LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Wertvolles Wissen für Ihre Zukunft Tue, 26 Oct 2021 15:01:18 +0200 Tue, 26 Oct 2021 15:01:18 +0200 t3extblog extension for TYPO3 https://www.lvq.de/typo3conf/ext/sg_sitepackage/Resources/Public/Assets/Images/lvq-blog-feed-logo.jpg LVQ – Karriere-Blog https://www.lvq.de/karriere-blog Netzwerke(n) für Naturwissenschaftler und Naturwissenschaftlerinnen: die... Fri, 15 Oct 2021 12:14:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/experteninterviews/netzwerken-naturwissenschaftler-bts-studierendeninitiative.html post-304 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/experteninterviews/netzwerken-naturwissenschaftler-bts-studierendeninitiative.html Martin Salwiczek Der Arbeitsmarkt für Naturwissenschaften ist breit gefächert, aber nicht immer leicht zu durchdringen. Im Interview erzählt Johann Liebeton von btS Life Sciences, wie Studierendeninitiativen bei der… Netzwerke(n) für Naturwissenschaftler und Naturwissenschaftlerinnen: die btS Life Sciences Studierendeninitiative by Martin Salwiczek 15-10-21

Categories: Experteninterviews

Die btS Life Sciences Studierendeninitiative versteht sich seit vielen Jahren als Brücke zwischen Uni und Berufsleben für Studierende der Life Sciences. Mit der Karrieremesse ScieCon bringt sie Studierende und Unternehmen zusammen. Johann Liebeton ist seit 2018 Mitglied der btS und arbeitet mit viel Herzblut ehrenamtlich an mehreren Projekten, die Studierenden der Life Sciences den Berufseinstieg erleichtern sollen. Im Interview sprechen wir über den Nutzen der btS sowohl für Studierende als auch für Absolvent:innen und Berufstätige sowie über den Arbeitsmarkt für Naturwissenschaftler:innen. 

Die btS: Studierendenhilfe mit Herzblut und Engagement

Martin Salwiczek: Hallo Johann, schön, dass Du Zeit für das Interview gefunden hast. Seit einigen Jahren verfolgen wir mit Begeisterung, mit wie viel Herzblut und Engagement Ihr bei der btS arbeitet. Beschreib doch bitte in kurzen Worten, wer die btS ist und welchen Zweck ihr verfolgt.

Johann Liebeton: Sehr gerne. Die btS ist eine gemeinnützige, unabhängige und politisch neutrale Studierendeninitiative der Life Sciences mit über 1000 Mitgliedern. Laut Satzung machen wir Studierendenhilfe. Wir unterstützen Studierende der Life Sciences dabei, sich persönlich weiterzuentwickeln und den Berufseinstieg zu meistern. Dabei halten wir es für wichtig, die Lücke zwischen Hochschulen und Industrie zu verringern. Wir versuchen deshalb, die Studierenden zum Netzwerken mit Unternehmen zu animieren und sich durch Weiterbildungen persönlich weiterzuentwickeln. Dazu bieten wir z. B. Softskill-Workshops zum Netzwerken mit LinkedIn oder Hardskill-Workshops zum Programmieren an. Unsere wichtigsten Standbeine sind die lokalen Geschäftsstellen an den Universitäten, die Firmenkontaktmesse ScieCon, das btS-Stellenportal und die Matchingplattform ScieMatch.

Durch Ehrenamt die berufliche Passion entdeckt

Martin Salwiczek: Zu den Standbeinen kommen wir gleich. Aber erzähl doch erst mal, wie Du zur btS gekommen bist und was Deine Aufgaben dort sind.

Johann Liebeton: Mein Studium der Biologie und Biotechnologie hat mich nur zu 70-80% glücklich gemacht. Also probierte ich es mit ehrenamtlichen Tätigkeiten und industriellen Praktika. Ich mag es zu netzwerken und so kam ich 2018 zur btS. Dort bin ich der Geschäftsstelle Frankfurt zugeordnet, und habe zum Beispiel ein Symposium zum Mikrobiom organisiert. Momentan bin ich die Projektleitung für ScieMatch – gemeinsam mit Patricia König.

Martin Salwiczek: Wie hat sich Dein Ehrenamt auf Dein Studium ausgewirkt?

Johann Liebeton: Unter anderem durch die Arbeit bei der btS merkte ich schnell, dass mich der nicht-wissenschaftliche Teil der Life-Sciences-Branche interessiert. Nun studiere ich in Kopenhagen Business Administration und Bioentrepreneurship. Damit bringe ich zwei Welten – den Wissenschaftler und den Business Developer –  zusammen.

Karrieremesse ScieCon: Wo sich Studierende und Unternehmen treffen

Martin Salwiczek: Mit der ScieCon habt ihr ja eine große Karrieremesse auf die Beine gestellt, bei der Studierende und Berufseinsteiger:innen in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern kommen. Für diejenigen, die die ScieCon noch nicht kennen, magst Du was über die Veranstaltung erzählen? Welchen Nutzen bringt der Besuch Studierenden und Absolvent:innen?

Johann Liebeton: Mittlerweile haben wir über 30 Karrieremessen organisiert, die in der Regel vor Ort stattfinden, zuletzt auch digital. Wir verfolgen damit die beiden benannten Ziele: Vernetzung mit Unternehmen und Hilfestellung geben für den Bewerbungsprozess durch entsprechende Vorträge und Workshops. Bei der Auswahl der Unternehmen ist uns eine lokale Gebundenheit wichtig. In München zum Beispiel sind andere Firmen vertreten als in Berlin oder in Bochum. Natürlich sind da auch mal DAX-Konzerne dabei, aber vor allem lokale mittelständische Unternehmen oder Startups. Pro Veranstaltung stellen sich so 20-30 Firmen vor.

Was den Nutzen angeht: Viele ausstellende Unternehmen suchen auch aktiv nach Mitarbeiter:innen, was natürlich für die Besucher:innen interessant ist, die kurz vor Abschluss des Studiums stehen oder dieses gerade absolviert haben. Viele von ihnen stellen für sich fest, dass sie nicht in der Wissenschaft bleiben möchten. Im Hochschulumfeld erfahren sie allerdings nur sehr wenig über die möglichen Berufsbilder in der Wirtschaft. Auf einer ScieCon-Messe erfahren die Besucher:innen hingegen einiges über ihre Möglichkeiten.

Wir haben zudem in den letzten Monaten und Jahren die Beobachtung gemacht, dass die Besucher:innen unserer Karrieremesse jedes Mal überrascht sind, wie viele Unternehmen es eigentlich im Life-Science-Bereich gibt. Unser Ziel ist es natürlich die Studierenden auf viele Hidden Champions aufmerksam zu machen.

Netzwerken für den Berufseinstieg

Martin Salwiczek: Wie bringt Ihr die Studierenden darüber hinaus mit Unternehmen zusammen?

Johann Liebeton: Zum einen durch Firmenexkursionen, damit sich die Studierenden vor Ort einen Eindruck machen können. Zum anderen durch Events mit Alumni der btS, wo sie lernen welche Jobs es in der Industrie gibt und ob sie promovieren sollten oder nicht.

Martin Salwiczek: Dafür muss man Mitglied in der btS sein?

Johann Liebeton: Das sind Angebote, die allen Naturwissenschaftler:innen offenstehen. Mitglieder der btS profitieren zusätzlich vom großen, deutschlandweiten Netzwerk. Sie sammeln erste Projektmanagementerfahrungen, zum Beispiel durch die Mitorganisation von Großevents mit bis zu 1000 Besuchern pro Tag. Da kommen eine Menge Skills zusammen, die ihnen im Bewerbungsprozess zu Gute kommen. Zudem haben wir btS-interne Veranstaltungen, zum Beispiel ein Mentoring-Programm, das den Mitgliedern den Einstieg ins Berufsleben erleichtern soll.

Martin Salwiczek: Können auch Nicht-Studierende Mitglied werden?

Johann Liebeton: Man kann eine außerordentliche Mitgliedschaft abschließen, die aktuell 60 Euro im Jahr kostet. Somit kann man die btS finanziell aber auch ideell unterstützen. So fragen wir Alumni zum Beispiel für Speeddatings an, bei denen sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Studierende weitergeben können.  Es gibt auch einen Alumni-Verein, der Stammtische für unterschiedliche Themen hat. Hier stehen der fachliche Austausch und der Netzwerkgedanke im Vordergrund.

ScieMatch: Wenn der Algorithmus das Matching übernimmt

Martin Salwiczek: Dein Lieblingsprojekt ist die Matchingplattform ScieMatch. Was macht ScieMatch?

Johann Liebeton: Es ist eine Unternehmensmatchingplattform, die Studierende bei der Suche nach dem passenden Arbeitgeber inspirieren soll. Dafür beantworten die Nutzer 38 Fragen zu „harten“ Faktoren wie Wohnort, Branche, etc. und zu „weichen“ Faktoren wie persönliche Werte oder Work-Life- -Balance. Der Algorithmus schlägt dann, basierend auf den Antworten, passende Unternehmen vor, mit denen die Nutzer:innen direkt Kontakt aufnehmen können. Umgekehrt können die Unternehmen Kontakt mit den Kandidat:innen aufnehmen, wobei die Daten der Nutzer:innen im ersten Schritt anonym sind und erst dann übermittelt werden, wenn die Kandidat:innen sie freigeben.
Da wir erst vor Kurzem die Plattform gelauncht haben, sind es aktuell noch 15 Unternehmen, aber es werden mehr.

Berufsorientierung sollte bereits während des Studiums stattfinden

Martin Salwiczek: Das ist ein spannendes Konzept, was mit Sicherheit einen Beitrag zur Orientierung vieler Studierender schafft. Was sind denn aus Euren Erfahrungen Bereiche der Life-Science-Branche, die aktuell besonders gefragt sind?  

Johann Liebeton: Da die Life-Science-Branche so vielfältig ist, ist es schwer das allgemein zu beantworten. Die beruflichen Möglichkeiten sind vielfältig und mit ScieMatch wollen wir auch keine Fachexperten vermitteln, sondern Talente und Persönlichkeiten. Grundsätzlich sehen wir, dass der Life-Science-Bereich aktuell sehr gut funktioniert, gerade die Pharmabranche, aber auch alles was mit Biotechnologie zu tun hat.

Was sich beobachten lässt: Absolvent:innen, die sich während des Studiums gar nicht oder wenig mit den möglichen Branchen auseinandergesetzt haben und denen es an Wissen über die Branchen fehlt, haben größere Startschwierigkeiten. Da versuchen wir als Verein zu unterstützen. Aktuell führen wir Interviews mit Promovierenden in der Industrie durch und da sehen wir, dass eine frühzeitige Beschäftigung mit der Industrie, durch Praktika oder durch die Masterarbeit, den Berufseinstieg doch deutlich erleichtern. Unabhängig von Promovierenden sind erste wirtschaftsbezogene Erfahrungen, Weiterbildungen oder ehrenamtliche Tätigkeiten ein riesen Pluspunkt im Bewerbungsprozess. Dann öffnen sich auch Türen in unterschiedlichste Richtungen.

Weiterbildungen können ein Ersatz für die Promotion sein

Martin Salwiczek: Du sprichst die Bedeutung von Weiterbildungen an…

Johann Liebeton: In einigen Berufsfeldern ist es sehr schwierig ohne Weiterbildung eine Stelle zu bekommen. Daher lohnt es sich, bereits während des Studiums Weiterbildungen zu absolvieren. Nach dem Studium bietet sich die Weiterbildung bei Bildungsträgern an. Eine Weiterbildung kann sogar eine Alternative zur Promotion sein. Ich kenne Absolvent:innen, die haben nach dem Bachelor aufgehört zu studieren und sich dann weitergebildet und haben durch die Weiterbildung einen Job bekommen. Das setzt natürlich voraus, dass man sich frühzeitig Gedanken über seine Ausrichtung macht, was zum einem in der Industrie gefordert wird, aber viel wichtiger, was einem selber Spaß macht.

