bereits in den Bewerbungsunterlagen gefordert und da Sie zum Jobinterview eingeladen wurden, liegen Ihre Vorstellungen nicht gänzlich im Bereich des Unmöglichen. Welcher Gehaltspunkt allerdings genau für die Stelle eingeplant ist, wird meist nicht gleich ersichtlich. Wie und ob Sie diesen Punkt ansprechen sollten, zeigt sich in den Tipps der folgenden Beiträge:

Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

Vorbereitung, Strategie und Timing entscheiden, wie erfolgreich Ihre Gehaltsverhandlung verläuft. Wie Sie selber das Thema in die gewünschte Richtung lenken können, erklärt Personaldienstleister Robert Half.

Gehalt verhandeln im Vorstellungsgespräch: geschickt zum Wunschgehalt

Branche, Ausbildung und Standort: Wonach bemisst sich eigentlich das Gehalt und wie viel können Sie verlangen? Monster zeigt Ihnen auf, wie Sie das ermitteln und gibt wichtige Tipps für Ihre Gehaltsverhandlung samt Zusatzvergütung.

Populäre Verhandlungstaktiken und Verhandlungstechniken – von Ankereffekt bis Tit for Tat – welche taugen für Annas Gehaltsverhandlung?

Sowohl im Vorstellungsgespräch als auch in späteren Gehaltsverhandlungen ist es hilfreich, sich einiger Verhandlungstaktiken bewusst zu sein, um für sich selbst ein besseres Endergebnis zu erzielen. Gehaltssprung beleuchtet verschiedene Methoden und erklärt, welche sich für ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis anbieten und warum Frauen eine Verhandlung prinzipiell schwerer im Magen liegt als Männern.

10 Tipps für deine Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

Sich selbst als Produkt ansehen und anhand der eigenen Leistung das passende Gehalt für sich erzielen, eine Sichtweise, die Bewerbern schwerfällt. Warum sie aber zum Erfolg führen kann und welche weiteren neun Tipps XING für Sie bereithält, erfahren Sie im Artikel.

Vorstellungsgespräch: Gehalt verhandeln (7 Tipps)

Brutto-, Netto- und Zusatzvergütung: Welches Gehalt verhandelt wird, steht im engen Zusammenhang mit Ihrer Argumentation. Wie ein solches Verhandlungsgespräch tatsächlich ablaufen könnte, verrät campusjäger nach sieben hilfreichen Tipps für Ihre Gehaltsgespräch.

Virtuell und doch persönlich: Das Telefon- oder Videointerview

Spätestens seit Corona setzen Unternehmen vermehrt auf Online-Vorstellungsgespräche, um sowohl Bewerber als auch eigene Mitarbeitende zu schützen. Das jedoch führt für viele Kandidaten zu der verunsichernden Frage, wie solch ein Gespräch ohne persönlichen Kontakt abläuft und was es zu beachten gilt. Einige Tipps und Unterstützung bieten dabei die folgenden Links:

Vorstellungsgespräch per Video: 10 Tipps für Ihren starken Auftritt

Mit Blick in die Kamera, einem Glas Wasser und einer sorgfältig geprüften Software und Internetverbindung legt Dr. Bernd Slaghuis in den letzten fünf seiner zehn Tipps das Augenmerk auf einen fokussierten und dennoch empathischen Videochat. „Bringen Sie Leben ins Gespräch!“

Die zehn goldenen Benimmregeln für Videokonferenzen

Auch in einer Videokonferenz kann es wirken, „als säßen wir mit unserem Gesprächspartner direkt an einem Tisch.“ Wie Sie das in Ihrem Vorstellungsgespräch schaffen, verrät Yvonne de Bark, Referentin zum Thema Körpersprache, in zehn Tipps.

Was Bewerber während der Corona-Krise unbedingt wissen sollten

Auf die richtige Rufnummer und ein Lächeln kommt es an, damit sowohl ein klassisches Vorstellungsgespräch als auch ein kleines Assessment sowie das Kennenlernen des Teams zu Ihren Gunsten abläuft, meint recruitingzirkus. Zusatztipps aus Recruiter-Sicht gibt es noch vorweg inklusive.

Bühne frei für Ihr überzeugendes Video-Vorstellungsgespräch

Auch der Personaldienstleister Robert Half hat für die Einladung zum Videointerview wertvolle Tipps zusammengestellt. Während die ersten neun, die Zeit vor dem Gespräch betreffen, beleuchten die letzten vier Ihr Auftreten während des Gesprächs.

Online-Vorstellungsgespräch

Von technischen Details über Ihr Erscheinungsbild und Auftreten bis hin zur Herrichtung Ihres Hintergrunds verraten die Bewerbungsschreiber, wie Sie sich gekonnt auf Ihr Videointerview vorbereiten. Zusätzlich gibt es Antworten zu Ablauf, Inhalt und dem Umgang mit Technikproblemen.

Darauf kommt es im Online-Vorstellungsgespräch an

Lernen für das Bewerben von Morgen. Da die Digitalisierung gerade durch Corona stark vorangetrieben wurde, müssen sich Bewerber stärker für die Arbeitswelt der Zukunft rüsten. Wie Sie die technischen Anforderungen professionell umsetzen, zeigt die WirtschaftsWoche.

