Die neue XING-Visitenkarte für die Jobsuche

Haben Sie in letzter Zeit auf Ihr XING-Profil geschaut?

Das Businessnetzwerk führt gerade Neuerungen ein und macht mit der sogenannten Visitenkarte einen Anfang. Mit der Visitenkarte ist die Kopfzeile des XING-Profils gemeint.
Nicht nur visuell ändert sich dadurch einiges, sondern auch von der Funktionalität her.

XING hat die Kopfzeile des Profils deutlich aufgeräumt. Anstelle einiger Erstinformationen (Anzahl der Kontakte, Aktivitätsindex, Profilspruch) steht nun ein großes Titelbild.
Zudem können XING-Basisnutzer nun bis zu zwei, Premiumnutzer bis zu fünf Stationen in der Kopfzeile angeben. Das ist gerade sinnvoll für Nutzer, die mehrere Beschäftigungen haben, zum Beispiel teils angestellt, teils freiberuflich tätig sind.

Wir stellen im heutigen Beitrag die wichtigsten Änderungen vor und geben Ihnen einige Tipps, wie Sie die Visitenkarte in der Phase der Jobsuche nutzen können.

XING-Visitenkarte: Neues Design für das XING-Profil

Durch das neue Titelbild gewinnt das XING-Profil einen deutlich visuelleren Charakter. XING folgt damit dem Beispiel internationaler Netzwerke wie Facebook, Twitter und LinkedIn.
Zu Beginn ist das Hintergrundbild einfarbig. Bei Basismitgliedern ist die Hintergrundfläche zu Beginn weiß, bei Premiummitgliedern grün (wie in meinem Fall). Zusätzlich gibt es nun die zusätzlichen XING-Mitgliedschaft „Executives“, eine Art Premium-Premium-Version für Führungskräfte. Diese erkennt man anhand eines schwarzen Hintergrundes. Sofern Sie mindestens Premiummitglied sind, können Sie den Hintergrund individualisieren, indem Sie ein aussagekräftiges Titelbild hinzufügen. Dafür klicken Sie auf „Visitenkarte bearbeiten“ und klicken auf den weißen Stift rechts unten auf der Fläche. Nun können Sie ein Bild hochladen und zuschneiden.

Wie kann man das Hintergrundbild während der Jobsuche nutzen?

Wir haben das neue XING-Design bereits in zwei Workshops mit Weiterbildungsteilnehmern diskutieren dürfen. Dabei kamen auch erste Ideen, wie man das Hintergrundbild während der Jobsuche nutzen kann.

So wäre eine Option, einen beruflichen Kontext herzustellen. Konkret war der Vorschlag eines Teilnehmers aus einem Qualitätsmanagement-Kurs, ein passendes Motiv zum Thema zu wählen. Das würde bei mir in etwa so aussehen, wie auf der folgenden Abbildung:

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Achten Sie bei der Verwendung eines Titelbildes auf die Bildnutzungs- und Urheberrechte (was in übrigen auch für das Profilbild gilt).

Nutzen Sie daher entweder eigenes Bildmaterial, kaufen Sie sich Fotos (z.B. über Fotolia oder ähnliche Plattformen) oder nutzen Sie Bilddatenbanken wie Pixabay, wo kostenlose Bilder zur Verfügung stehen.

Persönlichen Bezug im Titelbild herstellen

Alternativ lassen sich auch eigene Fotos mit einem persönlichen Bezug nutzen. LVQ-Geschäftsführer Lars Hahn zum Beispiel verwendet ein selbstgeschossenes Foto der Tiger & Turtle-Skulptur aus Duisburg:

Einige Beispiel-Bilder von LVQ-Teilnehmern vermittelten Aspekte wie Aufbruchstimmung, Zielstrebigkeit oder Kreativität. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Bilder eine gute Auflösung haben und eine gewisse Professionalität ausstrahlen.

Wie mache ich meine Jobsuche sichtbar?

Auch bei der Zusammenstellung der schriftlichen Informationen auf der Visitenkarte werden Sie etwas Einfallsreichtum benötigen. Sind Sie berufstätig, ist dies noch recht einfach. Schwieriger wird es jedoch, wenn Sie aktuell nicht in Beschäftigung sind. Viele XING-Nutzer haben entweder ihren ehemaligen Arbeitgeber noch oben stehen, oder häufig gar keine Informationen. Damit verschenken Sie jedoch wichtigen Raum, um sich für Arbeitgeber oder Recruiter bei XING besser auffindbar zu machen.

Bevor Sie an der Kopfzeile arbeiten, sollten Sie eine Einstellung tätigen, um sich für Arbeitgeber als jobsuchend sichtbar zu machen. Klicken Sie dafür auf die Pünktchen neben dem Feld „Visitenkarte bearbeiten“ (siehe Abbildung). Dort haben Sie nun die Möglichkeit Ihre „Karrierewünsche“ anzugeben. Hier können Sie nun angeben, dass Sie aktiv auf Jobsuche sind und festlegen, wer dies sehen darf.  


