LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Wertvolles Wissen für Ihre Zukunft Mon, 02 Aug 2021 14:01:33 +0200 Mon, 02 Aug 2021 14:01:33 +0200 t3extblog extension for TYPO3 https://www.lvq.de/typo3conf/ext/sg_sitepackage/Resources/Public/Assets/Images/lvq-blog-feed-logo.jpg LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Plan B: Berufliche Weiterbildung während der Jobsuche Thu, 01 Jul 2021 08:09:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/berufliche-weiterbildung-jobsuche-plan-b.html post-300 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/berufliche-weiterbildung-jobsuche-plan-b.html Lars Hahn Ein Plan B ist in der Zeit der Jobsuche hilfreich. Lars Hahn schreibt über Weiterbildung als Joker und andere Alternativen zur Bewerbung. Plan B: Berufliche Weiterbildung während der Jobsuche by Lars Hahn 01-07-21

Categories: Weiterbildung

Leben ist das, was passiert, während Du eifrig andere Pläne machst“, hat schon John Lennon gewusst. Urlaubsplanung, Eventplanung, Hochzeitsplanung oder gar Lebensplanung – gerade in Zeiten der andauernden Pandemie werden allerlei Pläne über den Haufen geworfen. Hat man soeben einen frischen Plan geschmiedet, ändert sich die Lage überraschend wieder und man fängt von vorne an. Und dennoch: So ganz ohne Plan geht es eben auch nicht. Ohne eine gewisse Planung keine Ausrichtung und ohne Ausrichtung keine Ziele und ohne Ziele keine Zielerreichung. Gut beraten, wer jetzt einen Plan B in der Tasche hat.

Das gilt auch für Jobsuchende. Führt doch der pandemische Arbeitsmarkt noch stärker dazu, dass berufliche Pläne und Perspektiven nicht ohne weiteres funktionieren oder kurz vor Erfüllung über den Haufen geworfen werden müssen. Berufs- und Karriereplanung finden gerade unter abermals erschwerten Bedingungen statt.

Wäre es da nicht gut, in Zeiten herausfordernder Jobsuche und Bewerbung, einen Plan B zu haben? In diesem Beitrag geht es um berufliche Alternativen und den Joker „Plan B“, wenn die ursprüngliche Strategie nicht zu klappen scheint.

Der Corona-Arbeitsmarkt ist VUCA

Berufliche Planung steht für viele Teilnehmer*innen unserer Weiterbildungen ganz oben auf der Agenda, denn die meisten von ihnen befinden sich gerade zwischen zwei Jobs, bisweilen auch in der Freistellungsphase bei ihrem alten Arbeitgeber. Jobsuche, Neuorientierung, Bewerbungsstrategien sind die drängenden Themen. Konzentriert sich die Planung bei der Jobsuche meist auf die Bewerbung auf definierte Stellen, fehlt es oft an Alternativen zum Plan A.

Dabei sind erfolgreiche Bewerbungen aufgrund der jeweils aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt in dieser pandemischen Zeit alles andere als gut planbar. Die Dynamiken am Corona-Arbeitsmarkt fühlen sich zeitweise an, wie eine Achterbahnfahrt – auch wenn die Prognosen von Arbeitsmarktforschern bisweilen ganz hoffnungsfroh in die Zukunft weisen: Millionen in Kurzarbeit, pandemisch bedingte Arbeitslosenzahlen, Einbruch am Stellenmarkt, zwischenzeitliche Erholung, Silberstreif am Horizont, wiederum Einbruch, Stagnation und jetzt aktuell hört man schon wieder den Ruf vom Fachkräftebedarf und -mangel. Auf den Lockdown im Frühjahr 2020 folgte Erholung im Sommer, folgte der Lockdown im Winter, folgte Erholung im Sommer 2021, folgt…, ja was genau eigentlich? Delta lässt grüßen.

Der Corona-Arbeitsmarkt erfüllt alle Kriterien einer VUCA-Arbeitswelt perfekt. VUCA ist ein Akronym für die Begriffe

  • volatility (Volatilität, Unbeständigkeit),
  • uncertainty (Unsicherheit),
  • complexity (Komplexität),
  • ambiguity(Mehrdeutigkeit).

VUCA kennzeichnet damit eine Welt, in der vieles immer schwankender, unbeständiger, unsicherer, komplexer und besonders auch mehrdeutiger wird. Wie gut, wenn in dieser pandemischen VUCA-Welt auch noch ein Plan B besteht.

Plan B: Alternativen zum Jobeinstieg

Besonders in unsicheren Zeiten ist es stets gut, neben dem ursprünglichen Plan auch Alternativen zu haben. Ein Plan B ist im Corona-Arbeitsmarkt schon fast unverzichtbar.

So kann man sein Bewerbungsbusiness auf gewünschte Stellen betreiben und parallel alternative Wege beschreiten, speziell, wenn die Bewerbungen gerade nicht so erfolgreich verlaufen. Alternative Strategien während der Jobsuche können vielfältig sein, zum Beispiel:

  • Quereinstieg in andere Tätigkeiten derselben Branche: Ein Beispiel statt um den Job eines Entwicklungsingenieurs in der Automobilzuliefererbranche bewerbe ich mich als Sicherheitsingenieur ebenda.
  • Branchenwechsel oder Seitenwechsel – die gleiche Tätigkeit gibt es auch in benachbarten oder gar entfernteren Branchen. Im Marketing wird gerne von Agentur auf Kundenseite gewechselt. Ein Branchenwechsel könnte beispielsweise aber auch von Pharma zu Medizingeräten verlaufen.
  • Neue Positionierung für den Arbeitsmarkt: Manchmal fehlen Ideen oder Fantasie für berufliche Alternativen. Man spürt, Plan A passt nicht mehr oder funktioniert nicht, aber Plan B ist nicht in Sicht. Oftmals fehlt eine klare berufliche Positionierung. In solchen Fällen kann ein beruflich orientiertes Jobcoaching hilfreich sein, um neue Wege zu erschließen.

Plan B: Berufliche Weiterbildung

„Weiterbildung ist der Schlüssel, um die Transformation auf dem Arbeitsmarkt zu gestalten“, sagte kürzlich der NRW-Chef der Bundesagentur für Arbeit Torsten Withake auf dem ersten Weiterbildungskongress Ruhr. Dieser Satz gilt gesellschaftlich, aber er trifft gerade in dieser Pandemie auch für alle zu, die sich beruflich verändern möchten oder müssen.

Eine berufliche Weiterbildung kann gerade in der Phase zwischen zwei Jobs schlichtweg DER Joker sein – nicht nur, weil die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter eine Weiterbildung über den Bildungsgutschein zu 100 Prozent finanzieren kann. Wer arbeitslos ist, hat nun möglicherweise endlich Zeit, eine berufliche Weiterbildung wahrzunehmen. Etwas, das während der Berufstätigkeit lange Zeit nicht machbar, aber vielleicht dringend notwendig gewesen wäre. Zudem kann eine solche, aktuelle Qualifizierung gerade in der heißen Bewerbungsphase als Plan B in den neuen Job dienen:

  • Durch eine Weiterbildung gewinnen Sie aktuelles, am Markt gefragtes Fachwissen, das in der Transformation unserer Arbeitswelt nützlich ist („Digitalisierung“, „Projektmanagement“, „Agiles“).
  • Sie erhalten anerkannte Zertifikate (Scrum-Master, Social Media Manager/in, Qualitätsmanager/in), die Sie in Ihrer Bewerbung nutzen können.
  • Mit entsprechenden neuen Kenntnissen und Abschlüssen erweitern Sie die Möglichkeiten der Stellen, auf die Sie sich bewerben können.
  • In der beruflichen Weiterbildung lernen Sie gefragte Soft Skills und können diese belegen (Kommunikationskompetenzen, Lernfähigkeit, Selbstmanagement, Moderationskompetenzen etc.)
  • Sie schaffen sich im Rahmen einer Weiterbildung den Nährboden, das Setting und die Zeit, sich über berufliche Alternativen wie Branchenwechsel, Tätigkeitenwechsel oder neue Positionierung Gedanken zu machen. Das geht in der Weiterbildung oft viel besser als im Homeoffice als Einzelkämpfer*in:
  • Mit anderen Teilnehmer*innen, den Dozent*innen und allen Akteur*innen aus der Weiterbildung vernetzen Sie sich und tauschen sich interaktiv über den Arbeitsmarkt und berufliche Möglichkeiten aus. Es entsteht gegenseitige Inspiration und Motivation. Manchmal nimmt eine erfolgreiche Teilnehmerin direkt noch einen Mitstreiter als Kollegen in den neuen Job mit.
  • Und bisweilen führt ausgerechnet der Plan B – Berufliche Weiterbildung – dazu, dass sich durch neue Vernetzung, Erkenntnisse, Kenntnisse und Fähigkeiten der ursprüngliche Plan A doch noch realisiert.

Erfolgreicher Plan B im Selbstversuch: Online-Präsenzunterricht in der LVQ

Übrigens brauchten auch wir in der LVQ einen Plan B, denn unser Plan A „Wir sind der Anbieter von echtem Präsenzunterricht für arbeitssuchende Akademiker*innen, Fach- und Führungskräfte“ funktionierte Mitte März lockdownbedingt von einem Tag auf den anderen nicht mehr. So wurden wir von einem überzeugten Institut für Weiterbildung im Präsenzunterricht innerhalb von vier Wochen zu einer Akademie für digitalen Online-Unterricht – präziser nennen wir es Online-Präsenzunterricht. Zuerst war dies wirklich nur der Plan B für einige Wochen. Mittlerweile sind wir 15 Monate online, denn unser ursprünglicher Plan B des Online-Präsenzunterrichts hat sich zwischenzeitlich zu einem tollen Erfolgsmodell entwickelt – selbst, wenn wir demnächst auch wieder im größeren Stil Weiterbildung vor Ort durchführen werden.

P.S.: Dieser Beitrag ist unser letzter Blogartikel vor der Sommerpause. Hier im Blog geht es nach den Sommerferien weiter. Im Namen des gesamten LVQ-Teams wünsche ich allen Leser*innen eine gute, erholsame und gesunde Sommerzeit. Hier haben wir noch einmal ein paar Literaturtipps für die Sommerzeit:

Bewerbung im Sommerloch oder „Dürfen Arbeitslose Urlaub machen?“

Onboarding aus Bewerbersicht: Wie verläuft der Jobeinstieg in Zeiten von Corona?

Jobsuche in Zeiten von Corona: Unsere hilfreiche Linkliste

Bewerbung in der Corona-Arbeitswelt: 3 Impulse für den erfolgreichen Einstieg

Corona-Arbeitsmarkt und Bewerbung – 7 Impulse für Ihre Jobsuche

Recruiting während der Corona-Krise: Was bedeutet das für die Jobsuche?

Wie Systematisch Kaffeetrinken wirklich funktioniert. #Netzwerken​​​​​​​


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

]]>
"Die Weiterbildung war ein super Fundament"– wie Carolyn Schulteis der... Thu, 17 Jun 2021 09:07:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/scrum-weiterbildung-berufseinstieg-produktmanagement-interview.html post-299 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/scrum-weiterbildung-berufseinstieg-produktmanagement-interview.html Martin Salwiczek Von Martin Salwiczek Im Februar 2020 lernte ich Carolyn Schulteis in der Weiterbildung zum Scrum-Master bei der LVQ kennen. Über LinkedIn erfuhr ich circa ein Jahr später, dass sie als 27-jährige… "Die Weiterbildung war ein super Fundament"– wie Carolyn Schulteis der Berufseinstieg ins Business Development gelungen ist by Martin Salwiczek 17-06-21

Categories: Erfolgsgeschichten

Von Martin Salwiczek

Im Februar 2020 lernte ich Carolyn Schulteis in der Weiterbildung zum Scrum-Master bei der LVQ kennen. Über LinkedIn erfuhr ich circa ein Jahr später, dass sie als 27-jährige Produktdesignerin einen Job im Business Development bei einem IT-Dienstleister bekommen hat. Das machte mich neugierig und ich wollte wissen, wie sie an den Job gekommen ist. Spontan stellte Carolyn sich für ein Zoom-Interview  zur Verfügung und erzählt von ihrem spannenden Weg vom Studium, über die Weiterbildung zu ihrem Berufseinstieg.

Hürde Berufseinstieg nach dem Design-Studium

Hi Carolyn, danke für Deine Zeit. Es freut mich sehr Dich wiederzusehen. Bei LinkedIn steht, dass Du eine Stelle im Business Development hast. Erzähl‘ doch mal, was Dich vom Produktdesign ins Business Development verschlagen hat.

Carolyn Schulteis: Gerne, dafür möchte ich etwas ausholen. Ich habe damals Produktdesign studiert, da ich etwas lernen wollte, was mir Spaß macht. Leider machte ich erst nach dem Studium die Erfahrung, dass im Arbeitsleben die deutsche Auffassung von Produktdesign nicht mit meiner übereinstimmen.

Als Hiwi (wissenschaftliche Hilfskraft – Anm. d. Redaktion) habe ich es in In-house Abteilungen häufig erlebt, dass die Aufstiegschancen und Gehälter im Design sehr begrenzt sein können. Also habe ich versucht, mich auch auf andere Stellen zu bewerben, was ohne Erfolg blieb. Dabei habe ich es auch über Personaldienstleister und Direktvermittlung versucht. Zwar kam es zu Vorstellungsgesprächen, aber ich wurde immer wieder auf das Design-Studium reduziert.
So kam ich dann zur LVQ, um mich weiterzubilden.

Wie ging es für Dich nach der Weiterbildung weiter?

Carolyn Schulteis: Nach der Weiterbildung bei der LVQ habe ich ein Praktikum als Innovationsmanagerin begonnen, wo ich schwerpunktmäßig aber leider wieder Design-Aufgaben hatte.