Martin Salwiczek: Gerade das ist ja nicht so einfach, herauszufinden was einem Spaß macht außerhalb des Akademischen. Was hilft da aus Deiner Sicht?

Johann Liebeton: Eine Sache, die ich für sehr hilfreich halte, ist, sich einen Mentor zu suchen. Mit einem Mentor lässt sich gut herausfinden, welche Weiterbildung für den eigenen Berufsweg spannend ist. Durch ein Industriepraktikum zeigt sich was andere können, was man selbst noch nicht drauf hat. Daraus lässt sich gut ableiten in welche Richtung es beruflich gehen soll, wenn man noch in Betracht zieht, ob man bei der Tätigkeit Spaß hätte.

Welche Weiterbildungen in der Industrie gefragt sind

Martin Salwiczek: Du bist ja viel in Kontakt mit Unternehmen. Welche Weiterbildungsthemen sind häufig gefragt?

Johann Liebeton: Grundsätzlich ist es so, dass Industrieunternehmen ja nach einem ökonomischen Prinzip funktionieren. Und da gibt es einige Themen, die allgemein hilfreich sind. Wie funktioniert ein Unternehmen? Wie werden Projekte erfolgreich durchgeführt? Jetzt muss man kein Master in agilen Methoden sein, aber es ist hilfreich, einige Methoden und Tools zu kennen. Ich hatte Kontakt mit einigen Unternehmen, bei denen agile Methoden deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Wenn ich meine Gespräche mit den Alumni der btS rekapituliere, sind das jetzt vielleicht nicht immer die Themen, die in Stellenausschreibungen gefordert werden, aber es sind Themen, die den Einstieg in den Beruf erheblich erleichtern.

Dann gibt es noch typische Weiterbildungen, die wiederum in Stellenausschreibungen gefordert werden, wie Eure GMP- oder Qualitätsmanagement-Kurse oder auch Weiterbildungen von denen ich vorher noch nicht gehört habe, wie der Klinische Monitor.

Martin Salwiczek: Das sind schon viele wertvolle Impulse für die Berufsorientierung. Hast Du abschließend noch eine Empfehlung, was Naturwissenschaftler*innen während der Jobsuche tun können? Was würdest Du tun, wenn Du auf Jobsuche wärst?

Johann Liebeton: Auf der einen Seite würde ich das Gespräch mit meinen Mentor:innen und Kontakten suchen, um einen kleinen Fahrplan für die nächste Zeit auszuarbeiten und auszuloten, ob mir jemand in meiner Situation ad hoc helfen kann. Ein direkter Tipp wäre also, sich einen Mentor:in zu suchen. Auf der anderen Seite bin ich ein großer Fan des unbekümmerten Bewerbens. Ich würde also die einschlägigen Plattformen wie ScieMatch, btS Stellenportal etc. besuchen und einige Bewerbungen fertigmachen. Unter unbekümmertem Bewerben verstehe ich dabei, nicht zu zögerlich mit Bewerbungen umzugehen. Während des Bewerbungsverfahrens kann man meistens gut feststellen, ob das Unternehmen und das Jobprofil zu einem passen oder nicht. Dafür darf man auch gerne mal die eigene Komfortzone etwas verlassen. In der Schule habe ich das französische Sprichwort „Le prix s'oublie, la qualité reste.“ aufgeschnappt,. Dieses heißt so viel wie „Der Aufwand wird vergessen, die Qualität bleibt“. Diesen Gedanken führe ich mir gerne bei einer Absage vor Augen: Bewerbungsphasen sind anstrengend, aber auch endlich und man hat einiges zu gewinnen.

Martin Salwiczek: Johann, vielen Dank für das Interview!

Johann Liebeton: Ich danke auch!


 

 

 

 


 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Büro der Zukunft – Ist das Kunst oder kann das weg? #WSXD Thu, 14 Oct 2021 08:00:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/buero-zukunft-arbeit-wandel.html post-303 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/buero-zukunft-arbeit-wandel.html Lars Hahn Wie sieht das Büro der Zukunft aus? Homeoffice, Büro, Coworking oder Mixed Office? Mit Beiträgen vom diesjährigen #WSXD gehen wir dieser Frage nach. Büro der Zukunft – Ist das Kunst oder kann das weg? #WSXD by Lars Hahn 14-10-21

Categories: Neue Arbeitswelt

Wie arbeiten wir in Zukunft? Brauchen wir überhaupt noch das klassische Office in der Firma, in das wir alle täglich gehen – in Einzelbüros sitzend, mit Fensterreihen bemessen nach Rang und Status unserer eigenen Unternehmensrolle? Haben die vergangenen Monate die Arbeitswelt durch Lockdown-Homeoffice und Remote-Arbeit nicht vielmehr so verändert, dass das traditionelle Büroarbeiten in der Immobilie des Arbeitgebers mehr oder weniger „over“ ist?

Genau diese Fragen standen im Fokus des diesjährigen Work Smart Experience Day, kurz #WSXD, der sich mit der Zukunft unserer Arbeit befasst. Auf der Online-Konferenz diskutierten interessierte und engagierte Akteure und Akteurinnen über den Wandel unserer Arbeitswelt, speziell über die Bedeutung unseres Arbeitsplatzes: „Büro der Zukunft – Ist das Kunst oder kann das weg?“

Wir von der LVQ waren erneut dabei, um zu lernen und uns über aktuelle Trends in der Arbeitswelt zu informieren. In diesem Beitrag zeichne ich die spannende Diskussion um das „richtige“ Büro der Zukunft nach.

Büro der Zukunft – Kann nicht weg, ist aber anders

Auch nach pandemiebedingtem zwischenzeitlichem Aus für das betriebliche Büro und improvisierten Homeoffice-Lösungen lässt sich das klassische Office nicht wegdenken. So kehren in den letzten Wochen und Monaten mehr und mehr Berufstätige wieder physisch in die Unternehmen zurück. Schon Ende Juli 2021 sind laut ifo-Institut nur noch 25 Prozent der Menschen im Homeoffice tätig. Allerdings bestehen menschliche Bedürfnisse nach Abwechslung: Hybrid ist das neue Normal. Mal Homeoffice, mal Büro in der Firma oder bisweilen gar Coworking. Und das hat auch Auswirkungen auf das Büro, wie wir es bisher kannten.

Dies ist auch der Tenor des Fachgesprächs über das Büro der Zukunft beim WSXD. „Es ist zwingend notwendig, dass das Büro bestehen bleibt, aber in einer anderen Art“, sagt New-Work-Berater Bernd Fels. Marc Eichborn Chief Digital Officer bei Bitmarck ergänzt: Das Büro müsse sich wandeln zu einem Ort, wo man gerne arbeitet. Niemand kehre gern in schlechte Büros zurück. Stattdessen müssen Flächen laut Eichborn flexibel Bezug auf die sich täglich verändernden Anforderungen nehmen „Die Arbeit muss sich nicht in den Raum entwickeln, sondern der Raum muss sich um die Arbeit entwickeln."

Kiezkneipe statt Kicker: soziale Räume und kreative Plätze

Claudia Peters von New Work SE aka XING ergänzt: „Büro muss neu gedacht werden.“ Dabei stünden die Bedürfnisse der Beschäftigten im Vordergrund, denn Unternehmenskultur entstehe auch „durch Nähe und Erlebnis der Menschen“. So habe NewWork SE seine neue Hamburger Zentrale, den sogenannten New Work Harbour, ganz konsequent nach den Erfordernissen der Mitarbeitenden ausgerichtet. Dazu wurden vorab Untersuchungen gemacht, wie die Menschen arbeiten und gefragt, was sich die Menschen wünschen. „Wir haben unsere Mitarbeiter:innen in Task Forces Flächen eigenverantwortlich konzipieren lassen, die Räumlichkeiten wurden so ausgestaltet, wie die Arbeitenden sie sich für ihre Arbeit wünschen.“ Rausgekommen seien dabei weniger klassische Arbeitsplätze, sondern soziale Räume, kreative Umgebungen und Treffpunkte wie die Kiezkneipe oder der Bandprobenraum.

Das Büro der Zukunft sei nie fertig, sagt Bernd Fels beim #WSXD. Es sei Permanent Beta, entwickle sich dynamisch, weil sich auch die Bedürfnisse der Menschen ändern würden, die darin arbeiten. Der Wandel der Arbeit führe dann auch zum Wandel der Arbeitsplätze.

Während konzentriertes Deep Work mehr und mehr im Homeoffice stattfinden werde, könnten gemeinschaftlich genutzte Flächen mehr und mehr für kreative Zusammenarbeit genutzt werden, ganz gleich ob im kollaborativen Büro der Firma oder im Coworking Space.

Bedürfnisgerechte Orte statt Einzelbüro: Fünf ganz verschiedene Arbeitsplätze

Schließlich möchten viele Menschen – zumindest teilweise – auch gerne von zu Hause aus tätig sein, während manche lieber komplett im Unternehmen arbeiten wollen. Andere wiederum bevorzugen ganz andere Orte. Insgesamt unterscheidet Berater Fels fünf verschiedene Typen von Arbeitsorten:

  1. Büro im Unternehmen, ob klassisch oder New Work
  2. Homeoffice – Arbeiten von zuhause aus
  3. Mobiles Arbeiten im Wortsinne von unterwegs aus Bahn oder gar Auto (Freisprechanlage)
  4. CoWorking aus Hubs und Spaces und alle anderen
  5. Orte, an denen es einem gefällt: Parkbank, Pommesbude, Strand oder Wald

Mixed-Office: Von allem etwas

Für mich gibt es gar noch die Kategorie Nummer 6: Eine Mischung von allem. Schon vor acht Jahren nannte ich mich selbst den Mixed-Office-Typ – von allem bitte etwas. Mal im klassischen Büro, bisweilen im Homeoffice, unterwegs sowieso, ab und zu CoWorking und gerne auch draußen im Park oder beim Spazieren. Remote-Work macht es heute leichter möglich denn je. Jede eingesparte Fahrt ins Büro würde schließlich auch klimafreundlich CO2 einsparen – ein Argument, auf das Höhle-des-Löwen-Gründer Karsten Kossatz in seiner Session „Free the workplace“ noch mal verwies. Überdies würden viele Menschen das Pendeln gerne meiden, um Lebenszeit sinnvoller verwenden zu können.

Die Variante Mixed-Office scheint gerade in bewegten VUCA-Zeiten den Erwartungen und Wünschen vieler Berufstätiger zu entsprechen: Zumindest ein guter, ausgewogener Mix aus Homeoffice und Büro im Unternehmen ist für viele Menschen eine Wunschvariante. 3-2-2 (3 Tage Office, 2 Tage Homeoffice, 2 Tage Wochenende) ist dabei nur eine der vielen diskutierten Möglichkeiten.

Wichtig ist generell, das war auch Tenor auf dem #WSXD, dass die Arbeitsorte zu den Bedürfnissen der Berufstätigen passen – sowohl was die Ausgestaltung angeht (New Work Harbour) als auch was die persönliche Wahl der Arbeitsumgebung angeht, sofern dies denn möglich ist. „Finde das Büro, das zu Dir passt“ sozusagen. Sven Adomat betonte in seiner Session des Work Smart Experience Day, wie wichtig der Flow, also die Übereinstimmung zwischen Anforderungen und Können, sei. Unternehmen müssten für Mitarbeiter:innen Flow ermöglichen, damit Beschäftigte Freude an hoher Leistung und ihrer Arbeit haben und gerne beim Unternehmen seien und blieben. Die passende Arbeitsumgebung sowie die passenden Arbeitsanforderungen seien dafür entscheidend.

Wie finde ich mein individuelles Büro der Zukunft?