Wie Sie eine aussagekräftige Kopfzeile für die Visitenkarte erstellen

Schon vor der Umstellung auf die neue Visitenkarte musste man etwas querdenken, um eine aussagekräftige Kopfzeile zu erstellen (in unseren Beitrag „Aktuelle Position bei XING eintragen“ haben wir einige Beispiele zusammengefasst, wie Sie Ihre aktuelle Jobsuche bei XING am besten darstellen können).

Auch mit der neuen Visitenkarte hat XING noch keine wirklich zufriedenstellende Lösung für Nutzer gefunden, die aktuell nicht in Beschäftigung sind. Hierzu müssen Sie sich eines kleinen Kniffes bedienen, damit Sie eine Kopfzeile wie in dem folgenden Beispiel erstellen können:


In dem genannten Beispiel sehen wir eine Diplom-Agraringenieurin mit Spezialisierung in der gartenbaulichen Biotechnologie. Diese Expertise hat sie in die Kopfzeile eingebunden und durch ihre drei wichtigsten Schlagworte (Laborleitung, Biotechnologie, Gartenbau) ergänzt.

Wie ist sie dabei vorgegangen?
Wenn Sie bereits ein bestehendes XING-Profil haben, dann ergibt sich die Information neben Ihrem Foto in der Grundeinstellung aus Ihrer aktuellsten Station im Profil-Feld „Berufserfahrung“ (Deswegen steht bei vielen arbeitssuchenden XING-Nutzern noch der letzte Arbeitgeber neben dem Foto). Gehen Sie wie folgt vor, um eine ähnliche Kopfzeile für die Visitenkarte zu erstellen:

  • Klicken Sie im Feld „Berufserfahrung“ den grünen Button „Hinzufügen“, um eine neue Position hinzuzufügen.
  • Entscheidend sind hier jetzt die beiden Felder „Aktuelle Position“ und „Unternehmen“ (siehe folgende Abbildung). Diese beiden Felder sind die, die neben dem Profilfoto erscheinen.

  • Wie wir im Beispiel sehen, stehen an Stelle eines Unternehmensnamens drei prägende Schlagworte. Nutzen Sie also das Feld „Unternehmen“ um dort zu Ihrem Profil passende Begriffe einzutragen.
  • XING möchte von Ihnen eine Beschäftigungsart und eine Branche haben. Nach Umstellung auf die neue Visitenkarte ist es nicht mehr möglich den Status „arbeitssuchend“ anzugeben. Geben Sie hier stattdessen „angestellt“ ein. Das ist legitim, da Sie aktuell noch keine Möglichkeit haben, hier „ohne Beschäftigung“ anzugeben.
  • Im Feld „Beschreibung Ihrer Tätigkeit“ haben Sie nun die Möglichkeit, Ihre Jetzt-Situation zu beschreiben. Denn nicht jeder Profil-Besucher wird Ihre Informationen direkt zuordnen können.
  • Damit die Beschäftigungsart „angestellt“ nicht mit in die Kopfzeile übernommen wird, empfehlen wir keine Zeitangabe zu tätigen. Das führt dazu, dass wie in dem gezeigten Beispiel kein Beschäftigungsstatus angezeigt wird und der Eintrag tatsächlich den Charakter einer übergeordneten Profilinformation erhält.
  • Wählen Sie nun in der Kopfzeile unter „Visitenkarte bearbeiten“ die erstellte Angabe aus, damit Sie in der Visitenkarte neben Ihrem Profilbild angezeigt wird.

Weitere Beispiele wie Sie die Felder „Aktuelle Position“ und „Unternehmen“ ausfüllen können, finden Sie in diesem Beitrag.

Zwischenfazit zur neuen XING-Visitenkarte

Die neue Visitenkarte ist eine optische Aufwertung für das XING-Profil und ein guter Start für die noch kommenden Änderungen. Leider wurde bisher die Chance verpasst, das XING-Profil gerade für Jobsuchende die nicht in Beschäftigung sind, nutzerfreundlicher zu gestalten. Denn auch Funktionen wie der Aktivitätsindex oder die Anzahl der Kontakte eines Profils, vorher wichtige Indikatoren für die potenzielle Kontaktaufnahme eines möglichen Arbeitgebers (siehe dazu dieser Artikel), sind nun leider weggefallen.

XING ist jedoch dafür bekannt, Neuerungen in einem frühen Stadium öffentlich zu machen und auf Feedback seiner Nutzer zu reagieren. Daher werden in nächster Zeit mit Sicherheit einige nützliche Optimierungen dazu kommen, die es auch Jobsuchenden einfacher machen werden ihr Profil auszufüllen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der neuen XING-Visitenkarte? Schreiben Sie uns.

 

 

Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Hier schreiben Lars Hahn, Martin Salwiczek und Gastautoren.Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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