Jobbörsen: Lebenslauf-Datenbanken für die Jobsuche nutzen (I)

2Stellenportale wie Monster, Stepstone oder Stellenmarkt.de kennen Sie als Online-Jobbörsen, in denen Unternehmen Ihre offenen Vakanzen ausschreiben. Als Bewerber sondieren Sie die Jobbörsen nach Angeboten, verschicken Ihre passende Bewerbung oder laden diese in ein Bewerber-Portal der Arbeitgeber hoch. Businessnetzwerken wie XING oder LinkedIn nutzen Sie vermutlich dazu, um von Arbeitgebern gefunden zu werden:

Jobbörsen zum Finden, Businessnetzwerke zum Gefunden werden – so gehen die meisten Bewerber Ihre Jobsuche online an.

Was dabei häufig vergessen wird: Auch Online-Jobbörsen haben ihre Lebenslauf- bzw. CV-Datenbanken in denen Bewerber kostenfrei ihren Lebenslauf hochladen, oder ein Profil anlegen können. Somit werden sie von Unternehmen gefunden, die erst nach Kandidaten suchen, bevor sie eine Vakanz öffentlich machen.

Recruiting in Lebenslauf-Datenbanken: Wen die Arbeitgeber suchen

Unsere Erfahrung zeigt, dass besonders Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler über die CV-Datenbanken der Online-Jobbörsen von Arbeitgebern angeschrieben werden. Dies sind zum großen Teil Personaldienstleister und Headhunter, aber auch eher mittelständische Arbeitgeber, die es vermeiden wollen mit einer öffentlichen Ausschreibung eine Masse an Bewerbungen zu erhalten, die sie personell nur schwer bewältigen können.

Daher empfehlen wir in passenden Jobbörsen und Stellenportalen Profile anzulegen, um von proaktiv suchenden Arbeitgebern gefunden zu werden. Schauen wir, worauf Sie bei der Erstellung der Profile achten sollten.

Profile in Lebenslauf-Datenbanken – worauf Sie achten sollten

Für die Erstellung von Profilen in CV-Datenbanken gelten drei wichtige Regeln:

  • Füllen Sie das Profil so vollständig wie möglich aus. Je vollständiger Ihr Profil – desto höher wird es in den Suchergebnissen der Arbeitgeber anzeigt.
  • Tragen Sie Ihre Qualifikationen und Erfahrungen ein. Dies knüpft an Punkt 1 an und dient auch der besseren Auffindbarkeit. Wir beobachten häufig, dass Bewerber Ihre Qualifikationen sehr allgemein eintragen, ohne Detailkenntnisse anzugeben. Doch gerade diese grenzen sie von anderen Bewerbern ab und machen sie für Arbeitgeber sichtbar, die nach spezialisierten Kandidaten suchen. Also nicht nur „Kenntnisse im Produktmanagement“ angeben, sondern aufzählen mit welchen Produkten Sie sich auskennen.
  • Aktualisieren Sie Ihr Profil regelmäßig. In manchen CV-Datenbanken können Arbeitgeber nach der Aktualität eines Profils filtern. Profile, die über Wochen oder Monate nicht mehr aktualisiert wurden, sind in vielen Suchergebnissen quasi nicht existent. Gerade aktuell erworbene Weiterbildungen unserer Teilnehmer werden in Online-Profilen leider oft „vergessen“. Denken Sie also dran, Ihr Profil mit neu erworbenen Qualifikationen oder Kenntnissen zu aktualisieren.

Ein wichtiger Zusatztipp:

  • Bleiben Sie dran. Wenn Sie ein Profil angelegt haben, werden die Anfragen der Arbeitgeber nicht von heute auf morgen kommen. Haben Sie hier Geduld, passen Sie Ihr Profil ggfs. an.

Ist Ihr Profil komplett ausgefüllt und gut verschlagwortet, dann aktualisieren Sie es einfach durch entsprechende Eingabebefehl. So bleibt es auch aktuell in der Datenbank.

Qual der Wahl: Welche CV-Datenbank ist die richtige?

