Schlagwort: Kolumne Lars Hahn

Robo-Recruiting, künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen für Jobsuche und Bewerbung

Robo-Recruiting auf der Jobmesse

Roboter als Recruiter?!

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung haben längst Einzug gehalten in Bewerbung und Jobsuche. Denn bei der Personalgewinnung nutzen Recruiter heute selbstverständlich digitale Tools wie Recruiting-Software-Plattformen.

Die nächste Generation digitaler Helferlein ist bereits im Anmarsch: Automatisierte Chatbots führen erste Gespräche mit Bewerbern. Mittlerweile wählen gar künstliche Algorithmen selbständig die Kandidaten für die nächste Runde aus. Dies sind nur zwei Beispiele für sogenanntes Robo-Recruiting beziehungsweise „Künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess“, das auch der Bundesverband der Personalmanager als einen der HR-Trends für 2019 sieht.

Aber was bedeutet Robo-Recruiting konkret? Wählen jetzt süße, kleine Roboter mit Knopfaugen den richtigen Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle aus dem virtuellen Stapel von PDF-Bewerbungen aus? Bedeutet Robo-Recruiting, dass künstliche Intelligenz (KI) den Menschen als Recruiter ersetzen wird?

Welche Bedeutung hat Robo-Recruiting für Bewerber? Welche Aspekte müssen Sie bei der Jobsuche in Zeiten von Digitalisierung und KI beachten?

In meiner heutigen Kolumne befasse ich mich mit Automatisierung und künstlicher Intelligenz. Außerdem zeige ich Ihnen die Auswirkungen für Ihre Bewerbungen bei der Jobsuche auf und gebe Tipps, wie Sie dieses Wissen für sich einsetzen können.

Robo-Recruiting: Herr Pepper ist es nicht!

Kennen Sie Pepper? Das ist der knuffige Roboter, der ständig auf Messen und Kongressen zum Thema Digitalisierung rumgereicht wird. Ich hatte auch schon das Vergnügen, ihn kennenzulernen. Wer nun aber als Bewerber bei Robo-Recruiting daran denkt, von humanoiden Robotern im Vorstellungsgespräch interviewt zu werden, wird vermutlich enttäuscht. Denn meist ist mit Robo-Recruiting eher etwas anderes gemeint. Nämlich die Weiterlesen ›

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Vollbeschäftigung und Investition in Bildung – Rückblick auf 2018

Vollbeschäftigung und Investition in Bildung, Kolumne Lars Hahn2018 war geprägt von einer weiteren Erholung des Arbeitsmarktes. Manche sprechen gar von Vollbeschäftigung. Die LVQ hatte trotzdem viel zu tun. Mit meiner letzten Kolumne 2018 möchte ich mit Ihnen einen kleinen Jahresrückblick aus unserer Perspektive wagen.

Vollbeschäftigung?

Da wir in der LVQ Bewerbern bei ihrer Jobsuche helfen, beobachten wir die Entwicklungen in der Arbeitswelt höchst genau.

Die Zahlen am Arbeitsmarkt im Jahr 2018 geben Anlass für Optimismus und Zuversicht. So lag die Arbeitslosenquote bundesweit bei unter 5 Prozent. In vielen Bundesländern liegt sie bei etwa 3 Prozent, dem Wert, bei dem Arbeitsmarktexperten von Vollbeschäftigung reden. Das Wort „Fachkräftemangel“ wurde 2018 wieder häufig in den Mund genommen, für einige Branchen wie Handwerk und Pflege sicher zu recht.

Hier im Ruhrgebiet indessen liegt die Arbeitslosenquote nach wie vor um die 10 Prozent, in Duisburg, Gelsenkirchen und Essen im November 2018 noch darüber. Es gibt also noch einiges zu tun.

Überdies ist die friktionelle Arbeitslosigkeit, also die Sucharbeitslosigkeit durch den Wechsel des Arbeitsplatzes, bei Akademikern generell hoch. So melden sich zum Beispiel trotz Tendenzen der Vollbeschäftigung nach wie vor weit mehr als eine halbe Million Akademiker jährlich arbeitslos, bevor sie einen neuen Job finden. Die Dauer der Suche und die Notwendigkeit nach weiteren Qualifikationen ist bei ihnen traditionell höher als bei Fachkraft- oder Helferberufen.

90 Prozentiger Erfolg

In diesem Feld bewegen wir uns seit Jahren mit unseren Angeboten der Managementweiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Und diese liefen auch 2018 erfolgreich. Dazu drei Weiterlesen ›

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Wir werden alle länger arbeiten! Der Arbeitsmarkt für Ältere wandelt sich.

