„Der Austausch mit den Teilnehmern war besonders wichtig“ – LVQ Absolvent Dominik Timmerbeil im Interview

Jobsuche und Weiterbildung für GeisteswissenschaftlerDominik Timmerbeil studierte in Bochum Anglistik und Politikwissenschaften. Wie bei vielen Geisteswissenschaftlern gestaltete sich seine Jobsuche anfangs schwierig. Um sich beruflich breiter aufzustellen, entschied er sich daher für eine Weiterbildung bei der LVQ. Er bildete sich in den Bereichen Social Media, Marketing, Projektmanagement und Qualitätsmanagement weiter.
Heute arbeitet er bei einem Essener Weiterbildungsträger, koordiniert Seminare und pflegt die Social Media Kanäle.
Wir wollten von ihm wissen, wie er an seinen Job gekommen ist, welche Rolle die LVQ dabei gespielt hat und welche Tipps er Geisteswissenschaftlern für die Jobsuche geben kann.

Hallo Herr Timmerbeil, schön das Sie Zeit für das Gespräch gefunden haben. Wo erreiche ich Sie gerade?
Hallo, sie erwischen mich gerade in Essen bei meinem Arbeitgeber damago im Büro. Ich bereite gerade einige Sachen für unsere angehenden Fachinformatiker vor, die nächste Woche ihre Umschulung beginnen.

Was bereiten Sie denn vor?
Ich habe vorhin an der Dozentenplanung gesessen und Begrüßungsmappen für unsere Neu-Ankömmlinge erstellt.

Können Sie mir ein bisschen mehr über Ihren neuen Arbeitgeber erzählen und was genau Ihre Aufgabe ist?
Klar. Damago ist ein IT-Weiterbildungsunternehmen mit Hauptsitz in Potsdam. Wir machen IT-Umschulungen und Weiterbildungen, z.B. Microsoft, SAP und Oracle-Seminare und andere IT-Kurse. Ich arbeite dort in der Seminarkoordination. Zudem betreue ich den Social Media Bereich. Das ist wichtig wegen unserer IT-affinen Kunden. Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit gehört auch dazu, durch die Betreuung unseres Messestandes.

Baut Ihre Arbeit auf Ihrem Studium auf?
Eigentlich gar nicht. Ich habe Anglistik und Politikwissenschaft studiert, wäre gerne in den Bereich Journalismus, Redaktion gegangen. Leider ist der Einstieg in dieses Berufsfeld heute schwierig, also hab ich mich anderweitig orientiert und geschaut, dass ich  mich durch eine Weiterbildung breiter aufstellen kann.

Wie kamen Sie dann ausgerechnet in den Weiterbildungsbereich?
Durch die LVQ. Im Anschluss an meine Weiterbildung bei der LVQ habe ich bei damago eine zweimonatige Projektarbeit gemacht. Die hat mir Frau Peißig von der LVQ durch einen Kontakt beschafft. Zum Glück lief es von Beginn an so gut, dass ich von damago in eine Festanstellung übernommen wurde. Und das war bei Start noch nicht absehbar.

Was hat den Ausschlag gegeben für die Festanstellung?
Das die Chemie gestimmt hat. Zudem haben mir die Weiterbildungen bei der LVQ sehr weitergeholfen.

Inwiefern?
Ich habe inhaltlich ganz unterschiedliche Themen gelernt, die für diese Stelle einfach passen.

Viele Aufgaben sind durch die Kurse bei damago zeitlich begrenzt. Hier helfen mir die Projektmanagement-Kenntnisse sehr weiter. Qualitätsmanagement ist bei Weiterbildungsträgern ein ganz wichtiges Thema. Durch meine Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten hab ich viel darüber gelernt. Meine Marketing- und Social Media Kenntnisse bringe ich täglich mit ein.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Weiterbildungen gemacht habe, dabei hatte ich das zuerst gar nicht vor.

Sondern?
Ursprünglich wollte ich nur den Social Media Manager machen. Im Beratungsgespräch bei der LVQ hat man mir jedoch geraten, mich breiter aufzustellen, fachliche Inhalte zu lernen, die in keinem geisteswissenschaftlichen Studium vermittelt werden, aber in der Praxis sehr anwendbar sind. Die Entscheidung war absolut richtig.