Doch welches Portal nutzen, um dort einen Lebenslauf hochzuladen oder ein Profil anzulegen? Immerhin gibt es über 1700 Jobbörsen aktuell in Deutschland, wie wir zuletzt berichteten. Unsere Empfehlung: Nutzen Sie eines der großen bekannten Stellenportale wie Stepstone oder Monster und eine branchenspezifische Jobbörse wie zum Beispiel Jobvector oder Ingenieurkarriere.de

Sind Sie bei der Bundesagentur für Arbeit registriert, so haben Sie automatisch ein Profil, das von Ihren Sachbearbeiter angelegt wird. Hier sollten Sie darauf achten, dass das Profil auch wirklich auf Sie passt. Lassen Sie sich, wenn nicht bereits geschehen, die Berechtigung zur Pflege Ihres Profils geben.

Füllen Sie vor allem die Detailbeschreibung Ihrer bisherigen beruflichen Stationen aus und geben Sie Ihre persönlichen Eigenschaften an.

Auch wenn viele Bewerber das Jobprofil der Bundesagentur für Arbeit eher kritisch sehen: Für viele kleine und mittelgroße Unternehmen ist die Jobbörse der Arbeitsagentur ein sehr wichtiger Kanal zur Mitarbeitergewinnung. Daher ist ein gut gepflegtes, richtig verschlagwortetes Profil wichtig.

Ein praktisches Beispiel zur Erstellung eines Profils in Lebenslaufdatenbanken geben wir im nächsten Artikel.

Wir würden gerne von Ihnen wissen:

Bei welcher Jobbörse haben Sie ein eigenes Profil angelegt?

Welche positiven oder negativen Erfahrung haben Sie mit Online-Profilen in Jobbörsen gemacht?

 

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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Arbeiten 4.0: Weiterbildung als Gestaltungsaufgabe #Weißbuch

arbeitenviernull-filmtippsArbeiten 4.0 ist mittlerweile ein Synonym für die Veränderungen unserer Arbeitswelt durch Digitalisierung und Globalisierung. Gerade stellte das Bundesministerium für Arbeit das Weißbuch Arbeiten 4.0 vor, das viele Ansätze und Vorschläge für die Gestaltung der Arbeitswelt enthält. Wir haben uns dies mal angeschaut.

Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt fundamental verändern. Nicht erst in den nächsten 10 Jahren, sondern akut. In ein, zwei, drei Jahren. Und längst nicht nur in der Industrie, sondern in allen Branchen und Arbeitswelten.

Handel, Dienstleistung, Gesundheit, Bildung und Verwaltung sind genauso, wenn nicht gar mehr davon betroffen als die Industrie. Schließlich kennt man an der Werkbank den Wandel durch Rationalisierung und Digitalisierung nicht erst seit gestern.

Besonders in wissensintensiven Bereichen wirken die durch Digitalisierung hervorgerufenen Veränderungen überraschend, gar bedrohlich. So ist es vielleicht auch erklärbar, dass in Deutschland gemäß dem jährlich veröffentlichten Digital-Index D21 ausgerechnet bei Befragten mit hoher oder mittlerer Bildung die Offenheit gegenüber der Digitalisierung stark zurückging.

Die Veränderung von Dienstleistung, Handel, Verwaltung und Produktion durch Digitalisierung und Vernetzung bezeichnet man hierzulande gerne als vierte industrielle Revolution, kurz „Industrie 4.0“. Für die damit verbundenen Veränderungen unserer Arbeitswelt ist mittlerweile der Begriff „Arbeiten 4.0“ gängig.

In diese Diskussion hatte sich seit fast zwei Jahren auch das Ministerium für Arbeit einbracht. Gestartet mit einem Grünbuch zur Arbeitswelt, flankiert mit Workshops, Diskussionen, Konferenzen, Studien und sogar Filmforen, gipfelt die Debatte aktuell in der Vorstellung des Weißbuch Arbeiten 4.0 durch Ministerin Andrea Nahles.

Arbeiten 4.0 in Zeiten von Digitalisierung, Globalisierung, Demografischem Wandel

Das Weißbuch Arbeiten 4.0 befasst sich mit der Veränderung der Arbeitswelt durch Digitalisierung, Globalisierung und demografischen und kulturellen Wandel und trägt die Ergebnisse der zweijährigen Debatte zusammen.

