Jobbörsen-Mix! 10 Tricks für die erfolgreiche Nutzung von Stellenportalen

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Vorträge von Lars Hahn drehen sich meistens um den verdeckten Stellenmarkt und um berufliches Netzwerken oder „Systematisches Kaffeetrinken“.

Da Lars das Publikum bei Jobmessen und Karrieretagen gerne in seine Vorträge einbezieht, bekommt er einen guten Einblick in seine Zuhörerschaft.

Diesmal war sein Vortragsthema „Stellenbörsen und Jobportale“. Was er dabei als Feedback bekam, bewegte ihn zu seinen heutigen Beitrag, in dem er die Welt der Jobbörsen unter die Lupe nimmt und Tipps für deren Nutzung an die Hand gibt.

 


Kürzlich hielt ich mal wieder einen Vortrag zum Thema „How to get a job“. Diesmal ging es um das Thema „Stellenbörsen und Jobportale – Tipps und Tricks“: Wie man Monster.de, Stepstone, Jobsuchmaschinen, Branchenjobbörsen, regionale Stellenportale und die gute alte Arbeitsagentur.de nutzt.

Im Publikum saßen etwa 150 Zuhörer, die sich gerade aktiv auf Jobsuche befinden. Vom Background geschätzt repräsentativ für die Bevölkerung. Facharbeiter, Hilfskräfte, Akademiker, und Führungskräfte tummelten sich im Publikum.

Wie ich es meistens tue, bezog ich das Publikum aktiv in den Vortrag mit ein. Diesmal stellte ich unter anderem die Frage, wie viele Jobbörsen denn die Zuhörer jeweils nutzen.

Hier das zwar nicht ganz wissenschaftlich fundierte, doch spannende Ergebnis:

Es nutzen

5 Stellenbörsen oder mehr:            3 Personen

3 Stellenbörsen oder mehr:         10 Personen

2 Stellenbörsen:                             20 Personen

1 Stellenbörse, mehr nicht:         über 100 Personen

Nochmal zum Mitschreiben: Bei ihrer Jobsuche nutzen von 150 Personen ganze 2/3 nur eine Jobbörse (Stepstone und Arbeitsagentur waren dabei übrigens gleich meist verteilt).

Screenshot der Stellenbörse Stellenmarkt-schafe.eu

Screenshot der Exotenjobbörse für Schäfer Stellenmarkt-schafe.eu

Und nur 2 Prozent der Suchenden benutzen 5 Stellenbörsen oder mehr!

OMG!

Dabei gibt es weit mehr als 1.000 Jobbörsen, Stellenportale und Jobsuchmaschinen allein in  Deutschland. Neben den großen Playern gibt es regionale Plattformen, Branchen-Portale und sogar so Exoten wie eine Jobbörse für Schäfer:

Mehrere Stellenbörsen nutzen – am besten fünf oder mehr

Es gibt gute Gründe, mehrere Stellenportale und Jobsuchmaschinen gleichzeitig zu nutzen:

  1. Stellenbörsen bilden stets nur einen kleinen Ausschnitt des Stellemarktes ab.
  2. Nur Unternehmen, die Ihre Stelle der jeweiligen Jobbörse melden oder dort eine Stellenanzeige kaufen, sind bei Stepstone/Monster/Arbeitsagentur/etc. zu finden.
  3. Stellenbörsen haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die einen bedienen vorwiegend gut zahlende Anzeigenkunden, die nächsten speisen sich aus Unternehmen, die nicht für die Stellenanzeige zahlen wollen, die anderen haben nur regionale Stellenanzeige und wieder andere konzentrieren sich nur auf eine Branche.
  4. Fast jede Stellenbörse hat damit auch ihre einseitigen Schwächen: Die eine hat überwiegend Zeitarbeitsunternehmen, die nächste hat nur Konzerne, eine andere hat nur Akademiker-Jobs und die regionale hat nur wenige anspruchsvolle Stellen.
  5. Die Jobsuchmaschinen scheinen zwar viel mehr Stellen zu erfassen, aber auch sie haben nur einen kleinen Ausschnitt des Stellenmarktes im Angebot.

