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Agilität ist eines der großen Schlagwörter in der heutigen Arbeitswelt. Ursprünglich aus dem IT-Umfeld kommend, ist der Begriff heute ein Synonym für moderne Arbeitsweisen in Unternehmen und gilt als Voraussetzung für Unternehmenserfolg in digitalen Zeiten. Entsprechend groß ist der Bedarf an Mitarbeitern mit agilem „Mindset“ und entsprechenden Methodenkenntnissen.

Doch was genau steckt hinter diesem „Mindset“ und den agilen Methoden? Wie können Sie diese erlernen und beruflich anwenden? Und wie verhält es sich auf dem Arbeitsmarkt? Diese und weitere Fragen beantworten wir im heutigen Blogbeitrag,  zeigen Ihnen, was Sie in unserer neuen Weiterbildung „Agile Methoden inkl. Professional Scrum Master (PSM I)“ inhaltlich erwartet und wie Sie Ihre beruflichen Chancen mit dieser Weiterbildung und den Bildungsgutschein deutlich erhöhen.   

Die Digitalisierung erfordert Mitarbeiter mit agilen Kompetenzen

„8 von 10 Unternehmen erwarten von Mitarbeitern allgemeine Digitalkompetenz“ – so lautet eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Trendstudie zur Digitalisierung des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS) und Bitkom Research. Seien es Kenntnisse im Bereich der IT-Sicherheit und des Datenschutzes, Social Media oder Online Marketing: – das Spektrum digitaler Kompetenzen ist vielfältig.

Hinsichtlich der Herausforderungen der digitalen Transformation gewinnen im Prozess- und Projektmanagement agile Methoden immer weiter an Bedeutung. Waren es 2018 erst 35 Prozent, geben heute bereits 43 Prozent der befragten Unternehmen an, manchmal, größtenteils oder immer agile Methoden einzusetzen. Mitarbeitern mit entsprechenden Kompetenzen sind entsprechend gefragt.
Doch was genau steckt eigentlich hinter dem Begriff „agil“?

Agiles vs. Klassisches Projektmanagement

„Agil“ oder „Agilität“ bezeichnet laut dem Gabler Wirtschaftslexikon „die Gewandheit, Wendigkeit oder Beweglichkeit von Organisationen und Personen bzw. in Strukturen und Prozessen“.

Der Begriff entstand als Gegenstück zur verlangsamten Reaktionsweise bürokratischer Organisationen, um veränderten Marktbedingungen schneller begegnen zu können. Das Konzept der Agilität gibt es seit den 1950er-Jahren in der Systemtheorie von Organisationen. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts findet man den Begriff Agilität auch unter der Überschrift der agilen Softwareentwicklung und verstärkt durch Vorgehensmodelle wie „Scrum“ wieder. Dabei gibt es mit der Formulierung des sogenannten „agilen Manifests in der Softwareentwicklung“ eine Art Handlungsorientierung, nach welchen Prinzipien die Entwicklung von Software gestaltet sein sollte und somit als agil zu bezeichnen ist. Hieraus entwickelte sich auch der Begriff des „Agilen Projektmanagements“.

Zwar geht es eher um das Management von Prozessen und nicht von Projekten, dennoch hat sich der Begriff „agiles Projektmanagement“ als Abgrenzung zum „klassischen“ Projektmanagement etabliert. Letzteres basiert auf dem Wasserfallmodell, bei dem – vereinfacht gesagt – vorausgesetzt wird, dass sich die Anforderungen des Projektes von Beginn an vollständig beschreiben lassen. Beim agilen Management hingegen starten Projekte mit unschärferen Anforderungen und werden flexibler, agiler, gehandhabt. Gängige Methoden sind hierbei Scrum, Kanban oder Design Thinking, die in zunehmend digitalen Unternehmensstrukturen und -prozessen über die Softwareentwicklung hinaus Anwendung finden.

Als Kern der agilen Arbeit gilt das sogenannte agile Mindset, dem gerade auch im Rahmen der aktuellen Diskussionen um Arbeiten 4.0 und New Work eine große Bedeutung zukommt. Die Autorin Svenja Hofert beschreibt den Begriff in ihrem Buch „Das agile Mindset“ als eine Denk- und Handlungslogik, die zu einem beweglichen, sich verändernden Umfeld und Unternehmen passt. An dieser Stelle reicht es zu wissen, dass „agil“ sich hier nicht nur auf Managementmethoden und -techniken bezieht, sondern dass der Terminus „agil“ auch immer bestimmte Wertvorstellungen, Sichtweisen und Glaubenssätze umfasst. Aufgaben im agilen Kontext erfordern also nicht nur Methodenkompetenzen, sondern auch eine bestimmte Werthaltung ihrer Protagonisten. Dies spiegelt sich auch immer wieder in entsprechenden Stellenausschreibungen.