Bewerbung über den Industrie-Club – freie Wahl beim Arbeitgeber

Ich bewarb mich also weiter, unter anderem über REGINA AC. Das ist ein regionaler Industrieverbund für Unternehmen in der Region Aachen, wo auch sehr viele IT-Unternehmen dabei sind. Dort habe ich meine Bewerbung hingeschickt und diese wurde dann an über 100 Unternehmen weitergeleitet.

Es dauerte tatsächlich keine Stunde und die ersten Unternehmen schrieben mich an. Dadurch hatte ich mehrere Vorstellungsgespräche und zwei Zusagen für einen Arbeitsplatz, zwischen denen ich auswählen durfte. Das war viel mehr als ich erwartet hatte. Kannst Du Dir das vorstellen, Martin? Ich durfte auswählen!

Ich entschied mich für die Stelle als UX-Designerin bei der Bauer + Kirch GmbH, einem IT-Dienstleister und unterbrach mein Praktikum.

Also doch wieder Design…

Carolyn Schulteis:… nicht ganz. Das Praktikum zeigte mir, dass eine Weiterbildung schwer gegen mein Designstudium ankommt. Also bewarb ich mich auf UX-Design-Stellen, weil ich als Hiwi in dem Bereich schon Erfahrungen gesammelt habe. Spannend finde ich daran, dass man die Interaktion und Erfahrung, die ein Nutzer mit einem digitalen Produkt hat, optimiert.

Deswegen war es für mich als Einstiegsposition absolut in Ordnung. Es kam dann aber doch anders und ich habe rasch Aufgaben im Business Development übernommen. Dafür waren meine Weiterbildungen mit entscheidend. 

Vom UX-Design in das Business Development

Wie kam es dazu?

Carolyn Schulteis: Das ging recht schnell, als ich begann an dem Produkt mitzuarbeiten. Ich brachte Vieles mit ein, was ich in den Weiterbildungen bei der LVQ gelernt hatte. Ich merkte dann auch schnell, dass mich dieser Bereich unglaublich interessiert, was auch mein Arbeitgeber wahrgenommen hat. Zum Glück gibt es bei meinem Arbeitgeber eine offene, agile und mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und so kam das eine zum anderen.

Du sprichst vom Produktmanagement, bist aber im Business Development tätig. Magst Du das erklären? Wie genau sehen Deine Aufgaben aus?

Carolyn Schulteis: Sehr vielseitig. Ich betreue das Software-Produkt Assety mit. Das ist eine Service-Plattform für die digitale Transformation in der Industrie. Konkret habe ich da Marketing- und Vertriebsaufgaben in der Hand und arbeite an der Entwicklung des Produktes mit. Allgemein kann man es unter dem Thema "Produktmanagement" zusammenfassen. Unsere Unternehmensphilosophie hat immer im Blick, wie wir uns als Unternehmen mit unseren Produkt weiterentwickeln möchten. Daher auch die Zuordnung zum Business Development.

Arbeiten in einem agilen Unternehmen

Wie kann man sich das Arbeiten in einer agilen Organisation vorstellen? Erzähl doch mal was über Deinen Arbeitgeber.

Carolyn Schulteis: Die Bauer + Kirch GmbH ist als Dienstleistungsunternehmen seit 33 Jahren in der Software-Entwicklung tätig und hat bereits agil gearbeitet, als es die ganzen neumodischen Begriffe noch nicht gab. Das heißt "Agile" wird hier gelebt, von der Geschäftsführung ausgehend.   

Scrum spielt bei uns eine große Rolle (Scrum ist ein Vorgehensmodell in der Produktentwicklung und im Projektmanagement. In diesem Beitrag finden Sie nähere Informationen - Anm. der Redaktion).

Wir haben Product Owner, Entwicklerteams und einen Scrum Master. Zudem arbeiten wir mit Jira nach Scrum. Wir halten uns schon stark an das Scrum-Framework, weichen es aber auch mal an den Stellen auf, wo es für uns Sinn macht.

Daher bin ich sehr froh, dass ich vorher den Kurs agile Methoden bei der LVQ gemacht habe. So war ich gut auf das vorbereitet, was mich hier bei uns erwartet und wurde nicht direkt ins kalte Wasser geworfen.

Weiterbildungen passten „wie die Faust aufs Auge“

Du hast ja noch andere Kurse bei uns gemacht…

Carolyn Schulteis: …und die passten wie die Faust aufs Auge für meine jetzige Stelle. Durch die Inhalte aus dem Projektmanagement-Kurs verstehe ich, wie unsere Kunden arbeiten. Das Gelernte aus dem Produktmanagement kann ich perfekt für meine Aufgaben in der Produktentwicklung nutzen. Mir hat auch der Online-Redakteurs-Kurs enorm geholfen, da ich dort gelernt habe, wie man Produkte ideal auf einer Webseite platziert.
Die Scrum-Weiterbildung hat mich, wie bereits angedeutet, am weitesten gebracht. Ich konnte sofort was mit den Begriffen und Rollen anfangen. Durch die Kenntnis der agilen Prozesse, fiel mir auch das Arbeiten im Tool Jira leichter.

Die Weiterbildung war einfach ein super Fundament.

Unabhängig von der Weiterbildung: Was bleibt bei Dir hängen, wenn Du auf die LVQ-Zeit zurückblickst?

Carolyn Schulteis: Als ich zur LVQ gekommen bin, war ich in keiner einfachen Phase. Ein sehr unglücklicher und unerwarteter Jobverlust kurz vor meinem Abschluss zog mir den Boden unter den Füßen weg. Die fehlenden Erfolge bei der Jobsuche haben dann stark an mir genagt und ich hatte ehrlich gesagt die Motivation und den Mut verloren, mich zu bewerben.

Unabhängig von den Inhalten war es wichtig für mich, dass ich durch den Unterricht eine Regelmäßigkeit und neue Routinen bekam. Zudem lernte ich viele Menschen kennen, die ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hatten und wir haben uns gegenseitig unterstützt. All das hat dazu geführt, dass ich für die Jobsuche wieder Mut gefasst und Motivation gewonnen habe.

Liebe Carolyn, das ist ein schönes Schlusswort. Ich danke Dir sehr für unser Interview und wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg!


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

]]>
Volltreffer! Was man von "Loddar" Matthäus und Philipp Lahm für die... Thu, 10 Jun 2021 09:39:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/jobsuche-fussball-em2021.html post-42 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/jobsuche-fussball-em2021.html Martin Salwiczek Fußball und Jobsuche haben nichts mit einander zu tun? Diese 16 Fußballer-Weisheiten beweisen das Gegenteil. #EM2021-Edition Volltreffer! Was man von "Loddar" Matthäus und Philipp Lahm für die Jobsuche lernen kann #EM2021-Edition by Martin Salwiczek 10-06-21

Categories: Jobsuche

Fußball-EM? Da war doch was?! Mit einem Jahr Verspätung startet am 11.06.2021 tatsächlich die Fußball-Europameisterschaft. Man mag diese Tatsache durchaus kritisch sehen, denn immerhin ist es die erste EM, die in teils wieder vollen Stadien in ganz Europa verteilt stattfindet, und das ausgerechnet in einer immer noch bestehenden Pandemie. Von einer Ausnahmestimmung wie beim „Sommermärchen 2006“ in Deutschland ist wohl nicht auszugehen.

Aber seien wir ehrlich: Etwas Abwechslung tut uns nach der schweren Zeit gut. Und spätestens wenn “Die Mannschaft“ uns alle überrascht und Frankreich im ersten Spiel vom Platz fegt, löst sich ja vielleicht die Spannung und es kommt sogar etwas Euphorie auf.

Auch wir bei der LVQ freuen uns auf diese kleine Auszeit nach der Ausnahme-Zeit. Es ist eine schöne Abwechslung zu unserem beruflichen Alltag mit Themen wie Jobsuche, Weiterbildung und Online-Präsenzunterricht. Als wir neulich beim Pausengespräch darüber philosophierten, wie man eine WM gewinnt, kamen wir schnell auf die beliebten Zitate berühmter Fußballer. Und siehe an: So weit liegen die Erfolgsfaktoren beim Fußball und der Jobsuche gar nicht auseinander.

Was man sich während der Fußball-WM für die Jobsuche abgucken kann, haben wir mit einem Augenzwinkern in 16 Fußballer-Weisheiten zusammengefasst.

16 Fußballer-Weisheiten für die Jobsuche

1) „Ob Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien.“ – Andy Möller

Was Möller damit meint: Wenn Du Dein Ziel kennst, ist der Weg dorthin eigentlich egal. Das gilt auch ein Stück weit für die Jobsuche. Viele Jobsuchende bewerben sich wild drauf los, ohne ihr Ziel wirklich zu kennen. Setzen Sie sich Ziele für die Jobsuche.

2) „Unsere Chancen stehen 70:50.“ - Torsten Legat

Torsten Legat ist für sein starkes Selbstbewusstsein bekannt. Wo andere 50:50-Chancen sehen, sieht er… na eben 70:50 Prozent. Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie eine Stellenausschreibung sehen, auf die Sie vermeintlich nicht passen. Karriere-Experten sagen, dass 70 Prozent Eignung auf eine Stelle meist reichen, um sich zu bewerben.

3) „Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann.“ - Berti Vogts

Mal ehrlich: Für den objektiven Betrachter gibt es beim Fußball kaum was Schöneres, als wenn der Außenseiter den Favoriten schlägt. Auch bei der Jobsuche kann man mit der richtigen Einstellung einen Job bekommen, auf den man sich nur Außenseiterchancen ausgerechnet hat. Fragen Sie bei Silke Krieger nach.

4) „Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen.“ - Franz Beckenbauer

Sowohl beim Fußball, als auch bei der Jobsuche ist es keine gute Idee, jemand sein zu wollen, der man nicht ist. Das geht schief. Bleiben Sie also möglichst authentisch, zeigen Sie im Anschreiben und im Vorstellungsgespräch „Kante“, wenn es die Situation erlaubt.

5) „Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.“ - Bruno Labbadia

Leider wird es einem Bewerber nicht immer leicht gemacht, bei sich zu bleiben. Etliche Bewerber-Ratgeber und selbsternannte Karriere-Gurus suggerieren, wie Sie sich optimal an Arbeitgeber anpassen. Glauben Sie also nicht alles, was Sie lesen. Seien Sie kritisch, nehmen Sie die Tipps und Hilfestellungen an, die zu Ihnen passen.

 

6) „Jede Seite hat zwei Medaillen.“ - Mario Basler

Auch einer Niederlage kann man etwas Positives abgewinnen. Seien Sie also nicht allzu frustriert, wenn man sich nach einem Vorstellungsgespräch gegen Sie entscheidet. Nehmen Sie es als Erfahrung mit, was Sie für das nächste Mal besser machen können, denn…

7) „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. – Sepp Herberger

Beim Fußball gibt es immer ein nächstes Spiel. So ist es auch bei der Jobsuche. Wenn es nicht jetzt klappt, dann halt beim nächsten Mal.

8) „Hast Du Sch.. am Fuß, haste Sch… am Fuß.“ – Andy Brehme

Was Herr Brehme meint: Egal wie gut Du spielst, manchmal will es einfach nicht laufen. Bei vielen Jobsuchenden kommt der Punkt, an dem sie anfangen an sich selbst zu zweifeln. Der Lebenslauf stimmt, das Anschreiben ist top formuliert, das Vorstellungsgespräch läuft gut – trotzdem gibt es eine Absage. Kein Wunder, dass Selbstzweifel aufkommen. Dabei liegt der fehlende Erfolg bei der Jobsuche nicht an ihnen, sondern an den äußeren Umständen. Geduld ist gefragt. Denken Sie dann einfach an Herrn Brehme, der war immerhin später Weltmeister.

9) „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch.“ - Lukas Podolski

Gerade wenn es nicht läuft, heißt es weiter machen und nicht aufgeben. Der Erfolg bei der Jobsuche steht und fällt mit der richtigen Einstellung, dass ist häufig mehr wert als Können und Talent. So wie eben auch beim Fußball.

10) „Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding!“ – Giovanni Trappatoni

Es könnte so einfach sein: Ich schaue in Stepstone oder Monster, verschicke meine Bewerbung und „Ding!“ habe ich den Job. Das wird uns ja auch gerne in den Fernseh-Werbespots der großen Stellenbörsen suggeriert.

 

Doch meist ist auch Jobsuche eher Ding, Dang, Dong, als nur Ding. Gerade mal 31 Prozent der Jobs werden über Jobbörsen und Printanzeigen besetzt. Doch um einen Job zu finden der wirklich passt, erfordert es doch etwas mehr, wie z.B. Strategien für die Jobsuche im verdeckten Arbeitsmarkt

11) „Kompliment an meine Mannschaft und meinen Dank an die Mediziner. Sie haben Unmenschliches geleistet.“ – Berti Vogts

Zuletzt noch mal Berti Vogts. Als Europameister-Trainer weiß er wie es geht. Ohne Team, ohne Mitstreiter hingegen geht gar nichts. Das ist beim Team-Sport selbstverständlich, gilt aber genauso für die Jobsuche. Leider gehen zu viele Bewerber die Jobsuche als One-Man-Show an. Das klappt an einem bestimmten Zeitpunkt häufig nicht mehr. Gerade wenn es über die herkömmlichen Wege nicht mehr geht, wird das Team, die eigenen Kontakte, das eigene Netzwerk, entscheidend für die Jobsuche.

 

12) Wäre, wäre, Fahrradkette.“ – Lothar Matthäus

Natürlich darf „Loddar“ in dieser Aufzählung nicht fehlen. In seiner Karriere hat er schon so manch falsche Entscheidung getroffen. Trotzdem hat er eine ganz passable Karriere hingelegt.
Auch das Berufsleben ist immer wieder durch vermeintliche Fehlentscheidungen geprägt. So kommt es zum Beispiel vor, dass man sich für den falschen Arbeitgeber entschieden hat und das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit beendet ist. Im Bewerbungsprozess stellt sich dann die Frage, wie man so eine „Fehlentscheidung“ im Vorstellungsgespräch begründet. Erinnern Sie sich dann an Loddar und sagen Sie, was Sie aus dieser Erfahrung gelernt haben.