Was rausgekommen ist, sagt die Ministerin schon im Vorwort: „Ein fair ausgehandelter Kompromiss zwischen Weiterlesen ›

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Businessnetzwerk LinkedIn: 11 Tipps für die Jobsuche

rp_LinkedIn-für-die-Jobsuche-300x253.jpg„LinkedIn mit starken Wachstum…“, „Zieht LinkedIn wirklich an XING vorbei?“, „Xing bald eingeholt“ – das amerikanische Business-Netzwerk LinkedIn wächst stetig weiter, und mehrere Online-Wirtschaftsmagazine leiten daraus ab, dass XING seinen Status als größtes Businessnetzwerk in Deutschland verlieren wird.
Aktuell sieht es (noch) nicht danach aus, so stehen 9 Millionen LinkedIn-Mitgliedern im deutschsprachigen Raum, 11 Millionen Mitglieder bei XING entgegen. Auch XING wächst kontinuierlich weiter.
Aber: Alleine in den letzten sechs Monaten kamen bei LinkedIn eine Million Mitglieder dazu.

Das ewige Rennen zwischen XING und LinkedIn bleibt also spannend. Weiterlesen ›

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Jobbörsen richtig nutzen (Teil 3) – 5 innovative Jobbörsen im Test

truffls2Welche Jobbörsen sind die passenden für Sie und wie nutzen Sie diese am besten? Mit diesen Fragen beschäftigten wir uns in Teil 1 und Teil 2 unserer kleinen Jobbörsen-Serie. Im heutigen dritten Teil werfen wir einen kleinen Blick in die Zukunft der Jobbörsen, die heute schon in Form innovativer Matching-Plattformen sichtbar ist.

„Matching“ ist im Personalwesen eines der Trendthemen. Beim Matching geht es um die Frage, wie man die passenden Personen in den passenden Job bei der passenden Firma bekommt. Für Bewerber wiederum geht es bei diesem Ansatz darum, nur die wirklich passenden Stellen angezeigt zu bekommen.

Wir haben für Sie fünf dieser Plattformen getestet. Weiterlesen ›

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„Arbeitslosigkeit als Chance sehen“ – Interview mit den Gründern Iris Hüttemann und Oliver Kobus

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Oliver Kobus und Iris Hüttemann sind DIE_MEDIAMATIKER

Iris Hüttemann und Oliver Kobus waren arbeitssuchend. Im August 2015 lernten sie sich dann während ihrer Weiterbildung zum Social Media Manager IHK bei der LVQ kennen.

Ein gutes Jahr später sind sie die „DIE_MEDIAMATIKER“ und habe ihre eigene Agentur für Social Media, Online und Print-Marketing gegründet.

Im Interview erzählen sie uns von ihrem aufregenden letzten Jahr, wie sie auf die Idee gekommen sind sich selbstständig zu machen und was sie Menschen empfehlen, die ebenfalls über diesen Schritt nachdenken.

Martin Salwiczek: Hallo Iris, hallo Oliver, schön Euch wieder zu sehen. Stellt Euch doch bitte kurz den Lesern vor.

Iris Hüttemann: Gerne! Ich heiße Iris Hüttemann, bin 54 Jahre alt und gelernte Ingenieurin für Raumplanung. Gearbeitet habe ich circa 30 Jahre im Marketing bei technischen Unternehmen. 2015 entschied ich nach einer betriebsbedingten Kündigung, mich neu zu orientieren. Im Bereich Social Media wollte ich mich schon bei meinem ehemaligen Arbeitgeber weiterbilden. Also nutzte ich die Gelegenheit, den Social Media Manager bei der LVQ zu machen. Da hab ich Oliver kennengelernt.

Martin Salwiczek: Gute Überleitung. Oliver stellst Du Dich auch kurz vor?


Oliver Kobus:
Ich heiße Oliver Kobus und bin 48. Ich habe seit meiner Ausbildung zum Druckvorlagenhersteller immer in Agenturen gearbeitet. Später studierte ich Marketingkommunikation. Von der Mediengestaltung und –produktion, dem Projektmanagement bis zum Marketing und der Kundenberatung, habe ich querbeet alles gemacht.
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