Schon zu Jahresbeginn schrieb ich hier im Blog davon, dass die Utopie des Wunscharbeitsplatzes durch die Homeoffice-Gelegenheiten in greifbare Nähe käme. Allerdings stellte ich mir auch beim #WSXD wieder die Frage, wie Berufstätige sich denn ihre passende Arbeitsumgebung ein Stück weit selber schaffen können. Office-Crafting: „Wie finde ich das Büro, das zu mir passt?“ sozusagen, ganz analog zum Job-Crafting (schaffe Dir selbst den Job, der zu Dir passt), das uns Nico Rose im Interview erklärte. Während Freelancer viel Gestaltungsspielraum haben mögen, ihre Arbeitsumgebung selbst zu „craften“, erscheint diese Möglichkeit für Angestellte erst einmal viel schwieriger umzusetzen, gibt doch klassischerweise der Arbeitgeber die Umgebung vor. Oder ergeben sich in (post-)pandemischen Zeiten nicht gerade viele Chancen auch für Beschäftigte, ihre Arbeitsumgebung mitzugestalten?!

Mein persönlicher Erkenntnisprozess diesbezüglich hat hier dank #WSXD gerade begonnen. Für unser Blog werde ich demnächst Antworten auf die Frage ergründen, wie speziell Jobsuchende – zwischen zwei Jobs – im Vorhinein klären können, ob sie beim potentiellen Arbeitgeber auf die richtige Arbeitsumgebung und das für sie passende Verhältnis eines Mixed Office treffen.

WSXD – Erkenntnisse und Inspiration im virtuellen Office

Zum Abschluss möchten wir im Namen des LVQ-Teams allen Beteiligten des diesjährigen Work Smart Experience Day für die inspirative und lehrreiche Konferenz danken. Es war wieder einmal ein vielfältiges Programm mit tollen Fachleuten und Speakern zum Wandel der Arbeit. Danke an den Veranstalter Migosens, allen Sponsoren und Beteiligten für das – trotz virtuell – tolle Setting, was nach 18 Monaten Pandemie gar nicht mehr so leicht herzustellen ist. Wir jedenfalls freuen uns auf weitere Work Smart-Erlebnisse am liebsten in physischer Präsenz.


 


 

 

 

 

 

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Weiterbildung Qualitätsauditor mit Bildungsgutschein Thu, 30 Sep 2021 08:00:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung-mit-bildungsgutschein/weiterbildung-qualitaetsauditor-bildungsgutschein.html post-302 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung-mit-bildungsgutschein/weiterbildung-qualitaetsauditor-bildungsgutschein.html Martin Salwiczek Im Kanon der Qualitätsmanagement-Weiterbildungen des TÜV steht die Qualifikation Qualitätsauditor und Qualitätsauditorin weit oben. Doch wer benötigt eigentlich die Qualifizierung? Welche Inhalte… Weiterbildung Qualitätsauditor mit Bildungsgutschein by Martin Salwiczek 30-09-21

Categories: Weiterbildung mit Bildungsgutschein

Im Kanon der Qualitätsmanagement-Weiterbildungen des TÜV steht die Qualifikation Qualitätsauditor beziehungsweise Qualitätsauditorin weit oben. Doch wer benötigt eigentlich die Qualifizierung? Welche Inhalte lernen der Qualitätsauditor und die Qualitätsauditorin? Was ist der Unterschied zwischen externen und internen Auditoren und Auditorinnen? Welche Aufgaben haben sie?

In diesem Beitrag geben wir Antworten auf diese Fragen, skizzieren berufliche Perspektiven von Qualitätsauditoren und Qualitätsauditorinnen und stellen unsere Weiterbildung Qualitätsauditor TÜV beziehungsweise Qualitätsauditorin TÜV vor, die auch durch den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit zu 100% gefördert werden kann.

Über den Qualitätsauditor und die Auditarten

Auditoren und Auditorinnen überprüfen regelmäßig die Managementsysteme von Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungen und Organisationen und nehmen somit eine wichtige Rolle für die Gewährleistung von Standards und die Entwicklung der entsprechenden Organisationsformen und derer Systeme ein. Sie agieren in den unterschiedlichsten Themen und Bereichen. Die Spanne reicht unter anderem vom Arbeitsschutzmanagement über das Datenschutzmanagement bis zum Umweltmanagement. Eine zentrale Rolle kommt dem Qualitätsauditor und der Qualitätsauditorin zu, denn häufig basieren Managementsysteme von Organisationen auf dem Qualitätsmanagement nach der ISO 9001 ff. Der Qualitätsauditor und die Qualitätsauditorin untersuchen daher das zentrale Managementsystem.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen internen und externen Auditoren und Auditorinnen. Während Interne meist aus der zu auditierenden Organisation selbst kommen und höchstens dabei helfen, sich auf ein externes Audit vorzubereiten, werden Externe von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle entsandt, um eine objektive und unabhängige Prüfung sicherstellen zu können.

Kenntnisse und Fähigkeiten von Qualitätsauditoren und Qualitätsauditorinnen

Befragen, Beobachten und Zuhören (aus dem Lat.: „audire“ = „hören“) gehören zu den drei wichtigsten Aufgaben von Qualitätsauditoren und Qualitätsauditorinnen. Denn die Schlüsse, die sie aus dem Gehörten, Gesagten und Gezeigten ziehen, können über das Wohl und Wehe eines Systems und/oder einer Organisation entscheiden. Entsprechend verantwortungsvoll ist ihre Aufgabe. Sie bedarf neben einer Reihe methodischer, sozialer, persönlicher und fachlicher Kompetenzen auch einer entsprechenden Ausbildung.

Die Ausbildung zum Qualitätsauditor und zur Qualitätsauditorin wird durch die DIN EN ISO 19011 geregelt und für viele andere Managementsystemen übernommen. Neben den Kompetenzen von Auditoren und Auditorinnen regelt diese Norm auch Themen wie Auditplanung, Auditprogramm, Auditdurchführung und Auditnachbereitung.

Um als Qualitätsauditor oder als Qualitätsauditorin qualifiziert zu werden, bedarf es einer Weiterbildung zum Beispiel durch den TÜV. Voraussetzung dafür ist die bestandene Prüfung zum bzw. zur Qualitätsbeauftragten.  

Weiterbildung Qualitätsauditor TÜV bei der LVQ

Seit vielen Jahren bietet die LVQ die Weiterbildung Qualitätsauditor TÜV / Qualitätsauditorin TÜV an, bereitet auf die TÜV-Prüfung vor und beinhaltet olgende Inhalte:

  • Auditgrundlagen
  • Auditprogrammplanung und -durchführung
  • Auditierung von Managementsystemen: DIN EN ISO 19011
  • Zertifizierungsverfahren (Anforderungen, Ablauf, Aufrechterhaltung) und Grundlagen der Akkreditierung
  • Überblick zu QM-Werkzeugen und praktische Übungen

Zusätzlich zum reinen TÜV-Lehrgang erhalten Teilnehmende ein praktisches Kommunikationstraining für Auditoren am Beispiel konkreter Auditsituationen sowie eine normative Vertiefung der DIN EN ISO 9001 und normative Grundlagen der VDA 6.1, IATF 16949, ISO 14001. In insgesamt 20 Tagen wird somit eine intensive Qualifizierung durchgeführt, die durch den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden kann.

Bernd Grabsky ist einer der Dozenten der Weiterbildung Qualitätsauditor TÜV / Qualitätsauditorin TÜV und schildert aus seiner Sicht, welchen Mehrwert Teilnehmende aus der Weiterbildung ziehen:

„Teilnehmende lernen die normunterstützte Auditierung von Managementsystemen und in diesem Rahmen eine Menge Zertifizierungsdetails kennen. Viele Teilnehmende heben den Perspektivwechsel von der Organisations- zur Auditorensicht hervor, auch wenn man in Zukunft nicht selbst auditiert.
Sehr aufschlussreich ist auch der Kommunikationspart, ergänzt durch Rollenspiele. Nicht zuletzt erhalten die Teilnehmenden ein tieferes Verständnis der DIN EN ISO 9001:2015.“

Berufliche Perspektiven als Qualitätsauditor TÜV

Die Weiterbildung muss nicht zwangsläufig eine Anstellung als Qualitätsauditor oder Qualitätsauditorin zum Ziel haben. Lars Hahn, Geschäftsführer der LVQ, verfolgt seit Jahren die berufliche Entwicklung von ausgebildeten Auditoren und Auditorinnen:

„Die LVQ hat in den letzten 30 Jahren mittlerweile weit über 1.000 Qualitätsauditorinnen und Qualitätsauditoren qualifiziert. Viele davon sind in leitenden und verantwortlichen Positionen des QM innerhalb eines Unternehmens tätig: Qualitätsleiter, Lieferantenmanager oder Verantwortliche für Managementsysteme. Denn längst nicht alle Absolventen werden später reine Auditoren. Viele wählen beispielsweise auch den Weg des Beraters für QM, selbständig oder bei einem Ingenieurbüro.“

Mathias Quint absolvierte neben der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit auch den Qualitätsauditor bei der LVQ. Heute ist er als HSE-Manager bei einem Lebensmittelkonzern tätig. Hauptaufgabengebiet ist die Arbeitssicherheit. Er entwickelte ein Sicherheitskonzept und Sicherheitsrichtlinien, die weltweit vom Konzern übernommen wurden. Hier kamen ihm seine Kenntnisse aus der Qualitätsauditor-Weiterbildung zu Gute, wodurch er weltweit interne Audits im Konzern durchführt.

Für Adrian Lux ist die Rolle als interner Qualitätsauditor auch eine Aufgabe neben anderen. Als Dezernent für Anlagensicherheit beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW liegt sein Hauptaufgabengebiet im Umweltmanagement. Zusätzlich ist er über seine Abteilung als Qualitätsauditor für verschiedene Standorte im Einsatz. „Bei der LVQ habe ich QM von der Pike auf gelernt und bekam einen sehr tiefen Einblick in das Thema“.

Ein Blick in das Businessnetzwerk XING hilft, um weitere Beispiele zu bekommen. Über 4.500 Qualitätsauditoren und Qualitätsauditorinnen tummeln sich dort. Sie sind unter anderem tätig als:

  • Qualitätsleiter,
  • Qualitätsmanager,
  • HSE-Spezialisten,
  • Consultant,
  • Leitender Auditor,
  • Qualitätsvorausplanerin,
  • Pädagogische Geschäftsführerin im sozialen Bereich,
  • Ausbildungsleiter in der Weiterbildung,
  • Leiterin Einkauf & Logistik,
  • Manager Business Development,
  • Leiterin Risiko- und & Beschwerdemanagement,
  • Business Analyst,
  • Regional System Auditor

Qualitätsauditoren – mehr als gute Zuhörer

Wir sehen, dass eine Weiterbildung zum Qualitätsauditor bzw. zur Qualitätsauditorin in vielerlei Hinsicht hilfreich für die nächsten beruflichen Schritte sein kann. Neben der Signalwirkung des Zertifikats hebt Dozent Bernd Grabsky folgende Aspekte hervor: „Durch die Weiterbildung erhöhen die Absolventen ihre Chancen für den Einstieg als interne Auditoren und sie schaffen eine Grundlage für weiterführende Qualifikationen in Richtung Auditierung branchenspezifischer Qualitätsmanagementsysteme oder zum Zertifizierungsauditoren.“

Man darf den Wert des Zertifikates jedoch nie isoliert betrachten, sondern im Zusammenspiel mit dem eigenen fachlichen Hintergrund, der Vorerfahrung und weiteren Qualifikationen. So kombinieren die meisten Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei der LVQ den Qualitätsauditor / die Qualitätsauditorin mit weiteren Qualifikationen in Bereichen wie Umweltmanagement, Projektmanagement oder Arbeitssicherheit. Bis zu sechs Monate Weiterbildung sind im Rahmen der Förderung durch den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit möglich.

Weitere Informationen zu den Kursen und den Kursinhalten Qualitätsauditor TÜV / Qualitätsauditorin TÜV finden Sie auf unserer Webseite. Kontaktieren Sie uns gerne!


