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Fußball-EM? Da war doch was?! Mit einem Jahr Verspätung startet am 11.06.2021 tatsächlich die Fußball-Europameisterschaft. Man mag diese Tatsache durchaus kritisch sehen, denn immerhin ist es die erste EM, die in teils wieder vollen Stadien in ganz Europa verteilt stattfindet, und das ausgerechnet in einer immer noch bestehenden Pandemie. Von einer Ausnahmestimmung wie beim „Sommermärchen 2006“ in Deutschland ist wohl nicht auszugehen.

Aber seien wir ehrlich: Etwas Abwechslung tut uns nach der schweren Zeit gut. Und spätestens wenn “Die Mannschaft“ uns alle überrascht und Frankreich im ersten Spiel vom Platz fegt, löst sich ja vielleicht die Spannung und es kommt sogar etwas Euphorie auf.

Auch wir bei der LVQ freuen uns auf diese kleine Auszeit nach der Ausnahme-Zeit. Es ist eine schöne Abwechslung zu unserem beruflichen Alltag mit Themen wie Jobsuche, Weiterbildung und Online-Präsenzunterricht. Als wir neulich beim Pausengespräch darüber philosophierten, wie man eine WM gewinnt, kamen wir schnell auf die beliebten Zitate berühmter Fußballer. Und siehe an: So weit liegen die Erfolgsfaktoren beim Fußball und der Jobsuche gar nicht auseinander.

Was man sich während der Fußball-WM für die Jobsuche abgucken kann, haben wir mit einem Augenzwinkern in 16 Fußballer-Weisheiten zusammengefasst.

16 Fußballer-Weisheiten für die Jobsuche

1) „Ob Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien.“ – Andy Möller

Was Möller damit meint: Wenn Du Dein Ziel kennst, ist der Weg dorthin eigentlich egal. Das gilt auch ein Stück weit für die Jobsuche. Viele Jobsuchende bewerben sich wild drauf los, ohne ihr Ziel wirklich zu kennen. Setzen Sie sich Ziele für die Jobsuche.

2) „Unsere Chancen stehen 70:50.“ - Torsten Legat

Torsten Legat ist für sein starkes Selbstbewusstsein bekannt. Wo andere 50:50-Chancen sehen, sieht er… na eben 70:50 Prozent. Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie eine Stellenausschreibung sehen, auf die Sie vermeintlich nicht passen. Karriere-Experten sagen, dass 70 Prozent Eignung auf eine Stelle meist reichen, um sich zu bewerben.

3) „Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann.“ - Berti Vogts

Mal ehrlich: Für den objektiven Betrachter gibt es beim Fußball kaum was Schöneres, als wenn der Außenseiter den Favoriten schlägt. Auch bei der Jobsuche kann man mit der richtigen Einstellung einen Job bekommen, auf den man sich nur Außenseiterchancen ausgerechnet hat. Fragen Sie bei Silke Krieger nach.

4) „Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen.“ - Franz Beckenbauer

Sowohl beim Fußball, als auch bei der Jobsuche ist es keine gute Idee, jemand sein zu wollen, der man nicht ist. Das geht schief. Bleiben Sie also möglichst authentisch, zeigen Sie im Anschreiben und im Vorstellungsgespräch „Kante“, wenn es die Situation erlaubt.

5) „Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.“ - Bruno Labbadia

Leider wird es einem Bewerber nicht immer leicht gemacht, bei sich zu bleiben. Etliche Bewerber-Ratgeber und selbsternannte Karriere-Gurus suggerieren, wie Sie sich optimal an Arbeitgeber anpassen. Glauben Sie also nicht alles, was Sie lesen. Seien Sie kritisch, nehmen Sie die Tipps und Hilfestellungen an, die zu Ihnen passen.

 

6) „Jede Seite hat zwei Medaillen.“ - Mario Basler

Auch einer Niederlage kann man etwas Positives abgewinnen. Seien Sie also nicht allzu frustriert, wenn man sich nach einem Vorstellungsgespräch gegen Sie entscheidet. Nehmen Sie es als Erfahrung mit, was Sie für das nächste Mal besser machen können, denn…

7) „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. – Sepp Herberger

Beim Fußball gibt es immer ein nächstes Spiel. So ist es auch bei der Jobsuche. Wenn es nicht jetzt klappt, dann halt beim nächsten Mal.

8) „Hast Du Sch.. am Fuß, haste Sch… am Fuß.“ – Andy Brehme

Was Herr Brehme meint: Egal wie gut Du spielst, manchmal will es einfach nicht laufen. Bei vielen Jobsuchenden kommt der Punkt, an dem sie anfangen an sich selbst zu zweifeln. Der Lebenslauf stimmt, das Anschreiben ist top formuliert, das Vorstellungsgespräch läuft gut – trotzdem gibt es eine Absage. Kein Wunder, dass Selbstzweifel aufkommen. Dabei liegt der fehlende Erfolg bei der Jobsuche nicht an ihnen, sondern an den äußeren Umständen. Geduld ist gefragt. Denken Sie dann einfach an Herrn Brehme, der war immerhin später Weltmeister.

9) „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch.“ - Lukas Podolski

Gerade wenn es nicht läuft, heißt es weiter machen und nicht aufgeben. Der Erfolg bei der Jobsuche steht und fällt mit der richtigen Einstellung, dass ist häufig mehr wert als Können und Talent. So wie eben auch beim Fußball.

