Diesen Artikel teilen:

AgenturDer Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen und Akademiker hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Besonders sie profitieren vom wirtschaftlichen Aufschwung. Ein Jahr nach Studienabschluss sind nach der Studie des Instituts für Hochschulforschung (HIS) nurmehr 4% eines Jahrganges auf Jobsuche.

 

In absoluten Zahlen allerdings sind dies für den Abschlussjahrgang 2009 immerhin über 13.500 Hochschulabsolventen mit einer Zeit der Jobsuche von mindestens einem Jahr.

 

Besonders Absolventen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften oder mit speziellen Studienabschlüssen („Orchideenfächer“), tun sich bisweilen schwer mit dem Jobeinstieg. Allerdings geht es bisweilen auch Jungakademikern aus den Natur-, Ingenieur- oder gar Wirtschaftswissenschaften so. Unsicherheiten beim Übergang von Diplom- zu den Bachelor-/Masterstudiengängen tun ihr Übriges.

 

Auch Sven Philipp ging das so. Der Bachelor der Umwelttechnik kämpfte zwei Jahre nach seinem Studium immer noch um die erste feste Arbeitsstelle. Nach unzähligen Bewerbungen schien die Lage für ihn zwischenzeitlich aussichtslos.

Vielen Absolventen geht es so wie Sven Philipp. Etliche sind in Praktika oder ehrenamtlich unterwegs. Manche schreiben verzweifelt Bewerbungen. Einige wissen nach kurzer Zeit der Euphorie gar nicht, was sie berufliche mit ihrem Studium anfangen sollen.

 

In Rückmeldungen von Arbeitgebern bei Vorstellungsgesprächen oder auf Jobmessen heißt es dann oft als Absagegrund: Keine oder wenig Praxiserfahrung, zu wenig betriebswirtschaftliche Kenntnisse, fehlende Erfahrung im Projektmanagement. Genau hier setzt die LVQ-Absolventenoffensive an, an der auch Sven Philipp auf Anraten seines Akademiker-Beraters der Agentur für Arbeit teilnahm und die sich genau auf den Bedarf von Jungakademikern wie ihn spezialisiert:

Hochschulabsolventen und Akademiker mit Schwierigkeiten beim Berufsstart erwerben in einem überschaubaren Zeitraum fehlende Kenntnisse in Themen der beruflichen Praxis wie Projektmanagement, Betriebswirtschaft, Marketing, Personalwirtschaft, aber auch Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Arbeitssicherheit – jeweils mit anerkannten Abschlüssen und hohem Praxisanteil.

 

Der entscheidende Erfolgsfaktor ist allerdings die Projektarbeit in einem Unternehmen oder einer Organisation wo akademischer Hintergrund und die Weiterbildung anhand eines Projekts in die Praxis umgesetzt werden.

Zwei Bedürfnisse kommen dabei zusammen: Der Bedarf von Unternehmen nach qualifizierten Young Professionals und der Wunsch der Absolventen nach einem gelungenen Berufsstart.

 

Das große Netzwerk der LVQ mit Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel, aber auch Wirtschaftsverbänden, Non-Profit-Unternehmen ist dabei sehr wichtig. So konnten im ersten Jahr der Absolventenoffensive bisher alle 35 Teilnehmer in erfolgreichen Projektarbeiten Praxiserfahrungen sammeln. Der Klebeeffekt ist dabei beträchtlich. 85 Prozent der Projektanten sind mittlerweile in einem festen Arbeitsverhältnis – häufig beim Projektgeber.

Beratung und unterstützendes Karrierecoaching ist bei diesem Ansatz neben praxisorientierten Weiterbildungen und der Projektarbeit die dritte Säule der Absolventenoffensive.

 

Sven Philipp: „Die Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Projektunternehmen war für mich ein Segen. Ich fand eine Chance bei einem Partnerunternehmen der LVQ.“ Und dort bei der AS Bauer GmbH, einem Spezialisten für Arbeitssicherheit und andere Managementsysteme, ist er nach seiner Projektphase kleben geblieben. Mittlerweile ist Sven Philipp dort als Unternehmensberater für die sicherheitstechnische Beratung im Arbeits,-, Brand-, Gesundheits- und Umweltschutz tätig – in einer Festanstellung.

Diesen Artikel teilen:

1 Kommentare

[…] Besonders wichtig ist das für das Durchführen der Projektarbeiten unserer Teilnehmer für die Absolventenoffensive. So führten unsere Absolventen Praxisprojekte bei Industrieunternehmen, bei Stiftungen, […]


Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.