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LVQ - Jobbörsen-Serie Luzar Monster_deDen offenen Stellenmarkt erreichen Jobsuchende in erster Linie über Online Jobbörsen.  Grund genug, in unserer Serie "Der große Jobbörsen-Check" die einzelnen Online-Stellenbörsen unter die Lupe zu nehmen. Wir haben uns entschieden, die Jobbörsen direkt zu interviewen. Im heutigen zweiten Teil unserer Serie haben wir uns mit Frau Dr. Luzar unterhalten. Sie ist bei Monster Deutschland für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

 

Lars Hahn: Guten Tag Frau Dr. Luzar, auf Ihrer Website steht „Das Bessere für mich“. Was macht Monster besser als andere Jobbörsen?

 

Katrin Luzar: Monster hat vor 20 Jahren das Online-Recruiting erfunden – ich glaube, in Sachen Erfahrung macht uns da so schnell keiner was vor. Wir waren immer wieder bestrebt, den Markt und die HR-Branche durch neue Technologien, Ideen und Studien voranzubringen. Dabei hilft es durchaus, dass wir eine globale Organisation im Rücken haben und dementsprechend von den Erfahrungen anderer Länder profitieren können. Was uns auszeichnet ist, dass wir den Kandidaten in den Vordergrund stellen. Denn am Ende helfen alle Produkte nichts, wenn sie nicht darauf zugeschnitten sind, den passenden Kandidaten für das Unternehmen und das passende Unternehmen für den Kandidaten zu finden. Uns geht es um das „perfect match“, das macht uns aus.

 

Lars Hahn: Die Jobsuche hat sich in den letzten 10 Jahren verändert. Welche Trends sehen Sie für die Jobsuche der Zukunft?

 

Katrin Luzar: Die Trends der Zukunft werden durch neue technologische Möglichkeiten, das geänderte Mediennutzungsverhalten der Jobsuchenden und gesellschaftliche Entwicklungen wie den Demographischen Wandel beeinflusst und getrieben.

Trends: Mobiles und Social Recruiting

Ich gebe Ihnen ein paar Beispiele dazu: Mobiles Recruiting wird zunehmend mehr Bedeutung erreichen – fast jeder Jobsuchende hat heute ein Smartphone und nutzt es entsprechend. Social Recruiting wird vom Trendthema zum festen Baustein einer Recruiting Strategie dank (endlich) funktionierender Tools, die die Suche nach Talenten effizienter und erfolgreicher machen. Active Sourcing ist das neue Leitmotiv in Personalabteilungen, denn schon heute möchten vier von zehn Bewerbern lieber von Unternehmen gefunden werden, anstatt selbst zu suchen. Das beweisen auch unsere wissenschaftlichen Studien. Hintergrund ist hier u.a. der Demographische Wandel, der Unternehmen vor große Herausforderungen stellt und z.B. mit dafür sorgt, dass man in Deutschland von einem Arbeitnehmermarkt spricht. Das müssen Personalverantwortliche reflektieren und sich mit den richtigen Werkzeugen ausstatten. Hier wird Monster zukünftig neue Angebote machen, um Personaler zu unterstützen.

 

Lars Hahn: Wird es zukünftig Jobbörsen überhaupt noch geben? Oder gehört die Zukunft nicht vielmehr den sozialen Netzwerken wie XING und LinkedIn.

 

Katrin Luzar: Ein klares JA zur Zukunft der Jobbörsen! Die Bedeutung der Jobbörsen als etablierte Plattformen steigt aktuell eher noch an, als dass sie geringer wird – so resultieren beispielsweise 36 Prozent aller generierten Einstellungen aus Internetstellenbörsen wie unsere Studie „Recruiting Trends 2014“ belegt. Das ist Platz 1 – andere Quellen, mit Ausnahme der eigenen Unternehmenswebseite, liegen eher abgeschlagen dahinter.

Jobbörsen UND soziale Netzwerke

Aber die Bedeutung der sozialen Netzwerke nimmt zu, wie ich in der vorherigen Antwort beschrieben habe. Das müssen Jobbörsen reflektieren. Wir werden daher noch in diesem Jahr in den USA und auch in Europa neue Services vorstellen, die die besonderen Vorteile, die soziale Netzwerke haben, für den HR-Verantwortlichen nutzbar machen. So erhalten Personaler Zugang zu allen Quellen für passende Kandidaten aus einer Hand, mit einer individuellen Beratung.

 

Lars Hahn: Bei Monster.de kann ich ganz gut Jobs suchen, ohne ein Profil zu haben. Lohnt es sich denn für Jobsuchende, bei Monster einen Lebenslauf hochzuladen oder ein Profil anzulegen?

 

Katrin Luzar: Ja, es lohnt sich sowohl für Arbeitnehmer, die ganz aktiv auf der Suche sind (wir haben angesichts von Fachkräftemangel und hohem Bedarf auf manchen Profilen extrem hohe Zugriffszahlen) als auch für diejenigen, die nur „passiv“ die Augen offen halten. Also z.B. diejenigen, die noch einen Job haben, aber bei einem besseren Angebot durchaus einen Wechsel in Erwägung ziehen würden. Den Lebenslauf hochzuladen dauert nur ein paar Minuten.

 

Lars Hahn: Haben Sie spezielle Tipps? Was sollten Bewerber bei der Jobsuche generell beachten?