 


 

 

 

 

 

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Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Impulse zur Zukunft und zum Wandel der Arbeit: Verlosung 2er Tickets für... Mon, 20 Sep 2021 08:10:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/wandel-arbeit-new-work-wsxd-verlosung.html post-270 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/neue-arbeitswelt/wandel-arbeit-new-work-wsxd-verlosung.html Angela Borin Von der Digitalisierung über New Work, moderne Führung und den Kulturwandel bis hin zu digitaler Rechtssicherheit geht es auf dem WorkSmart Experience Day um die Zukunft der Arbeitswelt. Als… Impulse zur Zukunft und zum Wandel der Arbeit: Verlosung 2er Tickets für den #WSXD21 by Angela Borin 20-09-21

Categories: Neue Arbeitswelt

In unserer sich rasant und dynamisch verändernden Arbeitswelt, insbesondere durch die Digitalisierung, sehen wir uns vermehrt mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Ein Austausch über die Zukunft der Arbeit, New Work, Arbeiten 4.0 und ein Ausprobieren smarter Methoden zum Umgang mit dieser neuen Arbeitswelt gewinnt somit zunehmend an Bedeutung. Im vergangenen Jahr hat die migosens GmbH dazu bereits zum zweiten Mal den WorkSmart Experience Day ins Leben gerufen, corona-bedingt als Online-Live-Event. Genauer nachzulesen in unserem Recap des Events.

Auch und ganz besonders in diesem Jahr ist der Wandel der Arbeit als Thema aktueller denn je. Ob technische Herausforderungen durch die Digitalisierung, die damit verbundenen kulturellen Veränderungen oder die aktuell verursachten Umwälzungen in den Unternehmen: Wir sind alle auf die ein oder andere Weise vom Umbruch betroffen. Daher lädt der WorkSmart Experience Day auch dieses Jahr wieder dazu ein, diese Veränderungen in der Arbeitswelt aufzugreifen und unter dem Motto: „Wandel der Arbeit – menschlich, digital, nachhaltig“ zu beleuchten.

Auch dieses Jahr im Online-Format kommen erneut Experten rund um die neue Arbeitswelt mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft zusammen und gehen sowohl der Arbeitskultur von heute und morgen als auch dem Umgang mit dieser dank smarter Methoden auf den Grund. Wir als LVQ unterstützen den WorkSmart Experience Day21 als offizieller Partner, verlosen am Ende dieses Beitrags zwei Tickets für das Event am 07.10.2021 und freuen uns auf die dritte Runde des von migosens initiierten Austauschs.

Digitalisierung, Kulturwandel, moderne Führung und digitale Rechtssicherheit

Von global voranschreitender Vernetzung durch alle Strukturen über New-Work-Erfahrungen aus aller Welt bis hin zu mentaler Fitness, hybrider Führung, selbstorganisierten Teams und Digital Change Management erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen #WSXD interessante Keynotes, Workshops und moderne Methoden zum Ausprobieren. Darüber hinaus erhalten sie mithilfe spannender Best Practices Impulse und Inspirationen, sich selber mit smarter Arbeit und den daraus resultierenden Veränderungen zu befassen und im eigenen Unternehmen als Vordenker zu agieren. Mit im Gepäck haben die Experten der neuen Arbeitswelt – unter anderem Bernd Fels, Marc Eichborn, Alexander Wrobel und Angelika Stahl – verschiedene Fragen, für welche Experten und Teilnehmerinnen sowie Teilnehmer am Ende des Tages Lösungsansätze erarbeiten wollen:

  • Wie sollte das Büro der Zukunft gestaltet und ausgestattet sein?
  • Was ist erforderlich um mental fit zu bleiben?
  • Wie kann wirksame Führung gestaltet werden?
  • Was ist für eine gelungene digitale Transformation nötig?
  • Wie kann die Rechtssicherheit im digitalen Raum unter New Work gewährleistet werden?

Wer sich ein Ticket sichern oder nähere Informationen zum WorkSmart Experience Day21 erhalten möchte, findet diese unter wsxd.ruhr.

Sichern Sie sich Ihr kostenloses Ticket für den #WSXD21!

Neben den zu erwerbenden Tickets verlosen wir, als offizieller Partner des WorkSmart Experience Day21, in den kommenden Wochen zwei „Eintrittskarten“ für den #WSXD21. Wie Sie eines der beiden kostenfreien Tickets erhalten können?:

Hinterlassen Sie uns bis zum 01.10.2021 hier unterhalb dieses Artikels einen Kommentar, in dem Sie uns erzählen, welche Berührungspunkte Sie bisher mit New Work und smarten Methoden hatten und warum Sie sich gerne zum Thema Work Smart und New Work austauschen möchten. Die zwei originellsten Beiträge entscheiden die Verlosung für sich und gewinnen eines der beiden Tickets. Die Auswahl nehmen wir, die LVQ als Partner des #WSXD, vor. Der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare! Also erzählen Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen.


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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Bewerberfragen beantwortet: Was tun, wenn mehrere Stellen bei einem... Thu, 09 Sep 2021 08:12:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/bewerberfragen-mehrfachbewerbung-arbeitgeber.html post-301 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/bewerberfragen-mehrfachbewerbung-arbeitgeber.html Angela Borin Mein potenzieller Arbeitgeber hat mehrere passende Stellen ausgeschrieben: Bewerbe ich mich auf eine Stelle oder mehrere? Angela Borin beleuchtet unterschiedliche Sichtweisen und gibt Tipps für die… Bewerberfragen beantwortet: Was tun, wenn mehrere Stellen bei einem Arbeitgeber interessant sind? by Angela Borin 09-09-21

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Sie stöbern gerade in einer der bekannten Jobsuchmaschinen, finden eine interessante Stelle und folgen dem Link auf die Karriereseite des Unternehmens. Durch genauere Recherche stellen Sie fest: Der potenzielle Arbeitgeber hat mehr als nur eine interessante Stelle ausgeschrieben. Nach anfänglicher Freude wachsen die Fragezeichen: „Wie gehe ich mit mehreren guten Stellenangeboten eines Arbeitgebers um?“

So ergeht es vielen Jobsuchenden: Bei einem potenziellen Arbeitgeber wecken diverse spannende Vakanzen das Interesse an einer Bewerbung. Kaum verwunderlich, dass Bewerber und Bewerberinnen sich immer wieder fragen, ob sie nicht mehr als nur eine Bewerbung platzieren können, um ihre Jobchancen zu erhöhen. Was könnte schon passieren? Führt eine Mehrfachbewerbung nicht automatisch zu größerem Erfolg oder ist sie letzten Endes hinderlich?

Immer wieder werden auch wir seitens unserer Teilnehmenden mit solchen Bewerberfragen konfrontiert. Nach und nach möchten wir diese nun mithilfe unserer Erfahrungswerte in unserem Blog beantworten. Den Auftakt macht die Frage: „Was tun, wenn ich mehrere interessante Stellen bei einem Arbeitgeber finde?“

Mehrere interessante Stellen bei einem Arbeitgeber: Zeit für eine Mehrfachbewerbung?

Qualifiziert. Motiviert. Authentisch. Welche Jobsuchenden möchten nicht diesen Eindruck bei einem potenziellen Arbeitgeber vermitteln? Nicht umsonst ist eine gut aufbereitete Bewerbung auf das Unternehmen zugeschnitten. Schließlich wollen Sie direkt hervorheben, wie Sie den gesuchten Mehrwert in das Unternehmen einbringen und somit unterstreichen, dass Sie perfekt für das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle geeignet sind.

Nun kann es aber sein, dass dieses Unternehmen viele interessante Stellen ausgeschrieben hat und Sie gleich mehrfach fündig werden. Dies ist zunächst ein gutes Zeichen, zeigt sich doch schon hier eine deutliche Passung zum Unternehmen an sich. Ob Sie sich jedoch zeitnah mehrfach bewerben sollten, dazu gibt es verschieden Sichtweisen. Während die meisten traditionsbewussten Unternehmen klar und deutlich „Nein“ schreien, sieht die Sache bei Startups gänzlich anders aus und wird spätestens bei Großkonzernen zur Kardinalsfrage.

Gerade wenn bei einem Unternehmen viele Stellen ausgeschrieben sind, gehören diese Unternehmen laut Karrierebibel meist „zu den größten Arbeitgebern der Branche“, bei denen sich eine Mehrfachbewerbung, in Form von zwei Bewerbungen, in der Tat lohnen könnte. Nur folgerichtig, da hier ein großer Fachkräftebedarf besteht und verschiedene Positionen durchaus eine größere Schnittmenge aufzeigen, die sich sicherlich auch in Ihrem Profil finden lässt. Mehr als zwei Bewerbungen sollten es zeitgleich aber besser nicht sein. Auch Ute Bölke empfiehlt im Business Insider den Fokus auf zwei Bewerbungen zu konzentrieren und nach Absage durch eine erneute zielstrebige Bewerbung beim Unternehmen Beharrlichkeit und Motivation zu zeigen.

Qualität statt Quantität: Eine klare Entscheidung für nur eine Bewerbung

Was für Großkonzerne funktionieren kann – jeweils eine individuell zugeschnittene und gut durchdachte Bewerbung für beide Stellen – wird kleinere und mittelständische Unternehmen möglicherweise mit Fragezeichen zurücklassen. Kaum verwunderlich, haben sie im Gegensatz zu Großkonzernen nur wenige Schnittmengen innerhalb ihrer Stellenausschreibungen vorzuweisen. Diese Unternehmen können sich daher oftmals nicht vorstellen, dass Sie sich als Bewerberin oder Bewerber für mehrere Stellen gleichermaßen interessieren und obendrein perfekt für diese qualifiziert sind. Ganz zu schweigen davon, dass nicht mehrere Positionen die Wunschstelle sein können.

Schicken Sie also weitere Bewerbungen um andere Stelle im gleichen Unternehmen ins Rennen, müssen Sie an jeder Stelle absolut überzeugen – mehrfach. Dies könnte sich in genanntem Szenario schwierig gestalten. Möglicherweise wirft es die Frage auf, ob Sie es mit Ihren Bewerbungen ernst meinen oder gar wahllos vorgehen, um überhaupt eine Anstellung zu erhalten. Letzterer Gedanke könnte sich insbesondere dann aufdrängen, sollte der Personaler mehrfach die identische oder nur leicht abgewandelte Bewerbung voller altbekannter Textbausteine in Händen halten. Die Messlatte liegt also entsprechend hoch.

Setzen Sie lieber auf Einzigartigkeit und Passgenauigkeit mit nur einer Bewerbung – angefertigt für die Stelle, die im Gesamtpaket besser zu Ihren Interessen und Qualifikationen passt. Diese unterstützt aus unserer Sicht am allerbesten die Argumentation von Ihrer perfekten Passung und Ihrer Motivation für das anvisierte Unternehmen.

3 Tipps, wie Sie die richtige Stelle für sich ausmachen

Stehen Sie zwischen mehreren Stellen und wissen ad hoc nicht, für welche Sie sich entscheiden sollen, nehmen Sie sich Stift und Papier und beleuchten Sie folgende drei Schritte. Keine Sorge, hier entsteht keine doppelte Arbeit, ganz im Gegenteil, sie leisten hier die Vorarbeit für die eine Bewerbung, die Sie letztlich verschicken wollen:

1. Unterschiede der Positionen herausfiltern

Wenngleich mehrere Stellen auf den ersten Blick für Sie interessant scheinen, lohnt der zweite Blick auf die genaue Aufgabenbetitelung und -verteilung. Legen Sie die Ausschreibungen nebeneinander und vergleichen Sie: Gibt es Schnittmengen im Tätigkeitsbereich? Welche Qualifikationen verlangt welche Position in welchem Maße? Wo liegt das größere Entwicklungspotenzial? Wo liegen die Unterschiede?

2. Eigene Stärken und Wünsche beachten

In einem weiteren Schritt reflektieren Sie, welche Stärken, Interessen und Wünsche Sie für Ihren nächsten Job im Gepäck haben. Welche Tätigkeiten machen Ihnen Spaß, welche liegen Ihnen, welche decken sich mit Ihren Werten? Wo sehen Sie sich auch in Zukunft? Hier können Tools und Methoden helfen, passende Keywords und Erfahrungen herauszuarbeiten. Eine ehrliche Beantwortung bringt hier obendrein schnell Klarheit.

