Schlagwort: Kolumne Lars Hahn

Wir werden alle länger arbeiten! Der Arbeitsmarkt für Ältere wandelt sich.

Als ich vor etwa 15 Jahren hier in der LVQ startete, durfte ich das Arbeitsmarkt-Projekt „50 Plus“ koordinieren. Das Ziel war es, für qualifizierte ältere Jobsuchende wieder einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden.

Sauerbier – Ältere über 50 Jahren galten Anfang der 2000er als quasi nicht vermittelbar. Ist ja auch nachvollziehbar, hatte doch die Blümsche Arbeitsmarktpolitik für Frühverrentung ab 50 gesorgt. Kaum ein Unternehmen stellte Ältere ein und „entsorgte“ die älteren und vielfach teuren Mitarbeiter.

Und die Betroffenen? So mancher Konzernmanager, Bergmann oder Kraftwerksingenieur, der es sich leisten konnte, legte es auf Frühverrentung an und genoss die Rente ab 50. Anderen drohte seit 2005 das Hartz IV-Schicksal. Weiterlesen ›

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Recruiting und Jobsuche 2018 – Neues von der Zukunft Personal Europe

Wir haben 2018 und ich war auf einer Fachmesse:

Ich besuchte die Zukunft Personal Europe, Europas größtes Event für Human Resources und Recruiting. Auf der Messe hab ich mich umgesehen, welche Themen und Entwicklungen es im Personalbereich gibt.
Schon in den vergangenen Jahren bewegten Martin Salwiczek und mich die Frage, was man aus den aktuellen Themen der Zukunft Personal für Trends für die Themen Bewerbung und Jobsuche ableiten kann.

Bei meinem Besuch traf ich auf viele Akteure der Personaler- und Recruiting-Szene, von denen ich im Netz viel lese. Wir folgen bei der LVQ vielen HR-Blogs und Wissensportalen, halten uns über Twitter und Co. auf dem Laufenden, welche Tendenzen und Trends bei Personalern für Bewerber wichtig sein könnten.

Auf der Fachmesse bekommt man dann das Gesicht dazu: HR-Blogger hielten bei „Meet the Blogger“ nicht nur wissenswerte Vorträge, man kam auch ins Gespräch mit ihnen. Allein während meiner nachmittäglichen Stippvisite kam ich in den Genuss von tollen Themen und spannenden Menschen. Weiterlesen ›

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5 todsichere Tipps, wie Sie Ihren beruflichen Quereinstieg versemmeln.

beruflicher Quereinstieg

Manchmal beginnt es mit einem leichten Unwohlsein, später wächst es sich heraus zu stattlichen „Berufsschmerzen“. Viele Berufstätige merken, dass der bisherige Job nicht mehr funktioniert – die Arbeit macht keine Freude, die Rahmenbedingungen passen nicht mehr, der Beruf hat „für mich“ keine Zukunft mehr.

Spätestens im Stadium zwischen zwei Jobs dämmert vielen Menschen, dass der bisher eingeschlagene Berufsweg so nicht mehr weiter geht.

Ein beruflicher Quereinstieg muss her!

Die Gründe für einen beruflichen Querstieg in ein neues Arbeitsfeld sind vielfältig:

  • „Langweilig! Meine Arbeit ödet mich an, ich möchte endlich etwas machen, das mich erfüllt“
  • „Burnout! Ich halte meine Arbeit nicht mehr aus! Druck, Überlastung, Stress. Ich brauche was anderes“
  • „Ich hab das falsche studiert! Mit meinem Exoten-Master finde ich keinen passenden Job!“
  • „Pleite! Meine Firma ist geschlossen und war die letzte ihrer Branche!“
  • „Zu teuer! Das was ich tue, können Jüngere oder gar Maschinen viel billiger!“
  • „Digitalisierung! Meinen Job macht heute der Computer-Algorithmus.“

Also muss etwas Neues her. Quereinstieg!