    Eva Zils ZP14

    Eva Zils ist die Expertin für Jobbörsen in Deutschland

Da liegt es auf der Hand, dass ich als Bewerber meine Chancen bei Jobbörsen grandios erhöhe, wenn ich Portale mit unterschiedlichen Schwerpunkten miteinander kombiniere. Wie sagte Jobbörsen-Expertin Eva Zils schon vor einiger Zeit hier im Blog:

„Ich empfehle, dass man die großen Jobbörsen genauso im Blick hat wie kleinere Spezialbörsen mit exklusiven Jobs. Ergänzend dazu noch eine lokale Plattform.“

Man kann durch einige einfache Kniffe seine Chancen auf einen neuen und guten Job bei der Nutzung von Stellenbörsen erhöhen. Hier nenne ich Ihnen meine ganz persönlichen Tipps:

10 Tipps und Tricks für die erfolgreiche Nutzung von Jobbörsen

  1. Nutzen Sie  fünf oder mehr Jobbörsen für Ihre Stellensuche. Sie erhöhen Ihre Chancen erheblich, wenn Sie verschieden ausgerichtete Jobportale durchsuchen.
  2. Durchforsten Sie mindestens ein überregionales Stellenportal, ein branchenspezifisches, schauen Sie in einer regionalen Jobbörse, nehmen Sie auch die Arbeitsagentur.de und benutzen Sie eine Meta-Suchmaschine wie indeed.
  3. Erstellen Sie dort, wo es geht, ein sichtbares Profil in den Jobbörsen, die Sie nutzen. Arbeitgeber suchen gezielt in diesen Profilen nach passenden Bewerbern. Außerdem erhalten Sie so passende Angebote (siehe 4.).
  4. Präzisieren Sie Ihr eigenes Profil und Ihre Suchstrategie.
  5. Definieren Sie dazu die passenden Schlüsselwörter, die zu Ihrem Profil passen und die Sie in Ihre Profile schreiben können.
  6. Lassen Sie sich dabei durch Xing-Profile von Personen inspirieren, die dort arbeiten, wo Sie hinwollen. Welche Keywords schreiben diese unter „Ich biete“ bei Xing? Kopieren Sie gute Keywords „schamlos“.
  7. Richten Sie automatisierte E-Mail-Agenten oder Newsletter ein, die auf Ihr persönliches Profil passen und lassen sich diese zusenden.
  8. Erforschen Sie Ihre Arbeitswelt und passende Berufsprofile bei berufenet. Auch dort erhalten Sie Infos, die Sie zur Profilschärfung und zur Verbesserung Ihrer Suchstrategie nutzen können.
  9. Updaten Sie Ihre Profile und Suchagenten regelmäßig, falls sich während der Jobsuche Ihre Zielunternehmen, Zielbranche oder Ihr eigenes Profil ändern.
  10. Nutzen Sie die Gesetze des Marketings: Bei Profilen in Jobbörsen gelten ähnliche Regeln wie beim Lebenslauf oder beim XING-Profil. Das, was Sie über sich präsentieren, ist ein Instrument Ihres Marketings. Eine Regel gilt dort immer: Keep it smart and simple: KISS.

Bonustipp: Die Jobsuche im verdeckten Stellenmarkt

Die Bewerbung über Stellenbörsen und Jobportale ist sicherlich ein Standard der Jobsuche auch im 21. Jahrhundert. Es gibt ja auch durchaus viele erfolgreiche Beispiele, in denen über eine Stellenanzeige ein toller Job gefunden wurde.

Allerdings sind mehr als 50 Prozent der Stellen eben nicht in Jobbörsen zu finden und werden über Kontakte und Empfehlungen besetzt. Verwenden Sie daher auch mehr als die Hälfte Ihrer Zeit und Energie während der Jobsuche für den Besuch von Branchenevents und Jobmessen, das Pflegen von Kontakten und Netzwerken. Offline und Online. Per Systematisch Kaffeetrinken und XING und Co.

Methoden-Mix bei der Jobsuche als Erfolgsgarant

Unsere Erfahrung zeigt, dass Bewerber ihre Erfolgschancen vervielfachen, sobald sie verschiedene Wege und Methoden der Jobsuche gleichzeitig nutzen. Wenn Sie gleichzeitig mehrere Stellenbörsen nutzen, soziale Netzwerke verwenden und vor allen Dingen persönliche Gespräche führen, werden Sie über kurz oder lang erfolgreich mit Ihrer Jobsuche sein.

Jobbörsen-Infos zum Weiterlesen:

Jobforest.de – Umfassendes Verzeichnis von Jobbörsen in Deutschland

Crosswater Job Guide – das Jobbörsenverzeichnis

LVQ-Karriereblog – Kategorie Jobbörsen

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Hier schreiben Lars Hahn, Martin Salwiczek und Gastautoren.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

 

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  1. […] liegt zum einem daran, dass bei der Recherche in Jobbörsen falsch vorgegangen wird. Zum anderen daran, dass ein Großteil der Stellen einfach nicht in […]

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