Kategorie: Arbeitsmarkt, (verdeckter)

Vollbeschäftigung und Investition in Bildung – Rückblick auf 2018

Vollbeschäftigung und Investition in Bildung, Kolumne Lars Hahn2018 war geprägt von einer weiteren Erholung des Arbeitsmarktes. Manche sprechen gar von Vollbeschäftigung. Die LVQ hatte trotzdem viel zu tun. Mit meiner letzten Kolumne 2018 möchte ich mit Ihnen einen kleinen Jahresrückblick aus unserer Perspektive wagen.

Vollbeschäftigung?

Da wir in der LVQ Bewerbern bei ihrer Jobsuche helfen, beobachten wir die Entwicklungen in der Arbeitswelt höchst genau.

Die Zahlen am Arbeitsmarkt im Jahr 2018 geben Anlass für Optimismus und Zuversicht. So lag die Arbeitslosenquote bundesweit bei unter 5 Prozent. In vielen Bundesländern liegt sie bei etwa 3 Prozent, dem Wert, bei dem Arbeitsmarktexperten von Vollbeschäftigung reden. Das Wort „Fachkräftemangel“ wurde 2018 wieder häufig in den Mund genommen, für einige Branchen wie Handwerk und Pflege sicher zu recht.

Hier im Ruhrgebiet indessen liegt die Arbeitslosenquote nach wie vor um die 10 Prozent, in Duisburg, Gelsenkirchen und Essen im November 2018 noch darüber. Es gibt also noch einiges zu tun.

Überdies ist die friktionelle Arbeitslosigkeit, also die Sucharbeitslosigkeit durch den Wechsel des Arbeitsplatzes, bei Akademikern generell hoch. So melden sich zum Beispiel trotz Tendenzen der Vollbeschäftigung nach wie vor weit mehr als eine halbe Million Akademiker jährlich arbeitslos, bevor sie einen neuen Job finden. Die Dauer der Suche und die Notwendigkeit nach weiteren Qualifikationen ist bei ihnen traditionell höher als bei Fachkraft- oder Helferberufen.

90 Prozentiger Erfolg

In diesem Feld bewegen wir uns seit Jahren mit unseren Angeboten der Managementweiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Und diese liefen auch 2018 erfolgreich. Dazu drei Weiterlesen ›

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Hören Sie auf, sich zu bewerben! Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt

In diesem Beitrag erfahren Sie, weshalb es während der Jobsuche hilfreich sein kann, sich nicht zu bewerben. Es geht hier um die bewusste Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt.

Kennen Sie das Spiel „Die Reise nach Jerusalem“?

Kinder laufen im Kreis um Stühle und müssen sich bei einem Signal oder stoppender Musik auf einen Stuhl setzen. Immer ist ein Stuhl zu wenig da und ein Kind scheidet aus. Zuletzt ergattert eines den letzten Stuhl.

So ähnlich geht auch das Bewerbungsritual, nur mit verschärften Bedingungen. Anstelle von zwei finalen Bewerbern, wollen Nzig Jobsuchende eine Stelle, wobei eben von Anfang an nur ein Stuhl frei ist (Nzig steht für 5zig, 4zig, 7zig).

Denn das ist die Wahrheit: Trotz vielfach beschworenen Fachkräftemangels bewerben sich im offenen Stellenmarkt relativ viele Menschen auf eine einzige Stelle.

Mittlerweile dürfte bekannt sein: Der offene Stellenmarkt Weiterlesen ›

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Wie Systematisch Kaffeetrinken wirklich funktioniert. #Netzwerken

Lars Hahn schreibt in seiner Kolumne regelmäßig über Themen wie Digitalisierung, Arbeitswelt und Netzwerken. Heute skizziert er den Ansatz von „Systematisch Kaffeetrinken“ und schreibt über die Vorzüge des beruflichen Netzwerkens gegenüber herkömmlichen Bewerbungsverfahren.

Sie haben auch schon von „Systematisch Kaffeetrinken“ gehört?

Ja? Das freut mich! Schließlich halte ich seit längerem regelmäßig Vorträge darüber und ermutige Menschen, es doch intensiver mit dem beruflichen Netzwerken zu versuchen.