13) Manni, Bananenflanke, ich , Kopf, Tor!“ – Horst Hrubesch erklärt in der Kurzfassung, wie er ein Tor schoss

Horst Hrubesch würde vermutlich einen guten Bewerbungstrainer abgeben, wenn es darum geht ein Anschreiben auf den Punkt zu bringen. Und das wird heutzutage immer mehr gefragt. Teils wird das Anschreiben sogar als überholtes Relikt der Bewerbung gesehen und von einigen Personalern gar nicht mehr gelesen. Doch da wo es noch benötigt wird, empfiehlt es sich auf den Punkt zukommen und möglichst nicht den Lebenslauf nachzuerzählen.

14) Schalke 05.“ – Carmen Thomas, erste deutsche Sportmoderatorin

Worauf Arbeitgeber besonders empfindlich reagieren, ist eine falsche Schreibweise oder gar falsche Angabe des Unternehmens oder des Ansprechpartners. Das kann schon mal direkt zur Absage führen. Carmen Thomas kann davon ein Lied singen: Nach ihrem Versprecher aus dem Jahr 1973 verlor sie ihren Job beim Aktuellen Sportstudio. 

15) Ich bin seit 34 Jahren Trainer, da habe ich gelernt, dass 2 und 2 nicht immer 4 ist." - Leo Beenhakker, holländischer Trainer

Nichts ist so wie es scheint und es gibt nicht nur eine Realität – diese weise Erkenntnis kommt häufig erst mit dem Alter und gilt im Berufsleben genauso wie beim Fußball. Überträgt man das auf die Jobsuche, sollten sich erfahrene Bewerber nicht durch Phrasen wie „Über 50 bekommst Du doch keinen Job mehr" entmutigen lassen. Setzen Sie vielmehr in den Vordergrund, was Sie jüngeren Bewerbern voraushaben.

16) Man muss nicht immer das Salz in der Suppe suchen." - Philipp Lahm

Ob Philipp Lahm nun den Hasen im Pfeffer, dass Haar in der Suppe oder tatsächlich das Salz in der Suppe meinte, weiß nur er.

Gehen wir aber mal davon aus, dass er es genauso gemeint hat: Beim Fußball muss man halt auch mal zufrieden sein mit dem was man hat, da reicht auch mal das 1:0.

Genauso ist es bei der Jobsuche: Viele Bewerber suchen nach dem Traumjob und ihrem beruflichen Glück, um dann zu merken, dass es ziemlich schwierig ist, diesen zu finden. Ersetzen Sie jedoch Glück durch Zufriedenheit, dann fällt es schon mal leichter den „passenden“ Job zu finden, wie LVQ-Geschäftsführer Lars Hahn in einer Kolumne zum Traumjob beschreibt.

Fußball und Jobsuche: Mehr gemein als gedacht

Tja, wie Sie sehen haben Fußball und Jobsuche tatsächlich mehr gemeinsam, als man denken mag. Genießen Sie das bevorstehende Turnier und lassen sich bei den Statements der Spieler, Trainer und Kommentatoren für Ihre Jobsuche inspirieren.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der EM und viel Erfolg bei der Jobsuche!

 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Hier schreiben Lars Hahn, Martin Salwiczek und Gastautoren.

 

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

 

Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

 

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

]]>
Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 01.06.2021 Tue, 01 Jun 2021 08:23:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html post-259 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html Lars Hahn In diesen herausfordernden Zeiten möchten wir Sie in diesem Beitrag über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden halten. Lars Hahn gibt im neusten Update einen kurzen Abriss unseres… Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 01.06.2021 by Lars Hahn 01-06-21

Categories: LVQuerbeet

In diesem Beitrag halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden.

Update vom Mai2021:

Seit ca. einem Jahr befinden wir uns mit unserer Vollzeitweiterbildung nun im Online-Präsenzunterricht. Trotz aller aktuellen Lockerungen bestimmen Kontaktgebote und Hygieneregeln auch weiterhin das Geschehen, so auch in Erwachsenen- und Weiterbildung. Und sind wir ehrlich: Kaum jemand ist aktuell erpicht darauf, täglich mit zwanzig anderen Menschen acht Stunden am Tag in einem Raum zu verbringen.

Wir in der LVQ haben daher auch nach einem Jahr online keine Eile, unseren mittlerweile etablierten Online-Präsenzunterricht wieder in den klassischen physischen Unterricht zurückzuführen. Seit etwa einem Jahr führen wir unsere per Bildungsgutschein buchbaren Vollzeitweiterbildungen als Online-Präsenzunterricht für über 150 Teilnehmer durch – mit so viel LVQ-Feeling wie möglich: persönlich, zwischenmenschlich, „präsenzig“. Nur kleine und kurze Seminare unserer Business-Akademie wurden zwischenzeitlich überhaupt als klassischer Präsenzunterricht umgesetzt.

Eine kleine Historie: Am 16.03.2020 schickten wir unsere Teilnehmer*innen nach Hause und gingen in den Shutdown. Bereits am 27.03.2020 stellten wir unser Online-Konzept den Dozent*innen vor, vier Tage später den Teilnehmenden. Seit dem 21.04.2020 führen wir den Online-Präsenzunterricht nun erfolgreich durch, dabei befinden wir uns in einem sehr aktiven stetigen Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP), der auch nur deswegen so erfolgreich sein kann, weil viele dabei mithelfen: Dozent*innen, Teilnehmende, Mitarbeiter*innen und viele externe Freunde und Partner*innen.

Mit der Konferenzsoftware Zoom und dem Lernmanagementsystem Moodle haben wir ein System für virtuelles und dennoch möglichst persönliches Lernen erarbeitet und erfolgreich etabliert. Nach einem Jahr konnten wir mittlerweile viele Erfahrungen mit unserem Online-Präsenzunterricht sammeln und die Prozesse und Abläufe stetig verbessern. Damit sind wir auch noch lange nicht fertig. Denn natürlich lernen wir gerade in unserer eigenen Turbo-Digitalisierung ständig dazu.

Zwischenzeitlich liefen mehr als 80 Kurse inklusive aller internen und externen Prüfungen digital und die Rückmeldungen zum Online-Unterricht sind für uns ermutigend. Dass ein Großteil der Teilnehmenden zudem angibt, den Online-Unterricht dem Präsenz-Unterricht vorzuziehen, bestätigt uns in unserer aktuellen Planung. Mittlerweile können wir mit Sicherheit sagen, dass wir auch in #PostCorona-Zeiten zusätzlich Online-Präsenzunterricht anbieten werden.

Und solange sich die coronabedingte Situation nicht wesentlich entspannt, werden wir weiterhin auf klassischen Vor-Ort-Präsenzunterricht verzichten. Wir rechnen diesbezüglich daher frühestens Ende 2021 mit Neuigkeiten. Hier in unserem Blog lesen Sie mittlerweile einige Artikel mit Tipps zum Thema „Jobsuche in der Corona-Arbeitswelt“.

Wie Sie uns erreichen

Unser Büro ist durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVQ auch in diesen Zeiten montags bis freitags von 08:00 - 16:00 Uhr besetzt, sodass Sie uns telefonisch oder per Mail weiterhin erreichen können:

Aktuelle Teilnehmer: 0208-993880

Künftig startende Teilnehmer und Weiterbildungsinteressenten: 0208-9938833

Firmenkunden und Interessenten für berufsbegleitende Weiterbildungen: 0208-9938832

Für alle Teilnehmer und Interessenten: office@lvq.de

Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir Ihnen aufgrund der aktuellen Lage nicht alle Fragen beantworten können. Zu Themen rund um Ihr Arbeitslosengeld und Ihre Förderung wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Agentur für Arbeit oder Ihr Jobcenter. Allgemeine Informationen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie über den folgenden Link:

https://www.arbeitsagentur.de/corona-virus-aktuelle-informationen

Wir wünschen uns allen, dass wir diese außerordentliche Situation gesund überstehen. Passen Sie auf sich auf und bis bald!

Ihr LVQ-Team

 

]]>
New Work: „Was will ich wirklich, wirklich tun?“ 15 kleine Impulse Thu, 27 May 2021 08:23:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/new-work-15-impulse.html post-298 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/new-work-15-impulse.html Lars Hahn Was ist eigentlich New Work? Oft werden darunter verschiedene Ansätze gehandelt, die darauf zielen, Unternehmen zeitgemäßer zu gestalten. Die individuelle Perspektive wird dabei bisweilen übersehen.… New Work: „Was will ich wirklich, wirklich tun?“ 15 kleine Impulse by Lars Hahn 27-05-21

Categories: Neue Arbeitswelt

In diesen Tagen verstarb Fritjhof Bergmann, Philosoph und Begründer der New-Work-Bewegung, im Alter von 90 Jahren. Mit seinen Ansätzen wollte er eine bessere Arbeitswelt schaffen und es Menschen ermöglichen, beruflich das zu tun, „was sie wirklich, wirklich tun möchten“. Zum Anlass des Todes von Frithjof Bergmann veröffentlichen wir eine Überarbeitung meines Beitrags, den ich vor einiger Zeit als XING-Insider über New Work und Frithjof Bergmann geschrieben habe:

Das Konzept von New Work sei ein revolutionärer Ansatz. Sie tun beruflich nur noch, was Sie wirklich, wirklich wollen.

Sagen die Optimisten.

New Work sei ein Hype. Bei dem mit schicken Möbeln, Kicker, Limo, geduzter Kuschelkultur („der Peter ist ein toller Chef“) und tollen Buzzwords im wieder opportunen Großraumbüro das Maximale aus den Mitarbeitern rausgeholt werden kann.

Sagen die Zyniker.

Die Wahrheit liegt wohl wie immer irgendwo in der Mitte.

Doch was ist eigentlich New Work? Unter New Work werden verschiedene Ansätze gehandelt, die oft darauf zielen, Unternehmen zeitgemäßer zu gestalten oder Führungskräfte in Zeiten der Digitalisierung fit zu machen. Welche Möglichkeiten der Einzelne hat, seine Arbeitswelt zu gestalten, wird bisweilen dabei übersehen. Daher beleuchten wir in diesem Beitrag, was New Work ist und geben Impulse, wie Sie Ihre Arbeit aktiv mitgestalten können.

Der New Work-Ansatz von Frithjof Bergmann

Damit sind wir angekommen beim Begründer des Begriffs New Work Frithjof Bergmann. Dem ging es in seinem damals sozialreformatorischen Ansatz darum „Menschen zu helfen, dass sie erfahren, was sie wirklich, wirklich wollen. Und es geht darum, dass sie lernen, mit dem, was sie wirklich, wirklich wollen, Geld zu verdienen.“ Grundannahme von Bergmann ist dabei, dass viele Menschen mit wenig Motivation der Lohnarbeit nachgehen und sich diese Arbeit dann anfühle „wie eine milde Krankheit“, während die „New Work“ dann die Arbeit sei, die man wirklich, wirklich will.

Spannend ist, dass Bergmann in den Achtzigern seine Ideen nicht im Elfenbeinturm in die Praxis umsetzte, sondern in der Autostadt Flint in den USA, wo ehemalige Automobilarbeitende nach Strukturwandel und Arbeitslosigkeit eine neue sinnstiftende Arbeit finden sollten. Nach diesem Ansatz bestünde New Work aus einem Mix von Erwerbsarbeit und der sinnstiftenden Arbeit, die man wirklich, wirklich will. Durch weitere Erfahrungen – besonders in Entwicklungsländern wie Indien – brachte Bergmann neben Erwerbsarbeit und sinnstiftender Arbeit eine dritte Komponente ins Spiel, die er „High-Tech-Self-Providing“ nannte.
Es lohnt sich, Frithjof Bergmann seine Ideen und Erfahrungen von New Work selber erklären zu lassen. Er erzählt lebendig, wie sich New Work in der Praxis umsetzen ließ und wie der eher evolutionäre als revolutionäre Ansatz Verbreitung fand.

 

New Work als Corporate Culture-Ansatz?

Die individuelle Perspektive gerät bei aktuellen Ansätzen etwas aus dem Blickfeld. Häufig handelt New Work in erster Linie davon, wie sich Unternehmen verändern müssen, um sich den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft unserer Arbeitswelt zu stellen. Bisweilen geht es bei solchen New Work-Konzepten darum, nicht den Anschluss als attraktiver Arbeitgeber zu verpassen. Dabei thematisieren solche New-Work-Ansätze durchaus neue Wege, Veränderung, das Einbeziehen der Wünsche, Bedürfnisse und Potentiale der Berufstätigen oder im engeren Sinne der Mitarbeiter*innen. Der Kommunikationschef der New Work SE, Marc-Sven Kopka bringt die aktuelle Ausrichtung von New Work auf den Punkt, wenn er sagt:

Ein Unternehmen lebt dann New Work, wenn es sich darum kümmert, dass seine Mitarbeiter gern zur Arbeit gehen. Wenn sie dort das tun können, was ihnen etwas bedeutet und was sie wirklich, wirklich tun wollen. Wenn sie Mensch sind und keine Human Ressource.

Ganz im Sinne von Frithjof Bergmann bedeutet New Work somit auch in aktuellen Ansätzen stets Veränderung, neudeutsch Change. Aber viele Beiträge zum Thema New Work fokussieren sich darauf, dass sich zuallererst Unternehmen verändern müssen, dass besonders die jeweilige Führungskultur von Betrieben sich zu einem menschenfreundlicheren, potentialorientierten Ansatz hin verändern solle. Führung solle sich wandeln – Leadership, die Unternehmenskultur, am besten agil und digital affin und überhaupt das ganze Unternehmen. Doch was ist hier mit der Perspektive des Individuums? Was ist mit der einzelnen Mitarbeiterin, dem einzelnen Mitarbeiter? Was ist, wenn das Unternehmen New Work gar nicht will oder kann? Die individuelle Betrachtungsweise geht in der aktuellen Debatte um New Work bisweilen verloren oder steht hinten an.