Gerade in Zeiten von gesellschaftlichem Wandel, Digitalisierung und einer immer dynamischeren Arbeitswelt werden immer mehr und mehr Menschen einen beruflichen Quereinstieg wagen müssen, entweder per Jobwechsel in ein neues Unternehmen oder innerhalb eines Betriebes in eine völlig neue Aufgabe.

Andere wiederum wagen den beruflichen Quereinstieg aus eigenem Antrieb. Sie möchten endlich auch beruflich etwas machen, was ihnen Freude macht, was ihnen Sinn gibt. Nicht erst in Zeiten des New Work nehmen Sinnhaftigkeit und Werte in der Berufswelt an Bedeutung zu. Weiterlesen ›

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Warum das Bewerbungsanschreiben längst überholt ist. 5 Tipps für Alternativen zum Anschreiben.

Das Bewerbungsanschreiben ist ein Folterinstrument für viele Jobsuchende. 55 Prozent der Bewerber sagen, das Anschreiben sei eine große Hürde bei Bewerbungen, wie kürzlich eine Umfrage feststellte „Anschreiben verfassen ist für mich wie Zahnschmerzen.“

In der alten Welt sagt jetzt der selbstbewusste Personalchef: „Da müssen Sie durch! Ich kann schließlich aus 268 Bewerbungen auswählen! Aus dem Anschreiben finde ich heraus, ob der Bewerber zu uns passt!“.

Ach ja? Ich halte es da eher mit Recruitingspezialist Henrik Zaborowski, der schon lange sagt, dass Anschreiben nicht zur Personalauswahl taugen, weil sie zu Mutmaßungen verleiten und mitnichten objektiv bewertet werden können.

Objektive Kriterien bei Personalauswahl durch Anschreiben?

Wie denn auch?

Da sitzen qualifizierte Technik-Experten vor einem weißen Blatt digitalen Papiers und üben sich in Bewerbungsprosa, obwohl sie mitnichten Germanisten, sondern zum Beispiel Ingenieure sind. Es kaufen sich hochdotierte berufserfahrene Professionals eine mehr oder weniger kompetente Erstellung des Anschreibens bei kommerziellen Anbietern ein – total authentisch. Oder – für mich am schlimmsten – fachlich und menschlich geeignete Bewerber scheitern in der Vorauswahl, weil sie ihr Anschreiben zwar authentisch aber eben hölzern oder zu ehrlich formuliert haben.

Immer noch verlangen viele Unternehmen genau die Art von Anschreiben, an der so manche Bewerber scheitern:

Nach der AIDA-Formel Aufmerksamkeit erheischend, sich selbstmarketinglike verbiegend, dem Arbeitgeber den Weiterlesen ›

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Hören Sie auf, sich zu bewerben! Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt

In diesem Beitrag erfahren Sie, weshalb es während der Jobsuche hilfreich sein kann, sich nicht zu bewerben. Es geht hier um die bewusste Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt.

Kennen Sie das Spiel „Die Reise nach Jerusalem“?

Kinder laufen im Kreis um Stühle und müssen sich bei einem Signal oder stoppender Musik auf einen Stuhl setzen. Immer ist ein Stuhl zu wenig da und ein Kind scheidet aus. Zuletzt ergattert eines den letzten Stuhl.

So ähnlich geht auch das Bewerbungsritual, nur mit verschärften Bedingungen. Anstelle von zwei finalen Bewerbern, wollen Nzig Jobsuchende eine Stelle, wobei eben von Anfang an nur ein Stuhl frei ist (Nzig steht für 5zig, 4zig, 7zig).

Denn das ist die Wahrheit: Trotz vielfach beschworenen Fachkräftemangels bewerben sich im offenen Stellenmarkt relativ viele Menschen auf eine einzige Stelle.

Mittlerweile dürfte bekannt sein: Der offene Stellenmarkt Weiterlesen ›

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