Möglicherweise geht es Ihnen aber auch so wie Niklas. Vor meinem Vortrag begrüßte er mich skeptisch mit den Worten „Ich bin kein Typ fürs Klüngeln, ein Netzwerk habe ich auch nicht und Kaffeetrinken möchte mit mir auch keiner.“ Also, was solle er dann mit dem Vortrag, meinte er.

Überhaupt sei das Schreiben von Bewerbungen ohnehin seriöser. Das systematische Beantworten offener Stellenausschreibungen. Nur so geht Bewerbung. Haben wir ja so gelernt.

Sagen ja auch die Karriereberater, Bewerberportale, Bewerbungsratgeber, die Agentur für Arbeit und – land auf land ab – die Bewerbungstrainer in ihren Trainings. Ist ja auch nicht ganz falsch, aber Weiterlesen ›

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Deutschlands beste Arbeitgeber? Immer die gleichen?!

lars-hahn-foto

Lars Hahn bloggt als Geschäftsführer seit der ersten Stunde auf LVQ.de. Hier schreibt er über Weiterbildungsthemen für Fach- und Führungskräfte, gibt Einblicke in die Zukunft unserer Arbeitswelt und interviewt Experten zu den Themen der LVQ. Dies tut er informativ und meist sachlich.
In seinem Blog Systematisch Kaffeetrinken hingegen ist er dafür bekannt, klare Kante zu Arbeitsmarkt-, Karriere- und Weiterbildungsthemen zu zeigen. Dadurch hat er sich zum gefragten Redner, Interviewpartner und Autor gemausert. So nimmt er zum Beispiel in den XING-Themenportalen „XING-Klartext“  und „XING-Spielraum“ Stellung zu aktuellen Arbeitsmarkt-Themen. Das er dies auch hier auf LVQ.de tut, war also nur eine Frage der Zeit.

Der heutige Artikel ist der Auftakt seiner monatlich erscheinenden Kolumne. In diesem Beitrag setzt er sich mit der Wahl Deutschlands bester Arbeitgeber 2017 auseinander und erklärt, warum sich Bewerber manchmal wie Lemminge verhalten.  (Martin Salwiczek)

Nun ist es also raus: Deutschlands beste Arbeitgeber 2017 sind unter anderem Bayer, Audi, BMW, Google, Adidas. Die üblichen Verdächtigen also. Wieder so ein Standard-Ranking?

Die Zeitschrift Focus ermittelte gemeinsam mit dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu und den Experten von statista, wer Top-Arbeitgeber in Deutschland ist.

Befragt wurden Mitarbeiter von über 2.000 Unternehmen – große und mittlere verschiedener Branchen, wie zufrieden sie mit ihrem Arbeitgeber sind. Neben klassischen Online-Befragungen wurden auch XING-Mitglieder interviewt und Bewertungen aus kununu hinzugezogen.

Herausgekommen ist eine Liste von 1.000 Top-Arbeitgebern, nach Branchen geordnet und in große und mittlere Unternehmen aufgeteilt. Weiterlesen ›

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Vernetzung: 2016 = 4.0 x 5 oder Trends für Karriere, Beruf und Bewerbung

LVQ-Jahresausblick 2016Ein neues Jahr liegt bald vor uns. Grund genug zu prüfen, welche Trends uns im kommenden Jahr beschäftigen werden. In diesem Blog geht es bekanntlich um die Themen Arbeitswelt, Karriere, Jobsuche und Bewerbung. Genau diese Bereiche möchte ich mit Ihnen in diesem Beitrag durchleuchten.

Mit der gerade in rasantem Tempo stattfindenden Digitalisierung befindet sich unsere Arbeitswelt nach Ansicht vieler Experten in einer neuen Entwicklungsstufe. Viele sehen darin gar die vierte industrielle Revolution, daher läuft das landläufig unter dem Titel Industrie 4.0. Sie ist durch den zunehmenden Einsatz von IT und Internet in der Industrie und auch anderen Wirtschaftsbereichen geprägt. Daraus abgeleitet beschäftigen sich Experten mit den Auswirkungen der Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche unter dem Begriff Arbeiten 4.0.

Das greife ich in meiner Trendschau 2016 auf und schreibe Weiterlesen ›

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Vernetzung und Dialog