Als ich vor etwa 15 Jahren hier in der LVQ startete, durfte ich das Arbeitsmarkt-Projekt „50 Plus“ koordinieren. Das Ziel war es, für qualifizierte ältere Jobsuchende wieder einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden.

Sauerbier – Ältere über 50 Jahren galten Anfang der 2000er als quasi nicht vermittelbar. Ist ja auch nachvollziehbar, hatte doch die Blümsche Arbeitsmarktpolitik für Frühverrentung ab 50 gesorgt. Kaum ein Unternehmen stellte Ältere ein und „entsorgte“ die älteren und vielfach teuren Mitarbeiter.

Und die Betroffenen? So mancher Konzernmanager, Bergmann oder Kraftwerksingenieur, der es sich leisten konnte, legte es auf Frühverrentung an und genoss die Rente ab 50. Anderen drohte seit 2005 das Hartz IV-Schicksal. Weiterlesen ›

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Recruiting und Jobsuche 2018 – Neues von der Zukunft Personal Europe

Wir haben 2018 und ich war auf einer Fachmesse:

Ich besuchte die Zukunft Personal Europe, Europas größtes Event für Human Resources und Recruiting. Auf der Messe hab ich mich umgesehen, welche Themen und Entwicklungen es im Personalbereich gibt.
Schon in den vergangenen Jahren bewegten Martin Salwiczek und mich die Frage, was man aus den aktuellen Themen der Zukunft Personal für Trends für die Themen Bewerbung und Jobsuche ableiten kann.

Bei meinem Besuch traf ich auf viele Akteure der Personaler- und Recruiting-Szene, von denen ich im Netz viel lese. Wir folgen bei der LVQ vielen HR-Blogs und Wissensportalen, halten uns über Twitter und Co. auf dem Laufenden, welche Tendenzen und Trends bei Personalern für Bewerber wichtig sein könnten.

Auf der Fachmesse bekommt man dann das Gesicht dazu: HR-Blogger hielten bei „Meet the Blogger“ nicht nur wissenswerte Vorträge, man kam auch ins Gespräch mit ihnen. Allein während meiner nachmittäglichen Stippvisite kam ich in den Genuss von tollen Themen und spannenden Menschen. Weiterlesen ›

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5 todsichere Tipps, wie Sie Ihren beruflichen Quereinstieg versemmeln.

beruflicher Quereinstieg

Manchmal beginnt es mit einem leichten Unwohlsein, später wächst es sich heraus zu stattlichen „Berufsschmerzen“. Viele Berufstätige merken, dass der bisherige Job nicht mehr funktioniert – die Arbeit macht keine Freude, die Rahmenbedingungen passen nicht mehr, der Beruf hat „für mich“ keine Zukunft mehr.

Spätestens im Stadium zwischen zwei Jobs dämmert vielen Menschen, dass der bisher eingeschlagene Berufsweg so nicht mehr weiter geht.

Ein beruflicher Quereinstieg muss her!

Die Gründe für einen beruflichen Querstieg in ein neues Arbeitsfeld sind vielfältig:

  • „Langweilig! Meine Arbeit ödet mich an, ich möchte endlich etwas machen, das mich erfüllt“
  • „Burnout! Ich halte meine Arbeit nicht mehr aus! Druck, Überlastung, Stress. Ich brauche was anderes“
  • „Ich hab das falsche studiert! Mit meinem Exoten-Master finde ich keinen passenden Job!“
  • „Pleite! Meine Firma ist geschlossen und war die letzte ihrer Branche!“
  • „Zu teuer! Das was ich tue, können Jüngere oder gar Maschinen viel billiger!“
  • „Digitalisierung! Meinen Job macht heute der Computer-Algorithmus.“

Also muss etwas Neues her. Quereinstieg!

Gerade in Zeiten von gesellschaftlichem Wandel, Digitalisierung und einer immer dynamischeren Arbeitswelt werden immer mehr und mehr Menschen einen beruflichen Quereinstieg wagen müssen, entweder per Jobwechsel in ein neues Unternehmen oder innerhalb eines Betriebes in eine völlig neue Aufgabe.

Andere wiederum wagen den beruflichen Quereinstieg aus eigenem Antrieb. Sie möchten endlich auch beruflich etwas machen, was ihnen Freude macht, was ihnen Sinn gibt. Nicht erst in Zeiten des New Work nehmen Sinnhaftigkeit und Werte in der Berufswelt an Bedeutung zu. Weiterlesen ›

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