Wie der Jobwechsel gelingt: 3 Mutmacher, 5 Empfehlungen & 1 Blogparade #MutzumJobWechsel

mutzumjobwechsel100 Prozent der Menschen, die zu uns zur Beratung kommen, befinden sich im Jobwechsel. Circa 33 Prozent streben sogar einen kompletten Wechsel an, möchten die Branche wechseln, oder streben ein neues berufliches Thema an.

Da der Austausch mit Menschen im Jobwechsel zu unserer täglichen Arbeit gehört, beteiligen wir uns an der Blogparade von Melanie Vogel. Sie ist Expertin für Veränderungsprozesse und beweist dies mit vielen Beiträgen in ihrem empfehlenswerten Blog Futability. Veränderung ist auch das zentrale Thema ihrer aktuellen Blogparade #MutzumJobWechsel. Sie sammelt Blogbeiträge von Menschen, die über das Thema Jobwechsel und damit verbundenen positiven Erfahrungen schreiben.

Jobwechsel erfordert häufig Mut

In der LVQ bilden sich Menschen beruflich weiter, die mitten im Jobwechsel stehen, häufig aus eigenen Stücken, oft jedoch unfreiwillig. Die Gründe für den Jobwechsel können unterschiedlicher nicht sein: sind es mit der Familienphase, einem Ortswechsel oder dem Wunsch nach beruflichem Aufstieg noch eher „softe“ Voraussetzungen,  so können Kündigungen, Firmeninsolvenzen, Standortverlagerungen, langwierige Erkrankungen oder Burnout gezwungenermaßen zu einem Jobwechsel führen.

Jobwechsel kann zudem vom Wechsel des Arbeitgebers, dem Wechsel der Branche, bis zum Wechsel des Berufs für jeden Einzelnen noch mal eine ganz andere Bedeutung haben. Unabhängig davon, aus welchen Gründen und mit welcher Zielsetzung Jobwechsel stattfindet, ist Mut  ein wichtiger Faktor. Wir haben in diesem Beitrag 3 Mutmacher-Beispiele für den Jobwechsel und leiten daraus ein paar hilfreiche Empfehlungen ab.

3 Mutmacher-Beispiele

#MutzumJobWechsel 1: Leidenschaft für ein neues Thema

Eva-Daniela Jung fasste eine mutige Entscheidung, als sie ihre jahrelange Marketing-Erfahrung hinter sich ließ, um sich in einem ganz anderen Bereich selbständig zu machen. Ihre Beratungsleistung wollte sie ursprünglich durch eine Social Media Weiterbildung ergänzen. Im Beratungsgespräch wurden ihr zusätzlich die Themen Datenschutz und Qualitätsmanagement empfohlen. „Im Endeffekt hat sich (…) für mich herausgestellt, dass Datenschutz eher mein Thema ist als Social Media. (…) Es erfordert Struktur, Genauigkeit, und bewegt sich im rechtskonformen Raum. Mittlerweile habe ich eine Leidenschaft für dieses Thema entwickelt, es macht mir riesig Spaß und das übermittle ich in meiner täglichen Arbeit“ so Daniela Jung im Interview.

#MutzumJobWechsel 2: Finden der eigenen Nische

Die Biologin Stefanie Traeger stand vor einer doppelten Herausforderung: Neben dem Wechsel von der Wissenschaft in die Industrie, stand für sie ein Berufswechsel an, denn als Biologin wollte sie nicht arbeiten. Auch für sie war ein Beratungsgespräch entscheidend: „Wir sprachen zunächst viel über mich, meine Stärken und meine Ausrichtung. Da wurde auch noch mal besonders klar, dass ich weniger die forschungsbegeisterte Wissenschaftlerin bin. Kommunikationsstarke Themen standen für mich mehr im Vordergrund“, erkannte Stefanie Traeger. Unter anderen hatte sie die Möglichkeit, eine Weiterbildung zur Online Redakteurin zu machen, was bei ihr dann ins Schwarze traf:

Ich habe schon immer gerne geschrieben, gerne formuliert und Texte verfasst. Ich habe mich während des Studiums sogar auf schriftliche Arbeiten gefreut, mehr als auf das Labor.
Als ich die Möglichkeit sah, eine redaktionelle Weiterbildung zu machen, habe ich einfach mal meine Stellensuche erweitert und neue Schlagworte mit angegeben. Ich war überrascht, wie viele entsprechende Stellen dann aufgeschlagen sind.“

Stefanie Traeger schaffte sich somit ihre Nische. Heute arbeitet sie als Medizinische Projektleiterin und Redakteurin bei einer Werbeagentur mit Schwerpunkt Medical Marketing.