3. Profilpassung abgleichen

Notieren Sie sich zuletzt für eine jede Aufgabe ein Beispiel anhand derer Sie Ihre Stärken und somit die Passung Ihres Profils für die ausgeschriebenen Stellen aufzeigen können. Fertigen Sie im Zuge aller drei Schritte eine Pro- und Contra-Liste für Ihre interessanten Positionen an, um von dieser Basis ausgehend, Ihre Entscheidung treffen zu können.

Alternative 1 zur Mehrfachbewerbung: Richtungswechsel im Vorstellungsgespräch

Haben Sie sich für eine Stelle entschieden, so vertrauen Sie auch ein Stück weit auf die Urteilsfähigkeit und Fachkompetenz des möglichen Arbeitgebers. Vielleicht sieht er in Ihnen auch Potenzial für andere Stellen, vielleicht sogar größeres als Sie selbst. Personaler wissen üblicherweise, welche Positionen im Unternehmen zu besetzen sind – ob ausgeschrieben oder nicht – und schlagen diese bei Passung selber vor.

Wir haben schon häufiger erlebt, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich auf eine Stelle beworben haben, der Fokus im Vorstellungsgespräch jedoch auf einer anderen Stelle lag. Oftmals haben die Bewerber diese für sich selber gar nicht in Betracht gezogen – möglicherweise auch, weil diese noch gar nicht ausgeschrieben war – der Arbeitgeber jedoch hat eine Eignung deutlich erkannt. Manchmal hat sich ein Richtungswechsel aber auch erst nach Jobantritt ergeben, weil die mitgebrachten Qualifikationen letztlich doch besser zu einer anderen ausgeschriebenen oder auszuschreibenden Position passten. Ein gutes Beispiel ist hier Carolyn Schulteis.

Behalten Sie daher andere für Sie spannende Stellen des Unternehmens im Hinterkopf und zeigen Sie sich an entsprechender Stelle im Gespräch interessiert und offen für einen Richtungswechsel. In diesem Fall unterstreicht die Annahme des Vorschlags Ihre Überzeugung und Motivation für genau dieses Unternehmen tätig zu werden und Sie bleiben obendrein authentisch.

Alternative 2: Bewerbung beim Unternehmen statt auf unterschiedliche Anzeigen

Finden Sie hauptsächlich das Unternehmen an sich spannend, können Sie mit einer gezielten Initiativbewerbung noch einen Schritt weitergehen. Sie setzen statt der Stellenausschreibung das Unternehmen und dessen Fachkräftebedarf in den Fokus und machen in Ihrer Bewerbung deutlich, dass Sie vordergründig an einer Mitarbeit im Unternehmen interessiert sind:

„Gerne möchte ich mich daher für Ihr Team bewerben. In einem gemeinsamen Gespräch finden wir gern heraus, in welcher Rolle und Aufgabe ich Ihr Haus am besten unterstützen kann.“ Dies ist ein mutiger Ansatz, der in stockkonservativen Unternehmen höchstwahrscheinlich nicht zum Erfolg führt, bei agilen Playern und Startups, die ohnehin jenseits von Jobtiteln Teams besetzen, allerdings eine vielversprechende Chance bieten.

Die Alternative funktioniert nicht: Wie lange warten bis zur nächsten Bewerbung?

Erfolgt kein Vorschlag im Bewerbungsgespräch oder erscheint nach Versand Ihrer Bewerbung die eine perfekte Stelle für Sie, heißt es Abwarten. Um weiterhin als motivierter, authentischer Kandidat für die bereits erfolgte Bewerbung wahrgenommen zu werden, sollte keine weitere Bewerbung hinterhergeschickt werden. Ihr derzeitiger Bewerbungsprozess sollte zunächst abgeschlossen sein, bevor Sie eine neue Bewerbung in Angriff nehmen.

Wichtig an dieser Stelle: Keine Absage gilt bis in alle Ewigkeit. Wenn Sie entweder die neu ausgeschriebene Vakanz oder die Arbeit für speziell dieses eine Unternehmen besonders reizt, zeigen Sie dies und bewerben Sie sich nach einer gewissen Wartezeit erneut. Oftmals entscheiden Nuancen darüber, ob eine Stelle Ihnen oder einem Mitbewerber oder einer Mitbewerberin angeboten wird. Gerade wenn sich an diesen Nuancen etwas ändert – Sie in der Zwischenzeit beispielsweise neue Qualifikationen durch eine Weiterbildung erworben haben – lohnt es sich, am Ball zu bleiben und durch eine erneute Bewerbung die eigene Motivation für das Wunschunternehmen zu unterstreichen.

Mit einer verwandten Stellenauswahl, neuen Qualifikationen, Soft Skills und/oder Fachwissen sowie der spezifischen Benennung Ihres Mehrwerts können Sie zeigen, dass Sie sich Gedanken zu den Bedarfen des Unternehmens gemacht haben und können auch ohne Mehrfachbewerbung beim anvisierten Unternehmen ans Ziel kommen. Entscheidend ist, dass Sie in der zweiten Bewerbung Ihre Motivation für Stelle und bzw. oder Unternehmen gut begründen und Ihren Mehrwert noch deutlicher herauskristallisieren. Dies zeigt, dass Sie sich durchaus Gedanken gemacht haben und keineswegs wahllos vorgehen.

Initiativbewerbung und Richtungswechsel statt Mehrfachbewerbung

Natürlich reizt der Gedanke, im (Wunsch-)Unternehmen gleich mehrere Bewerbungen zu platzieren, um vermeintlich die eigenen Chancen auf eine Anstellung zu erhöhen. Die Mehrfachbewerbung könnte diese Erfolgsaussicht bei den meisten Unternehmen aufgrund einer verwässerten Argumentation jedoch eher mindern.

Ein Richtungswechsel im Vorstellungsgespräch hingegen oder gar eine Bewerbung für das Unternehmen statt die eine Stelle unterstreicht nicht nur Ihre Offenheit gegenüber der Expertise Ihres Gegenübers sondern auch Ihre Glaubwürdigkeit und Zielstrebigkeit. Nach abgeschlossenem Bewerbungsprozess kann auch eine erneute Bewerbung Ihr Interesse und Ihre Entschlossenheit betonen und die klare Botschaft senden, dass Sie von genau diesem Arbeitgeber überzeugt sind.

Wir drücken Ihnen dafür in jedem Fall die Daumen. Teilen Sie in den Kommentaren auch gerne Ihre Erfahrung oder Vorgehensweise bei mehreren interessanten Stellen. Wir freuen uns auf einen Austausch mit Ihnen!


 


 

 

 

 

 

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Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Jobmessen und Karrieretage im Überblick - Der LVQ Messekalender Thu, 02 Sep 2021 08:15:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/jobmessen-und-karrieretage-im-ueberblick-der-lvq-messekalender.html post-208 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/bewerbung-und-jobsuche/jobmessen-und-karrieretage-im-ueberblick-der-lvq-messekalender.html Martin Salwiczek Jobmessen und Karrieretage sind wichtiger Bestandteil der Bewerbungsstrategie. Hier finden Sie alle wichtigen Termine des Jahres für NRW. Jobmessen und Karrieretage im Überblick - Der LVQ Messekalender by Martin Salwiczek 02-09-21

Categories: Bewerbung und Jobsuche

Auf dieser Seite finden Sie einen stets aktualisierten Kalender mit allen relevanten Job- und Karrieremessen in NRW.  Ergänzt haben wir ihn mit den wichtigsten Bildungsmessen, denn auch bei diesen können Sie auf potentielle Arbeitgeber treffen, sofern Weiterbildung und Arbeitsmarktintegration Ihre Branche sind.

Auf verschiedenen Veranstaltungen kommen Sie auch mit uns ins Gespräch. Viele unserer Weiterbildungsteilnehmer*innen haben uns auf Messen kennengelernt und somit ihre Weiche für die berufliche Zukunft gestellt. Daher haben wir die Termine gekennzeichnet, bei denen Sie uns vor Ort antreffen. Und wenn wir keinen Stand vor Ort haben, dann verabreden Sie sich doch mit uns. Wir freuen uns darauf, Sie zu treffen.

Jobmessen und Karrieretage - Nutzen für die Jobsuche

Nach wie vor sind Jobmessen und Karrieretage - ganz gleich ob vor Ort oder virtuell - ein wichtiger, häufig auch entscheidender Bestandteil der Jobsuche. Da, wo man an der Karriereplattform von Unternehmenswebseiten scheitert, kann das persönliche Gespräch mit einem Personalverantwortlichen der entscheidende Türöffner sein. LVQ-Absolvent und Geisteswissenschaftler Dominik Timmerbeil machte folgende Erfahrung:

 „Zur Jobsuche hat bei mir ein Umdenken stattgefunden (…). Bei der Bewerbung auf Stellenanzeigen, ob jetzt online oder print, gab es kaum Resonanz und auch kein Feedback auf meine Bewerbungen. Dieses Vorgehen ist mittlerweile old-school. Wichtiger ist der persönliche Kontakt über Messen oder die direkte Ansprache von Menschen. Das ist zwar nicht jedermanns Sache, aber beim einfachen Schriftverkehr ist man nur ein Name auf einem Stück Papier. Die besten Bewerbungsunterlagen kommen einfach nicht an den persönlichen Auftritt heran.“

Auch Tamara Wyszynski, 2015 Teilnehmerin bei der LVQ, betont die Bedeutung von Netzwerkveranstaltungen:

„Gute Netzwerkveranstaltungen sind gerade in Veränderungsphasen eine absolute Horizonterweiterung. Man trifft Menschen, denen man so nie begegnen würde, und man lernt ganz viel. Es geht darum, neue Impulse, Ideen und Anregungen zu bekommen und interessante Kontakte zu knüpfen.“

Mit Jobmessen und Karrieretagen in den verdeckten Arbeitsmarkt

Deshalb motivieren wir bei der LVQ unsere Teilnehmer regelmäßig dazu, Jobmessen und Karrieretage zu besuchen. Wir sehen sie als elementare Maßnahme, um auch an Stellen im verdeckten Arbeitsmarkt zu kommen.

Sowohl Karrieremessen als auch Fachmessen sind überdies die idealen Orte, um neue Kontakte zu knüpfen und damit Ihr berufliches Netzwerk zu erweitern. Sie können hier die Gespräche „üben“, falls Sie noch wenig Erfahrung beim Netzwerken haben.

Damit der Messebesuch positiv verläuft, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Das Internet bietet viele Möglichkeiten der Informationsgewinnung über potenzielle Gesprächspartner. In unserer XING-Serie berichteten wir, wie wertvoll die Rubrik XING-Events für die Messevorbereitung ist.

Digitale Job- und Weiterbildungsmessen als Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen

Nun ist durch die Corona-Krise das Format der Online-Messen stark in den Vordergrund gerückt. Bereits vor einiger Zeit berichteten wir vom Besuch einer virtuellen Jobmesse als innovativen Ansatz, ohne zu ahnen das dieses Format so an Bedeutung gewinnen würde. Unsere Erfahrungen als Besucher und Aussteller während der Corona-Pandemie fassten wir in einem Beitrag zu digitalen Karrieretagen und Online-Messen zusammen und sehen auch im Online-Format einen wichtigen Baustein für die Jobsuche. Entsprechend finden Sie in unserem aktuellen Messekalender sowohl Präsenz- als auch digitale Messen.

Messen 2021

ZeitName der VeranstaltungOrtZielgruppeLVQ vor Ort
03.09.2021VDI Recruiting Tag DortmundAbsolventen, IngenieureNein
04.09.2021Jobmesse Essen EssenAlleNein
09.09.2021Karriere in Duisburg DuisburgAlleJa

12.09.2021

expopharm

Online

Pharmazie u.a.