Dabei hatte der Entdecker von New Work Frithjof Bergmann nämlich genau dieses „Was möchte ich wirklich, wirklich tun?“ als zentrale Frage des New Work formuliert. Dafür hat er einen Ansatz entwickelt, der jedem einzelnen dazu verhelfen soll, seine Arbeitswelt selbst zu gestalten, ganz nach dem Motto: „Frage Dich selbst, was Du wirklich, wirklich tun möchtest.“

Wie Sie New Work im Kleinen für sich selbst umsetzen

Genau da können Sie als Individuum starten mit New Work. Fragen Sie sich, was Sie wirklich, wirklich tun möchten oder „kleiner“ – „wie erlebe ich meine Arbeit neu oder gar eine neue Art des Arbeitens?“

Und dann fragen Sie sich, was Sie davon heute schon realisieren und umsetzen könnten. Und tun das. Denn etwasNeues in Ihrer eigenen Arbeitswelt tun, das können Sie auch selber: Bisweilen kleine Veränderungen herbeiführen, Ihre eigenen Routinen aufbrechen, Perspektiven wechseln, Neues in Ihrer Arbeit tun. New Work in kleinen Schritten: Evolutionär, nicht immer revolutionär. Machen Sie einfach mal etwas Neues im Alltag. Verändern Sie Ihren tagtäglichen Mikrokosmos. Wie wäre es, wenn Sie sich Elemente von New Work in Ihren Alltag einbauen? Ihr persönliches „New Work für mich“ sozusagen.

Denn klar – die komplette Unternehmenskultur auf links drehen – das obliegt nicht unbedingt der einzelnen Mitarbeiterin oder dem einzelnen Mitarbeiter. Logisch können Sie nicht gleich die Führungskultur des Unternehmens revolutionieren. Es sei denn, Sie sind CEO oder Geschäftsführer*in – aber selbst dann ist der Alleingang kaum möglich.

Auf vielen Konferenzen und Gesprächen zum Thema habe ich neben vielen großen Konzepten und auch vielen kleinen Impulsen, Ideen und Inspirationen mitgenommen, wie ich als Einzelner meine Arbeitswelt im Kleinen aktiv verändern und mitgestalten kann. Insbesondere geht es dabei stets um die verschiedenen Facetten persönlichen Lernens: Forschen, Beobachten, Fragen, Reden, Handeln. Hier sind 15 dieser kleinen New Work-Impulse und Inspirationen in kurzen, knackigen Sätzen:

15 New Work Life Hacks für die berufliche Positionierung

  1. Fragen ist hilfreich, um die Perspektive zu wechseln und daraus zu lernen (Bonus: Das Stellen offener Fragen erhöht den Erkenntnisgewinn).
  2. Fragen Sie sich selbst: „Was will ich wirklich, wirklich tun?“ Global, galaktisch, wie speziell, aktuell.
  3. Stellen Sie sich selbst doch mal am Morgen die Frage: „Was möchte ich heute wirklich, wirklich tun?“ Operativ und direkt umsetzbar (und tun Sie es).
  4. Fragen Sie die neue Kollegin nach ihrer Perspektive – weshalb ist sie zu Ihnen gestoßen, was möchte sie wirklich, wirklich tun?
  5. Fragen Sie doch mal Chefinnen und Chefs: „Wenn Sie so wollten, wie Sie könnten: Was würden Sie wirklich, wirklich tun?“
  6. Fragen Sie Menschen aus Ihrem privaten Umfeld, was ihnen beruflich Freude macht, was sie wirklich, wirklich tun möchten.
  7. Suchen Sie nach Menschen, die bereits das tun, was Sie tun möchten. Gehen Sie mit diesen Systematisch Kaffeetrinken und rotten Sie sich mit ihnen zu Teams zusammen, innerbetrieblich oder überbetrieblich. Und stellen sich gegenseitig Fragen, was sie wirklich, wirklich tun möchten und tauschen sich aus.
  8. Suchen Sie nach Menschen, die Freude, Glück und Zufriedenheit in Ihrem beruflichen Alltag erleben. Was machen diese? Warum sind sie freudig, glücklich und/oder zufrieden?
  9. Lassen Sie sich von der Freude, dem Glück und der Zufriedenheit anderer inspirieren.
  10. Machen Sie doch einfach selbst mal etwas „New“ bei Ihrer „Work“. Wechseln Sie die Perspektive und probieren mal was Anderes. Zum Beispiel:
  11. Verändern Sie die Perspektive und setzen sich mal auf den Platz eines Kunden, einer Kollegin oder gar des Chefs.
  12. Wie wäre es mit Aufgabentausch? Hospitieren Sie bei Kolleg*innen, die das tun, was Sie wirklich, wirklich tun möchten oder tauschen mal für einen Tag die Rollen?
  13. Fahren Sie mal eine andere Strecke zum Büro und beobachten Ihr Umfeld. Oder Sie fahren gar mal mit dem Rad, mit der Bahn, mit dem Auto, mit einem anderen Verkehrsmittel als sonst.
  14. Räumen Sie an Ihrem Arbeitsplatz gezielt etwas um. Verrücken Sie Möbel, hängen Sie Bilder um oder arbeiten Sie im Stehen oder Sitzen.
  15. Arbeiten Sie vielleicht mal auswärts, vielleicht nur in einem anderen Raum oder gar in einem Café oder gar zu Hause, um einen anderen Blickwinkel zu erfahren.

New Work-Links zum Weiterforschen und Vertiefen

Hier bei uns im Blog haben wir uns in verschiedenen Beiträgen dem Thema New Work gewidmet. Zum Beispiel gaben uns die New Work-Experti*innen Anna und Nils Schnell in einem Interview anknüpfend an ihr Buch „New Work Hacks“ praktische Tipps und Tricks auch für Jobsuchende. Wir berichteten von verschiedenen Veranstaltungen wie dem Work Smart Experience Day und auch weitere Beiträge befassen sich mit New Work in Corona-Zeiten und der Abgrenzung des New Work-Ansatzes zu Konzepten wie Arbeiten 4.0.

Außerdem gibt es vielfältige Ausgangspunkte und Links für die weitere New Work-Recherche im Internet, lassen Sie sich einfach treiben:


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie un

]]>
Digitale Karrieretage und Online-Messen: Wie und wozu kann ich diese als... Thu, 20 May 2021 08:16:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/digitale-karrieretage-online-messen-berufseinsteiger-jobsuche.html post-289 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/digitale-karrieretage-online-messen-berufseinsteiger-jobsuche.html Angela Borin Als Hochschulabsolvent*in auf Jobsuche kann sich ein Blick Richtung virtuelle Karrieretage und Online-Messen lohnen. Insbesondere in Zeiten von Corona bietet dieses Eventformat den charmanten Vorteil… Digitale Karrieretage und Online-Messen: Wie und wozu kann ich diese als Berufseinsteiger bei meiner Jobsuche nutzen? by Angela Borin 20-05-21

Categories: Jobsuche Netzwerke(n)

Besonders in den letzten Zügen des Studiums oder spätestens wenn das Studium tatsächlich erfolgreich abgeschlossen, aber noch kein Job in Sicht ist, kommt die Frage auf: „Wie geht es nun weiter?“ Während die einen sich in Stellenportale stürzen, um mit den richtigen Keywords den zu sich passenden Job zu entdecken, möchten sich andere persönlich informieren, mit Arbeitgebern in Kontakt treten und mit passenden Ansprechpartnern die eigenen beruflichen Perspektiven beleuchten und abstecken.

Speziell Jobmessen und Karrieretage nehmen in dieser Phase der Orientierung einen essenziellen Platz ein. Gerade hier finden sich gebündelt entsprechende Informationen zu Berufseinstieg und Bewerbungsprozess – samt besagter, persönlicher Ansprechpartner. Doch wie verhält es sich, wenn durch Corona diese hilfestellende Präsenz-Eventform entfällt? Wie können Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen trotz fehlender Kontaktmöglichkeiten mit Unternehmen persönlich ins Gespräch kommen?

Die Frage beantworten wir in diesem Artikel über Online-Messen und digitale Karrieretage und erklären, wie Sie sich als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger auch diese virtuelle Form der jobbezogenen Messe zu Nutze machen können. Was es zu beachten gilt, welche Online-Karrieretage und digitalen Messen 2021 für welche Zielgruppen „ins Haus stehen“ und welche Tipps wir für einen erfolgreichen Online-Messebesuch in petto haben, klären wir im heutigen Beitrag.

Digitale Karrieretage und Online-Messen für Berufseinsteiger: Welche Formate gibt es?

Während viele Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sich über die Nützlichkeit von privaten Online-Meetings im Klaren sind, vergessen sie in der derzeitigen Situation schnell, dass auch berufliche Unterstützungsangebote – digital besucht aus dem eigenen zu Hause – Mehrwert bringen können. Natürlich kann der Eindruck entstehen, dass es der Online-Messe an persönlichem Charakter fehlt, jedoch holen virtuelle Messen – verstärkt seit März 2020 – auch in diesem Punkt dank verbesserter technischer Zugänge auf. Mittlerweile gibt es verschiedene Formate von Online-Messen:

  • den 1:1 Chat,
  • den Voice-Call und
  • das Videogespräch.

Über die jeweilige digitale Messeform sollten Sie sich als Messebesucherin oder Messebesucher vorab informieren, um sich bestens darauf vorzubereiten und gerade in puncto eigener Technik, aber auch Dresscode nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Ein deutliches Pro für Online-Messen in Corona-Zeiten

Doch welche Vorteile bringen digitale Karrieretage und Online-Messen denn nun tatsächlich mit sich? Der offensichtlichste Punkt ist hier natürlich der kontaktlose und sichere Besuch der Messe zur Informationsgewinnung. Zudem bieten virtuelle Karrieretage und Messen Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern die Chance, sich optimal auf die derzeitigen Anforderungen am Arbeitsmarkt vorzubereiten – sowohl fachlich als auch technisch: Speziell seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich sowohl Kundengespräche als auch interne Meetings schwerpunktmäßig in den virtuellen Bereich verschoben. Die Belegschaft arbeitet vermehrt aus dem Homeoffice.

Vorab einen Eindruck von einer solchen Situation zu gewinnen und diese eigeninitiative, virtuelle Geschäftskommunikation und Arbeitsweise aus dem eigenen zu Hause heraus kennenzulernen, das ist einer der großen Vorteile, die digitale Karrieretage und Online-Messen Ihnen derzeit bieten können. Was zusammengefasst für dieses Format spricht:

  • Üben von Online-Gesprächen: Proaktiv haben Sie als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger die Chance, essenzielle Informationen durch Online-Gespräche zusammenzutragen und sich mit digitaler Kommunikation im beruflichen Kontext vertraut zu machen.
  • Unterstützung für die Jobsuche: In Online-Vorträgen und Workshops wird oftmals eine bunte Palette verschiedener wichtiger Bewerbungsaspekte beleuchtet. Das reicht von Tipps zum Lebenslauf über Profiloptimierung bei XING und LinkedIn bis hin zu Suchstrategien für die Jobsuche. Darüber hinaus können Sie hilfestellende Beratungen in Anspruch nehmen, die mit Ihnen Ihre Perspektiven, möglicherweise fehlende Skills und passende Weiterbildungsprogramme erörtern – insbesondere angeboten auf (Weiter-)Bildungsmessen.
  • Informationen aus erster Hand – das persönliche Gespräch: Trotz Corona haben Sie die Möglichkeit in einem privaten Chat-, Voice- oder Videogespräch mit potenziellen Arbeitgebern – auch dem Wunscharbeitgeber – ins Gespräch zu kommen. In einem solchen Dialog können Sie erfahren, welchen Bedarfen und Herausforderungen sich das Unternehmen gegenübersieht, um so wichtige Informationen für Ihre Bewerbung zu sammeln.
  • Netzwerken: Anknüpfend an den vorhergegangenen Punkt bietet sich während des Gesprächs oder im Nachgang die Möglichkeit zur beruflichen Vernetzung bei XING und/oder LinkedIn. So knüpfen Sie bereits erste beruflich relevante Kontakte und kennen möglicherweise bereits Entscheider im Unternehmen.
  • Keine Ablenkung: Als charmanter Vorteil gegenüber Präsenzmessen, bei denen andere Besuchende sich möglicherweise in Ihr Gespräch einmischen oder diesem lauschen, befinden Sie sich bei Online-Messen und -Karrieretagen zu zweit im abgeschirmten Raum. Hier können Sie sich voll und ganz auf Ihren Gesprächspartner konzentrieren, um die für Sie relevanten Themen zu besprechen. Gemeinsam mit dem nachfolgenden Punkt durchaus auch ein sehr positiver Vorteil für eher Introvertierte.
  • Gewohnte Umgebung: Speziell beim erstmaligen Besuch einer Online-Messe können die vielen Eindrücke und Menschen für den ein oder anderen einschüchternd wirken und letztlich kommt es zu keinem Gespräch. Aus dem eigenen zu Hause und mit der nötigen Sicherheit können Sie sich Online-Messen in Ihrem Tempo erschließen, um das meiste für sich mitnehmen zu können.
  • Fachliche Auffrischung und Vertiefung: Auch Fachmessen und Branchenevents lohnen einen Besuch, da Sie hier durch Fachvorträge und -diskurse erste Einblicke in die Praxis erlangen und sich ein besseres Bild Ihres angestrebten Berufsfelds machen können. Zudem bekommen Sie hier auch gleich einen Eindruck, mit welchen Veranstaltungen und Lerninhalten Sie sich im späteren Berufsalltag up-to-date halten können. Oftmals ist die ein oder andere Fachmesse für Unternehmen typischerweise ein jährlich wieder zu besuchendes Event.