10) „Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding!“ – Giovanni Trappatoni

Es könnte so einfach sein: Ich schaue in Stepstone oder Monster, verschicke meine Bewerbung und „Ding!“ habe ich den Job. Das wird uns ja auch gerne in den Fernseh-Werbespots der großen Stellenbörsen suggeriert.

 

Doch meist ist auch Jobsuche eher Ding, Dang, Dong, als nur Ding. Gerade mal 31 Prozent der Jobs werden über Jobbörsen und Printanzeigen besetzt. Doch um einen Job zu finden der wirklich passt, erfordert es doch etwas mehr, wie z.B. Strategien für die Jobsuche im verdeckten Arbeitsmarkt

11) „Kompliment an meine Mannschaft und meinen Dank an die Mediziner. Sie haben Unmenschliches geleistet.“ – Berti Vogts

Zuletzt noch mal Berti Vogts. Als Europameister-Trainer weiß er wie es geht. Ohne Team, ohne Mitstreiter hingegen geht gar nichts. Das ist beim Team-Sport selbstverständlich, gilt aber genauso für die Jobsuche. Leider gehen zu viele Bewerber die Jobsuche als One-Man-Show an. Das klappt an einem bestimmten Zeitpunkt häufig nicht mehr. Gerade wenn es über die herkömmlichen Wege nicht mehr geht, wird das Team, die eigenen Kontakte, das eigene Netzwerk, entscheidend für die Jobsuche.

 

12) Wäre, wäre, Fahrradkette.“ – Lothar Matthäus

Natürlich darf „Loddar“ in dieser Aufzählung nicht fehlen. In seiner Karriere hat er schon so manch falsche Entscheidung getroffen. Trotzdem hat er eine ganz passable Karriere hingelegt.
Auch das Berufsleben ist immer wieder durch vermeintliche Fehlentscheidungen geprägt. So kommt es zum Beispiel vor, dass man sich für den falschen Arbeitgeber entschieden hat und das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit beendet ist. Im Bewerbungsprozess stellt sich dann die Frage, wie man so eine „Fehlentscheidung“ im Vorstellungsgespräch begründet. Erinnern Sie sich dann an Loddar und sagen Sie, was Sie aus dieser Erfahrung gelernt haben.

13) Manni, Bananenflanke, ich , Kopf, Tor!“ – Horst Hrubesch erklärt in der Kurzfassung, wie er ein Tor schoss

Horst Hrubesch würde vermutlich einen guten Bewerbungstrainer abgeben, wenn es darum geht ein Anschreiben auf den Punkt zu bringen. Und das wird heutzutage immer mehr gefragt. Teils wird das Anschreiben sogar als überholtes Relikt der Bewerbung gesehen und von einigen Personalern gar nicht mehr gelesen. Doch da wo es noch benötigt wird, empfiehlt es sich auf den Punkt zukommen und möglichst nicht den Lebenslauf nachzuerzählen.

14) Schalke 05.“ – Carmen Thomas, erste deutsche Sportmoderatorin

Worauf Arbeitgeber besonders empfindlich reagieren, ist eine falsche Schreibweise oder gar falsche Angabe des Unternehmens oder des Ansprechpartners. Das kann schon mal direkt zur Absage führen. Carmen Thomas kann davon ein Lied singen: Nach ihrem Versprecher aus dem Jahr 1973 verlor sie ihren Job beim Aktuellen Sportstudio. 

15) Ich bin seit 34 Jahren Trainer, da habe ich gelernt, dass 2 und 2 nicht immer 4 ist." - Leo Beenhakker, holländischer Trainer

Nichts ist so wie es scheint und es gibt nicht nur eine Realität – diese weise Erkenntnis kommt häufig erst mit dem Alter und gilt im Berufsleben genauso wie beim Fußball. Überträgt man das auf die Jobsuche, sollten sich erfahrene Bewerber nicht durch Phrasen wie „Über 50 bekommst Du doch keinen Job mehr" entmutigen lassen. Setzen Sie vielmehr in den Vordergrund, was Sie jüngeren Bewerbern voraushaben.

16) Man muss nicht immer das Salz in der Suppe suchen." - Philipp Lahm

Ob Philipp Lahm nun den Hasen im Pfeffer, dass Haar in der Suppe oder tatsächlich das Salz in der Suppe meinte, weiß nur er.

Gehen wir aber mal davon aus, dass er es genauso gemeint hat: Beim Fußball muss man halt auch mal zufrieden sein mit dem was man hat, da reicht auch mal das 1:0.

Genauso ist es bei der Jobsuche: Viele Bewerber suchen nach dem Traumjob und ihrem beruflichen Glück, um dann zu merken, dass es ziemlich schwierig ist, diesen zu finden. Ersetzen Sie jedoch Glück durch Zufriedenheit, dann fällt es schon mal leichter den „passenden“ Job zu finden, wie LVQ-Geschäftsführer Lars Hahn in einer Kolumne zum Traumjob beschreibt.

Fußball und Jobsuche: Mehr gemein als gedacht

Tja, wie Sie sehen haben Fußball und Jobsuche tatsächlich mehr gemeinsam, als man denken mag. Genießen Sie das bevorstehende Turnier und lassen sich bei den Statements der Spieler, Trainer und Kommentatoren für Ihre Jobsuche inspirieren.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der EM und viel Erfolg bei der Jobsuche!

 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Hier schreiben Lars Hahn, Martin Salwiczek und Gastautoren.

 

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

 

Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

 

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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