Nein

17.09.2021

Karrieretag

Essen

Alle

Nein
23.09.2021jobvector career day digitalNaturwissenschaften, Ingenieurswesen, etcJa

28.09.2021

-

30.09.2021

 

ALUMINIUM

 

Düsseldorf

 

Aluminiumindustrie

 

Nein

12.10.2021

Online-Karrieretag digital

digital

Digitale Berufe, Online Marketing, Socia Media, Online Redaktion

Nein

13.10.2021vdi nachrichten recruiting TagdigitalIngenieureNein

20.10.2021

-

21.10.2021

Print und Digital Convention

Hybrid: Digital und in Düsseldorf

Medienberufe und digitaler Bereich

 

Nein

21.10.2021ScieCon Firmenkontakt-messe

Digital

NaturwissenschaftenJa
23.10.2021women & workDigitalEuropas Leitmesse für Frauen im BerufNein

26.10.2021

-

29.10.2021

A + A: Fachmesse Arbeitssicherheit

 

Düsseldorf

 

Arbeitssicherheit

 

Nein

06.11.2021

-

07.11.2021

 

Jobmesse Bielefeld

 

Bielefeld

 

Alle

 

Nein

09.11.2021vdi nachrichten recruiting TagKölnIngenieureNein

15.11.2021

-

18.11.2021

 

MEDICA & Compamed

 

Düsseldorf

 

Medizin

 

Nein

19.11.2021jobvector career day digitalNaturwissenschaften, IngenieurwesenJa

27.11.2021

-

28.11.2021

 

Jobmesse Münster

 

Münster

 

Alle

 

Nein

 


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Plan B: Berufliche Weiterbildung während der Jobsuche Thu, 01 Jul 2021 08:09:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/berufliche-weiterbildung-jobsuche-plan-b.html post-300 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/weiterbildung/berufliche-weiterbildung-jobsuche-plan-b.html Lars Hahn Ein Plan B ist in der Zeit der Jobsuche hilfreich. Lars Hahn schreibt über Weiterbildung als Joker und andere Alternativen zur Bewerbung. Plan B: Berufliche Weiterbildung während der Jobsuche by Lars Hahn 01-07-21

Categories: Weiterbildung

Leben ist das, was passiert, während Du eifrig andere Pläne machst“, hat schon John Lennon gewusst. Urlaubsplanung, Eventplanung, Hochzeitsplanung oder gar Lebensplanung – gerade in Zeiten der andauernden Pandemie werden allerlei Pläne über den Haufen geworfen. Hat man soeben einen frischen Plan geschmiedet, ändert sich die Lage überraschend wieder und man fängt von vorne an. Und dennoch: So ganz ohne Plan geht es eben auch nicht. Ohne eine gewisse Planung keine Ausrichtung und ohne Ausrichtung keine Ziele und ohne Ziele keine Zielerreichung. Gut beraten, wer jetzt einen Plan B in der Tasche hat.

Das gilt auch für Jobsuchende. Führt doch der pandemische Arbeitsmarkt noch stärker dazu, dass berufliche Pläne und Perspektiven nicht ohne weiteres funktionieren oder kurz vor Erfüllung über den Haufen geworfen werden müssen. Berufs- und Karriereplanung finden gerade unter abermals erschwerten Bedingungen statt.

Wäre es da nicht gut, in Zeiten herausfordernder Jobsuche und Bewerbung, einen Plan B zu haben? In diesem Beitrag geht es um berufliche Alternativen und den Joker „Plan B“, wenn die ursprüngliche Strategie nicht zu klappen scheint.

Der Corona-Arbeitsmarkt ist VUCA

Berufliche Planung steht für viele Teilnehmer*innen unserer Weiterbildungen ganz oben auf der Agenda, denn die meisten von ihnen befinden sich gerade zwischen zwei Jobs, bisweilen auch in der Freistellungsphase bei ihrem alten Arbeitgeber. Jobsuche, Neuorientierung, Bewerbungsstrategien sind die drängenden Themen. Konzentriert sich die Planung bei der Jobsuche meist auf die Bewerbung auf definierte Stellen, fehlt es oft an Alternativen zum Plan A.

Dabei sind erfolgreiche Bewerbungen aufgrund der jeweils aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt in dieser pandemischen Zeit alles andere als gut planbar. Die Dynamiken am Corona-Arbeitsmarkt fühlen sich zeitweise an, wie eine Achterbahnfahrt – auch wenn die Prognosen von Arbeitsmarktforschern bisweilen ganz hoffnungsfroh in die Zukunft weisen: Millionen in Kurzarbeit, pandemisch bedingte Arbeitslosenzahlen, Einbruch am Stellenmarkt, zwischenzeitliche Erholung, Silberstreif am Horizont, wiederum Einbruch, Stagnation und jetzt aktuell hört man schon wieder den Ruf vom Fachkräftebedarf und -mangel. Auf den Lockdown im Frühjahr 2020 folgte Erholung im Sommer, folgte der Lockdown im Winter, folgte Erholung im Sommer 2021, folgt…, ja was genau eigentlich? Delta lässt grüßen.

Der Corona-Arbeitsmarkt erfüllt alle Kriterien einer VUCA-Arbeitswelt perfekt. VUCA ist ein Akronym für die Begriffe

  • volatility (Volatilität, Unbeständigkeit),
  • uncertainty (Unsicherheit),
  • complexity (Komplexität),
  • ambiguity(Mehrdeutigkeit).

VUCA kennzeichnet damit eine Welt, in der vieles immer schwankender, unbeständiger, unsicherer, komplexer und besonders auch mehrdeutiger wird. Wie gut, wenn in dieser pandemischen VUCA-Welt auch noch ein Plan B besteht.

Plan B: Alternativen zum Jobeinstieg

Besonders in unsicheren Zeiten ist es stets gut, neben dem ursprünglichen Plan auch Alternativen zu haben. Ein Plan B ist im Corona-Arbeitsmarkt schon fast unverzichtbar.

So kann man sein Bewerbungsbusiness auf gewünschte Stellen betreiben und parallel alternative Wege beschreiten, speziell, wenn die Bewerbungen gerade nicht so erfolgreich verlaufen. Alternative Strategien während der Jobsuche können vielfältig sein, zum Beispiel:

  • Quereinstieg in andere Tätigkeiten derselben Branche: Ein Beispiel statt um den Job eines Entwicklungsingenieurs in der Automobilzuliefererbranche bewerbe ich mich als Sicherheitsingenieur ebenda.
  • Branchenwechsel oder Seitenwechsel – die gleiche Tätigkeit gibt es auch in benachbarten oder gar entfernteren Branchen. Im Marketing wird gerne von Agentur auf Kundenseite gewechselt. Ein Branchenwechsel könnte beispielsweise aber auch von Pharma zu Medizingeräten verlaufen.
  • Neue Positionierung für den Arbeitsmarkt: Manchmal fehlen Ideen oder Fantasie für berufliche Alternativen. Man spürt, Plan A passt nicht mehr oder funktioniert nicht, aber Plan B ist nicht in Sicht. Oftmals fehlt eine klare berufliche Positionierung. In solchen Fällen kann ein beruflich orientiertes Jobcoaching hilfreich sein, um neue Wege zu erschließen.

Plan B: Berufliche Weiterbildung

„Weiterbildung ist der Schlüssel, um die Transformation auf dem Arbeitsmarkt zu gestalten“, sagte kürzlich der NRW-Chef der Bundesagentur für Arbeit Torsten Withake auf dem ersten Weiterbildungskongress Ruhr. Dieser Satz gilt gesellschaftlich, aber er trifft gerade in dieser Pandemie auch für alle zu, die sich beruflich verändern möchten oder müssen.

Eine berufliche Weiterbildung kann gerade in der Phase zwischen zwei Jobs schlichtweg DER Joker sein – nicht nur, weil die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter eine Weiterbildung über den Bildungsgutschein zu 100 Prozent finanzieren kann. Wer arbeitslos ist, hat nun möglicherweise endlich Zeit, eine berufliche Weiterbildung wahrzunehmen. Etwas, das während der Berufstätigkeit lange Zeit nicht machbar, aber vielleicht dringend notwendig gewesen wäre. Zudem kann eine solche, aktuelle Qualifizierung gerade in der heißen Bewerbungsphase als Plan B in den neuen Job dienen:

  • Durch eine Weiterbildung gewinnen Sie aktuelles, am Markt gefragtes Fachwissen, das in der Transformation unserer Arbeitswelt nützlich ist („Digitalisierung“, „Projektmanagement“, „Agiles“).
  • Sie erhalten anerkannte Zertifikate (Scrum-Master, Social Media Manager/in, Qualitätsmanager/in), die Sie in Ihrer Bewerbung nutzen können.
  • Mit entsprechenden neuen Kenntnissen und Abschlüssen erweitern Sie die Möglichkeiten der Stellen, auf die Sie sich bewerben können.
  • In der beruflichen Weiterbildung lernen Sie gefragte Soft Skills und können diese belegen (Kommunikationskompetenzen, Lernfähigkeit, Selbstmanagement, Moderationskompetenzen etc.)
  • Sie schaffen sich im Rahmen einer Weiterbildung den Nährboden, das Setting und die Zeit, sich über berufliche Alternativen wie Branchenwechsel, Tätigkeitenwechsel oder neue Positionierung Gedanken zu machen. Das geht in der Weiterbildung oft viel besser als im Homeoffice als Einzelkämpfer*in:
  • Mit anderen Teilnehmer*innen, den Dozent*innen und allen Akteur*innen aus der Weiterbildung vernetzen Sie sich und tauschen sich interaktiv über den Arbeitsmarkt und berufliche Möglichkeiten aus. Es entsteht gegenseitige Inspiration und Motivation. Manchmal nimmt eine erfolgreiche Teilnehmerin direkt noch einen Mitstreiter als Kollegen in den neuen Job mit.
  • Und bisweilen führt ausgerechnet der Plan B – Berufliche Weiterbildung – dazu, dass sich durch neue Vernetzung, Erkenntnisse, Kenntnisse und Fähigkeiten der ursprüngliche Plan A doch noch realisiert.

Erfolgreicher Plan B im Selbstversuch: Online-Präsenzunterricht in der LVQ

Übrigens brauchten auch wir in der LVQ einen Plan B, denn unser Plan A „Wir sind der Anbieter von echtem Präsenzunterricht für arbeitssuchende Akademiker*innen, Fach- und Führungskräfte“ funktionierte Mitte März lockdownbedingt von einem Tag auf den anderen nicht mehr. So wurden wir von einem überzeugten Institut für Weiterbildung im Präsenzunterricht innerhalb von vier Wochen zu einer Akademie für digitalen Online-Unterricht – präziser nennen wir es Online-Präsenzunterricht. Zuerst war dies wirklich nur der Plan B für einige Wochen. Mittlerweile sind wir 15 Monate online, denn unser ursprünglicher Plan B des Online-Präsenzunterrichts hat sich zwischenzeitlich zu einem tollen Erfolgsmodell entwickelt – selbst, wenn wir demnächst auch wieder im größeren Stil Weiterbildung vor Ort durchführen werden.

P.S.: Dieser Beitrag ist unser letzter Blogartikel vor der Sommerpause. Hier im Blog geht es nach den Sommerferien weiter. Im Namen des gesamten LVQ-Teams wünsche ich allen Leser*innen eine gute, erholsame und gesunde Sommerzeit. Hier haben wir noch einmal ein paar Literaturtipps für die Sommerzeit:


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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"Die Weiterbildung war ein super Fundament"– wie Carolyn Schulteis der... Thu, 17 Jun 2021 09:07:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/scrum-weiterbildung-berufseinstieg-produktmanagement-interview.html post-299 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/erfolgsgeschichten/scrum-weiterbildung-berufseinstieg-produktmanagement-interview.html Martin Salwiczek Carolyn Schulteis wurde in ihrer Bewerbungsphase immer wieder auf ihr Design-Studium reduziert. Also bildete sie sich in den Bereichen Scrum, Produktmanagement und Online-Redaktion weiter. Warum die… "Die Weiterbildung war ein super Fundament"– wie Carolyn Schulteis der Berufseinstieg ins Business Development gelungen ist by Martin Salwiczek 17-06-21

Categories: Erfolgsgeschichten

Von Martin Salwiczek

Im Februar 2020 lernte ich Carolyn Schulteis in der Weiterbildung zum Scrum-Master bei der LVQ kennen. Über LinkedIn erfuhr ich circa ein Jahr später, dass sie als 27-jährige Produktdesignerin einen Job im Business Development bei einem IT-Dienstleister bekommen hat. Das machte mich neugierig und ich wollte wissen, wie sie an den Job gekommen ist. Spontan stellte Carolyn sich für ein Zoom-Interview  zur Verfügung und erzählt von ihrem spannenden Weg vom Studium, über die Weiterbildung zu ihrem Berufseinstieg.