5 Tipps, die Sie vor und während des Online-Messebesuchs beherzigen sollten

Damit Ihr Online-Messebesuch erfolgreich verläuft und Sie eine Menge für sich mitnehmen können, gibt es einige Punkte, auf die Sie achten sollten:

1. Vorbereitung ist das halbe (berufliche) Leben

Sorgen Sie – je nach Eventform – für die passende Technik: Eine stabile Internetverbindung sollte sowohl für Chat als auch für Videogespräch vorliegen. Für letzteres spielen aber natürlich auch die Punkte Kamera, Licht, Hintergrund, Audio sowie Dresscode eine tragende Rolle.

2. Mit Online-Recherche und passenden Keywords zum (Wunsch-)Arbeitgeber

Ob bereits eine vage oder noch keine Vorstellung: Setzen Sie sich vorab oder im Laufe einiger Messebesuche mit Ihren Bedürfnissen, Wünschen und Interessen auseinander, um Ihre Keywords, die anvisierte Zielbranche und möglicherweise ein Wunschunternehmen herauszukristallisieren. Das hilft Ihnen auch bei Ihrer Online-Stellensuche. Ihrem Wunscharbeitgeber könnten Sie sogar in Social Media folgen und herausfinden, bei welchem Online-Event Sie ihn persönlich antreffen können.

3. Abgleich der eigenen Skills mit den Chancen am Arbeitsmarkt

Um das meiste von Online-Messen mitzunehmen, lohnt neben den Vorträgen und Workshops auch ein Einzelgespräch mit den potenziellen Arbeitgebern. Hier lassen sich Ihre Fähigkeiten mit den Anforderungen des Unternehmens oder sogar der Branche und somit des Arbeitsmarktes hervorragend abgleichen. Darüber hinaus können Sie aber auch Ihre Fragen klären, einen positiven bleibenden Eindruck hinterlassen und sich Ihre gesammelten Informationen in Ihrer späteren Bewerbung zu Gute kommen lassen.

4. Knüpfen erster beruflicher Kontakte

Notieren Sie sich bereits während Ihrer Gespräche die Namen und Firmen Ihrer Ansprechpartner, um spätestens im Anschluss an die Online-Messe Kontaktanfragen mit Nachricht via XING oder Linkedin zu versenden und so auch als Berufseinsteiger Ihr Netzwerk zu erweitern. Im XING-Artikel zum Umgang mit Profilbesuchern gibt Martin Salwiczek hilfreiche Tipps, wie Sie diese Nachricht angehen können.

Bonustipp: Wie in den Vorteilen bereits erwähnt lohnt daher auch der Besuch von Fachmessen. Hier finden Sie wohlmöglich keine Stellenausschreibungen, können aber von nicht öffentlich ausgeschriebenen Stellen erfahren. Außerdem können Sie sich in Ihrem angestrebten Berufsumfeld Einblicke verschaffen und Ihr Netzwerk erweitern. Beachten Sie allerdings, dass Fachmessen durchaus mit Kosten verbunden sein können.

5. Informieren Sie sich über Weiterbildungsmöglichkeiten

Bewerbungsmappenchecks sind in dieser Zeit eher schwierig, dennoch helfen beispielsweise auch Blicke Richtung Weiterbildungsanbieter, um die im dritten Punkt herausgefilterten Arbeitsmarktanforderungen in kurzer Zeit zu erwerben. Der Vorteil: Innerhalb der Weiterbildung erhalten Sie bei qualitativ hochwertigen Angeboten immer auch Unterstützung hinsichtlich Bewerbung und Co.

Online-Messen: Eine gute Ergänzung zur Präsenzform

Während einige Vorteile sich erst durch die Technik ergeben, sind andere schon lange integrale Bestandteile von Messen in ihrer ursprünglichen Form: den Präsenzmessen. Sicherlich fehlt bei Online-Messen und -Karrieretagen nach wie vor die absolut persönliche, informelle Komponente des Zwiegesprächs, dennoch helfen sie in diesen Corona-Zeiten am Ball zu bleiben: Als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger können Sie mit potenziellen Arbeitgebern in Dialog treten und sich so mit den aktuellen Anforderungen am Arbeitsmarkt auseinandersetzen.

Auf diese Weise lernen Sie schon vor Berufseintritt einiges über den derzeitigen Berufsalltag und üben sich in wichtigen technischen sowie Soft Skills, um sowohl in Bewerbung als auch im Job mitzuhalten. Zudem bauen Sie dank Online-Messen erste berufliche Kontakte auf und erweitern Ihr Netzwerk.

Online-Messen & -Karrieretage 2021

Einige Messen sind nach wie vor als Präsenzmessen deklariert, ist jedoch eine für Sie spannende Messe dabei, sollten sie die Entwicklung im Auge behalten: Einige Messen werden nach wie vor verschoben, aber andere finden plötzlich virtuell statt. Zudem lohnt auch ein Blick auf die Seite Ihrer eigenen Universität hinsichtlich der virtuellen Angebote zu (Fakultäts-)Karrieretagen.

Im Folgenden haben wir einige virtuelle (Fach-)Messen und Online-Karrieretage zusammengetragen, die Sie für die technische Übung, die fachliche Vertiefung oder das Kennenlernen von und das Vernetzen mit potenziellen Arbeitgebern nutzen können:

(Digitale) Job- und WeiterbildungsmessenDatumUhrzeitZielgruppeDig.
VDI nachrichten Recruiting Tag19.-20.05.13-18;
9-14
Ingenieur*innen
1. Digitale Weiterbildungsmesse Mittlerer NiederrheinDo, 20.05.10-15

Kund*innen der
Agentur für Arbeit
und des Jobcenters

Jobwunder19.-20.05.10-16Absolvent*innen
aller Fachrichtungen
KarriereTag 202117.-27.05.14-18Geisteswissen-
schaftler*innen
Karrieretag Frankfurt    Do, 27.05.11-16Jurist*innen
meet@nordDo, 27.05.12-17Absolvent*innen
aller Fachrichtungen
Women & workSa, 29.05.10-16Frauen
StellenwerkDi, 08.06. Absolvent*innen
aller Branchen
Treffpunkt08.-09.06.9.30-16Absolvent*innen
aller Fachrichtungen
1. Digitale Weiterbildungsmesse BerlinDo, 10.06.9-13Kund*innen der
Agentur für Arbeit
und des Jobcenters
1. Digitale Bildungsträger-Messe Elbe-Weser-RaumDi, 22.06.10-16Kund*innen der
Agentur für Arbeit
und des Jobcenters
3. bonding virtual career fairMi, 23.06.10-16Primär MINT &
Wirtschaftswissen-
schaft, aber auch
andere Fachrichung-
en
ScieCon DigitalDo, 24.06. Naturwissenschaft-
ler*innen
1. Digitale Weiterbildungsmesse GießenDi, 29.06.10-15Kund*innen der
Agentur für Arbeit
und des Jobcenters
Car Connects DigitalMi, 07.07.10-15Ingenieur*innen
Jobmesse Düsseldorf21.-22.08.10-17Alle interessierten
Besucher*innen
Karrieretag KölnDo, 26.08.10-17Alle interessierten
Besucher*innen

VDI Recruiting Tag Dortmund

Fr, 03.09.11-17Ingenieur*innen
Jobmesse EssenSa, 04.09.10-16Alle interessierten
Besucher*innen
Karrieretag EssenFr, 17.09.10-17Alle interessierten
Besucher*innen
Jobvector Career DayDo, 23.09.9-17Primär Naturwissen-
schaftler, auch
Ingenieure
Online-KarrieretagDi, 12.10.ab 10Interessenten der
Digitalbranche
(geeignet für z.B.
Geisteswissenschaftler)
     
Virtuelle FachmessenDatumUhrzeitZielgruppeDig.
Re:publica20.-22.05. Konferenz rund um
das Web 2.0
expopharm Düsseldorf22.-25.09. 9-18Fachmesse rund um
den Apothekenmarkt
ALUMINIUM Düsseldorf28.-30.09. Weltleitmesse für
Aluminium und seine
Anwendungsindustrien
Rehacare Düsseldorf06.-09.10. Internationale
Fachmesse
für Rehabilitation
und Pflege
Print & Digital Convention 202120.-21.10. Kongress-Messe zur
Unternehmens-
kommunikation
und der Print-/Digital-
technologien
hyb.
A + A Düsseldorf26.-29.10. Fachmesse rund um
Sicherheit und
Gesundheit bei
der Arbeit
Medica & Compamed Düsseldorf15.-18.11. Fachmessen im
Bereich Medizin
und Gesundheits-
technologie

 

 

 


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie un

]]>
Businessnetzwerk LinkedIn: 11 Tipps für die Jobsuche Tue, 11 May 2021 09:23:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/businessnetzwerk-linkedin-11-tipps-fuer-die-jobsuche.html post-90 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/businessnetzwerk-linkedin-11-tipps-fuer-die-jobsuche.html Martin Salwiczek Das internationale Businessnetzwerk LinkedIn ist mittlerweile zentrales Bewerbungsmedium für viele Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Wir geben 11 Tipps für die Jobsuche. Businessnetzwerk LinkedIn: 11 Tipps für die Jobsuche by Martin Salwiczek 11-05-21

Categories: Jobsuche

(Ursprünglicher Artikel vom 24.11.2016)

Das amerikanische Businessnetzwerk LinkedIn ist mit mittlerweile 16 Millionen Nutzern in der D-A-CH-Region als Karriereplattform nicht mehr wegzudenken. Lag der Fokus der Microsoft-Tochter lange vor allem auf internationaler Vernetzung und Großunternehmen, finden mittlerweile Fach-und Führungskräfte unterschiedlichster Branchen hier ihren neuen Arbeitgeber. In diesen Beitrag zeigen wir, wie sich LinkedIn für Ihre Jobsuche nutzen lässt.

Warum LinkedIn, wenn ich schon ein XING-Profil habe?

Lange war XING als größtes deutsches soziale Netzwerk Vorreiter bei den Karrierenetzwerken in Deutschland. Dies hat sich mittlerweile geändert.  Auch wenn XING mit 19 Millionen Nutzern noch die Nase vorne hat, verzeichnet LinkedIn ein wachsendes Interesse und kennzeichnet sich durch eine größere Aktivität seiner Nutzer.

Zieht man das Tool „Google Trends“ heran, zeigt sich das XING (blauer Balken) bis 2019 mehr Abrufe In Google hatte. Bis 2020 waren die Abrufe auf Augenhöhe und seit ungefähr 2021 hat LinkedIn (roter Balken) mehr Abrufe. Es ist davon auszugehen, dass LinkedIn von der Bedeutung her weiterwachsen wird, da LinkedIn unter anderem gerade bei Studierenden einen höheren Bekanntheitsgrad hat als XING und durch mehr Interaktionsmöglichkeiten hervorsticht. Warum es dennoch Sinn macht XING ebenfalls zu nutzen oder sein XING-Profil zu behalten, erläutern wir in unserem Beitrag „XING und LinkedIn 2021: Neue Erkenntnisse für die Jobsuche“. Hier möchten wir uns jedoch auf die Nutzungsmöglichkeiten für die Jobsuche auf LinkedIn konzentrieren.

11 Tipps zur Nutzung von LinkedIn für die Jobsuche

Grundsätzlich lassen sich fünf übergeordnete Jobsuche-Ziele bei LinkedIn verfolgen:

  • Jobs finden
  • Von Recruitern gefunden werden
  • Das berufliche Netzwerk nutzen und erweitern
  • Hintergrundinformationen gewinnen
  • Gezielt lernen, um beruflich weiterzukommen

Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Ziele der Jobsuche bei LinkedIn erreichen können.

 

 

1) Erstellen Sie ein aussagekräftiges Profil

Mit einem aussagekräftigen Profil und den Einsatz richtiger Keywords können Sie sich für Arbeitgeber, die LinkedIn zur direkten Ansprache geeigneter Kandidaten nutzen, sichtbar machen. Vor allem sind dies Headhunter, Personaldienstleister und Personaler von Großunternehmen.

Dafür werden möglichst genaue Informationen, Daten, Begriffe benötigt, um Arbeitgeber und Bewerber zusammen zu bekommen. Mit „aussagekräftig“ meinen wir also, möglichst präzise Ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Qualifikationen in Ihrem Profil zu benennen. Eine gute Anleitung zur Erstellung eines aussagekräftigen LinkedIn-Profils finden Sie im Karriereletter der Karriereexpertin Ute Blindert.

2) Nehmen Sie sich Zeit für die Funktionen des LinkedIn-Stellenmarktes

LinkedIn hat unter „Jobs“ einen eigenen Stellenmarkt mit einer Vielzahl nützlicher Funktionen, die sich auf dem ersten Blick jedoch nicht erschließen.Daher lohnt es sich, etwas Zeit für das Bekanntmachen mit diesen Funktionen und der Nutzung einzuplanen. Über den Stellenmarkt können Sie gezielt nach Stellen suchen und Stellen-Vorschläge anhand der Angaben Ihres Profils erhalten.

Nutzen Sie bei der Suche nach Stellen „Alle Filter“ um möglichst passende Ergebnisse und qualitativ passende Stellenvorschläge über abonnierte Suchaufträge zu bekommen.

Je ausführlicher und genauer Sie Ihr Profil erstellt haben, desto passender die vorgeschlagenen Stellen. Sollten angezeigte Stellen dennoch nicht passen, haben Sie die Möglichkeit diese auszublenden. Wenn Sie bei passenden Stellen wiederum die Funktion „Merken“ wählen, prägt dies den Algorithmus und er macht auf dieser Basis weitere, immer treffendere Vorschläge.