#MutzumJobWechsel 3: Empfehlen lassen

20 Jahre lang arbeitete Mirko Funk als Offsetdruckermeister im Druckereigewerbe. Als sein Arbeitgeber insolvent ging war für ihn klar, dass er die Branche wechseln muss. Denn selbst Bewerbungen auf Sachbearbeiterstellen wurden abgelehnt. Mirko Funk kommunizierte seine Situation offen in seinem Bekanntenkreis. Der entscheidende Hinweis kam dann durch einen Bekannten, der von einem Unternehmen aus der Automobilbranche wusste, dass einen Logistikleiter sucht. Mirko Funk bewarb sich initiativ und bekam die Stelle.

5 Empfehlungen für den Jobwechsel

Aus den Beispielen von Daniela Jung, Stefanie Traeger und Mirko Funk lassen sich folgende fünf Empfehlungen zusammenfassen:

  1. Orientieren Sie sich an Themen, die Ihnen Freude bereiten, so wie Daniela Jung oder Stefanie Traeger. Je mehr sie sich mit einem Thema identifizieren können, desto größer die Motivation und desto einfacher der Jobwechsel. Ein schönes Beispiel ist hier auch Jannike Stöhr mit ihrem Blog 30 Jobs in einem Jahr. Sie war in ihrem Job als Personalerin nicht mehr glücklich und nahm sich ein Sabbatical, um durch Praktika andere Jobs kennenzulernen, die ihr Spaß machen. Am Ende wurden es 30 Praktika, über die sie in ihrem Blog jeweils schreibt.
  2. Sprechen Sie mit Menschen aus Ihrem Umfeld, die den Jobwechsel gewagt haben. Wie haben die das angestellt? Wie haben sind sie mit ihren Zweifeln und Schwierigkeiten umgegangen? Kommunizieren sie die Situation ihres Jobwechsels grundsätzlich, so wie Mirko Funk: „Ganz wichtig: Es darf einem nicht peinlich sein, mit Bekannten zu sprechen. Bekannte, Verwandte, der Verein – alle sollten Bescheid wissen. Arbeitslosigkeit ist nicht mehr so ein Tabuthema wie vor ein paar Jahren.
  3. Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, um neue Impulse zu bekommen. In der eigenen Gedankenwelt dreht man sich häufig im Kreis und enge Freunde oder Verwandte können nur bis zu einem bestimmten Grad helfen, wenn es um den Jobwechsel geht. Schon ein Beratungsgespräch kann weichenstellend sein. Als erste Anlaufstelle können wir das Netzwerk karriereexperten.com von Svenja Hofert empfehlen.
  4. Recherchieren Sie über soziale Businessnetzwerke wie XING, in welchen Tätigkeiten und Jobs Menschen mit Ihrem beruflichen Hintergrund sind. Recherchieren Sie auch, welche Aus- und Weiterbildungen und welche Schlüsselwörter Menschen mit Ihrem Berufsziel unter „Ich biete“ eingetragen haben.
  5. Bilden Sie sich weiter, um ihren Horizont zu erweitern. Die richtige Weiterbildung kann die entscheidende Weiche für ihre berufliche Zukunft stellen und Ihnen jegliche Art von Jobwechsel ermöglichen.


Abschließend: Lesen Sie die erschienen Artikel der Blogparade von Melanie Vogel. Die vielen teilweise sehr persönlichen Berichte von Menschen die über ihren Jobwechsel berichten, erfüllen absolut den Zweck dieser Blogparade: #MutzumJobWechsel erzeugen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Jobwechsel gemacht? Schreiben Sie gerne einen Kommentar.

 

 

Die LVQ Weiterbildung gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Präsenzunterricht mit Dozenten aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.

Das Angebot der LVQ Business Akademie richtet sich an Berufstätige und umfasst die Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot oder Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns einfach an!

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Ein Kommentar zu “Wie der Jobwechsel gelingt: 3 Mutmacher, 5 Empfehlungen & 1 Blogparade #MutzumJobWechsel
  1. Simon Hugfeld sagt:

    EIn Arbeitskollege von mir hat erst kürzlich den Arbeitgeber gewechselt, was sich sehr schwierig gestaltet hat, weil keine anständiges Arbeitszeugnis da war. Also was hat er gemacht? Er hat gelogen und bei seinem zukünftigen Arbeitgerber gesagt er hätte die letzten 12 Monate die Welt bereist anstatt zuzugeben bei einem Wettbewerber gearbeitet zu haben. Legitim wie ich finde. Jetzt ist er nämlich gücklich und erfolgreich!

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