Hürde Berufseinstieg nach dem Design-Studium

Hi Carolyn, danke für Deine Zeit. Es freut mich sehr Dich wiederzusehen. Bei LinkedIn steht, dass Du eine Stelle im Business Development hast. Erzähl‘ doch mal, was Dich vom Produktdesign ins Business Development verschlagen hat.

Carolyn Schulteis: Gerne, dafür möchte ich etwas ausholen. Ich habe damals Produktdesign studiert, da ich etwas lernen wollte, was mir Spaß macht. Leider machte ich erst nach dem Studium die Erfahrung, dass im Arbeitsleben die deutsche Auffassung von Produktdesign nicht mit meiner übereinstimmen.

Als Hiwi (wissenschaftliche Hilfskraft – Anm. d. Redaktion) habe ich es in In-house Abteilungen häufig erlebt, dass die Aufstiegschancen und Gehälter im Design sehr begrenzt sein können. Also habe ich versucht, mich auch auf andere Stellen zu bewerben, was ohne Erfolg blieb. Dabei habe ich es auch über Personaldienstleister und Direktvermittlung versucht. Zwar kam es zu Vorstellungsgesprächen, aber ich wurde immer wieder auf das Design-Studium reduziert.
So kam ich dann zur LVQ, um mich weiterzubilden.

Wie ging es für Dich nach der Weiterbildung weiter?

Carolyn Schulteis: Nach der Weiterbildung bei der LVQ habe ich ein Praktikum als Innovationsmanagerin begonnen, wo ich schwerpunktmäßig aber leider wieder Design-Aufgaben hatte.

Bewerbung über den Industrie-Club – freie Wahl beim Arbeitgeber

Ich bewarb mich also weiter, unter anderem über REGINA AC. Das ist ein regionaler Industrieverbund für Unternehmen in der Region Aachen, wo auch sehr viele IT-Unternehmen dabei sind. Dort habe ich meine Bewerbung hingeschickt und diese wurde dann an über 100 Unternehmen weitergeleitet.

Es dauerte tatsächlich keine Stunde und die ersten Unternehmen schrieben mich an. Dadurch hatte ich mehrere Vorstellungsgespräche und zwei Zusagen für einen Arbeitsplatz, zwischen denen ich auswählen durfte. Das war viel mehr als ich erwartet hatte. Kannst Du Dir das vorstellen, Martin? Ich durfte auswählen!

Ich entschied mich für die Stelle als UX-Designerin bei der Bauer + Kirch GmbH, einem IT-Dienstleister und unterbrach mein Praktikum.

Also doch wieder Design…

Carolyn Schulteis:… nicht ganz. Das Praktikum zeigte mir, dass eine Weiterbildung schwer gegen mein Designstudium ankommt. Also bewarb ich mich auf UX-Design-Stellen, weil ich als Hiwi in dem Bereich schon Erfahrungen gesammelt habe. Spannend finde ich daran, dass man die Interaktion und Erfahrung, die ein Nutzer mit einem digitalen Produkt hat, optimiert.

Deswegen war es für mich als Einstiegsposition absolut in Ordnung. Es kam dann aber doch anders und ich habe rasch Aufgaben im Business Development übernommen. Dafür waren meine Weiterbildungen mit entscheidend. 

Vom UX-Design in das Business Development

Wie kam es dazu?

Carolyn Schulteis: Das ging recht schnell, als ich begann an dem Produkt mitzuarbeiten. Ich brachte Vieles mit ein, was ich in den Weiterbildungen bei der LVQ gelernt hatte. Ich merkte dann auch schnell, dass mich dieser Bereich unglaublich interessiert, was auch mein Arbeitgeber wahrgenommen hat. Zum Glück gibt es bei meinem Arbeitgeber eine offene, agile und mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und so kam das eine zum anderen.

Du sprichst vom Produktmanagement, bist aber im Business Development tätig. Magst Du das erklären? Wie genau sehen Deine Aufgaben aus?

Carolyn Schulteis: Sehr vielseitig. Ich betreue das Software-Produkt Assety mit. Das ist eine Service-Plattform für die digitale Transformation in der Industrie. Konkret habe ich da Marketing- und Vertriebsaufgaben in der Hand und arbeite an der Entwicklung des Produktes mit. Allgemein kann man es unter dem Thema "Produktmanagement" zusammenfassen. Unsere Unternehmensphilosophie hat immer im Blick, wie wir uns als Unternehmen mit unseren Produkt weiterentwickeln möchten. Daher auch die Zuordnung zum Business Development.

Arbeiten in einem agilen Unternehmen

Wie kann man sich das Arbeiten in einer agilen Organisation vorstellen? Erzähl doch mal was über Deinen Arbeitgeber.

Carolyn Schulteis: Die Bauer + Kirch GmbH ist als Dienstleistungsunternehmen seit 33 Jahren in der Software-Entwicklung tätig und hat bereits agil gearbeitet, als es die ganzen neumodischen Begriffe noch nicht gab. Das heißt "Agile" wird hier gelebt, von der Geschäftsführung ausgehend.   

Scrum spielt bei uns eine große Rolle (Scrum ist ein Vorgehensmodell in der Produktentwicklung und im Projektmanagement. In diesem Beitrag finden Sie nähere Informationen - Anm. der Redaktion).

Wir haben Product Owner, Entwicklerteams und einen Scrum Master. Zudem arbeiten wir mit Jira nach Scrum. Wir halten uns schon stark an das Scrum-Framework, weichen es aber auch mal an den Stellen auf, wo es für uns Sinn macht.

Daher bin ich sehr froh, dass ich vorher den Kurs agile Methoden bei der LVQ gemacht habe. So war ich gut auf das vorbereitet, was mich hier bei uns erwartet und wurde nicht direkt ins kalte Wasser geworfen.

Weiterbildungen passten „wie die Faust aufs Auge“

Du hast ja noch andere Kurse bei uns gemacht…

Carolyn Schulteis: …und die passten wie die Faust aufs Auge für meine jetzige Stelle. Durch die Inhalte aus dem Projektmanagement-Kurs verstehe ich, wie unsere Kunden arbeiten. Das Gelernte aus dem Produktmanagement kann ich perfekt für meine Aufgaben in der Produktentwicklung nutzen. Mir hat auch der Online-Redakteurs-Kurs enorm geholfen, da ich dort gelernt habe, wie man Produkte ideal auf einer Webseite platziert.
Die Scrum-Weiterbildung hat mich, wie bereits angedeutet, am weitesten gebracht. Ich konnte sofort was mit den Begriffen und Rollen anfangen. Durch die Kenntnis der agilen Prozesse, fiel mir auch das Arbeiten im Tool Jira leichter.

Die Weiterbildung war einfach ein super Fundament.

Unabhängig von der Weiterbildung: Was bleibt bei Dir hängen, wenn Du auf die LVQ-Zeit zurückblickst?

Carolyn Schulteis: Als ich zur LVQ gekommen bin, war ich in keiner einfachen Phase. Ein sehr unglücklicher und unerwarteter Jobverlust kurz vor meinem Abschluss zog mir den Boden unter den Füßen weg. Die fehlenden Erfolge bei der Jobsuche haben dann stark an mir genagt und ich hatte ehrlich gesagt die Motivation und den Mut verloren, mich zu bewerben.

Unabhängig von den Inhalten war es wichtig für mich, dass ich durch den Unterricht eine Regelmäßigkeit und neue Routinen bekam. Zudem lernte ich viele Menschen kennen, die ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hatten und wir haben uns gegenseitig unterstützt. All das hat dazu geführt, dass ich für die Jobsuche wieder Mut gefasst und Motivation gewonnen habe.

Liebe Carolyn, das ist ein schönes Schlusswort. Ich danke Dir sehr für unser Interview und wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg!


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Volltreffer! Was man von "Loddar" Matthäus und Philipp Lahm für die... Thu, 10 Jun 2021 09:39:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/jobsuche-fussball-em2021.html post-42 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/jobsuche/jobsuche-fussball-em2021.html Martin Salwiczek Fußball und Jobsuche haben nichts miteinander zu tun? Diese 16 Fußballer-Weisheiten beweisen das Gegenteil. #EM2021-Edition Volltreffer! Was man von "Loddar" Matthäus und Philipp Lahm für die Jobsuche lernen kann #EM2021-Edition by Martin Salwiczek 10-06-21

Categories: Jobsuche

Fußball-EM? Da war doch was?! Mit einem Jahr Verspätung startet am 11.06.2021 tatsächlich die Fußball-Europameisterschaft. Man mag diese Tatsache durchaus kritisch sehen, denn immerhin ist es die erste EM, die in teils wieder vollen Stadien in ganz Europa verteilt stattfindet, und das ausgerechnet in einer immer noch bestehenden Pandemie. Von einer Ausnahmestimmung wie beim „Sommermärchen 2006“ in Deutschland ist wohl nicht auszugehen.

Aber seien wir ehrlich: Etwas Abwechslung tut uns nach der schweren Zeit gut. Und spätestens wenn “Die Mannschaft“ uns alle überrascht und Frankreich im ersten Spiel vom Platz fegt, löst sich ja vielleicht die Spannung und es kommt sogar etwas Euphorie auf.

Auch wir bei der LVQ freuen uns auf diese kleine Auszeit nach der Ausnahme-Zeit. Es ist eine schöne Abwechslung zu unserem beruflichen Alltag mit Themen wie Jobsuche, Weiterbildung und Online-Präsenzunterricht. Als wir neulich beim Pausengespräch darüber philosophierten, wie man eine WM gewinnt, kamen wir schnell auf die beliebten Zitate berühmter Fußballer. Und siehe an: So weit liegen die Erfolgsfaktoren beim Fußball und der Jobsuche gar nicht auseinander.

Was man sich während der Fußball-WM für die Jobsuche abgucken kann, haben wir mit einem Augenzwinkern in 16 Fußballer-Weisheiten zusammengefasst.

16 Fußballer-Weisheiten für die Jobsuche

1) „Ob Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien.“ – Andy Möller

Was Möller damit meint: Wenn Du Dein Ziel kennst, ist der Weg dorthin eigentlich egal. Das gilt auch ein Stück weit für die Jobsuche. Viele Jobsuchende bewerben sich wild drauf los, ohne ihr Ziel wirklich zu kennen. Setzen Sie sich Ziele für die Jobsuche.

2) „Unsere Chancen stehen 70:50.“ - Torsten Legat

Torsten Legat ist für sein starkes Selbstbewusstsein bekannt. Wo andere 50:50-Chancen sehen, sieht er… na eben 70:50 Prozent. Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie eine Stellenausschreibung sehen, auf die Sie vermeintlich nicht passen. Karriere-Experten sagen, dass 70 Prozent Eignung auf eine Stelle meist reichen, um sich zu bewerben.

3) „Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann.“ - Berti Vogts

Mal ehrlich: Für den objektiven Betrachter gibt es beim Fußball kaum was Schöneres, als wenn der Außenseiter den Favoriten schlägt. Auch bei der Jobsuche kann man mit der richtigen Einstellung einen Job bekommen, auf den man sich nur Außenseiterchancen ausgerechnet hat. Fragen Sie bei Silke Krieger nach.

4) „Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen.“ - Franz Beckenbauer

Sowohl beim Fußball, als auch bei der Jobsuche ist es keine gute Idee, jemand sein zu wollen, der man nicht ist. Das geht schief. Bleiben Sie also möglichst authentisch, zeigen Sie im Anschreiben und im Vorstellungsgespräch „Kante“, wenn es die Situation erlaubt.

5) „Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.“ - Bruno Labbadia

Leider wird es einem Bewerber nicht immer leicht gemacht, bei sich zu bleiben. Etliche Bewerber-Ratgeber und selbsternannte Karriere-Gurus suggerieren, wie Sie sich optimal an Arbeitgeber anpassen. Glauben Sie also nicht alles, was Sie lesen. Seien Sie kritisch, nehmen Sie die Tipps und Hilfestellungen an, die zu Ihnen passen.