So wie auch der Stellenmarkt bei XING unterscheidet sich „Linkedin Jobs“ durch die Einbeziehung des eigenen Netzwerks von bekannten Jobbörsen wie Monster oder Stepstone. So empfiehlt uns LinkedIn stellen aus dem eigenen Netzwerk oder zeigt uns, ob wir Kontakte bei potenziellen Arbeitgebern haben.

3) Lassen Sie Recruiter wissen, dass Sie verfügbar sind

Im oberen Bereich Ihres LinkedIn-Profils finden Sie die Funktion „Offen für“. Hier können Sie angeben, dass Sie auf Jobsuche sind. Hier können Sie Position, Ort und Art der Beschäftigung angeben und festlegen, ob nur Recruiter oder alle LinkedIn-Mitglieder Ihre Jobsuche sehen können. Wenn Sie „Für alle Linkedin-Mitglieder“ angeben, fügt LinkedIn den Fotorahmen „Open to work“ hinzu.

4) Fügen Sie dem Profil zusätzliche Abschnitte hinzu

Anders als XING ermöglicht LinkedIn seinen Nutzern, das vorgegebene Profil durch weitere Abschnitte zu ergänzen. Dies sind unter anderem:

  • Ehrenamtliche Erfahrungen und Tätigkeiten
  • Organisationen
  • Auszeichnungen
  • Prüfungsergebnisse
  • Patente
  • Themen
  • Projekte
  • Veröffentlichungen
  • Beiträge

Nehmen Sie sich die Zeit und fügen Sie relevante Abschnitte hinzu. Das erhöht Ihre Auffindbarkeit und schafft Verlinkungen zu anderen LinkedIn-Nutzern.

5) Legen Sie ein bilinguales Profil an

Bei LinkedIn können Sie Ihr Profil mehrsprachig anlegen. So machen Sie sich mit einem englischsprachigen Profil für entsprechend suchende Recruiter sichtbar. Wie Sie das Profil bilingual anlegen, beschreibt der LinkedIn-Experte Stefan Koß in einem Blogbeitrag.

6) Heben Sie Ihre Expertise hervor

Durch das Feld „Im Fokus“ bietet LinkedIn Ihnen bereits in der kostenfreien Variante optisch ansprechende Möglichkeiten, Ihre Expertise durch die Einbindung von Links, Bildern oder Videos hervorzuheben. Somit geben Sie den Besuchern einen besseren Einblick in Ihre Arbeit und Sie heben sich von anderen Nutzern ab.

7) Erzielen Sie Reichweite durch die Veröffentlichung von Beiträgen

Bei LinkedIn können Sie durch die Funktion „Artikel veröffentlichen“ Fachbeiträge publizieren, mit denen Sie LinkedIn-Nutzer über Ihr eigenes Netzwerk hinaus erreichen. Möchten Sie Sichtbarkeit in Ihrem Fachbereich erzielen, empfehlen wir Ihnen diese Funktion zu nutzen.  

Lars Hahn, Geschäftsführer der LVQ, erreichte mit seinem Beitrag „Digitalisierung und Zukunft der Arbeit: Roboter statt Menschen“ über 1800 Mitglieder und wurde 14 Mal geteilt.
Publizieren Sie zum Beispiel einen Beitrag zu Ihrem Fachthema, können Sie potenzielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen.

8) Digitalisieren und erweitern Sie Ihr Netzwerk

Wie bei XING ist auch bei LinkedIn Ihr Netzwerk das wertvollste Gut für die Jobsuche. LinkedIn bietet Ihnen viele sinnvolle Job-, Kontakt- und Unternehmensempfehlungen unter Einbeziehung Ihrer Kontakte. Suchen Sie gezielt nach Verwandten, Bekannten, Freunden, (aktuellen und ehemaligen) Arbeitskollegen oder Kommilitonen auf LinkedIn und laden Sie diese in Ihr Netzwerk ein. Erweitern Sie Ihr Netzwerk durch die Teilnahme an LinkedIn-Gruppen und den Besuch von Events, die über LinkedIn beworben werden. Je aktiver Sie in der Vernetzung sind, desto höher der Wert, den LinkedIn Ihrem Profil beimisst.

9) Empfehlen Sie und lassen Sie sich persönlich empfehlen

Persönliche Empfehlungen spielen im englischsprachigen Raum eine große Rolle und ersetzen Sie die in Deutschland üblichen Arbeitszeugnisse. Entsprechend bietet LinkedIn mehrere Möglichkeiten der Empfehlung, die sich sehr stark auf Ihre Profilstärke auswirkt.

Häufig genutzt werden die „Endorsements“. Hier werden Kenntnisse aus Ihrem Profil (Pendant zum „Ich biete“-Feld bei XING) von anderen LinkedIn-Nutzern bestätigt. Je häufiger eine Kenntnis bestätigt wird, desto besser werden Sie dafür bei LinkedIn gefunden.

Tipp: Um Endorsements zu erhalten, bestätigen Sie am besten zunächst die Kenntnisse Ihrer Kontakte. Diese werden Ihre Kenntnisse bereitwillig bestätigen.

10) Nutzen Sie die erweiterte Suche zu Recherchezwecken

Die erweiterte Suchfunktion bei LinkedIn lässt sich für verschiedene Zwecke nutzen, zum Beispiel:

  • Ansprechpartner potenzieller Arbeitgeber finden,
  • Unternehmen in relevanten Branchen finden,
  • Impulse für die Berufsorientierung gewinnen („Was machen andere Geisteswissenschaftler?“)
  • Recruiter finden und gezielt anschreiben

Dabei erschließt sich das Potenzial der Suchfunktion auf dem ersten Blick nicht:

Geben Sie bestimmte, für Sie relevante Keywords in die Suchfunktion ein, zeigt Ihnen LinkedIn einen ersten Filter an. Hier können Sie zwischen Personen, Jobs, Gruppen, Events, Unternehmen, Beiträgen und Kursen filtern. Jede Rubrik hat dann wiederum einen erweiterten Filter, der das Potenzial der erweiterten Suche aufzeigt:

Sie haben bei der Personensuche alleine 10 Kategorien, nach denen Sie filtern können. Suchen Sie zum Beispiel nach allen Personalern in Nordrhein-Westfalen, die in der Chemiebranche tätig sind und auf Mitarbeiter suchen.

 

11) Nutzen Sie den LinkedIn "Career Explorer"

 

LinkedIn verbessert stetig sein Angebot an Karriereentwicklungsmöglichkeiten für seine Mitglieder und hat dazu gemeinsam mit Microsoft und Githup das Tool „Career Explorer“ entwickelt. In Deutschland ist ein Teil dieses Tools mit den beiden Bereichen „Kompetenzen für gefragte Jobs“ und „Jobsuche und Bewerbung“ nutzbar.

Über den Bereich „Kompetenzen für gefragte Jobs“ hat LinkedIn die 10 gefragtesten Jobs wie zum Beispiel Spezialist/in für digitales Marketing, Projektmanager/in, sowie die dafür erforderlichen Kompetenzen zusammengestellt. Über „neue Kenntnisse erwerben“ führt LinkedIn Sie auf die Lernplattform „LinkedIn Learning“, über die Sie einen Lernpfad angezeigt bekommen, über den Sie sich Stück für Stück Wissen in den entsprechenden Berufsfeldern aneignen können:

Diese Lerneinheiten sind bis Dezember 2021 für LinkedIn-Nutzer kostenfrei.

LinkedIn für die Jobsuche: Eine Fülle an Möglichkeiten

Wie man sieht, bietet LinkedIn eine Vielzahl an Funktionen für die Jobsuche. Wie auch in anderen sozialen Netzwerken spielt auch hier der Zeitfaktor eine Rolle. Parallel ein XING-Profil pflegen, Jobsuche in Stellenbörsen betreiben, Karriere-Events besuchen, das „analoge“ Netzwerk pflegen – Bewerbung ist ein Fulltime-Job und die Konzentration auf eine Plattform kaum möglich. In den ersten Schritten empfehlen wir daher, ein aussagekräftiges Profil zu erstellen und das eigene Netzwerk zu pflegen. Tasten Sie sich dann nach und nach an die weiteren Funktionen von LinkedIn heran und Sie werden sehen, ob Ihre Aktivitäten Erfolg bringen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit LinkedIn? Welche Funktionen haben bei Ihnen für die Jobsuche gut funktioniert? Wir freuen uns auf Erfahrungsberichte.

]]>
Onboarding aus Bewerbersicht: Wie verläuft der Jobeinstieg nach... Thu, 06 May 2021 08:04:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/onboarding-jobeinstieg-corona-bewerbersicht.html post-297 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/onboarding-jobeinstieg-corona-bewerbersicht.html Angela Borin Spätestens seit Corona starten neue Mitarbeitende zumeist aus dem Homeoffice in den neuen Job. Wie hier das virtuelle Onboarding verläuft und welche praktischen Tipps helfen, das Onboarding… Onboarding aus Bewerbersicht: Wie verläuft der Jobeinstieg nach Vertragsunterzeichnung in Zeiten von Corona? by Angela Borin 06-05-21

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, in wenigen Wochen oder Tagen geht es los. Doch statt Hände zu schütteln und ins Büro zu fahren, starten Sie Ihren ersten Arbeitstag wegen Corona aus dem Homeoffice. Viele Fragen ergeben sich hier sowohl für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger als auch Berufserfahrene, wirft das virtuelle Onboarding und Ankommen im Unternehmen häufig andere oder zusätzliche Fragen auf als das persönliche Willkommen vor Ort:

  • „(Wann) erhalte ich technisches Equipment?“
  • „Was ist, wenn mein Internet spinnt?“
  • „Wie ist mein Onboarding geplant?“
  • „Was wird im Homeoffice von mir erwartet?“
  • „Welche Tools nutzt mein Unternehmen für den Austausch?“
  • „Wie mache ich mich im Team bekannt?“
  • „Wie lerne ich das Team kennen und worüber kann ich mit ihnen reden?“
  • „Habe ich für Fragen eine Ansprechpartnerin bzw. einen Ansprechpartner?“

Nach einem Jahr Corona haben auch die meisten Unternehmen diese und andere Fragen in ihren Onboarding-Prozess miteinfließen lassen, um Ihnen als neuem Mitarbeiter oder neuer Mitarbeiterin einen unterstützenden Start zu bieten. An diesem können Sie sich aber gleichermaßen beteiligen, um nicht nur Ihren ersten Arbeitstag bei Ihrem neuen Arbeitgeber erfolgreich zu gestalten.

Im Folgenden zeigen wir anhand zweier realer Erlebnisse unserer Alumni aus dem Coronajahr 2020 und einem Beispiel aus dem Netz auf, wie das virtuelle Onboarding stattfinden kann. Zudem verraten wir Ihnen fünf Tipps, die Ihnen schon vor Beginn, aber auch in der ersten Zeit Ihrer Neuanstellung helfen, eine vertrauensvolle und produktive Basis für ein langfristiges Arbeitsverhältnis zu schaffen.

Onboarding-Erfahrungen während Corona

Vor der ausbrechenden Corona-Pandemie noch beim Spazierengehen das Praktikum mit dem Geschäftsführer vereinbart, startete Lisa Lokotsch als eine der ersten unserer Teilnehmenden im März 2020 direkt aus dem Homeoffice in ihr 40-tägiges Praktikum: „Das war wirklich spannend und etwas anders als zuvor geplant. Dadurch dass wir aber jeden Tag Telefonkonferenzen hatten, konnte ich mich gut einbringen und angelernt werden.

Bei ihrem anschließenden Start in einem IT-Unternehmen begegnete sie dann einer Mischform für ihr Onboarding: „Grundsätzlich findet das Onboarding aktuell aus dem Homeoffice statt. Aufgrund einiger meiner Aufgaben wie beispielsweise dem Videoschnitt und den damit verbundenen Hardware-Anforderungen fand in meinem Fall die Einarbeitung im Office statt. Daher saß ich die erste Woche gemeinsam mit meiner Vorgesetzten jeden Tag im Großraumbüro, um den Arbeitsablauf kennenzulernen und direkt Fragen stellen zu können.

Auch Dr. Daniela Keinhörster realisierte im Coronajahr ihren Berufseinstieg und durchlief nach den ersten drei Tagen ein eher virtuell geprägtes Onboarding: „Dann habe ich die Teamleiterin vor Ort persönlich kennengelernt, meine Arbeitsmaterialien erhalten und bin nun seit Tag 4 im Homeoffice. Mit meiner CSL-Ansprechpartnerin stehe ich über Microsoft Teams im engen Austausch, da wir nur zu zweit sind. Das hat auch beim schnellen Einstieg in die alltäglichen Aufgaben geholfen.

Im Netz finden sich ebenfalls viele spannende Beispiele zum Onboarding in Corona-Zeiten. Das Unternehmen Henkel plant für Victoria Bulanova und weitere neue Mitarbeiter beispielsweise pro Woche fünf bis sieben feste 30-minütige Zeitslots für einen Videoaustausch ein. „Das Ziel: die persönlichen Seiten der elf Teamkollegen kennen zu lernen, schließlich entfällt der Plausch in der Kaffeeküche.“, schreibt das Handelsblatt. Auch Frau Bulanova schätzt die Möglichkeit: „Die Videoschalten sind schon sehr wertvoll, weil ich so überhaupt mit den Kollegen in Verbindung treten kann. Das hat mir den Start erleichtert.

Fünf Tipps, wie Sie Ihr Onboarding auch in Corona positiv mitgestalten

Für einen erfolgreichen Einstieg in Ihren neuen Job ist Kommunikation im Onboarding-Prozess das A und O – auch virtuell. Mit einigen kleinen, aber praktischen Tipps gelingt es Ihnen, Ihr virtuelles Onboarding positiv und aktiv mitzugestalten:

1. Kontakt nicht verlieren und virtuellen Onboarding-Prozess klären

Zwischen Vertragsunterzeichnung und tatsächlichem Jobbeginn liegen zumeist noch einige Tage, manches Mal sogar Wochen. Um auch in dieser Zeit nah am Unternehmen zu bleiben und für den ersten Arbeitstag eine sicherheitsgebende und freundlich-vertraute Atmosphäre zu schaffen, lohnt es sich, auch in der Phase vor Jobbeginn Kontakt zur Unternehmens-Ansprechpartnerin oder zum -Ansprechpartner zu halten.