 

Katrin Luzar: Bewerber sollten ihre Daten sorgfältig vorbereiten und gut strukturieren – fehlerhafte Texte oder unerklärbare Lücken im Lebenslauf können dazu führen, dass man nicht eingeladen wird. Wie man einen guten Lebenslauf und ein gutes Anschreiben aufsetzt, erfährt man z.B. auch bei uns.

Gute Suchstrategien sind wichtig

Bei der Suche gibt es unterschiedliche Strategien – viele Bewerber wissen gar nicht ganz genau, wonach sie suchen oder wollen z.B. die Branche wechseln. Probieren Sie daher unterschiedliche Suchen aus mit unterschiedlichen Suchbegriffen. Spielen Sie einmal mit verschiedenen Jobtiteln – lassen Sie sich so inspirieren und auf neue Ideen bringen, wo Sie überall arbeiten könnten. Wenn man dann in den Bewerbungsprozess geht, sollte man sich über das Unternehmen informieren, sich Fragen überlegen, die man an das Unternehmen hat und seine eigenen Ansprüche definieren. Wie wichtig sind einem Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten oder Weiterbildungen? Was ist mit Reisetätigkeiten? Welches Gehalt möchte man? Alle diese Punkte sollten Teil des Bewerbungsgespräches sein. Und vor allem sollte man auf die Frage gefasst sein: Warum möchten Sie gerade hier arbeiten?

 

Lars Hahn: Und was wäre besonders wichtig bei der Nutzung von Monster.de?

 

Katrin Luzar: Nutzen Sie alle Services, damit Sie Zeit und Aufwand sparen.

Nutzen aller Möglichkeiten für die Jobsuche

Ich gebe Ihnen drei Beispiele:

  1. Laden Sie Ihren Lebenslauf hoch, damit Sie von Arbeitgebern gefunden werden können, die genau Sie suchen.
  2. Die spezielle semantische Jobsuche mit den drei Suchfeldern findet für Sie passgenaue Jobs anhand von Stellentitel, Fähigkeiten und Standort. Das bedeutet: Unsere Suchalgorithmen sind so intelligent, dass auch verwandte Begriffe des Jobtitels, nach dem Sie suchen, in den Resultaten angezeigt werden.
  3. Damit Sie nicht jedes Mal von vorne beginnen müssen, können Sie bis zu fünf Jobsuchen speichern und sich dann neue auf diese Jobsuchenden Stellenanzeigen bequem per Mail zuschicken lassen. So verpassen Sie keine interessante Chance, können sich ganz schnell bewerben und sind den anderen eine Nasenläge voraus.

Lars Hahn: Stichwort Mehrwert: Welche Services bietet Monster.de Jobsuchenden über die Jobbörse hinaus.

 

Katrin Luzar: Im Karriere-Journal finden Kandidaten aktuelle Expertentipps, Artikel, kostenlose Vorlagen und mehr rund um die Themen Bewerbung, Karriere, Gehalt und Arbeitsrecht. So kann man sich perfekt auf den Bewerbungsprozess vorbereiten. Ein besonderer Service ist auch das Angebot für „Jobs im Ausland“ für diejenigen, die im Rahmen Ihrer Karriereplanung gerne einmal außerhalb von Deutschland arbeiten möchten. Für Berufseinsteiger und Studenten haben wir ebenfalls ein eigenes Angebot, das bei der Orientierung und den ersten Schritten in die Berufswelt unterstützt. Vor allem aber hilft Monster Arbeitgebern dabei, sich bei den Kandidaten bestmöglich zu präsentieren, so dass Kandidaten auf einen Blick alle notwendigen Informationen zur Stelle und zum neuen Arbeitgeber finden.

 

Lars Hahn: Wie sucht Monster.de eigentlich nach eigenen Mitarbeitern? Was funktioniert am Besten?“

 

Katrin Luzar: Das hängt ganz vom Positionsprofil ab – wir empfehlen allen unseren Kunden: „Jedem Kandidat seine Strategie“ und halten uns auch selber daran. Selbstverständlich nutzen wir vor allem seine eigenen Online-Kanäle. Je nach Profil setzen wir zusätzlich auf andere Maßnahmen wie z.B. Mitarbeiterempfehlungen, die Suche in Sozialen Netzwerken und auch in unseren eigenen Datenbanken.

 

Lars Hahn: Gibt es sonst noch etwas, das Sie Leser/innen des Interviews mitteilen möchten?

 

Katrin Luzar: Ich würde den Leserinnen und Lesern gerne jeweils zwei Thesen mit auf den Weg geben:

 

Für Bewerber:

  1. Umsetzung mal anders machen: Sichtbar im Netz werden (Stichwort Active Sourcing)
  2. Planung ändern: Jedem Arbeitgeber seine Strategie

Für Personaler:

  1. Grundeinstellung überdenken: Weg von einem „Warum wollen Sie bei uns arbeiten?“ hin zu einem „Wir wollen Dich!“
  2. Werkzeuge: Technologie regiert – nutzen Sie neue Möglichkeiten, Ihre Kandidaten tun es bereits.

Lars Hahn: Frau Dr. Luzar, vielen Dank für das interessante Gespräch.

 

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Hier schreiben Lars Hahn, Martin Salwiczek und Gastautoren.

 

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

 

Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

 

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

 

(c) Foto: Monster Deutschland GmbH

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