Agile Mitarbeiter sind im Stellenmarkt gefragt

14.300 Jobs spuckt Indeed für das Stichwort „Agil“ aus. 11.362 sind es, wenn man „Scrum“ eingibt (Stand 03.01.2020). Zum Vergleich: „Projektmanager“-Positionen werden mit nur knapp der Hälfte, 7.528, angezeigt. Der Bedarf an Mitarbeitern mit agilen Kompetenzen ist also wie eingangs erwähnt immens. 

Gesucht wird dabei in allen möglichen Branchen. Laut den Scrum Master Trends sind 33% der zertifizierten Scrum Master in Deutschland im Bereich Software und Internet Services tätig. Der Rest verteilt sich auf die Bereiche Finanzen & Versicherungen, Consulting, Industrie & Maschinenbau, Telekommunikation, Logistik, Medien und weitere.

Sowohl für berufserfahrene Fachkräfte als auch für hochqualifizierte Berufseinsteiger, die aktuell arbeitssuchend sind, eröffnet diese Entwicklung neue Möglichkeiten. Nachweise agiler Methodenkenntnisse, zum Beispiel durch eine zertifizierte Weiterbildung, können daher bei der Jobsuche ein großer Vorteil sein.

Agile Methoden lernen bei der LVQ

Auch bei uns können Sie Ihre Kompetenzen im „agilen Projektmanagement“ mithilfe der Weiterbildung „Agile Methoden inkl. Professional Scrum Master (PSM I)“ durch den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit erweitern.  Bereits seit mehr als 30 Jahren bilden wir hochqualifizierte Menschen während ihrer Phase der Arbeitssuche weiter. Sowohl für Berufserfahrene als auch für Berufseinsteiger geeignet, findet unser neues Weiterbildungsangebot im klassischen Präsenzunterricht im LVQ-Bildungszentrum in Mülheim an der Ruhr statt, dauert 20 Tage und ist über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit zu 100% finanzierbar.

Vermittelt werden Kenntnisse rund um Digitalisierung, New Work und Arbeiten 4.0. Die Teilnehmer lernen das digitale Toolset um Kaizen und Kanban kennen und erwerben vertiefende Kenntnisse zur Scrum-Methode. Zudem wird eine Abgrenzung zum klassischen Projektmanagement definiert. Am Ende steht die Zertifizierung zum „Professional Scrum Master“, einer der gefragtesten Qualifikationen für agile Projektrollen und -aufgaben.

Berufliche Perspektiven mit der Weiterbildung zum Scrum-Master

Nicht jeder zertifizierte Scrum Master arbeitet auch rein als Scrum-Master. Eine Recherche bei XING ergibt, dass Beschäftigte mit Scrum-Kenntnissen in unterschiedlichsten Fachbereichen tätig sind. Nur um einige zu nennen: Projektmanager, Software-Entwickler, Business-Analyst, Online Marketing Managerin, Technical Consultant, Recruiter, Produktmanager, Datenschutzmanager, Customer Account Specialist, Marketing Automation Developer, Technischer Beamter, Social Media Managerin und Product Owner. Daher werden auch andere Rollen des agilen Kontextes in unserer Weiterbildung mitbeleuchtet.

Das Stellenpotenzial für Bewerber ist mit der Qualifikation zum Scrum-Master also ebenso groß wie der Bedarf von Arbeitgeberseite. Eine Weiterbildung ist deswegen sowohl für Berufserfahrene als auch für Einsteiger unterschiedlichster Fachbereiche lohnenswert. Weitere Informationen über die Weiterbildung „Agile Methoden inkl. Scrum Master“, die über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden kann sowie Termine und Ansprechpartner finden Sie hier.


 


 

 

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Martin Salwiczek.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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Autor

Martin Salwiczek

hat als Berater und Dozent einen engen Draht zu den Teilnehmern der LVQ. Daraus zieht er Ideen für seine Beiträge und findet immer wieder interessante Interviewpartner. Zudem ist Martin XING-Spezialist und hat unter anderem die XING-Serie für die Jobsuche geschrieben.