Haken Sie nach, wie sich Ihr erster Arbeitstag und Ihr gesamtes Onboarding unter Corona gestaltet: Erhalten Sie Ihr technisches Equipment vorab per Post oder startet Ihr erster Tag im Office? In welchen Schritten geschieht die Einarbeitung auf Distanz? Wer ist Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin bei fachlichen Fragen oder technischen Herausforderungen?

Hinweis: Die richtige Dosis macht es: Sammeln Sie Ihre Fragen und klären Sie Ihre Anliegen in einigen effizienten und gut gestalteten Gesprächen, die weder ausufern noch Überhand nehmen.

2. Proaktiv agieren und Teamgefühl steigern

Für ein frühes Verbundenheitsgefühl kann es sinnvoll sein, sich schnellstmöglich eine virtuelle Führung durchs Haus sowie eine Teambesprechung zu wünschen. Möglicherweise sind Sie im Rahmen des Unternehmens-Onboarding-Prozesses ohnehin vorab zu einem Online-Event oder einer mitarbeiterinternen Gruppe eingeladen. Nutzen Sie diese Chancen und lernen Sie das Team und die digitalen Kommunikationstools bereits vor Jobbeginn ungezwungen kennen. Erstellen Sie hierfür vielleicht eine kurze „Betriebsanleitung für mich“, in der Sie erwähnen, was Sie gut können, was Ihre Interessen und Hobbies sind und was Sie nicht mögen. Erfragen Sie solche Themen auch bei Ihren Kollegen. Achten Sie jedoch auf Ihr Gegenüber: Ist die Kollegin oder der Kollege aufgeschlossen, dann können Sie mit diesen Fragen auf sympathische Weise das Eis brechen und nebenbei erfahren, worüber Sie mit Ihrer Kollegin oder Ihrem Kollegen sprechen können.

Einige Unternehmen haben sogar virtuelle Kaffee-Counter eingerichtet, die Sie proaktiv für sich einsetzen können. „Gerade in diesen informellen Runden lässt sich der Kontakt leichter knüpfen und sie können eine gute Ausgangsbasis für die Vereinbarung von Einzelsessions mit Kollegen sein.“, schreibt Viola Klingspohn in ihrem Onboarding-Artikel. Auch ein gemeinsamer Tagesausklang mit den Kollegen könnte angeregt werden, um gemeinsame Projektfortschritte zu teilen oder auch in Corona-Zeiten ein Feierabendgetränk gemeinsam zu genießen. Möglicherweise gibt es solche Online-Rituale bereits im Team? Fragen lohnt sich.

3. Beobachten und zuhören

Auf der anderen Seite ist es aber genauso entscheiden, zu beobachten, mitzulesen und zuzuhören. Vielleicht nehmen Sie in Meetings automatisch wahr, wer die Besprechungen aktiv oder passiv lenkt oder sogar führt. Möglicherweise merken Sie, dass in der unternehmensorientierten Chatgruppe kein Platz für Persönliches ist, sondern es dafür eine zweite Gruppe gibt, die ihren Fokus auf die Mitarbeitervernetzung legt.

Es empfiehlt sich also manches Mal auch, aktiv zuzuhören statt Fragen zu stellen, um die Feinheiten Ihres Unternehmens und seine Kommunikationskultur wahrzunehmen. Dadurch können Sie sich auch so manches Fettnäpfchen ersparen, was online für den ersten Eindruck sogar noch entscheidender sein könnte als vor Ort in Präsenz.

4. Feedback einfordern und Erwartungen klären

Nach einigen ersten Arbeitstagen wird – je nach Unternehmensgröße – der Chef oder direkte Vorgesetzte eine kleine Feedbackrunde mit Ihnen anstreben. Hier sind Erwartung und Anerkennung zwei wichtige Punkte, die beide Seiten im Hinterkopf behalten sollten. Nicht nur das Unternehmen reflektiert die ersten Tage Ihres Onboardings, auch Sie sind hier gefragt. Erzählen Sie, wie Ihr Einstieg verlaufen ist, was gut funktioniert hat und wo Sie Optimierungspotenziale sehen.

Vor allem können Sie hier klären, was Ihr Unternehmen sich von Ihrer Rolle wünscht und wie Sie das Team noch besser unterstützen können. Gleichzeitig haben Sie Gelegenheit Ihre Erwartungen und Bedürfnisse zu kommunizieren, um diesen Wünschen entsprechen zu können: Was benötigen Sie für Ihren Arbeitsablauf und Ihr optimales Onboarding?

Zusatztipp: Legen Sie sich vorab ein kleines Onboarding-Tagebuch an – digital oder analog – und notieren Sie die Stärken und Herausforderungen der ersten Tage. Das hilft, um Erfolge und Misserfolge besser kommunizieren und klarmachen zu können, wo mehr Unterstützung benötigt wird.

5. Engen Austausch mit Buddy pflegen und Fragen stellen

Eine ausgezeichnete Hilfestellung ist auch der Ansprechpartner oder die Ansprechpartnerin, die Ihr Unternehmen Ihnen idealerweise für Ihr Onboarding an die Seite stellt: Oftmals Pate, Patin, Buddy, Mentorin oder Mentor genannt. Mit ihm oder ihr können Sie die internen Spielregeln und die soziale Kultur des Unternehmens kennenlernen. Ein wöchentlicher Serientermin mit Ihrer Patin oder Ihrem Paten unterstützt Sie, Kontakt mit ihr oder ihm zu halten. Außerdem bietet der Termin Ihnen die Chance, Fragen zu stellen, die Sie sich bestenfalls während Ihres Onboardings und beim „Über-die-Schulter-gucken“ in verschiedenen Abteilungen notiert haben.

Hinweis: Nicht jeder Buddy eignet sich gleichermaßen für Berufseinsteiger und Berufserfahrene. Als Neuling benötigen Sie konkretere Unterstützung, Tools und Anlaufstellen im Team, die Sie in einem Feedbackgespräch anmerken können.

Mit der richtigen Kommunikation im Job durchstarten

Wie aus den vorherigen Beispielen und den Tipps hervorgeht, spielt Kommunikation auch im virtuellen Onboarding eine entscheidende Rolle. Kaum verwunderlich, ist es doch die Motivation, die Anerkennung, das Vertrauen, das Team – eben das persönliche Miteinander, was Menschen dazu verleitet, sich mit einem Unternehmen wohl zu fühlen und sich auf lange Sicht zu identifizieren und zu binden. Dazu kann sowohl das Unternehmen selbst, aber auch die Person, die das Onboarding durchläuft, beitragen: Sie. Daher wünschen wir Ihnen ein aktiv mitgestaltetes Onboarding und einen erfolgreichen Start in Ihren neuen Job – trotz Corona!

Teilen auch Sie gerne Ihre Erfahrung und Tipps mit uns! Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

]]>
GMP als Türöffner: Biochemikerin und Berufseinsteigerin Dr. Daniela... Thu, 29 Apr 2021 08:05:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/biochemiker-berufseinsteiger-gmp-industrie-biotechnologieunternehmen.html post-296 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/biochemiker-berufseinsteiger-gmp-industrie-biotechnologieunternehmen.html Angela Borin Die promovierte Mikrobiologin Dr. Daniela Keinhörster erzählt im Telefoninterview, wie ihr im Coronajahr der Berufseinstieg in ein Biotechnologieunternehmen gelungen ist und welche Qualifikationen… GMP als Türöffner: Biochemikerin und Berufseinsteigerin Dr. Daniela Keinhörster erzählt von ihrem Sprung in die Industrie by Angela Borin 29-04-21

Categories: Erfolgsgeschichten

Für Dr. Daniela Keinhörster, 31 Jahre alt, hat sich schon früh der Weg in die Biochemie abgezeichnet. Zunächst den Master in Biochemie und die Promotion in Mikrobiologie absolviert, ist sie seit August 2020 für ein Biotechnologieunternehmen im Einsatz. Warum sie sich gegen die Forschung und für die Industrie entschieden und wie sie diesen Sprung im Coronajahr gemeistert hat, bespricht sie mit uns im Telefoninterview.

Hallo Frau Dr. Keinhörster! Ich freue mich sehr, dass wir heute unser gemeinsames Interview führen und Sie Ihren beruflichen Einstieg in die Industrie mit uns beleuchten. Mögen Sie von sich erzählen?

Biochemikerin aus Leidenschaft

Dr. Daniela Keinhörster: Ich freue mich auch von meinem beruflichen Weg zu erzählen! Wie ich immer gerne sage, bin ich Biochemikerin bzw. Mikrobiologin aus Leidenschaft. Ich habe schon während der Schulzeit zu meinem Fachgebiet gefunden, so dass ich direkt nach dem Abitur mein Biochemie-Studium begonnen habe. Im Laufe meines englischsprachigen, praxisorientierten Masterstudiums habe ich das Thema Infektionskrankheiten für mich entdeckt und meine selbstorganisierten Laborpraktika genutzt, um mich mit verschiedenen Krankheitserregern – unter anderem mit Bakterien – zu beschäftigen. Darin habe ich auch promoviert.

Nach der Promotion hat mir eine Weiterbildung den Einstieg in die Industrie erleichtert. Seit August 2020 bin ich über eine externe Beschäftigung bei CSL Behring und seit dem 01.04.2021 in der Marburger R&D Sparte von CSL der CSL Behring Innovation GmbH  eingesetzt, einem führenden internationalen Biotechnologieunternehmen, welches eine breite Palette aus Plasma-gewonnenen und rekombinanten Therapien entwickelt und produziert.

Aller Anfang ist schwer

Das kann wirklich nicht jeder sagen, dass sich die Fachrichtung schon in der Schulzeit herauskristallisiert hat. Wussten Sie genauso früh, dass es Sie in die Industrie zieht?

Dr. Daniela Keinhörster: Da für mich lange nicht klar war, ob es in die akademische Forschung oder die Industrie geht, stand die Promotion immer außer Frage. Für die Karriere an der Uni benötigt man genau die. Während meiner Promotion habe ich aber gemerkt, dass mir die Auswertung der Ergebnisse mehr Spaß gemacht hat als der Weg dorthin und ich mich nicht mehr im Labor, sondern im Büro sehe. Da bietet die Industrie deutlich mehr Möglichkeiten. Was ich aber weiterhin tun wollte, war wissenschaftlich zu arbeiten und das aus dem Studium Gelernte anzuwenden.

In welchem Bereich ich am Ende anfangen würde, wusste ich nicht, da man an der Uni wenig Einblick in die Industrie und die Berufsbilder erhält und auch wenig Vorstellung hat, was sich hinter den diversen Jobtiteln verbirgt. Man muss selbst aktiv werden. Ich habe daher angefangen, mir die Stellenbeschreibungen genau anzugucken, um einen Eindruck zu bekommen, was mich erwarten würde, und versucht, mich in relevanten Bereichen weiterzubilden.

Von der Forschung in die Industrie

In der Bewerbungszeit habe ich dann gemerkt, dass man in Interviews immer gefragt wird, warum man denn nun in die Industrie will. Das muss man also auch gut argumentieren können und eine gewisse Frustrationstoleranz mitbringen. Es heißt oft: „Sie wissen ja gar nicht, was Good Manufacturing Practice, GMP, ist und wie es funktioniert.“ Meine Laborerfahrung ersetzt eben keine Praxiserfahrung in der Industrie. Dieses Unter-Stress-Setzen machte es mir anfangs wirklich schwer, weil ich ja wusste, dass ich den Wechsel nur theoretisch begründen konnte, da ich direkt von der Uni kam.

Stressfragen sind immer ein heikles Thema. Kam die Frage auch bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber auf?

Weiterbildung und Authentizität als Schlüssel

Dr. Daniela Keinhörster: Ich muss tatsächlich sagen, das Gespräch mit der Unternehmensansprechpartnerin war total angenehm. Es war sofort so sympathisch und nicht dieses typische Stressfragen-Bewerbungsgespräch, sodass ich vielmehr ich selbst sein konnte. Ich glaube, das war der Schlüssel. Und da habe ich dann natürlich erzählt, dass ich gerade eine Weiterbildung zur GMP-Managerin mache und auch andere Weiterbildungen mitbringe. Das kam anscheinend gut an, dass ich mich weiterbilde, denn das Nachbohren – wie in den vorherigen Gesprächen – kam gar nicht.

Klingt nach einem willkommenheißenden Einstieg! Stehen Sie denn nun für CSL im Labor oder wie sehen Ihre Tätigkeiten aus?

Dr. Daniela Keinhörster: Ich unterstütze bei CSL als Scientist, arbeite jedoch nicht im Labor. Im Gegenteil: Es ist ein reiner Bürojob am PC. Während meines Einsatzes dort bin ich gemeinsam mit meiner Unternehmensansprechpartnerin Teil eines weltweiten Teams, welches Projekte im Bereich Pathogensicherheit – also Viren- und Prionensicherheit – der CSL Produkte bearbeitet. Das ist eine wichtige Schnittstelle zu diversen Bereichen, unter anderem zum Qualitätsmanagement, zur Produktion, zur Zulassungsabteilung und zur Validierung.

Hauptsächlich schreibe ich Risikobewertungen, zum Beispiel wenn Prozessänderungen geplant sind. Darüber hinaus unterstützen wir andere Abteilungen bei Fragen von Behörden oder sind gegebenenfalls auch bei Audits mit dabei. Der Aufgabenbereich umfasst alle wichtigen Säulen des Pharmaunternehmens, was total spannend ist. So erhalte ich einen super Einblick in die verschiedenen Bereiche. Das hilft, eine bessere Vorstellung zu entwickeln, was andere Funktionen im Unternehmen machen und unterstützt die Schnittstellenarbeit.