Corona-Spezial - Berufswechsel in der Krise: „Jetzt darf man auch mal eine Lücke im Lebenslauf haben“ (ab Minute 3:25)

Ergänzend zur üblichen Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch rät Dr. Bernd Slaghuis im XING Talk dazu, sich gerade jetzt über die aktuelle Lage Ihres Wunschunternehmens zu informieren. Nur so können Sie abschätzen, ob dies der richtige Arbeitgeber für Sie ist und letztlich im Gespräch überzeugen.

Vorstellungsgespräch: Tipps für Telefon & Video

Die Karrierebibel hält mit ihrem Beitrag einige Tipps für sowohl das Telefon- als auch das Videointerview bereit: Von Kleidungswahl über Akustik und Stimme bis hin zur Technik. Gerade in dieser Zeit eine praktische Vorbereitungslektüre.

Bewerber aufgepasst: Das sind die häufigsten Fehler im Telefoninterview

Ein knappes „hey“, gestresst auf dem Heimweg vom Einkauf und zum Abschluss ist der Name des Gesprächspartners entfallen: Was mit einer erfolgreichen Bewerbung begann, scheitert an einer missglückten Terminabsprache und endet in einer Jobabsage. XING zeigt Ihnen auf, wie Sie Fehler im Voraus gekonnt umgehen und Ihre Chancen auf den Job erhöhen.

Wegen Coronavirus: SAP führt Vorstellungsgespräche nur noch per Videocall – diese 2 Dinge solltet ihr laut dem Personalchef für Deutschland dabei beachten

Warum es bei Video-Vorstellungsgesprächen auf Vorbereitung und Empathie ankommt, erfahren Sie im Gespräch des Business Insider mit SAP-Personalchef Cawa Younosi.

Systematisch Kaffeetrinken – Gespräche abseits der Jobinterviews

Manchmal will es mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch auf eine offen ausgeschriebene Stelle für viele Bewerber aber einfach nicht klappen. Das wissen auch wir in der LVQ und raten daher immer auch zum stetigen Netzwerken, um vom verdeckten Stellenmarkt profitieren zu können. Was es damit auf sich hat und welche Wege Sie beschreiten können, um trotzdem erfolgreich in Ihren nächsten Job zu starten, zeigen folgende Beiträge:

Netzwerken für Einsteiger: Kontakte für die Jobsuche aufbauen und pflegen

Jeder hat ein Netzwerk und kann sich dadurch im verdeckten Stellenmarkt ungeahnte Türen öffnen. Wie netzwerken funktioniert und zum nächsten Job führen kann, erkläre ich für die LVQ unter anderem anhand des Beispiels meines Kollegen Martin Salwiczek.

Hören Sie auf, sich zu bewerben! Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt

Nur knapp 30 Prozent der Stellen werden im offenen Stellenmarkt ausgeschrieben, doch wo finden Sie die anderen zu besetzenden Positionen? Kollege Lars Hahn hat Antworten und gibt Tipps, wie Sie sich bewusst und gezielt des verdeckten Stellenmarktes bedienen können, um Ihre Chancen auf einen neuen Job zu erhöhen.

Tipps zum verdeckten Stellenmarkt

Selbstanalyse, Sichtbarkeit und Netzwerken: Der Wirtschaftsladen Bonn hat 8 Tipps in petto, wie man sprichwörtlich den Fuß in die Tür bekommt, sich auf den verdeckten Arbeitsmarkt einlassen kann und von Empfehlungen sowie informellen Gesprächen profitieren kann.

Verdeckter Stellenmarkt: Tipps zur Jobsuche

Was ist der verdeckte Stellenmarkt und wie setzen Sie diesen gekonnt für sich ein? Karrierebibel zeigt auf, warum nicht alle Stellen öffentlich ausgeschrieben werden, welche Vorteile die Bemühungen im verdeckten Stellenmarkt mit sich bringen und wie Sie die Resonanz auf diese erhöhen können.

Mit Vorbereitung zum Erfolg

Wie in vielen anderen Lebenslagen gehört auch im Vorstellungsgespräch ein bisschen Glück dazu. Manchmal stellt man erst während des Interviews fest, dass das gemeinsame Lieblingshobby die Stimmung lockert und so die Chemie mit dem Personaler gleich passt, manchmal hat der empfehlende Mitarbeiter durch seinen Tipp schon die halbe Arbeit geleistet. Verlassen können Sie sich auf diese Parameter vorab nicht und auch solch eine positive Gesprächswendung lässt sich vorab nur schwerlich üben oder gar vorbereiten.

Dafür gibt es jedoch andere Punkte, die durchaus in Ihrer Macht stehen und sich hervorragend proben lassen, um letztlich den passenden, wirkungsvollen Auftritt im Vorstellungsgespräch „hinzulegen“. Der ein oder andere Artikel bietet Ihnen dazu nützliche Unterstützung und kann Ihnen im Interview mehr Sicherheit verschaffen. Dafür drücken wir Ihnen die Daumen! Teilen Sie auch gerne Ihre Erfahrungen aus Vorstellungsgesprächen mit uns in den Kommentaren! Wir sind gespannt!


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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