Woran erinnern Sie sich als Erstes, wenn Sie an Ihre LVQ-Zeit zurück denken?
Zwei Dinge: Die Teilnehmer und die LVQ-Mitarbeiter.
Ich habe viele interessante Menschen mit ganz unterschiedlichen fachlichen Hintergrund und unterschiedlicher Berufserfahrung kennengelernt. Durch das gemeinsame Ziel, durch die Weiterbildung einen Job zu bekommen, war der Austausch sehr intensiv, das war urwichtig. Man hat viel von den Erfahrungen der anderen mitgenommen.

Sehr wichtig war die persönliche Betreuung durch die LVQ. Egal ob es um Bewerbungstipps, Unterstützung bei der Praktikumssuche oder der Prüfungsvorbereitung ging – alle Mitarbeiter und Dozenten waren sehr hilfsbereit.

Jobsuche und Weiterbildung. Wie haben Sie das alles geschafft?
Das war schon eine Herausforderung, da ich täglich von Hagen nach Mülheim gependelt bin. Mein Hauptaugenmerk lag daher anfangs auf der Weiterbildung. Damit bin ich gut gefahren. Es war sehr hilfreich, sich immer wieder kurze Ziele zu setzen: Die Präsentation vorbereiten, die Prüfung bestehen.
Die unmittelbaren Ziele zu erreichen war gut, um nach und nach das Selbstbewusstsein und die Motivation auszubauen.

Zur Jobsuche hat bei mir ein Umdenken stattgefunden, weg vom eher anonymen Schriftverkehr hin zur persönlicheren Bewerbung.

Wie kam es zu diesem Umdenken und was meinen Sie genau mit persönlicher Bewerbung?
Vor der Weiterbildungsphase lief die Jobsuche ernüchternd. Bei der Bewerbung auf Stellenanzeigen, ob jetzt online oder print, gab es kaum Resonanz und auch kein Feedback auf meine Bewerbungen. Dieses Vorgehen ist mittlerweile old-school. Wichtiger ist der persönliche Kontakt über Messen oder die direkte Ansprache von Menschen. Das ist zwar nicht jedermanns Sache, aber beim einfachen Schriftverkehr ist man nur ein Name auf einem Stück Papier. Die besten Bewerbungsunterlagen kommen einfach nicht an den persönlichen Auftritt ran.

Was können Sie daran anknüpfend anderen Geisteswissenschaftlern für die Jobsuche mit auf dem Weg geben?
Dran bleiben und Geduld haben. Auch wenn es eine Zeit dauert, es gibt immer eine Tür die sich öffnet. Ziele setzen ist dabei wichtig, ruhig auch mal samstags zur Jobmesse gehen, statt Fußball zu gucken. Auch eine Weiterbildung kann nach dem Studium eine wichtige Option sein, um bestimmte Qualifikationen zu erwerben und um sich mit Menschen aus anderen Bereichen zu vernetzen. Das wichtigste ist jedoch, wirklich dran zu bleiben und sich nicht unterkriegen zu lassen. Das Ganze ist es wert!

Herr Timmerbeil, vielen Dank für das Interview!

Anmerkung: Für Hochschulabsolventen wie Herrn Timmerbeil bieten wir ein Programm an, dass sich aus fachlicher Weiterbildung, individuellen Coaching und einer anschließenden Projektarbeit zusammensetzt. Mit einem sogenannten Bildungsgutschein können die Kosten komplett übernommen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Weiterbildungsangebote für Hochschulabsolventen.

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Hier schreiben Lars Hahn, Martin Salwiczek und Gastautoren.

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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2 Kommentare zu “„Der Austausch mit den Teilnehmern war besonders wichtig“ – LVQ Absolvent Dominik Timmerbeil im Interview
  1. Jochen Fink sagt:

    Hallo,

    mit Interesse und einem stetigen Kopfnicken habe ich diesen Beitrag gelesen.
    Ich kann dem Kollegen nur zustimmen – auch mir hat die Weiterbildung LVQ den Weg in einen interessanten und zukunftsfähigen Job maßgelblich mit bereitet.

    Ohne das fundierte Fachwissen und die entsprechend erworbenen Nachweise wäre es ungleich schwerer geworden in dieser Branche festen Fuß zu fassen.

    Vielen Dank an der Stelle noch einmal.

    Gruss

    Jochen Fink

    • Martin Salwiczek sagt:

      Hallo Herr Fink,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es freut uns sehr, dass die Weiterbildung Sie in die richtige Richtung gelenkt hat.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg!

      Mit besten Grüßen,
      Martin Salwiczek

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