Wichtige Soft Skills für die Pharmabranche: Was die Uni mitgibt

Also eine sehr abwechslungsreiche und kommunikative Tätigkeit. Welche Fähigkeiten sollte man denn mitbringen?

Dr. Daniela Keinhörster: Neben den fachlichen Inhalten gibt es einige andere Kompetenzen, die wichtig sind und die man aus dem Studium mitnimmt. Beispielsweise habe ich dabei das selbstständige, wissenschaftliche Arbeiten erlernt, sodass ich mich mithilfe von Publikationen im Endeffekt in alles selber einlesen kann. Dazu kommen vor allem analytische Fähigkeiten: Die Interpretation von Ergebnissen, dass man die Fakten nimmt, wie sie kommen und diese dann richtig zusammensetzt, interpretiert und analysiert. Das ist eine der zentralen Fähigkeiten, die ich aus meinem Studium in meinem aktuellen Job einsetzen kann. Wichtig ist natürlich auch der naturwissenschaftliche Hintergrund und Methodenkenntnis, um die komplexen Sachverhalte verstehen zu können.

Da vieles plötzlich, gleichzeitig, dringend und oft „in Wellen“ kommt, gehört auch Organisationstalent und Priorisierungsfähigkeit sowie eine gewisse Flexibilität und Stressresistenz dazu. Manchmal ist es viel, dann ist es etwas ruhiger. Eine gute Kommunikation – mündlich, schriftlich, in Deutsch und in Englisch – helfen bei der Schnittstellenarbeit, genauso wie meine Fähigkeiten im wissenschaftlichen Schreiben.

Mit GMP-Weiterbildung den Fuß in die Industrie setzen

Sie sprachen die fachlichen Inhalte und eine Weiterbildung bereits an. Hat die Weiterbildung geholfen, Fuß in der Industrie zu fassen und sehen Sie Schnittstellen für Ihre Tätigkeit?

Dr. Daniela Keinhörster: Der GMP-Manager-Kurs hat mir einen wirklich schönen Überblick zum Aufbau und Ablauf in einem Pharmaunternehmen gegeben. Sehr hilfreich sind auch die vielen Abkürzungen und Worte – Change, CAPA, SOP –, die ich im GMP-Manager kennengelernt habe, aber auch die Einblicke in die verschiedenen Aufgabenbereiche. So weiß ich, was um mich herum im Pharmaunternehmen passiert. Das hilft mir in meiner Arbeit besonders, um die Risikobewertungen zu schreiben und die Abteilungen zu unterstützen. Die Inhalte der Weiterbildung finden sich also alle wieder. Das schätze ich am GMP-Manager.

„Um GMP kommt man als Bewerber in der Industrie nicht herum.“

Nach dem Studium direkt noch eine Weiterbildung: Wie kam das zustande?

Dr. Daniela Keinhörster: Nach meiner Promotion habe ich mir zur Belohnung eine Reise gegönnt und wollte nach der Rückkehr anfangen, mich zu bewerben. Jedoch bin ich mit Punktlandung, im März 2020, kurz vor den Coronaeinreisebeschränkungen, nach Deutschland zurückgekommen. Das hat die Jobsuche natürlich verlangsamt. Ich habe lange auf Rückmeldungen von Unternehmen gewartet.

Glücklicherweise hatte ich aber ein Gespräch mit meiner Arbeitsvermittlerin der Bundesarbeitsagentur und habe sie im ersten Gespräch einfach direkt nach einer Weiterbildung gefragt. Ich hatte von damaligen Studienkolleginnen mitbekommen, dass es hilfreich ist, GMP-Kenntnisse mitzubringen. Mir war also klar, dass ich um GMP nicht herumkomme und dass ich das für den Wechsel in die Industrie in jedem Fall brauche. Meine Arbeitsvermittlerin sah das genauso und sagte mir, ich solle mich informieren.

„Die Weiterbildung bei der LVQ hat mich beruflich vorangebracht.“

Das war aber Spitz auf Knopf und eine absolut glückliche Fügung! Wie lief die Weiterbildung dann für Sie?

Dr. Daniela Keinhörster: Eigentlich hatten wir für mich den Qualitätsbeauftragten, den GMP-Manager, den Projektmanager und den Qualitätsmanager geplant, doch statt des letzten Kurses hatte ich schon die Stelle. Ein großer Pluspunkt an der Weiterbildung war für mich der Online-Präsenzunterricht, der inhaltlich und technisch hervorragend umgesetzt wurde. Das war eine enorme Zeitersparnis. Es ist wohl eine Persönlichkeitsfrage, aber ich komme mit remote sehr gut zurecht, bin produktiv und konzentriert im Homeoffice.

Natürlich ist der Kontakt zu den anderen Teilnehmern zum Beispiel in den Pausen etwas schwieriger, aber ich hatte schon das Gefühl, dass die Vernetzung trotzdem gut klappte. Obwohl ich schon ein Dreivierteljahr die Weiterbildung abgeschlossen habe, bestätigen das persönliche Nachrichten und Geburtstagswünsche nach wie vor.

Am besten fand ich aber das Drumherum: die Tipps und Tricks für die Bewerbungsphase aus dem Kommunikationsteil des Qualitätsbeauftragten, die vielen Themen des langen Donnerstags – mit den Coachings zu XING und LinkedIn oder als Hilfestellung für Lebenslauf und Anschreiben. All das waren Dinge, die ich noch immer sehr an der LVQ schätze und die mich vorangebracht haben.

Auf einmal kamen die Anfragen: Sich finden lassen und mit anderen austauschen

Stimmt, den langen Donnerstag haben wir genau zu Ihrer Weiterbildungszeit etabliert. Haben Sie die Businessnetzwerke vorher denn nicht benutzt?

Dr. Daniela Keinhörster: So richtig erst seit der Weiterbildung, wo viele Tipps und Tricks dazu kamen, mir Feedback zu meinem XING-Profil gegeben wurde und ich kostenlos drei Monate die Premiummitgliedschaft nutzen konnte. Dadurch habe ich erst erfahren, was man alles mit seinem Profil machen und wie man es optimieren kann. Seither habe ich viele Recruiteranfragen erhalten. Künftig möchte ich die Profile aber zur Vernetzung nutzen, weil man vom gegenseitigen Geben und Nehmen profitieren und spannende Einblicke in verschiedene Werdegänge bekommen kann.

Da steckt eine ganze Menge Potenzial drin. Aber nochmal einen Schritt zurück: Sie haben die Weiterbildung ja vorzeitig beendet. Die Jobsuche war dann ja doch sehr schnell erfolgreich. Wie kam das?

Dank Weiterbildung und Zeitarbeitsfirma den Sprung in die Industrie geschafft

Dr. Daniela Keinhörster: Gerade durch das aus dem Drumherum Gelernten bei der LVQ wurden meine Vorstellungsgespräche von Mal zu Mal besser. Natürlich war ich anfangs nervös, also habe ich die ersten Gespräche – noch vor der Weiterbildung – als Übung gesehen, um zu wissen, welche Soft und Hard Skills für die Industrie wichtig sind, was für Fragen kommen und was einen erwartet.

Dann bin ich durch eine interessante Stelle auf eine Zeitarbeitsfirma gestoßen und hatte zugestimmt, dass sie mich auch für andere Stellen anrufen dürfen. Kurz darauf hatten sie mich wegen einer Stelle kontaktiert, auf die ich gut passen würde. Alles musste total schnell gehen und schon saß ich in zwei Audiointerviews mit den Ansprechpartnern von CSL und habe kurz darauf das Angebot für den Einsatz dort erhalten.

Dann habe ich die Teamleiterin vor Ort persönlich kennengelernt, meine Arbeitsmaterialien erhalten und bin nun seit Tag 4 im Homeoffice. Mit meiner CSL-Ansprechpartnerin stehe ich über Microsoft Teams im engen Austausch, da wir nur zu zweit sind. Das hat auch beim schnellen Einstieg in die alltäglichen Aufgaben geholfen. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass mir viel Hintergrundwissen gefehlt hätte.

Tipps für industrieinteressierte Naturwissenschaftler

Hört sich ganz danach an, als seien Sie angekommen! Mit Blick auf andere naturwissenschaftliche Absolventen: Gibt es etwas, was Sie anders machen oder empfehlen würden?

Dr. Daniela Keinhörster: Ich finde es hilfreich, während des Studiums schon über den Tellerrand zu gucken und weiterbildende Kurse, die im Rahmen der Uni angeboten werden, wahrzunehmen. Ich habe das gemacht, um Eindrücke von Berufsbildern zu gewinnen und herauszufinden, was mich interessiert, welche Stärken ich habe und welche Aufgabenarten dazu passen.

Gerade wenn man den Wechsel in die Industrie wagt: Nicht entmutigen lassen, die ersten Gespräche als Übung sehen und sich speziell im GMP-Bereich weiterbilden. Das hilft zu wissen, was einen sowohl im Berufsalltag der Industrie als auch im Vorstellungsgespräch erwartet. Zudem kommt es bei Recruitern und in der Bewerbung gut an, wenn man ein Zertifikat und Wissen vorweisen kann.

Außerdem muss keiner das alleine machen, diesen Bewerbungsprozess. Man kann sich Unterstützung bei Freunden und bei Bildungsträgern wie der LVQ und damit auch Feedback zu den eigenen Bewerbungsunterlagen holen. Das hat mir sehr geholfen.

Sehr tolle Anregungen und spannende Eindrücke! Wirklich schön, dass Ihr Sprung in die Industrie so toll geklappt hat. Danke, dass Sie uns daran teilhaben lassen und auch für Ihre Zeit, Frau Dr. Keinhörster. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre weitere berufliche Zukunft!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

]]>
Zukunft.machen. Wir sind beim Zukunftsthema Weiterbildung auf XING News... Thu, 22 Apr 2021 08:04:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/weiterbildung-zukunft-machen.html post-295 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/weiterbildung-zukunft-machen.html Lars Hahn Berufliche Weiterbildung ist besonders in Zeiten von Corona ein zukunftsweisendes Thema, welches im Format "Schwerpunkt Weiterbildung" von XING News aufgegriffen wird. Für uns ist Lars Hahn mit dabei… Zukunft.machen. Wir sind beim Zukunftsthema Weiterbildung auf XING News dabei. by Lars Hahn 22-04-21

Categories: Weiterbildung

Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Brennglas und verstärkt die Entwicklungen in der Arbeitswelt, die vorher oft schon da waren. Nicht nur die Digitalisierung und „Homeofficisierung“ geschieht rasant. Viele Menschen stellen sich gerade jetzt die Frage: Bin ich noch auf dem richtigen Kurs?

Was läge da näher, die Zeit in der Pandemie zu nutzen, sich zu positionieren, zu recherchieren, zu lernen und sich weiterzubilden? Gerade für Menschen, die sich aktuell zwischen zwei Jobs oder in Kurzarbeit befinden, aber auch für diejenigen, die einfach unsicher oder unzufrieden in ihrem Job sind, ist jetzt ein optimaler Zeitpunkt, sich zu sortieren und neu aufzustellen, um nach der Pandemie durchzustarten – ganz gleich, ob im alten oder im neuen Job.

Berufliche Weiterbildung ist daher ein aktuelles Schwerpunktthema im Newsportal des Businessnetzwerks XING. Mit Interviews, Fachbeiträgen und einer Live-Veranstaltung widmet sich die Plattform diesem wichtigen Thema. Ich freue mich, dass ich für die LVQ Weiterbildung gGmbH bei diesem Format dabei sein darf.

Karriereturbo durch Weiterbildung in der Pandemie

In einem Interview geben Karriereexpertin Claudia Michalski, Digital-Expertin Nicole Gaiziunas und ich Einschätzungen über die Entwicklungen der Arbeitswelt. Welche Bedeutung haben die großen Herausforderungen – über die aktuelle Pandemie hinaus – Digitalisierung, demografischer Wandel und Klimakrise auf den Arbeitsmarkt und die Karriere? Welche Skills sind wichtig und wie kann eine Weiterbildung in diesen Zeiten zum Karriereturbo werden?:

Schwerpunkt Weiterbildung: Jobprofis verraten, wie Du trotz Pandemie den Karriereturbo zündest“ bei XING News

In einem weiteren Beitrag geben wir drei den Leser*innen Hilfestellungen, wie sie die zu ihrem eigenen Berufsweg passende Weiterbildung finden. Wir geben Tipps, wo sie sich am besten beraten lassen können und wie eine finanzielle Förderung der persönlich passenden Qualifizierung erfolgen kann:

Schwerpunkt Weiterbildung: Mit diesen Tipps findet jede*r das passende und bezahlbare Angebot“ bei XING News

Live-Event: Weiterbildung – Corona als Chance für den Karriereboost

Das spannendste wird das Live-Event am 29.04.2021 um 12 Uhr. Im Lunch Talk bei XING „Weiterbildung: Corona als Chance für den Karriereboost“ sprechen Claudia Michalski, Nicole Gaiziunas und ich dann live über die Chancen, die eine Weiterbildung während der Pandemie bietet, ganz gleich ob man arbeitssuchend, in Kurzarbeit, auf dem Absprung aus dem aktuellen Job oder nur auf der Suche nach neuem Input ist.

Folgende Fragen werden beim Lunch Talk beantwortet:

  • Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Weiterbildung?
  • Wie funktioniert Weiterbildung in der Pandemie?
  • Welche Weiterbildung passt zu mir?
  • Wie finanziere ich meine Weiterbildung?

Der virtuelle Besuch des Lunch Talk ist kostenlos, hier geht es zum Event:

Lunch Talk: Weiterbildung - Corona als Chance für den Karriereboost


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

]]>