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BarakathRegelmäßig kommen Absolvent/innen von Seminaren und Weiterbildungen der LVQ in dieser Rubrik zu Wort. Sie berichten über Ihre Erfolge und Erfahrungen nach ihrer Weiterbildung.

 

Insgesamt zehn Monate lang war Hafiz Barakath Teilnehmer bei der LVQ, u.a. in den Weiterbildungen Social Media, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement. In diesem Interview erzählt er, wie er als über 50-jähriger und trotz vorheriger gesundheitlicher Auszeit einen neuen Job bekommen hat.

 

Herr Barakath, was machen Sie beruflich?

 

Zum 15.08. beginne ich als Mitarbeiter im kaufmännischen Stab bei einem Serviceunternehmen am Niederrhein und bin für die Fachbereiche Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, IT- und Internetlösungen mitverantwortlich. Dazu gehört sogar noch die Integration von Social Media.

 

Mal etwas provokant gefragt: Wie haben Sie es denn als arbeitsuchender Angehöriger der „Generation 50+“ geschafft, wieder einen Job zu bekommen und dann noch eine solch vielseitige, interessante Stelle?

 

Ich wollte da weiter machen, wo ich aufgehört habe, dafür brauchte ich jedoch Zertifikate. Hierfür eignete sich das breite Angebotsspektrum der LVQ. Zusätzlich hat mir Tina Peißig von der LVQ sehr geholfen, da sie mich bei der Suche nach einem Praktikumsplatz unterstützt hat. Mit dem Geschäftsführer meines neuen Arbeitgebers verstand ich mich auf Anhieb. Wir hatten uns gesucht und gefunden und anstatt des Praktikums wurde es direkt eine Festanstellung.

 

Und das Alter war kein Hinderungsgrund für Ihren neuen Arbeitgeber?

 

Das Alter hat im Endeffekt keine Rolle gespielt, weil die Chemie mit dem Geschäftsführer stimmte. Wichtig war aber auch der Kontakt über die LVQ. Über die klassische Bewerbung auf eine Stellenausschreibung hätte es wahrscheinlich nicht geklappt.

 

Was war ausschlaggebend dafür, dass Sie diese Stelle bekommen haben?

 

Die Art und Weise wie der Geschäftsführer und ich miteinander umgegangen sind. Ich bin zwar eine Generation älter als er, wir denken aber in vielen Punkten ähnlich. Er ist ein Typ voller Visionen und sieht, dass die Wirtschaft neue Wege gehen muss. Hier waren wir auf einer Wellenlänge.

 

Welche Rolle spielten die Weiterbildungen bei der LVQ für Ihre Anstellung?

 

Ohne die Weiterbildungen hätte ich den neuen Job wohl nicht bekommen und wäre wahrscheinlich noch bei meinem alten Arbeitgeber, obwohl ich aufgrund meiner Berufsunfähigkeit meine eigentliche Tätigkeit nicht hätte weitermachen können. Keine Ahnung, was ich dann gemacht hätte. Auch wenn die Zeit entbehrungsreich war, hat sie mir auch persönlich weitergeholfen. Zudem war es gut, mal Zeit für einige zertifizierte Abschlüsse zu haben, weil in Deutschland so viel Wert auf Zertifikate gelegt wird.

 

Sie haben sowohl die Fortbildungen zum Social Media Manager als auch zum Datenschutzbeauftragten gemacht – birgt es nicht Konflikte, beide berufliche Positionen zu besetzen?

 

Überhaupt nicht. Gerade wenn man Social Media für ein Unternehmen nutzt, braucht man gewisse Maßstäbe. Und hier kann neben den Unternehmensleitlinien ein Rahmen von Datenschutzrichtlinien beim sicheren Umgang in Social Media hilfreich sein.

 

Aktuell geistert die Debatte um das ideale Alter für Social Media Manager im Netz, wo u.a. behauptet wird das ein Social Media Manager nicht älter als 25 Jahre sein sollte. Ist Ihre Generation zu alt für Social Media, Herr Barakath?

 

Dann würde der Begriff ja nicht mehr stimmen. Social heißt für mich auch: sozial, sozial heißt allumfassend. Und die Kommunikation in Social Media findet generationenübergreifend statt. Ein Social Media Manager muss zudem die Säulen des Marketings nicht nur kennen, sondern auch beherrschen. Das kann ein 25-jähriger, der frisch von der Uni kommt, doch gar nicht. Ideal ist ein Marketing-Team, das sich aus jüngeren und älteren Mitarbeitern zusammensetzt.

 

Was können Sie Bewerbern über 50, die auf Jobsuche sind, mit auf den Weg geben?

 

Nicht aufgeben, nicht resignieren. Wichtig ist, vor allem sich ein gutes Netzwerk aufzubauen und ausgetretene Pfade zu verlassen. Also verschiedene Möglichkeiten der Arbeitsuche auszuprobieren.

 

Was möchten Sie unseren Lesern noch mitteilen?

 

Auch wenn es im höheren Berufs-Alter hart ist, zu lernen und sich immer wieder aufzuraffen, es rentiert sich. Denn man tut ja auch etwas für sich, nicht nur für den Job. Und die innere Stärke, die man dadurch entwickelt, projiziert sich auf Bewerbungsgespräche und andere Aktivitäten.

 

Herr Barakath, vielen Dank für das Gespräch!

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