 

6) „Jede Seite hat zwei Medaillen.“ - Mario Basler

Auch einer Niederlage kann man etwas Positives abgewinnen. Seien Sie also nicht allzu frustriert, wenn man sich nach einem Vorstellungsgespräch gegen Sie entscheidet. Nehmen Sie es als Erfahrung mit, was Sie für das nächste Mal besser machen können, denn…

7) „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. – Sepp Herberger

Beim Fußball gibt es immer ein nächstes Spiel. So ist es auch bei der Jobsuche. Wenn es nicht jetzt klappt, dann halt beim nächsten Mal.

8) „Hast Du Sch.. am Fuß, haste Sch… am Fuß.“ – Andy Brehme

Was Herr Brehme meint: Egal wie gut Du spielst, manchmal will es einfach nicht laufen. Bei vielen Jobsuchenden kommt der Punkt, an dem sie anfangen an sich selbst zu zweifeln. Der Lebenslauf stimmt, das Anschreiben ist top formuliert, das Vorstellungsgespräch läuft gut – trotzdem gibt es eine Absage. Kein Wunder, dass Selbstzweifel aufkommen. Dabei liegt der fehlende Erfolg bei der Jobsuche nicht an ihnen, sondern an den äußeren Umständen. Geduld ist gefragt. Denken Sie dann einfach an Herrn Brehme, der war immerhin später Weltmeister.

9) „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch.“ - Lukas Podolski

Gerade wenn es nicht läuft, heißt es weiter machen und nicht aufgeben. Der Erfolg bei der Jobsuche steht und fällt mit der richtigen Einstellung, dass ist häufig mehr wert als Können und Talent. So wie eben auch beim Fußball.

10) „Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding!“ – Giovanni Trappatoni

Es könnte so einfach sein: Ich schaue in Stepstone oder Monster, verschicke meine Bewerbung und „Ding!“ habe ich den Job. Das wird uns ja auch gerne in den Fernseh-Werbespots der großen Stellenbörsen suggeriert.

 

Doch meist ist auch Jobsuche eher Ding, Dang, Dong, als nur Ding. Gerade mal 31 Prozent der Jobs werden über Jobbörsen und Printanzeigen besetzt. Doch um einen Job zu finden der wirklich passt, erfordert es doch etwas mehr, wie z.B. Strategien für die Jobsuche im verdeckten Arbeitsmarkt

11) „Kompliment an meine Mannschaft und meinen Dank an die Mediziner. Sie haben Unmenschliches geleistet.“ – Berti Vogts

Zuletzt noch mal Berti Vogts. Als Europameister-Trainer weiß er wie es geht. Ohne Team, ohne Mitstreiter hingegen geht gar nichts. Das ist beim Team-Sport selbstverständlich, gilt aber genauso für die Jobsuche. Leider gehen zu viele Bewerber die Jobsuche als One-Man-Show an. Das klappt an einem bestimmten Zeitpunkt häufig nicht mehr. Gerade wenn es über die herkömmlichen Wege nicht mehr geht, wird das Team, die eigenen Kontakte, das eigene Netzwerk, entscheidend für die Jobsuche.

 

12) Wäre, wäre, Fahrradkette.“ – Lothar Matthäus

Natürlich darf „Loddar“ in dieser Aufzählung nicht fehlen. In seiner Karriere hat er schon so manch falsche Entscheidung getroffen. Trotzdem hat er eine ganz passable Karriere hingelegt.
Auch das Berufsleben ist immer wieder durch vermeintliche Fehlentscheidungen geprägt. So kommt es zum Beispiel vor, dass man sich für den falschen Arbeitgeber entschieden hat und das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit beendet ist. Im Bewerbungsprozess stellt sich dann die Frage, wie man so eine „Fehlentscheidung“ im Vorstellungsgespräch begründet. Erinnern Sie sich dann an Loddar und sagen Sie, was Sie aus dieser Erfahrung gelernt haben.

13) Manni, Bananenflanke, ich , Kopf, Tor!“ – Horst Hrubesch erklärt in der Kurzfassung, wie er ein Tor schoss

Horst Hrubesch würde vermutlich einen guten Bewerbungstrainer abgeben, wenn es darum geht ein Anschreiben auf den Punkt zu bringen. Und das wird heutzutage immer mehr gefragt. Teils wird das Anschreiben sogar als überholtes Relikt der Bewerbung gesehen und von einigen Personalern gar nicht mehr gelesen. Doch da wo es noch benötigt wird, empfiehlt es sich auf den Punkt zukommen und möglichst nicht den Lebenslauf nachzuerzählen.

14) Schalke 05.“ – Carmen Thomas, erste deutsche Sportmoderatorin

Worauf Arbeitgeber besonders empfindlich reagieren, ist eine falsche Schreibweise oder gar falsche Angabe des Unternehmens oder des Ansprechpartners. Das kann schon mal direkt zur Absage führen. Carmen Thomas kann davon ein Lied singen: Nach ihrem Versprecher aus dem Jahr 1973 verlor sie ihren Job beim Aktuellen Sportstudio. 

15) Ich bin seit 34 Jahren Trainer, da habe ich gelernt, dass 2 und 2 nicht immer 4 ist." - Leo Beenhakker, holländischer Trainer

Nichts ist so wie es scheint und es gibt nicht nur eine Realität – diese weise Erkenntnis kommt häufig erst mit dem Alter und gilt im Berufsleben genauso wie beim Fußball. Überträgt man das auf die Jobsuche, sollten sich erfahrene Bewerber nicht durch Phrasen wie „Über 50 bekommst Du doch keinen Job mehr" entmutigen lassen. Setzen Sie vielmehr in den Vordergrund, was Sie jüngeren Bewerbern voraushaben.

16) Man muss nicht immer das Salz in der Suppe suchen." - Philipp Lahm

Ob Philipp Lahm nun den Hasen im Pfeffer, dass Haar in der Suppe oder tatsächlich das Salz in der Suppe meinte, weiß nur er.

Gehen wir aber mal davon aus, dass er es genauso gemeint hat: Beim Fußball muss man halt auch mal zufrieden sein mit dem was man hat, da reicht auch mal das 1:0.

Genauso ist es bei der Jobsuche: Viele Bewerber suchen nach dem Traumjob und ihrem beruflichen Glück, um dann zu merken, dass es ziemlich schwierig ist, diesen zu finden. Ersetzen Sie jedoch Glück durch Zufriedenheit, dann fällt es schon mal leichter den „passenden“ Job zu finden, wie LVQ-Geschäftsführer Lars Hahn in einer Kolumne zum Traumjob beschreibt.

Fußball und Jobsuche: Mehr gemein als gedacht

Tja, wie Sie sehen haben Fußball und Jobsuche tatsächlich mehr gemeinsam, als man denken mag. Genießen Sie das bevorstehende Turnier und lassen sich bei den Statements der Spieler, Trainer und Kommentatoren für Ihre Jobsuche inspirieren.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der EM und viel Erfolg bei der Jobsuche!


 


 

 

 

 

 

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Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

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Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 01.06.2021 Tue, 01 Jun 2021 08:23:00 +0200 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html post-259 https://www.lvq.de/karriere-blog/artikel/lvquerbeet/corona-krise-lvq-news.html Lars Hahn In diesen herausfordernden Zeiten möchten wir Sie in diesem Beitrag über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden halten. Lars Hahn gibt im neusten Update einen kurzen Abriss unseres… Corona-Krise: Aktuelle Informationen aus der LVQ – Stand 01.06.2021 by Lars Hahn 01-06-21

Categories: LVQuerbeet

In diesem Beitrag halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der LVQ auf dem Laufenden.

Update vom Mai2021:

Seit ca. einem Jahr befinden wir uns mit unserer Vollzeitweiterbildung nun im Online-Präsenzunterricht. Trotz aller aktuellen Lockerungen bestimmen Kontaktgebote und Hygieneregeln auch weiterhin das Geschehen, so auch in Erwachsenen- und Weiterbildung. Und sind wir ehrlich: Kaum jemand ist aktuell erpicht darauf, täglich mit zwanzig anderen Menschen acht Stunden am Tag in einem Raum zu verbringen.

Wir in der LVQ haben daher auch nach einem Jahr online keine Eile, unseren mittlerweile etablierten Online-Präsenzunterricht wieder in den klassischen physischen Unterricht zurückzuführen. Seit etwa einem Jahr führen wir unsere per Bildungsgutschein buchbaren Vollzeitweiterbildungen als Online-Präsenzunterricht für über 150 Teilnehmer durch – mit so viel LVQ-Feeling wie möglich: persönlich, zwischenmenschlich, „präsenzig“. Nur kleine und kurze Seminare unserer Business-Akademie wurden zwischenzeitlich überhaupt als klassischer Präsenzunterricht umgesetzt.

Eine kleine Historie: Am 16.03.2020 schickten wir unsere Teilnehmer*innen nach Hause und gingen in den Shutdown. Bereits am 27.03.2020 stellten wir unser Online-Konzept den Dozent*innen vor, vier Tage später den Teilnehmenden. Seit dem 21.04.2020 führen wir den Online-Präsenzunterricht nun erfolgreich durch, dabei befinden wir uns in einem sehr aktiven stetigen Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP), der auch nur deswegen so erfolgreich sein kann, weil viele dabei mithelfen: Dozent*innen, Teilnehmende, Mitarbeiter*innen und viele externe Freunde und Partner*innen.

Mit der Konferenzsoftware Zoom und dem Lernmanagementsystem Moodle haben wir ein System für virtuelles und dennoch möglichst persönliches Lernen erarbeitet und erfolgreich etabliert. Nach einem Jahr konnten wir mittlerweile viele Erfahrungen mit unserem Online-Präsenzunterricht sammeln und die Prozesse und Abläufe stetig verbessern. Damit sind wir auch noch lange nicht fertig. Denn natürlich lernen wir gerade in unserer eigenen Turbo-Digitalisierung ständig dazu.

Zwischenzeitlich liefen mehr als 80 Kurse inklusive aller internen und externen Prüfungen digital und die Rückmeldungen zum Online-Unterricht sind für uns ermutigend. Dass ein Großteil der Teilnehmenden zudem angibt, den Online-Unterricht dem Präsenz-Unterricht vorzuziehen, bestätigt uns in unserer aktuellen Planung. Mittlerweile können wir mit Sicherheit sagen, dass wir auch in #PostCorona-Zeiten zusätzlich Online-Präsenzunterricht anbieten werden.

Und solange sich die coronabedingte Situation nicht wesentlich entspannt, werden wir weiterhin auf klassischen Vor-Ort-Präsenzunterricht verzichten. Wir rechnen diesbezüglich daher frühestens Ende 2021 mit Neuigkeiten. Hier in unserem Blog lesen Sie mittlerweile einige Artikel mit Tipps zum Thema „Jobsuche in der Corona-Arbeitswelt“.

Wie Sie uns erreichen

Unser Büro ist durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LVQ auch in diesen Zeiten montags bis freitags von 08:00 - 16:00 Uhr besetzt, sodass Sie uns telefonisch oder per Mail weiterhin erreichen können:

Aktuelle Teilnehmer: 0208-993880

Künftig startende Teilnehmer und Weiterbildungsinteressenten: 0208-9938833

Firmenkunden und Interessenten für berufsbegleitende Weiterbildungen: 0208-9938832

Für alle Teilnehmer und Interessenten: office@lvq.de

Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir Ihnen aufgrund der aktuellen Lage nicht alle Fragen beantworten können. Zu Themen rund um Ihr Arbeitslosengeld und Ihre Förderung wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Agentur für Arbeit oder Ihr Jobcenter. Allgemeine Informationen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie über den folgenden Link:

https://www.arbeitsagentur.de/corona-virus-aktuelle-informationen

Wir wünschen uns allen, dass wir diese außerordentliche Situation gesund überstehen. Passen Sie auf sich auf und bis bald!

Ihr LVQ-Team

 

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