Schlagwort: Kolumne Lars Hahn

Warum das Bewerbungsanschreiben längst überholt ist. 5 Tipps für Alternativen zum Anschreiben.

Das Bewerbungsanschreiben ist ein Folterinstrument für viele Jobsuchende. 55 Prozent der Bewerber sagen, das Anschreiben sei eine große Hürde bei Bewerbungen, wie kürzlich eine Umfrage feststellte „Anschreiben verfassen ist für mich wie Zahnschmerzen.“

In der alten Welt sagt jetzt der selbstbewusste Personalchef: „Da müssen Sie durch! Ich kann schließlich aus 268 Bewerbungen auswählen! Aus dem Anschreiben finde ich heraus, ob der Bewerber zu uns passt!“.

Ach ja? Ich halte es da eher mit Recruitingspezialist Henrik Zaborowski, der schon lange sagt, dass Anschreiben nicht zur Personalauswahl taugen, weil sie zu Mutmaßungen verleiten und mitnichten objektiv bewertet werden können.

Objektive Kriterien bei Personalauswahl durch Anschreiben?

Wie denn auch?

Da sitzen qualifizierte Technik-Experten vor einem weißen Blatt digitalen Papiers und üben sich in Bewerbungsprosa, obwohl sie mitnichten Germanisten, sondern zum Beispiel Ingenieure sind. Es kaufen sich hochdotierte berufserfahrene Professionals eine mehr oder weniger kompetente Erstellung des Anschreibens bei kommerziellen Anbietern ein – total authentisch. Oder – für mich am schlimmsten – fachlich und menschlich geeignete Bewerber scheitern in der Vorauswahl, weil sie ihr Anschreiben zwar authentisch aber eben hölzern oder zu ehrlich formuliert haben.

Immer noch verlangen viele Unternehmen genau die Art von Anschreiben, an der so manche Bewerber scheitern:

Nach der AIDA-Formel Aufmerksamkeit erheischend, sich selbstmarketinglike verbiegend, dem Arbeitgeber den Weiterlesen ›

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Hören Sie auf, sich zu bewerben! Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt

In diesem Beitrag erfahren Sie, weshalb es während der Jobsuche hilfreich sein kann, sich nicht zu bewerben. Es geht hier um die bewusste Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt.

Kennen Sie das Spiel „Die Reise nach Jerusalem“?

Kinder laufen im Kreis um Stühle und müssen sich bei einem Signal oder stoppender Musik auf einen Stuhl setzen. Immer ist ein Stuhl zu wenig da und ein Kind scheidet aus. Zuletzt ergattert eines den letzten Stuhl.

So ähnlich geht auch das Bewerbungsritual, nur mit verschärften Bedingungen. Anstelle von zwei finalen Bewerbern, wollen Nzig Jobsuchende eine Stelle, wobei eben von Anfang an nur ein Stuhl frei ist (Nzig steht für 5zig, 4zig, 7zig).

Denn das ist die Wahrheit: Trotz vielfach beschworenen Fachkräftemangels bewerben sich im offenen Stellenmarkt relativ viele Menschen auf eine einzige Stelle.

Mittlerweile dürfte bekannt sein: Der offene Stellenmarkt Weiterlesen ›

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Glück bei der Jobsuche? Probier’s mal mit Zufriedenheit!

Heutzutage wird viel über Glück in der Arbeitswelt gesprochen. So auch gerade bei der „New Work Experience“, der Konferenz über Trends in der Arbeitswelt.

Glück und Arbeit gehören zusammen“, schreibt die selbsternannte Glücksministerin Gina Schöler. „Finde den Job, der Dich glücklich macht“, lautet ein bekannter Buchtitel.

Also ich finde das gewagt. Wird damit auch suggeriert, dass man bei der Arbeit (ständig) glücklich sein müsse.

Zufriedenheit täte es nicht? Die Messlatte ist hoch. Glücksdruck tritt ein. Heutzutage hat man gefälligst glücklich zu sein im Job. Mindestens regelmäßig.

Null Glück und Glücksdruck

Wie sieht das bei der Jobsuche aus? Zwischen zwei Jobs kann der Glücksdruck noch größer sein. Der vorherige Job hat unglücklich gemacht, also muss der neue Job zwangsläufig glücklich machen. Dabei gibt es zwei Dimensionen von Glück während der Jobsuche: Weiterlesen ›

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Karrieretrends 2018: Big Data bei Bewerbung und Jobsuche.

Big Data bei Bewerbung und Jobsuche?

Tatsächlich können Bewerber heute auf unzählige Daten und Informationen über Arbeitgeber und Unternehmen zugreifen, die ihnen früher nicht zugänglich waren. Bisweilen mag eine solche Datenflut schlicht überfordernd sein. Andererseits bieten die vielen öffentlich zugänglichen Datenquellen über Unternehmen und Arbeitgeber große Möglichkeiten und Chancen, die sich Bewerbern eröffnen.

Genau darum geht es im zweiten Teil meiner Karrieretrends 2018: Big Data für Bewerber. Der Beitrag knüpft damit an meinen letzten Beitrag an, der sich mit den Herausforderungen für Jobsuchende in der VUCA-Welt befasst.

Was bedeutet eigentlich Big Data?

Viele Menschen verbinden mit dem Begriff „Big Data“ zunächst das systematische (und bisweilen geheime) Ansammeln und Auswerten von Daten durch soziale Netzwerke wie Facebook. Schnell denken viele an Datenkraken, NSA-Affäre und soziale Kontrolle.

Dabei umfasst der Begriff „Big Data“ viel mehr. Er ist einer der Schlüsselbegriffe der digitalen Transformation. Big Data steht für die Erfassung, Verarbeitung und Analyse von Massendaten. Viele schwärmen von den Möglichkeiten und Chancen durch Big Data für Weiterlesen ›

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Karrieretrends 2018: Jobsuche in der VUCA-Welt

Alle Jahre wieder finden Sie im Internet Trends zum Jahresstart – für alle Lebensbereiche.
Da liegt es nahe, hier im LVQ-Blog zu betrachten, welche gesellschaftlichen Trends sich auf die Bereiche Jobsuche und Bewerbung auswirken. Ich habe hierfür zwei Trends identifiziert, die geprägt sind durch die digitale Transformation unserer Gesellschaft und uns alle global und in der Arbeitswelt beschäftigen. Der eine Trend heißt VUCA – über den werde ich heute schreiben. Den anderen Trend verrate ich Ihnen im Januar in meiner Kolumne.

Heute also: Was steckt hinter VUCA?

Karriere in der VUCA-Welt

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