Der Blick auf die Stellenmärkte für Ingenieure relativiert die Diskussion um einen Ingenieursmangel. Technische Querschnittsstellen wie der Vertriebsingenieur werden mehr und mehr mit Fachkräften benachbarter Disziplinen besetzt, die über fundiertes Wissen der grundlegenden technischen Verfahren und Abläufe verfügen. Genau hier setzt die neue Weiterbildung „Technikwissen für die Betriebliche Praxis“ der LVQ an.
Die Diskussion um den Ingenieurmangel in Deutschland zieht sich seit einigen Jahren wie ein roter Faden durch die Medien und lässt den Ruf nach mehr Akademikern, Fach- und Führungskräften in dieser Berufssparte laut werden. Schaut man sich die Zahlen des VDI-Ingenieurmonitors an, so scheint die Befürchtung eines Ingenieurmangels zuzutreffen. So fehlen im Januar 2012 bundesweit ca. 80.000 Ingenieure. Nimmt man die Anzahl der gesuchten Techniker von ca. 40.000 hinzu, summiert sich die Nachfrage an nicht besetzten Stellen im qualifizierten technischen Bereich auf ca. 120.000.
Blickt man jedoch auf die Stellenmärkte für Ingenieure und die entsprechenden Stellenbeschreibungen relativiert sich dieses Bild. Viele Ausschreibungen richten sich weniger an Spezialisten, sondern an Generalisten: Vertriebsingenieure, Projektingenieure, Technische Einkäufer, Qualitätsingenieure. Diese Stellen werden zunehmend auch mit Akademikern und Führungskräften benachbarter Disziplinen besetzt. Die Karriereexpertin Svenja Hofert thematisiert diese Entwicklung in Ihrem Artikel „Der große Bluff mit MINT-Geruch“ und sagt, dass es in der Arbeitswelt nicht nur auf die eine Ausbildung oder das Studium ankommt, sondern mehrere Weiterbildungen, die Erfahrung und die Persönlichkeit bei der Stellenbesetzung entscheidend sind.
Für viele der oben genannten Stellen ist eine Ingenieursausbildung keine zwingende Voraussetzung mehr. Notwendig ist jedoch fundiertes Wissen der grundlegenden technischen Verfahren und Abläufe. Genau hier setzt die neue Weiterbildung „Technikwissen für die Betriebliche Praxis“ der LVQ an.
Fach- und Führungskräfte, z. B. aus Einkauf, Verkauf, aus dem betrieblichen Rechnungswesen oder aus dem Kreis der Gruppen- und Teamleitungen erwerben aktuelles Wissen über technische Zusammenhänge und Begrifflichkeiten und werden zu anerkannten Ansprechpartnern für die Mitarbeiter in den technischen Bereichen, für Kunden, Geschäftspartner und für Lieferanten. Die 20-tägige Weiterbildung schließt mit dem Zertifikat „Professional of Technical Management“ der Steinbeis-Hochschule Berlin, Institut für Operations Management ab. Eine Förderung z. B. durch den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist möglich. Weitere Informationen zu thematischen Inhalten und Anmeldemodalitäten finden Sie hier.
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